Die Last eines Versprechens Teil III

von Ship84
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
der Alcalde DeSoto Don Alejandro Felipe Mendoza Victoria Zorro
20.12.2012
06.01.2013
12
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Titel: Die Last eines Versprechens
Fortsetzung von: Die Last eines Geheimnisses Teil I & II
Genre: Drama, Angst, Romance, Friendship
Pairing: Diego/Victoria
Rating: PG
Charaktere: Alejandro, Mendoza, Alcalde De Soto, (Andere Charaktere)
Kapitel: 13
Fertig gestellt: Sept. – Dez. 12
Anmerkung: Es ist zwar ein anderer Titel, aber die FF grenzt an die vorherige an. Sie hat zwar Kapitelüberschriften, aber sie beinhaltet drei Buchteile. Der Name des Buches steht immer vor dem jeweils erstem Kapitel. Im Vorfeld gibt es eine Zusammenfassung der letzten Teile. Ich bin gespannt, wie die FF euch gefällt.
Disclaimer: Die Charaktere gehören nicht mir. Ich habe sie mir nur ausgeliehen.



Prolog/Rückblick


Zwei Jahre waren vergangen, seit der Emissär und Bruder von Don Diego de la Vega Los Angeles aufgesucht hatte, übernahm und vom Alcalde getötet wurde. Immer noch kämpfte der Fuchs für die Unterdrückten, doch Zorro wurde längst nicht mehr so oft gebraucht, wie früher und das nagte an Diego, denn nur als Zorro konnte er Victoria wiedersehen. So hatte sich auch Diego in dieser Zeit rar gemacht, denn er konnte der Senorita nicht mehr unter die Augen treten, da sie nur noch über den Maskierten sprach. Somit war Diego in eine tiefe Depression gefallen, weil er nicht wusste was er machen sollte. Er war verzweifelt und sein Vater machte es nicht besser, da er sich immer noch mit ihm stritt. Eines Tage, als de la Vega ausgeritten war, um Ruhe zu haben, beschloss er, dass Zorro auch etwas für ihn tun konnte. Mit dem Alcalde hatte der Fuchs einen Status Quo erzielt und der Caballero glaubte, dass das auch für ihn gelten konnte. So beschloss er nicht nur seinen Vater, sondern auch die Schöne in sein Geheimnis einzuweihen. Zurück in der Hazienda versuchte er dann die richtigen Worte zu finden, um seinen Vater einzuweihen, doch dieser überraschte seinen Sohn, als er offenbarte, dass er das Geheimnis bereits kannte. Es war der Kampf zwischen seinen Söhnen, der ihm die Augen geöffnete, da er bis dato nur einen so kämpfen gesehen hatte. Diego war überrascht und auch erleichtert, da es von diesem Moment an keine Geheimnisse mehr, zwischen Ihnen geben sollte.


Auch die Senorita litt unter dieser Situation, da sie seit diesen zwei Jahren kaum etwas von Zorro gesehen hatte. Nur Briefe hatte sie bekommen, die sie verunsicherten. Dann bekam sie jedoch eine Nachricht und eine Rose von Zorro. Er würde sie am Abend hinter der Taverne erwarten, sie solle jedoch nicht ihr gemeinsames Symbol vergessen. Der Ring, den ihr vor Jahren geschenkt und ihr dazu einen Antrag gemacht hatte. Am Abend wurde sie dann, ohne, dass sie es mitbekam in Zorros Höhle gebracht, wo er sich für sein Benehmen und das er so lange fortgewesen war, entschuldigte. Sie wollte jedoch keine Entschuldigung, sondern endlich die Erfüllung seines Versprechens. Schließlich stimmte der Maskierte zu, dass sie ein Recht hatte, die Wahrheit zu kennen, auch, wenn er ahnte, dass sich alles ändern würde. Kurz bevor er dann die Maske fallen ließ, gestand er ihr seine Liebe, worauf sie all die Jahre gewartet hatte. Auch sie sagte, dass sie ihn liebte und als sie dann sah, wer sich hinter der Maske verbarg, konnte sie es kaum glauben. Sie bekam keinen Gedanken zu Stande, sondern vor ihrem Auge blitzen Erinnerungen von Diego und Zorro auf. Der Caballero hatte bereits mit dieser Reaktion, welche im Grunde keine war, gerechnet und entzog sich ihr. Er hatte gewusst, wohl eher gefürchtet, dass es so kommen würde und verschwand im Geheimgang, nachdem er ihr sagte, dass Tornado sie nach Hause bringen würde. Er konnte es nicht ertragen, noch länger in ihrer Nähe zu sein. Schließlich kehrte Victoria mit Tornado ins Pueblo zurück. Noch immer konnte sie keinen klaren Gedanken fassen. In der Höhle hatte sie in einer Hand die Maske und in der anderen den Ring, den er ihr geschenkt hatte. Wie eine Waage versuchte sie auszuloten, was sie fühlte, doch auch an der frischen Luft, wusste sie sie nicht und beschloss darüber nachzudenken.


Dem jungen de la Vega erging es nicht anders. Er wusste nicht was er machen sollte und auch beim Frühstück am nächsten Morgen dachte er, dass es ein Fehler war, ihr die Wahrheit zu sagen. Sein Vater versuchte ihn davon zu überzeugen, dass sie nur Zeit bräuchte, was Diego auch verstand, aber glaubte, dass sie ihm nie verzeihen würde. Sein Vater wusste, dass er bei seinem Sohn nichts ausrichten würde und begab sich ins Pueblo, um nach Victoria zu sehen. Diese hatte kaum geschlafen und saß an einem der Tische, um weiterhin darüber nachzudenken, als Alejandro in die Taverne kam. Er offenbarte, dass er ebenfalls um das Geheimnis wusste und auch, wie sie sich fühlte. Sie erklärte, dass sie überhaupt nicht mehr wisse, was sie fühlte. Der alte de la Vega wollte ihr erklären, dass er glaubte, dass sie die Einzige sei, die verhindern könnte, dass Zorro aufgeben würde, doch das wusste sie bereits. Sie wurden von Pistolenschüssen unterbrochen und als sie miterlebten, wie Zorro dem Alcalde einen Besuch abstattete, überredete Alejandro die Senorita mit seinem Sohn zu sprechen. In der Hazienda, in die Diego bereits zurückgekehrt war, begab dieser sich gerade an das Klavier, um etwas zu spielen. Er hörte ein Geräusch und dachte, dass es sein Vater sei, doch er war überrascht, als Victoria vor ihm stand. Sie wollte mit ihm über letzte Nacht reden, doch der unmaskierte Fuchs hatte beschlossen, das alles zu vergessen. Dann, als sie die beiden näher waren, wurde sich Victoria ihrer Gefühle bewusst und konnte einen klaren Gedanken fassen. Sie überzeugte ihn, dass sie auch ihn lieben könnte, es aber im Grunde nie einen anderen hätte geben können, der hinter der Maske steckte. Erneut sagte sie ihm, dass sie ihn liebte und er erwiderte es, doch dann wurde ihm bewusst, dass sie sich noch nicht der Öffentlichkeit zeigen konnten, da auch Zorro immer noch mit im Spiel war. Sie beschlossen, es geheim zu halten.


Kurz nachdem Senorita Escalante gegangen und Diego seinem Vater gedankt hatte, kam ein aufgeregter Felipe ins Haus. Er zeigte dem großen Caballero einen Zettel, worauf sich Diego sofort zum Pueblo aufmachte. Der Alcalde hatte offenbar die Nase voll und wollte an den Dorfbewohnern ein Example statuieren, um Zorro herauszulocken. De Soto ließ alle Dorfbewohner auf dem Platz versammeln und nahm Victoria als Druckmittel. Zorro wollte sich jedoch nicht auf so etwas einlassen, doch als der Alcalde durchblicken ließ, dass er Hilfe vom König erhalten hatte, so, also viele bewaffnete Soldaten ihre Waffen auf den Maskierten gerichtet hatten, stellte sich Zorro. Er opferte sich, um Victoria, die durch ein Erschießungskommando erschossen werden sollte, zu retten. Der Alcalde demaskierte Zorro und konnte kaum glauben, wer sich hinter der Maske verbarg. Zur Verwunderung de Sotos jubelten die umstehenden Dorfbewohner und der Senorita wurde klar, dass alle hinter dem Maskierten gestanden hätten. Sie verabschiedete sich von Diego, da dieser nun ihren Platz vor dem Erschießungskommando eingenommen hatte. Auf den endgültigen Befehl des Alcalde feuerten die Soldaten, Diego wurde getroffen, brach zusammen, doch mit einem Mal saß er aufrecht in seinem Bett. Er war schweißgebadet und saß in seinem Bett. Nur ein Alptraum, den er hatte. Diego konnte sich aber nicht erinnern, wann er zu Bett gegangen war. Er zog sich an, ging ins Esszimmer und setzte sich zu seinem Vater an den Tisch. Dieser sah ihm an, dass es dem Caballero nicht gut ging und der junge de la Vega erzählte ihm von dem Alptraum. Wenige Augenblicke später fragte sein Vater ihn, wie seine Reise nach Mexico war, an die sich der unmaskierte Fuchs jedoch nur aus seinem Traum erinnern konnte. Dann fiel ihm jedoch ein, dass er für mehrere Wochen fort war und am Abend zuvor nach Hause gekommen war.


Alejandro meinte, dass Victoria sich freuen würde, Zorro wiederzusehen, worauf Diego stutzig wurde, was seine Reise mit dem Reiter zutun hatte. Sein Vater erklärte jedoch, dass er ihn, vor seiner Reise, in sein Geheimnis eingeweiht hatte. Langsam kehrten ein paar Erinnerungen Diegos wieder und anscheinend hatte er während seiner Reise beschlossen, Victoria niemals die Wahrheit zu sagen, da es zu gefährlich sei. Allerdings hatte er beschlossen, eines seiner Leben zu beenden. Wenn er weiterhin Diego sein würde, blieb die Gefahr, dem Alcalde gegenüber, viel zu groß. Er machte sich ins Pueblo auf und bevor de la Vega die Taverne erreichte, hatte Victoria einen Brief von Zorro erhalten, in dem er ihr zwar seine Liebe gestand, die Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft jedoch zerstörte. Sie konnte es kaum glauben und dachte, dass Zorro, obwohl er es zwar gesagt hatte, sie nun nicht mehr liebte. Sie ging in die Küche, da sie nicht vor den Gästen, unter denen inzwischen auch Diego war, weinen wollte. Dieser war nun aber neugierig und besorgt, wie es Victoria wohl gehen würde. Er platze in die Küche, um einen Vorwand zu haben und erkannte, was er angerichtet hatte. Er wollte sie trösten und so erzählte sie von Zorros Brief und ihrer Vermutung, dass er nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte. Diego war überrascht und versuchte ihr klar zu machen, dass er es vielleicht nur tat, um sie zu beschützen. Die Senorita warf jedoch ein, dass er sie nicht unbedingt verletzen musste, um sie zu beschützen. In jedem Falle war sie aber dankbar, dass er ihr geholfen hatte und umarmte sie, was de la Vega auch für einen Moment zu ließ. Für Victoria reichte dieser Moment scheinbar, um zu wissen, dass er Zorro war und jubelte ihm seinen Ring unter. Erst als er mit diesem zurück kam, da er die Küche verlassen hatte, konnte er nichts mehr dagegen sagen und gab zu, dass er Zorro war. Durch einen Kuss war sie sich dann jedoch hundertprozentig sicher, dass er Zorro war.


Am nächsten Tag erfuhr Diego von mehreren Caballeros sowie seinem Vater, dass ein Alcalde in Monterey einen Brief erhalten hatte, in dem stand, dass der Gouverneur die Lebensqualität der Kolonien verbessern möchte. Daraufhin vermuteten die Anderen, dass de Soto einen ähnlichen Brief erhalten hatte. Diego verließ die Gruppe, um in der Taverne bei Victoria zu sein, bis plötzlich der Alcalde hineinstolperte und verkündete, dass ein Repräsentant des Königs kommen und die Situation mit Zorro überprüfen wolle. Die Senorita war skeptisch und hatte Angst, dass etwas mit Diego passieren würde. Er erklärte ihr, dass er sich über so etwas noch keine Gedanken machen würde. Er verließ wieder die Taverne, versprach ihr aber für den Abend eine Überraschung. Da kehrte Zorro ins Pueblo zurück und ließ, vor dem Alcalde durchblicken, dass er von dem Brief wusste. Er würde zurückkehren, wenn der Repräsentant ins Dorf kommen würde. Dann nahm er Victoria mit, brachte sie jedoch nicht in die Höhle, sondern zur de la Vega Hazienda. Sie verstand erst nicht und als Felipe sie in die Bibliothek führte, wo für ein Abendessen gedeckt war, wurde ihr der Weg in die Höhle gezeigt. Sie konnte kaum glauben, dass all die Jahre, Zorros Höhle so nah gewesen war. In der Höhle machte Diego ihr erneut einen Antrag, den sie annahm und erklärte, dass dies nun auch ihr Zufluchtsort sei. Nun war es an ihr zu erkennen, dass sie ja Zorro liebte. So schlug der große Mann ein kleines Spiel vor, in dem Diego der Schönen den Hof machen und Erfolg haben würde. Am nächsten Tag nahm Victoria die Gelegenheit war und gab Mendoza etwas Zündstoff für die Gerüchteküche. Nur eine Stunde später brodelte die Gerüchteküche, als Diego die Taverne betrat und versuchen musste, nicht zu lachen, als Victoria ihm Dinge aufzähle, die Zorro angeblich getan hatte. Erst als der aufgeregte Alejandro in die Taverne kam und berichtete, dass er gehört habe, Zorro hätte Victoria überfallen, wurde den Beiden klar, dass sich alles etwas verselbstständigt hatte. Der Alcalde hatte von den Gerüchten Wind bekommen und bauschte sie noch mehr aus. Victoria erklärte Alejandro, dass nichts dergleichen passiert sei, sondern nur, dass die Beiden Streit hatten.


Diegos Vater war erleichtert, denn offenbar hatte er seinem Sohn so etwas zugetraut, da dieser dies bereits schon einmal getan hatte. Er wusste auch noch nicht, dass die Senorita eingeweiht war. Der unmaskierte Reiter verließ mit seinem Vater die Taverne und teilte ihm mit, dass das alles nur ein Spielchen sei, da Victoria nun sein Geheimnis kannte. Sofort war der alte de la Vega erleichtert. Ein paar Stunden später war Diego ins Pueblo zurückgekehrt, da er gemeinsam mit Padre Benitez den Indianerkindern lesen beibrachte. Er machte eine Pause und ging auf dem Dorfplatz spazieren. Seit er wieder im Dorf war, hatten sich die Gerüchte noch mehr verselbständigt, da der Alcalde endgültig die Gunst der Stunde genutzt hatte, um Zorro schlecht zu machen. Der junge Caballero traf auf Victoria, die ihm erzählte, dass es in der Taverne nicht anders war. In diesem Moment nutze Diego seine Chance, um seinen Plan, Victoria den Hof zu machen, zu starten. Die Beiden standen eng zusammen auf dem Dorfplatz und zogen die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich. Erst spät erkannte die Senorita, was ihr Liebster vorhatte, machte aber mit. Kurz danach kehrte Victoria in die Küche der Taverne zurück, wo sie einen Schwächeanfall erlitt. Am Morgen danach erklärte ihr Diego, dass dieser durch Stress verursacht wurde. Auch der Doktor war bereits da und hatte ihr für einige Tage Ruhe verordnet. Ein paar Tage später ging es Escalante wieder besser und auch Diego war wieder im Dorf, um dem Padre zu helfen. Durch einen Schuss wurden die beiden Aufmerksam und liefen nach Draußen auf den Platz. Sie bekamen gerade noch mit, wie Banditen die Taverne überfallen hatten und fliehen wollten. Für den maskierten Reiter war es zu spät, da sein Kostüm in der Hazienda war und die Garnison auf einer Truppenübung. Die Banditen hatten ihr Waffen auf eine Gruppe von Menschen gerichtet, als gerade ein Kind die in die Schussbahn lief. Victoria wollte das Kind aufhalten, als ein Knall die Luft erfüllte. Statt das Kind zu treffen, trafen sie Senorita Escalante, die verwirrt war und zusammen brach. Bevor sie auf dem Boden fiel, fing Diego sie noch auf, der kaum glauben konnte, was passierte. Es war jedoch zu spät. Sie war tödlich verletzt und so musste de la Vega ansehen, wie die Frau, die er liebte starb.


Nur wenige Augenblicke später saß Diego erneut in seinem Bett und musste feststellen, dass auch dies wieder ein Traum war. Offenbar war er von einem Traum in den nächsten geglitten. Er zog sich an und als er zum Frühstück ins Esszimmer ging, musste er, durch seinen Vater feststellen, dass bereits Mittag war. Sein Vater war darüber nicht sehr begeistert, weil sich in der Zwischenzeit der Alcalde wieder bei den Dorfbewohnern unbeliebt gemacht hatte. Er hatte einen Bauern ausgepeitscht, weil er keine Steuern zahlen konnte. Obwohl er noch verwirrt war, wusste Diego, das er mitten in der Nacht nach Hause gekommen war, weil er auf Patrouille war. Dann fragte er seinen Vater, ob dieser schon mal geträumt hätte, erwacht zu sein, aber feststellen musste, dass auch das Erwachen ein Traum war. Der Herr des Hauses verneinte dies, ließ sich dann aber von Diego erzählen, was dieser geträumt hatte. Anschließend meinte Alejandro, dass es mit dem Unterbewusstsein seines Sohnes zu hatte und er mit Hilfe seiner Träume herausfinden wollte, wie er Victoria am besten die Wahrheit sagen konnte. Er solle es direkter tun. Der unmaskierte Zorro stimmte zu, dass dies eine gute Idee sei, verschwand in die Höhle, um sich zum Pueblo aufzumachen. Der Alcalde war mit seiner Tat zufrieden und zudem froh, dass ihm Zorro nicht dazwischen gefunkt hatte. Als de Soto in sein Büro gehen wollte, flog er mit einem Mal durch die Tür und landete auf dem Boden. Wenige Augenblicke später kam Zorro aus dem Büro, denn offenbar hatte er auf ihn gewartet.


Der Alcalde konnte kaum glauben, dass der Reiter aufgetaucht war. Zorro zeigte seinen Unmut darüber, dass der Alcalde offenbar jeden bestrafen musste und wollte nun, dass Ignacio seine eigene Medizin zu spüren bekam. Der in Uniform gekleidete Mann wollte den Reiter angreifen, wurde jedoch entwaffnet. Daraufhin band Zorro seinen Widersacher an einen Pfahl, um ihn so auszupeitschen, wie er es auch mit den Dorfbewohnern getan hatte. Das ganze wurde von den Dorfbewohnern beobachtet und als Diego ausholen wollte, wurde er von Victoria aufgehalten, die nicht wollte, dass Zorro so, wie der Alcalde wurde. Sie überredete den Fuchs, de Soto gehen zu lassen, der ihr sagte, dass er das nur ihr zu liebe tat.
Zorro verließ wieder das Pueblo, versteckte sich jedoch als Diego in der Küche der Taverne. Dort wartete er auf Victoria, die auch kam, aber nicht glauben konnte, dass er Zorro war, als er sich ihr zeigte. Er sagte und tat dann jedoch Dinge, die sonst nur von Zorro kamen. Er wusste, dass sie Zeit brauchte und ließ sie allein. Nicht lange, nachdem er gegangen war, folgte sie ihm und wurde Augenzeuge, wie er in hinteren Teil der Hazienda mit Felipe kämpfte. Sie hatte nur einen so kämpfen sehen und langsam wurde ihr bewusst, dass dieser Jemand vor ihr stand. Nachdem Felipe fort war, führte Diego sie zu dem kleinen überdachten Platz, wo sich Zorro und Victoria das erste Mal geküsst hatten. Er erzählte ihr davon, nahm ihre Hand, führte sie durch das Haus zur Bibliothek und dann direkt in die Höhle, wo sie alle Zweifel ablegte und nun wusste, dass er Zorro war. Sie gestanden sich ihre Liebe und küssten sich, doch in diesem Augenblick und gleichzeitig mit dem Kuss saß der Caballero erneut aufrecht in seinem Bett. Er konnte es nicht glauben. Schon wieder ein Traum und so langsam merkte Diego, dass er jegliches Gefühl für die Realität verloren hatte. Er konnte nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden. In jedem neuen Traum wurde ihm die Last seines Geheimnisses vor Augen geführt.



**********



Erst Minuten, nachdem Diego aufgewacht, aber nicht wirklich wusste, ob er wach war, stand er auf. Als er im Haus umherging, viel ihm auf, wie trostlos das Haus wirkte. Sein Vater war nirgends zu sehen, obwohl er immer als erstes am Frühstückstisch saß. Er beschloss nach Tornado zu sehen, ging zum Geheimschalter, betätigte ihn und ging in den Geheimgang, der jedoch vollkommen dunkel war. Die Kerzen, die er immer brennen ließ, waren aus. Er tastet sich zu dem Durchgang, ging in die Höhle, musste jedoch feststellen, dass diese leer war. Weder seine Bücher, noch seine Apparaturen waren da, geschweige denn sein Pferd, wie er zudem feststellt. Der einzige Gegenstand war ein Buch. Nachdem er den meisten Staub weggepustet hatte, konnte er vier Wörter „Das Ende von Zorro“ auf dem Einband erkennen. Er wunderte sich, was das zu bedeuten hatte, drum klappte er das Buch auf, wo auf der ersten Seite eine Notiz an Denjenigen gerichtet war, der das Buch fand und so darüber erfahren konnte, wie Diego de la Vega Zorros Maske für immer ablegte. Ungläubig, was das sein sollte, nahm er das Buch mit und kehrte in die Bibliothek zurück, wo mehr Licht war. Durch das Buch erfuhr er, dass inzwischen zehn Jahre vergangen waren und das, was auch immer es war, ein paar Monate nach dem Tod seines Bruders begonnen hatte. Darin stand zudem, dass er zu Träumen begonnen hatte, in denen er mögliche Szenarien durchlebte, wie er der Schönen Victoria die Wahrheit erzählen könnte. Durch Alejandro, erfuhr er, dass sein Zustand bereits Wochen anhielt. Er konnte sich nur an einige Passagen erinnern und jeden Morgen war alles, wie weggewischt. Niemand fand dafür eine Erklärung. So musste Diego in einer Phase, wo er sich langsam wieder an alles erinnerte, eine Entscheidung über Zorros Schicksal fällen. Schließlich konnte er nicht mehr Zorro sein. In dieser Zeit wurde Alejandro Alcalde, wodurch Zorro nicht mehr gebraucht wurde. Nur Victoria erwartete, dass Zorro zu ihr zurückkehren und sein Versprechen erfüllen würde. Sie wusste jedoch nicht, dass Diegos die Maske bereits abgelegt hatte. Er konnte sie nicht einweihen und beschloss, dass sie anders ihr Glück finden sollte. Irgendwann, im Buch war nicht beschrieben wann, aber sein Vater erzählte, dass Victoria das Dorf verlassen und geheiratet hatte. Während Diego in dem Buch über sein Leben las, vernahm er ein Geräusch und bekam mit, wie ein noch älterer Alejandro das Zimmer betrat.


Durch ihn erfuhr er, nachdem der alte de la Vega gesehen hatte, dass sein Sohn, mit Hilfe des Buches, Zeit nachholte direkt, dass inzwischen weitere Jahre und somit fünfzehn Jahre, seit dem Besuch des Emissärs, vergangen waren. Diego konnte es kaum glauben. Der Beweis war jedoch sein Vater, der bereits sehr alt war. Er war der Alcalde, doch nun kümmerte sich Jemand anderes um das Dorf. Sein Sohn hatte bereits Jahre nicht mehr in das Buch geschrieben, denn es gab kaum noch lichte Momente. Der junge Caballero wollte dann wissen, wo Victoria war und sein Vater sagte ihm nur widerwillig, dass sie nun in San Francisco lebte. Er hatte Victoria verloren. Daraufhin ließ sein Vater ihn allein, denn Diego musste das ganze erst einmal verarbeiten. Er ließ sich in einen der Stühle neben dem Kamin nieder und schlief innerhalb weniger Augenblick ein. Nur wenige Momente später wurde er durch ein Geräusch wach und konnte kaum glauben, was er sah. Sein Vater war wieder 20 Jahre jünger und neben ihm stand Victoria. Verwirrt darüber, was passiert war, konnte er sich nicht lange Gedanken darüber machen, da sein Vater die Senorita zum Essen eingeladen hatte. Den ganzen Abend sprach Diego kein Wort, da er immer noch versuchte zu verstehen, was passiert war. Scheinbar war er wieder in einem Traum, doch wie sollte er noch Traum von Realität unterscheiden, wenn er nicht wirklich wissen konnte, ob er beim nächsten Mal wach sein würde. Nach Abschluss des Abendessens lud Diego die schöne Victoria zu einem Spaziergang in den Gärten ein und sie stimmte zu. Draußen wollte sie wissen, wie seine Reise nach Mexico verlaufen war. Irgendetwas schien dort mit ihnen zu passieren, denn von einem Moment zum nächsten, als sie sich einen Moment angesehen hatten, küssten sie sich plötzlich. Keiner von ihnen wusste, wie es geschehen war und es war Diego, der den Kuss beendete. Er war davon so überrascht gewesen, dass er vergessen hatte, dass er Zorro war. Er entschuldigte sich für sein Benehmen und meinte, dass er es nicht hätte tun sollen, weil sie Zorro liebte. Victoria dagegen flüsterte immer Zorros Namen, doch was sie eigentlich sagen wollte, war, dass er Zorro war. Sie hatte mit nur einem Kuss heraus gefunden, dass er der Maskierte war.


Allerdings musste sie ihn nun wieder daran erinnern, da er es vollkommen vergessen hatte und dann gestand er ihr seine Liebe. Ohne ein Wort zog sie ihn mit sich und zu dem Platz, wo die Beiden sich das erste Mal geküsst hatten. Sie erklärte, dass sie auch ihn lieben würde, denn dass hatte sie schon immer. Dann gestand sie ihm, dass sie diese Gefühle schon früher verspürte, aber ignorierte, weil sie Angst hatte. Darüber war er sehr überrascht, aber auch froh, weil er darauf aufbauen konnte. Sie küssten sich noch einmal und dann brachte Diego seine Liebste nach Hause. Am nächsten Morgen sprach ihn sein Vater darauf an und der Caballero erzählt ihm alles. Bis hin zu dem Moment, wo er alles vergessen und sie sich einfach geküsst hatten. Erst während des Gesprächs, als sein Vater ihm sagte, dass der direkteste Weg der richtige sei, kam das Gefühl, dass das alles ein Traum sein könnte zurück. Sein Vater hatte es im zwar gesagt, aber in einem anderen Traum. Er entschied, ins Pueblo zu fahren. Dort war eine aufgekratzte Victoria, die nicht schlafen konnte, weil sie endlich das Geheimnis kannte. Kurz nachdem sie die Taverne geöffnete hatte, tauchte Diego mit einer Rose auf. Er wollte ihr den Hof machen, wie er es zuvor in einem Traum geträumt hatte. Es waren einige Gäste in der Taverne, die sie beobachteten und erst, als Mendoza mit ansah, was am Tresen passierte, sprach er die Beiden darauf an. Als der Sargento dem Caballero zu verstehen geben wollte, dass die Beiden beobachtet wurden, erklärte de la Vega, dass ihn das nicht stören würde. Er beleidigte sogar sein Alter Ego, worauf Victoria Entsetzen vortäuschte. Diego entschuldigte sich schnell und lud die Senorita zu einem Ausflug ein. Dann verließ er die Taverne, lockte Victoria jedoch, als diese in der Küche war, heraus und die Beiden küssten sich. Sie bat ihn um ein Versprechen, worauf er nur meinte, dass sie ihn um alles bitten könnte. Er sagte, dass er am Nachmittag wiederkommen würde und Escalante war überrascht, dass er es ernst meinte, mit dem Ausflug.


Eine Stunde später kehrte der Caballero mit einer Kutsche ins Pueblo zurück, Victoria stieg, von den Umstehenden beobachtend, ein und die Beiden fuhren aus dem Dorf. Sie war überrascht, als sie feststellte, dass sie nicht mehr in Los Angeles waren und de la Vega fragte sie, ob sie Angst hätte, doch sie verneinte es, weil sie bei ihm sei. Eine Weile später erkannte sie dann, dass sie auf dem Weg nach Santa Paula waren, doch Diego erklärte ihr, dass dies nicht ihr Reiseziel sei. Als sie mit dem Wagen auf eine Brücke, die nach Santa Paula führte, zufuhren, bog Diego nach rechts und fuhr einen anderen Weg. Schnell erkannte Victoria, dass es zur Windmühle ging, wo die Beiden eine Nacht verbrachten, um einen Sturm abzuwarten. Diego meinte, dass das nun ihre Windmühle sei und Victoria meinte, dass sie an keinem anderen Ort lieber wäre. Die Beiden hielten an und gerade, als der unmaskierte Fuchs von der Kutsche steigen wollte, befand er sich im Wohnzimmer der Hazienda. Scheinbar war er gerade vom Stuhl aufgestanden und von rechts vernahm er die Stimme seines Vaters, der ihm sagte, dass sie noch nicht fertig seien. Als sich Diego näher umsah, bemerkte er, dass es dunkel war, er ein Buch in der Hand hatte und er mit seinem Vater Schach spielte. Er wusste nicht, was er machen sollte. Beim lesen, während auf den Zug seines Vaters gewartet hatte, musst er wohl eingeschlafen sein. Als er als Ausrede, Wasser holen zu wollen, vorgab, erklärte sein Vater, dass Felipe bereits etwas zu trinken holen würde. Dann bemerkte sein Vater, das etwas mit einem Sohn nicht stimmte und fragte, was los sie. Sein Gegenüber erklärte, dass er nicht wisse, ob er wach sei, was Alejandro aber nicht verstand. So wollte Diego wissen, wie viel Zeit vergangen war, seit der Emissär in Los Angeles war. Durch seinen Vater erfuhr er, dass es vier Jahre waren. Diego erklärte, dass er noch vor ein paar Minuten mit Victoria zusammen war und was es mit seinen Träumen auf sich hatte. Seinen Vater überraschte dies, denn er teilte dem jungen de la Vega mit, dass es Zorro nicht mehr gab, worauf Diego fragte, ob es einen neuen Alcalde gäbe. Sein Vater erklärt, dass er nicht mehr Zorro sein wollte und sein Sohn war perplex, dass der Herr des Hauses wusste, dass er der Maskierte war.


Laut Alejandro weihte Diego ihn eine Woche nach dem Kampf mit seinem Bruder ein. Mit bedauern in der Stimme teilte sein Vater dann mit, dass ein halbes Jahr danach Victoria durch Banditen entführt und getötet wurde. Diego war außer sich, als er das hörte und bat darum, dass es nicht wahr war, doch sein Vater konnte nicht. Auch er wünschte sich, dass er etwas anderes sagen konnte. Victorias Tot hätte Diego schließlich verändert und so hatte der junge Caballero mit Zorros Hilfe Rache an den Mördern seiner Liebsten genommen. De la Vega konnte kaum glauben, was der da hörte. Er hatte alles, was Zorro jemals ausgemacht hatte, zerstört. Aus trotz hatte sogar der Alcalde aufgehört die Dorfbewohner zu tyrannisieren. Ungläubig dachte Diego darüber nach. Hätte er Victoria bereits vor Jahren, als sie angeschossen wurde, verloren, wäre er nicht länger Zorro gewesen, doch zu töten wäre ihm nie in den Sinn gekommen. Als die Stimme seines Vaters wieder zu ihm drang, hörte er, dass er auch Tornado frei gelassen hätte, obwohl dieser ab und zu in die Höhle zurückkehrte. Nur die Vorwürfe, Victoria nicht beschützen zu können, konnte er nie ablegen. Er hatte sich lange Zeit zurückgezogen, doch seit etwa einem halben Jahr ging es ihm besser und hatte sogar eine Frau kennen gelernt. Gracia Rodríguez. Diego konnte es nicht glauben. Er könnte sich Niemand anderen, als Victoria, als seine Frau vorstellen und doch hatte er dieser Frau einen Antrag gemacht. Sein Vater ließ ihn daraufhin allein, um nach Felipe zu sehen, als es kurz darauf an der Tür klopfte. Diego ging zu Tür, doch als er diese geöffnet hatte, stockte ihm der Atem. Victoria stand vor der Tür. Sofort wollte Diego wissen, was sie in seinem Haus machte und sie gab wieder, dass er sie doch eingeladen hatte. Erst da bemerkte Diego, das es nicht Victorias Stimme war. Sie meinte, sie wäre Gracia, als sie auf ihn zuging, doch er wich vor ihr zurück, stolperte, stürzte und saß wieder in seinem Bett. Ungläubig, dass es schon wieder passiert war, versuchte er wieder zu Atem zu kommen. Langsam bildete sich ein Lächeln auf seinen Lippen, denn er konnte sich wieder an alles erinnern.


Eine Woche nach der Beerdigung seines Bruders fuhr er wirklich nach Mexico zu einer Hochzeit seines Studienfreundes und war vor knapp einem Monat zurückgekehrt. Zuvor hatte er seinen Vater eingeweiht. Nachdem er zurück war, erfuhr dann auch Victoria, wer sich hinter der Maske verbarg. Es stimmte sogar, dass sie seine Identität an einem gemeinsamen Abend herausbekommen hatte. Innerhalb einer Nacht hatte er mehr erlebt, als er sich hätte vorstellen können. Er stand auf und ging zum frühstücken ins Esszimmer, wo sein Vater bereits saß. Als er ihn begrüßte, tadelte ihn sein Vater, dass es bereits Mittag sei. Diego erklärte ihm, dass er eine Nacht voller schlechter Träume hinter sich hätte, was seinen Vater ein wenig milde stimmte. Alejandro teilte ihm mit, dass sich der Alcalde zurzeit ruhig verhielt, was Diego minder überraschte, doch mit einem Mal bekam er ein komisches Gefühl. Etwas stimmte nicht. Sein Vater meinte, dass es, unter diesen Umständen, kein Wunder sei, dass sich der Alcalde ruhig verhielt. Immerhin bekäme er eine Auszeichnung für seine gute Arbeit. Gerade, als Diego darauf reagieren wollte, hatte sich seine Umgebung verändert. Er saß aufrecht in einem Stuhl und starrte auf Tornado, der ihm schräg gegenüber war. Diego war in seiner Höhle und über ein paar Bücher wohl eingeschlafen. Felipe kam schnell herbei und fragt ihn, was passiert sei. Sein Freund deutete ihm, dass er eingeschlafen war. Von ihm erfuhr er zudem, durch eine geschriebene Nachricht, dass er die ganze Nacht geschlafen habe, da ihn der Kampf mit seinem Bruder ziemlich zugesetzt hatte. Langsam kehrten die Erinnerungen zurück und dem Caballero wurde klar, dass nur eine Nacht vergangen war, er seinem Vater nichts von Zorro erzählt, sondern dass er Fechtunterricht genommne hatte. Er hatte offenbar so viele Dinge in seinen Träumen verarbeitet, dass er von einem Traum in den nächsten geglitten war. Nun hatte er auch die Erklärung dafür, weshalb er sich in seinen Träumen nur an den Kampf erinnern konnte. Die Beiden verließen kurz darauf die Höhle und Felipe zeigt ihm einen Brief, dein Sein Vater auf dem Tisch gelegt hatte. Kaum hatte Diego einen Blick auf den Absender des Briefes geworfen, wurde er stutzig. Er holte den Brief heraus, las den Inhalt und sein Blick wurde immer ungläubiger. Es war ein Brief von einem Studienfreund, der ihm mitteilte, dass er heiraten würde. Er lud Diego zu seiner Hochzeit ein, die in einem Monat in Mexico Stadt stattfinden sollte. Der Caballero sollte Trauzeuge sein. Sein Traum wurde Wirklichkeit.
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