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Sveto drvo

von ayola
GeschichteFantasy, Horror / P16
16.12.2012
14.03.2013
3
3.004
 
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
16.12.2012 723
 
Willkommen zu meinem neuen Projekt,

einer weitere Puzzlegeschichte, in der wir Fantasy schreiben sollten und zwei Bilder zur Auswahl hatten. Welches ich nehme, werde ich im nächsten Kapitel verlinken.
Diese beiden Fotos standen zur Auswahl:

http://img10.imageshack.us/img10/390/puge12.jpg
http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/leuchtaugenkuhzdonjrepms.jpg

Nährere Informationen gibt es hier: http://forum.fanfiktion.de/t/17917/1 .
Es ist definitiv Fantasy dabei, allerdings würde ich als weitere Genre noch Horror (dementsprechend auch Angst) und Psychological (hier nicht vorhanden) angeben.

Titel- und Kapitelnamen sind kroatisch, sie könnten Hinweise geben ;) .

Geplant sind um die drei Kapitel,
ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

******************************

Während ich auf dem Boden hocke und erneut ein weißes Blatt mit meinen Buchstaben beschmiere, frage ich mich wirklich, was ich mache. Einerseits fühle ich mich unwohl, weil ich hier sitze und so etwas wie einen Abschiedsbrief schreibe. Andererseits habe ich das Gefühl, dass es nötig sein könnte.  
Das macht mir mehr Angst als alles andere.
Mittlerweile ist dies der achte Anlauf, es aufzuschreiben. Ich hoffe, du denkst nicht, ich bin verrückt, mein unbekannter Leser dieses Briefes. Das denke ich schon genug, doch es gibt leider mehr als genug Hinweise, dass dies hier real ist.
Meine Freunde merken bereits, dass etwas nicht stimmt. Ich bin paranoid geworden und habe oft genug Panik, die sich kaum noch unterdrücken lässt. Ich werde verfolgt oder bekomme zumindest das Gefühl, dass sich nicht abschütteln lässt.
Ich hoffe, dass ich noch zwischen Realität und Wahnsinn unterscheiden kann, dass ich nicht wirklich verrückt geworden bin.
Dennoch ist weder das Eine noch das Andere besser. Selbst wenn es sich bei allem nur um Hirngespinste dreht, ich fürchte mich. Jeden Tag, nahezu jeden Moment mit Angst zu leben, ist unerträglich. Selbst wenn es nur in meinem Kopf passiert, es ist die Hölle.
Ich bin blass geworden, dünn und sehe schrecklich aus. Ich will, dass es vorbei ist! Ich will, egal ob real oder eingebildet, dass mich jemand erlöst!
Aber natürlich passiert so etwas nicht. Ich lebe nicht in einem Buch, in dem der Autor einen zwar leiden lässt, aber das Schlimmste vor einem bewahrt.
Ich hoffe, dass alles nicht erst der Anfang war. Aber ich weiß, das ist nicht das Ende.

Es begann im letzten Sommer, wo meine größten Probleme noch die Examen am Ende des Semesters waren.
Ich war nach langem Drängen mit meiner Familie in den Urlaub gefahren, der widererwarten nicht schrecklich geworden ist. Zumindest nicht in dem Sinne, dass meine Tante mit meiner Stiefmutter nicht um die Wette gebacken, mein Opa uns nicht zum Gemeinschaftssingen verdonnert hat und Vater und mein Onkel nicht das Badezimmer aus Gag geflutet haben. Lediglich meine Oma hätte mich einmal fast mit dem Ofenblech erschlagen, weil sie mich für einen Einbrecher hielt. (Der tagsüber im Bikini in ein vollbelegtes Ferienhaus spaziert.)
In Relation zu unseren sonstigen Familienzusammentreffen war der Urlaub nahezu erholsam- nun, wenn ich ehrlich bin, war der gesamte Urlaub in Kroatien toll und ruhig. Die  Probleme begannen wirklich erst zu Hause.
Dummerweise bin ich scheinbar die Einzige, die Zusammenhänge mit den seltsamen Vorkommnissen in unserer Nähe sieht.
… Entschuldige, Leser, du siehst, ich kann nicht schreiben. Übrigens mache ich das auch zum ersten Mal. Neben der Tatsache, dass mir solche komischen Sachen nie gefallen haben. Eigentlich habe ich die Fantasyleser immer für etwas… naja gehalten.
Jedenfalls waren wir zwei Wochen da und haben drei Tage vor der Abreise einen Ausflug in das Hinterland gemacht, wo wir auch eine alte Klosterruine besucht haben.

Es gab keine Mönche mehr, die die Anlage pflegten, der Glauben war untergegangen, erzählte uns die Reisegruppenführerin. Das Land lag am Südhang, man hatte freie Sicht auf das Meer.
Eigentlich war die Lage traumhaft, teilweise standen sogar die Obstbäume noch.
Auf Wunsch einer Mitvierzigerin in unserer Besichtigungsgruppe begann die Leiterin sehr ausführlich über die hiesigen Bodenbedingungen und Klimaverhältnisse zu sprechen und rückte den historischen und mythologischen Aspekt eher in den Hintergrund, sodass sie nur wenige Dinge darüber einstreute.
Und ich Idiotin hörte natürlich nicht mehr zu, denn aus welchen Gestein der Boden bestand und was man hier am besten anbauen konnte, war mir gleich.
Hinterher ist man immer schlauer, denkst du jetzt bestimmt. Ja, das weiß ich auch, aber es hilft mir nicht.

Verdammt, jetzt ist es schon drei, und ich bin müde. Ich muss hier aufhören zu schreiben.

27.November 2006
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