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Weihnachten mit dem Winter persönlich

von Sevi007
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 / Gen
Jack Frost Jamie North Sandman
12.12.2012
15.12.2012
3
8.788
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12.12.2012 2.734
 
Hi!

Ich weiss, schon wieder ich. *seufz* Aber ich bin unschuldig, ich schwöre. Jack ist schuld. Und die anderen Hüter. Die spuken durch meinen Kopf und werfen mit Ideen nach mir, die aufgeschrieben werden wollen. Und meine Leser hetzen mich auch noch auf! (*hust* Danke dafür, Leute *hust)

Mir gehört leider immer noch nichts, ich leihe mir die Figuren nur aus.
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Warten auf Schnee




Energisches Klopfen an der mit Bildern bepflasterten Schlafzimmertür.
„Jamie, aufstehen, du Schlafmütze! Wir wollen frühstücken!“

Der braunhaarige Junge murrte verschlafen und rollte sich auf die andere Seite, ohne die Augen zu öffnen. „Doch nicht so früh…….“

Wenn er geglaubt hatte, seine Mutter würde das nicht hören, hatte er sich getäuscht: Die gute Frau hatte Ohren wie ein Luchs. „Wieso früh? Es ist schon zehn Uhr durch, du Murmeltier! Komm schon, bevor wir verhungern!“
„Hunger, Hunger!“, krähte Jamies kleine Schwester Sophie wie auf Kommando. Trappelnde Schritte verrieten, dass die Kleine wie ein Wirbelwind die Treppe hinunterstürmte. Lautes Gebell und das Scharren von Pfoten sagten ihm, dass auch die Windhund-Dame Abby ihr hinterherrannte.

Jamie stöhnte auf und kniff die Augen fester zusammen. Manchmal fragte er sich wirklich, warum sie diese alberne Regel eingeführt hatten, dass sie nur alle zusammen frühstückten. Das war ja Folter, an einem freien Tag aufstehen zu müssen!                      

„Jamie! Du verpasst den ganzen Schnee! Und das an Weihnachten!“
Es war, als hätte Susanne einen Zauberspruch aufgesagt: Innerhalb von Sekunden sass Jamie kerzengerade im Bett und sah mit grossen Augen zum Fenster.
Tatsächlich rieselten dort Schneeflocken vom Himmel.
„Mum! Warum sagst du mir denn nicht, dass es schneit?!“    

Während seine Mutter etwas Unverständliches antwortete, sprang der Junge regelrecht aus dem Bett, suchte sich Pulli und Jeans zusammen und tauschte seinen Schlafanzug dagegen aus.
Eilig schlüpfte er in seine zweite Socke, während er auf einem Bein zur Tür hüpfte und sie aufriss. „So was Wichtiges musst du mir sofort sagen, Mum!“

Die Frau verdrehte die Augen. „Oh, entschuldige, wie konnte ich nur! Kommst du jetzt frühstücken?“
Jamie zögerte und warf einen Blick zum Fenster.
Seine Mutter verstand diese Geste sofort. „Jamie Bennett! Du gehst mir nicht ohne Frühstück aus dem Haus! Der Schnee ist auch in einer halben Stunde noch da!“
„Ja, schon, aber………“
„Kein „Aber“, junger Mann! Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.“
„Okay, okay…….“

                 
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Eilig schaufelte Jamie seine Cornflakes in sich hinein, ohne auf den missbilligenden Blick seiner Mutter zu achten. Ja, schlingen beim Essen war ihm Hause Bennett streng verboten, aber heute musste er wohl oder übel eine Ausnahme machen.
Schliesslich schneite es, und der Wind zischte am Fenster vorbei. Ausnahmezustand!

Hastig schlürfte er die Milch restlos aus der kleinen Schüssel, stellte diese schwungvoll zurück auf den Tisch und sprang auf. Sophie neben ihm sah verwirrt von ihrem Toast mit Butter auf. „Spielen?“
„Später, Sophie. Ich bin weg, Mum!“, Jamie stürmte in den Flur.
„Jamie! Ach………“, Susanne seufzte und schüttelte den Kopf. Sie verstand die ganze Aufregung nicht. Seit Ende Oktober konnte ihr Sohn den Winter kaum noch erwarten. Jeden Abend hörte er die Wettervorhersagen im Fernsehen, jeden Morgen das gleiche per Radio.
Was war bloss so wichtig an diesem Schnee?

Jamie währenddessen fiel ein, dass seine Winterjacke noch oben im Schrank hing. Gerade, als er zur Treppe rennen wollte, klingelte das Telefon auf dem kleinen Tisch direkt neben ihm.
„Jamie, kannst du kurz rangehen?“, rief seine Mutter aus der Küche. Anscheinend führte sie gerade wieder Krieg gegen Sophies Kreativität: Statt ihren Toast zu essen, baute die Kleine lieber einen Turm aus dem zerstückelten Brot.

Der Junge stöhnte auf und riss den Hörer ans Ohr. „Bennett?“
„Jamie, es schneit!“, jubelte ihm auch schon seine beste Freundin Pippa ins Ohr.
Sofort kehrte sein Grinsen zurück. „Ja, ich seh’s!“
„Ich hab schon die Zwillinge und Monty angerufen! Cupcake erreiche ich nicht, sie ist wohl schon rausgegangen. Meinst du, er kommt wirklich?“
„Er hat’s versprochen, also kommt er auch.“
„Klasse!“, rief Pippa erfreut. „Okay, ich geh auch mal raus, bevor meine Mum mich wieder zurückpfeift. Meine Schnee-Verrücktheit geht ihr wohl langsam auf die Nerven. Würde mich nicht wundern, wenn sie mir Hausarrest gibt, wenn ich noch ein einziges Mal sage: „Mum, es schneit!“.“
Jamie lachte, verabschiedete sich von ihr und legte auf.

„Wer war es denn?“, erkundigte sich Susanne, die gerade aus der Küche kam.
„Pippa. Sie und die anderen gehen auch raus.“
„Ach, auch so schneebegeistert? Muss eine Krankheit sein……..“
Jamie grinste nur und raste die Treppe hoch in sein Zimmer.

Als er die Schranktür aufriss, trudelte ihm ein Blatt Papier entgegen, das er hastig auffing.
Nachdenklich betrachtete er es. Er hatte es vor wenigen Tagen gezeichnet und bisher niemanden gezeigt, nicht einmal Sophie oder Pippa. Es war als Weihnachtsgeschenk gedacht gewesen, aber langsam wusste er nicht mehr, ob das auch den Geschmack des Empfängers treffen würde…..

Schulterzuckend warf der Junge es über die Schulter aufs Bett, schnappte sich seine Winterjacke und stürmte schon wieder aus dem Zimmer, während er in den ersten Ärmel schlüpfte.

Seine Mutter konnte seine Aufregung nicht verstehen, das war ihm klar.
Sie verstand nicht, dass Winter Kälte bedeutete. Und Kälte bedeutete Schnee und Eis, Kältefrei und Schlittenfahrten, Eislaufen und Schneeballschlachten.

Und all diese Wörter bedeuteten nur eines:
Jack Frost.

                 
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„Wuhuuuuu!“

Jack wirbelte um die eigene Achse, während er knapp über dem Boden dahinraste und die Oberfläche mit seinem Stab berührte.
Prompt gefror die gesamte Strasse und ein unschuldiger Fussgänger, der genannte Strasse gerade hatte überqueren wollen, landete mit einem Fluch sehr unelegant auf seinem Hinterteil.

„Whups, tut mir leid!“, rief Jack ihm zu, wobei er die Tatsache ignorierte, dass der arme Mann ihn weder sah noch hörte.
Immer noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht, hüpfte der Wintergeist rückwärts und auf einem Bein die Strasse entlang - ohne an Tempo zu verlieren - und dirigierte die wirbelnden Schneeflocken mit beiden Händen. „Schneller, wenn ich bitten dürfte! Das ist viel zu wenig Schnee hier!“
Auf Kommando verstärkte sich der Nachschub an weissen Flocken, mit kräftiger Unterstützung vom Wind.

Eben jener Wind säuselte warnend um den Kopf des Weisshaarigen.
„Hm?“, der Junge wandte den Kopf und entdeckte den riesigen Schneepflug, der da auf ihn zukam. „Hoppla.“
Mit einem Salto sprang er über das Ungetüm hinweg und blieb mitten in der Luft stehen. „Da gibt man sich so Mühe, und der Schnee wird einfach weggeschaufelt. Na, egal!“

Schulterzuckend stieg er höher hinauf und sah sich suchend um, bis er endlich den Gesuchten entdeckte. „Da ist er ja!“
Mit einem übermütigen Salto schoss er noch ein bisschen höher und setzte zum Sturzflug an.

                 
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„Er ist immer noch nicht da, Jamie.“, murrte der braungebrannte Lockenkopf, der auf den Namen Claude hörte.
Sein Zwilling Caleb nieste und nickte. „Dabei schneit es.“

„Er muss doch erst für genügend Schnee sorgen.“, versuchte es Jamie. „Er kommt bestimmt gleich.“
Pippa hüpfte auf und ab. „Das ist so genial! Ich bin echt neidisch auf dich, Jamie!“
„Hä?“
„Na, wenn ICH diejenige gewesen wäre, die ihn zuerst gesehen hat, dann wäre jetzt ICH seine beste Freundin.“
Jamie kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Ich bin doch deswegen nicht sein bester Freund!“
„Doch, irgendwie schon.“, schniefte Monty, während er sich tiefer in seiner Jacke vergrub.
Sogar Cupcake brummte. „Stimmt.“
„Sicher nicht. Die besten Freunde eines Hüters sind sicher die anderen Hüter.“, meinte der Junge überzeugt.

„Klar, vor allem mit dem Puschelschwänzchen bin ich SEHR eng befreundet!“

Die Kinder wirbelten herum. „JACK!“
Unter lautem Gelächter schlug der Angesprochene aus dem Stand heraus ein paar Saltos rückwärts, landete stehend auf dem oberen Endes seines Stabes und verneigte sich. „Zu Diensten!“

„Du bist da!“
„Unglaublich!“
„Jamie, du hattest Recht!“
Jamie strahlte den Wintergeist an. „Ich wusste, dass du kommst!“
„War doch nicht so schwer, ich hab es doch versprochen.“, meinte Jack augenzwinkernd.

Elegant hüpfte er auf den Boden zurück und rieb sich die Hände. „Also………womit wollen wir zuerst Spass haben?“
Die Kinder strahlten erst einander, dann ihn an. „Schneeballschlacht!“

                 
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„Hier spielen wir immer!“

Unsicher wandte sich Jamie zu Jack um, der mit kritischer Miene den kleinen, zugefrorenen See und Umgebung musterte. „Ähm………ist das ein guter Platz für eine Schneeballschlacht?“
Der Wintergeist runzelte die Stirn noch ein bisschen mehr und liess den Kleineren zappeln, bis er grinste: „Weisst du, hier hab ich auch immer gespielt. Perfekt!“

Und damit schnippste er mit den Fingern, liess einen Schneeball aus dem Nichts in seine Hand fallen und warf ihn - bevor jemand reagieren konnte - in Jamies Gesicht.
Der Junge kippte vor lauter Überraschung und durch den Schwung rücklings in den Schnee und blieb liegen.

„Jamie!“
„He, alles klar?“
Seine Freunde beugten sich über den Braunhaarigen, nur wenige verkniffen sich das Grinsen.
Jack verschränkte die Arme hinter den Kopf und lachte schallend. „Eins zu null für mich!“

Schwungvoll setzte Jamie sich wieder auf, lachte laut los und wischte sich den Schnee aus dem Gesicht. „Na warte, nicht mehr lange!“
Damit kratzte er eine Handvoll Schnee zusammen, formte ihn zu einer kugelähnlichen Form und warf ihn nach dem Angreifer.

Jack duckte sich und liess das Geschoss vorbeifliegen, bevor er grinste und pfiff.
Der Schneeball stoppte mitten in der Luft, änderte seine Flugbahn um 180 Grad und flog zurück - nur um genau in Pippas Gesicht zu landen.
Nun hallte lautes Gelächter über die Wiese.
„War das jetzt schon das zwei zu null?“, überlegte der Weisshaarige laut und amüsiert.

„Leute, Attacke!“, prustete das rothaarige Mädchen, während sie sich vom gröbsten Schnee befreite.
Eifrig stürzten sich nun auch die anderen Kinder auf den Schnee, der unbegrenzte Munition bot.
Das Problem war nur: Ihr „Gegner“ war der Winter in Person.

Innerhalb von Minuten brach das reinste Chaos aus: Hatten die Freunde eigentlich vorgehabt, es Jack heimzuzahlen, wusste man durch die Streiche und gezielten Würfe des Wintergeistes bald nicht mehr, wer wen traf, so dass das Ganze in eine Schlacht „Alle-gegen-jeden“ ausartete.

                 
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Mehrere Stunden später lagen die Kinder völlig geschafft nebeneinander im Schnee, mit geröteten Gesichtern und schneeverkrusteten Kleidern. Alle grinsten breit, obwohl sie eindeutig erschöpft wirkten.

Nur Jack war noch fit. Er hing drei Meter über dem Boden kopfüber - freihändig! - in der Luft und erkundigte sich: „Wie geht’s weiter?“
„Jack, Pause!“, murmelte Jamie grinsend. „WIR sind nicht unsterblich, uns geht die Puste aus.“
„Ihr habt vor drei Stunden Pause gemacht, als deine Mutter Essen vorbeigebracht hat.“

„Jamie? Jamie!“

„Wenn man vom Teufel spricht!“, murmelte Jack in sich hinein, als er die Frau sah, die auf die Gruppe zu steuerte.
Als er Abby, den treuen Vierbeiner hinter ihr herspringen sah, hellte sich seine Miene auf, und er schwebte grinsend zu dem Windhund hinüber.

Susanne stemmte die Hände in die Hüften und lachte, als sie die geschafften Kinder entdeckte. „Na, was habt ihr denn angestellt?“
Jamie und seine Freunde sahen sich unsicher an, bis der Junge murmelte: „Äh……….Schneeballschlacht?“
„Muss ja ganz schön heftig gewesen sein, so, wie ihr ausseht.“
„Tja, das kommt davon, wenn man mit Jack Frost spielt.“, nuschelte Pippa.

Erschrocken zuckte sie zusammen, als Jamies Mutter daraufhin antwortete: „Ja, mit Jack Frost sollte man sich bei einer Schneeballschlacht wohl nicht anlegen…….“
Lautes Gebell unterbrach sie, und sie drehte sich überrascht um, nur um ihren Hund zu entdecken, der im Kreis sprang und irgendetwas in der Luft über ihm anbellte. „Abby! Was machst du denn?!“
Jack landete auf seinem Stab, direkt neben Jamie. „Ich mag deine Mutter.“
„Nur, weil sie deinen Namen kennt.“, murmelte Jamie, woraufhin er ein freches Grinsen geschenkt bekam.
„Warum ärgerst du meinen Hund?“, wollte der Jüngere leise wissen.
„Tue ich das?“
Jamie schüttelte nur grinsend den Kopf.

Susanne schaffte es, den Windhund einigermassen zu beruhigen und das Tier an die Leine zu nehmen.
Abby blieb folgsam sitzen, knurrte jedoch weiterhin Jack an, der ihr gut gelaunt zuwinkte.

Die Frau atmete auf und wandte sich dann an ihren Sohn: „Jamie, du wolltest doch unbedingt den Weihnachtsbaum schmücken, oder?“
„Ah! Total vergessen, danke, Mum!“, der Junge lachte verlegen.
„Weihnachtsbaum?“, horchte Jack auf.
„Stimmt, heute ist ja Weihnachten!“, tat Claude so, als würde ihm das gerade wieder einfallen.
„Ist das so? Dann ist heute Nords grosser Tag!“, der Wintergeist grinste. „Ich Schussel, vergess‘ ich das doch glatt. Ich sollte ihn empfangen. Ob der gute alte Nord Schneestürme mag?“
Die Kinder tarnten ihr Lachen hastig als Husten.

„Habt ihr euch erkältet? Seht ihr, dass habt ihr jetzt vom Toben im Schnee.“, Susanne wirkte besorgt. „Los, ab ins Warme mit euch!“
„Ich muss auch mal wieder nach Hause.“, meinte Pippa. „Meine Mum will das gesamte Haus dekorieren…… und macht das immer erst am Weihnachtstag.“
„Und wir wollten noch Kekse backen.“, fiel es Claude ein, während Caleb eifrig nickte.

Cupcake und Monty murmelten ähnliches. Sie alle hatten völlig vergessen, dass es ja noch zu tun gab vor dem grossen Fest.
Prompt herrschte Aufbruchsstimmung: Die Kinder klopften sich vom gröbsten Schnee frei, winkten Jack unauffällig zu und machten sich auf den Heimweg.
Jack folgte Jamie, in dem er neben ihm herflog. „Was macht ihr jetzt? Ich habe seit Jahren kein Weihnachten mehr gefeiert.“

Jamie überlegte kurz, wie er dem Wintergeist antworten konnte, ohne dass seine Mutter ihn für verrückt hielt. Dann kam ihm die Idee, es „indirekt“ zu tun:
„Mum, wenn wir den Weihnachtsbaum geschmückt haben, kochst du dann wieder diesen leckeren gefüllten Truthahn?“
„Natürlich, Weihnachten ohne Truthahn geht doch nicht.“, rief Susanne über die Schulter.
„Und nach dem Essen sitzen wir alle zusammen und du erzählst uns Geschichten?“
„Aber Jamie, das weisst du doch.“
„Na ja, könnte ja sein, dass wir dieses Jahr etwas anderes machen.“

Seine Mutter sah ihn überrascht an. „Möchtest du denn etwas anderes machen?“
„N-Nein, es ist okay, wie es ist.“, meinte Jamie schnell.
Susanne schüttelte den Kopf. „Seit es Winter ist, bist du irgendwie seltsam.“

„Wieso seltsam?“, wollte Jack wissen. „Hast du was angestellt?“
Der Kleinere wurde rot und schüttelte leicht den Kopf. „Mh-m.“
Der Weisshaarige wirkte neugierig, hackte aber nicht weiter nach. Jamie schien das Ganze leicht peinlich zu sein.

                 
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„Whoaaa, ist das ein grosser Weihnachtsbaum!“

Jack schwebte beeindruckt um die grosse Tanne, die die Decke des Wohnzimmers streifte. Vergnügt stupste er die wenigen Christbaumkugeln an, die schon an den Zweigen hingen.

„Jack, du wirfst sie noch runter!“, flüsterte Jamie, der gerade von der Kiste voller Weihnachtsschmuck aufsah.
„Ich pass schon auf.“
„Du kontrollierst Stürme und willst auf so kleine Kugeln aufpassen, die leicht zerbrechlich sind.“
„Jawohl!“

Jamie grinste schwach, bevor er - mit Lametta behängt - auf die kleine Leiter kletterte, die er vor dem Baum aufgestellt hatte.
Auf den Zehenspitzen balancierend, begann er, den Baum zu schmücken.
„Du fällst noch runter.“, befand Jack. „Lass mich das machen.“
„Nein, lass nur, ich mache das gerne.“
„Was, runterfallen?“
„Ich falle nicht……..!“, der Jüngere wandte sich entrüstet zu dem Weisshaarigen um………nur, um dabei das Gleichgewicht zu verlieren. „WAH!“

Es polterte, als die Leiter zu Boden ging, und Jamie kniff erschrocken die Augen zusammen in Erwartung des Aufpralls.
Aber der kam nicht. Stattdessen wurde er unter den Armen gepackt und stoppte.
„Siehst du, und WIE du runterfällst.“

Der Braunhaarige öffnete ein Auge und schielte nach unten.
Seine Füsse baumelten etwa eine Handbreit über dem Boden in der Luft. Jack hatte ihn unter den Armen gepackt und hielt ihn oben.
„Danke.“
„Kein Problem. Aber du musst zugeben, dass ich recht hatte.“  
„Ja, okay, du hattest…….“
Ein Klirren liess ihn stocken und den Kopf drehen.

Seine Mutter stand im Türrahmen, schneeweiss im Gesicht. Zu ihren Füssen lagen Scherben, die verdächtig nach einem ehemaligen Teller aussahen, dazwischen waren Kekse verstreut.

Jamie fiel es siedend heiss ein, dass seine Mutter Jack - dem es die Sprache verschlagen hatte - nicht sehen konnte. Für sie musste es so wirken, als schwebe ihr Sohn in der Luft.
„Mum……..“
„Jamie, was……….was ist hier los?!“, wisperte Susanne.
„Oh-oh, das gibt Ärger.“, murmelte Jack leise.

Jamie schluckte und atmete tief durch. „Mum? Weisst du noch, wie du mich nachts mal gefragt hast, mit wem ich rede? Ich habe geantwortet: „Mit Jack Frost.“.“
Die Frau nickte langsam, ohne ihren Blick von ihm loszureissen.
„Na ja……….das war nicht gelogen, weisst du?“
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Ich konnt's mir einfach nicht verkneifen, hier aufzuhören, sorry. ^^

Wer sich fragt, woher ich die Namen von Jamies Freunden weiss, die hab ich hier gefunden:
http://riseoftheguardians.wikia.com/wiki/Jack%27s_Hometown

P.S.: Ja, ich weiss, Jamies Mutter heisst genau wie die von Jack in meinem anderen OS. Aber Jamie erinnert mich auch manchmal an Jacks Schwester. *schulterzuck* Wollte die Verbindung einfach unterstreichen.

Bis dann!

LG Sevi
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