Geheimnisse

von Athlone
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Angelina Johnson Fred & George Weasley Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
10.12.2012
11.01.2015
54
199355
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Vorwort

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Wer schon immer mal wissen wollte, wie die Schuljahre aus Hermines Sicht abgelaufen sind, ist hier genau richtig. Wen außerdem auch noch Georges Sicht auf die Ereignisse interessieren: Herzlich Willkommen.
Es beginnt in Hermines dritten Schuljahr und zieht sich dann bis Ende des Jahres 1998, also ein Jahr nach dem Krieg. Wir werden ein paar bekannte Szene noch einmal erleben, aber auch eine Menge ganz neu entdecken ;-)

Mein größter und festester Dank geht an all die großartigen Autoren, die mir bei der Überarbeitung geholfen haben. Als erstes möchte ich schaloddelschennennen. Dank dir habe ich dieses Projekt wirklich angefangen und du warst eine großartige Begleiterin für den ersten und dritten Teil!

Die zweiten, dritten und vierten Dankeschöngrüße gehen an meine Zweitkorrigierende Enremus und DrittkorridierendeMartini -  Dank euch hat die Story ihren letzten Schliff bekommen - und an Mel-One, die den zweiten Teil für mich Korrekturgelesen hat!

Und natürlich darf hier auch die beste Kritikerin Moyra nicht fehlen. Danke für deine Geduld beim vierten Teil, die psychologischen Diskussionen und deine ehrlichen Ansagen. Ich weiß, du hattest es nicht immer leicht mit mir.

Und natürlich geht auch ein großer Dank an EUCH! Ihr, die Leser, die vielleicht schon meine Kurzgeschichtentriologie gelesen habt oder ähnlichen Pairingvorstellungen nachhängt wie ich und froh seid, mal etwas Abwechslung zu Snape/Hermine zu bekommen.

*grins*

Zum Disclamer: Ich verdiene hiermit kein Geld. Alle Personen und Plätze gehören JKR, nur die Idee ist ganz allein mein. Falls euch gelegentlich Sätze bekannt vorkommen sollten, liegt es daran, weil ich sie aus den Originalbüchern übernommen habe (allerdings oft in abgewandelter Form, da die Perspektive eine andere ist).

Diese Geschichte wird fünf Teile haben – und weil wir alle die Chronologie so mögen, fangen wir auch mit dem ersten Teil an

Euch allen nun viel Spaß.


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Teil 01 - Kapitel 01 - Die Sache mit dem Laken

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Gespannt schaute Hermine ihre Hauslehrerin an. Es kam äußerst selten vor, dass Professor McGonagall sie um ein Gespräch unter vier Augen bat. Und meistens waren äußerst ernste Gründe die Ursache. Nervös trommelten ihre Finger auf der Stuhllehne. Harry hatte gerade die Tür geschlossen und wartete hoffentlich draußen auf sie.

„Miss Granger, Ihre Kurswahlen haben uns vor eine knifflige Aufgabe gestellt. Dadurch, dass Sie alle möglichen Fächer gewählt haben, ist Ihr Stundenplan rettungslos überfüllt.“

Überrascht hielt Hermine mit ihren zuckenden Fingern inne, ehe ein leichtes Gefühl von Angst in ihr aufstieg. Sollte das heißen, sie musste sich von einigen Fächern trennen? Das konnte sie unmöglich machen! Woher sollte sie denn wissen, welche Fächer ihr später im Leben noch nützlich sein konnten, und welche nicht?

„Wir haben wirklich alles versucht, doch aufgrund unserer Lehrerkapazitäten war es uns schier nicht möglich, alle Kurse nacheinander laufen zu lassen. Wir haben also parallelen Unterricht. Zum Beispiel werden Wahrsagen und Arithmantik zur gleichen Zeit unterrichtet.“

„Muss ich mich jetzt etwa für einige Fächer entscheiden und die Anderen abwählen?“ Ein kleines Beben ihrer Stimme konnte sie nicht unterdrücken. Erwartung spiegelte sich in ihren Augen wieder und sie gab alles, um die zitternden Lippen stillzuhalten. Ihre Fingerspitzen bearbeiteten wieder das Holz.

„Nein, wie kommen Sie denn darauf? Professor Dumbledore und ich waren uns auf jeden Fall einig, dass wir so einen Ehrgeiz unmöglich einschränken wollen. Nein, ich habe mich an das Ministerium gewandt, um Ihnen eine Alternative zu besorgen. Und so sieht sie aus.“ Eine filigrane, goldene Kette mit einem winzigen Stundenglas als Anhänger glitt durch ihre Finger.

„Ein Zeitumkehrer“, flüsterte Hermine ehrfürchtig und starrte gebannt auf die Kette. Diese Zeitreisemöglichkeit stand unter empfindlichster Beobachtung und wurde nur in den seltensten Fällen genehmigt. „Das Ministerium erlaubt mir tatsächlich die Benutzung eines solchen Privilegs?“

„Ja, Miss Granger. Es hat zwar viele Argumente gekostet, aber wir haben die dafür zuständige Abteilung überzeugen können. Sie wissen also, worum es sich handelt – kennen Sie auch die Risiken?“

„Natürlich.“

„Ich hätte es mir denken können“, lächelte ihre Hauslehrerin sie an und ein leuchtendes Gefühl des Stolzes durchströmte Hermine. „Unterschreiben Sie bitte einfach diesen Vertrag, damit die Förmlichkeiten geregelt sind.“

Neugierig schaute Hermine auf den Stapel Pergament, der vor ihr lag. Tief einatmend setzte sie sich gerade auf und fing an zu lesen. Der Vertrag hatte mehr als fünfunddreißig Paragraphen, die sich alle mehr oder weniger mit Geheimhaltungsabkommen und Sicherheitsrisiken beschäftigten. Doch auch nach der zwanzigsten Warnung war Hermine sich sicher: Diesen Vertrag würde sie unterschrieben!

Als sie die Feder wieder vom Pergament wegzog, lächelte sie ihre Hauslehrerin noch einmal an, ehe sie auch schon das Büro verließ und mit Harry, der tatsächlich vor der Tür gewartet hatte, in die große Halle ging.

„Schade“, sagte Hermine etwas betrübt, als sie ihre Plätze erreicht hatten, „wir haben die Auswahl versäumt.“

Ron hörte ihr natürlich - wie eigentlich immer - gar nicht zu und nuschelte nur etwas, was sich nach „Was sollte der ganze Aufstand?“ anhörte, in Richtung Harry, der ihn auch gleich aufklären wollte. Doch dann erhob sich Dumbledore und begann eine Rede, die das Gefühl der Geborgenheit, welches Hermine immer in Hogwarts gehabt hatte, etwas reduzierte.

Der Schulleiter warnte die Schüler von Hogwarts vor den auf dem Gelände postierten Dementoren und gab ihnen ein paar Erklärungen der Sicherheitsvorkehrungen, die teils gut aufgenommen, teils mit lautstarken Protesten erwidert wurden.

Diese ignoranten Menschen. Anstatt vernünftig zu zu hören, redeten sie dazwischen und schimpften über Dinge, die sie gar nicht verstanden. Hermine kommentierte das Ganze nur mit einem Augenrollen. Sollten die doch tun, was sie wollten, SIE würde sich bestmöglich daran halten und des Schulleiters Worte ernst nehmen.

„`Minschn?“, spukte ein vollgestopfter Mund nicht weit von ihr und erlangte ihre Aufmerksamkeit. Etwas angewidert schnipste sie einen Krümel von ihrem Umhang. Es handelte sich um einen der Zwillinge, der offenbar sie mit diesem Buchstabensalat meinte.

„Ja?“, fragte Hermine genervt und schnitt sich ein Stück von ihrer Pastete ab. Wenn man das Essen in mundgerechte Stücke schnitt, konnte man sogar mit vollem Mund reden, ohne andere Leute mit Essensbestandteilen zu bespucken.

„Kannsu mia ma n Saft gebn?“, fragte er mit weiterhin überfüllter Mundhöhle und sie konnte sich ein weiteres Augenverdrehen nicht verkneifen.

„Hier Fred“, sagte sie und reichte die Kürbissaftkarraffe an den rothaarigen Zwilling.

„Ich bin George“, grinste er Hermine frech an, nachdem er heruntergeschluckt hatte, „aber trotzdem danke.“

Der Rest des Festessens verlief weiter ohne große Unterbrechungen. Draco Malfoy spielte zwar einige Male eindrucksvoll Harrys Bewusstlosigkeit im Zug nach, aber sie schafften es, diesen Blödmann erfolgreich zu ignorieren. Wenn er sich unbedingt als Schauspieler versuchen wollte, bitteschön. Dafür musste er allerdings noch eine Menge üben.

Als sie auf dem Weg zu ihrem Turm waren, gerieten Harry, Ron und Hermine in einen recht lang gezogenen Stau. Offenbar kannte man da das Passwort nicht. Wo war denn Percy? Oder zumindest einer der Vertrauensschüler? Wenn die nicht das Passwort wussten, dann niemand.

„Das Passwort lautet Fortuna Major!“, rief plötzlich eine männliche Stimme kurz hinter ihnen. Percys rote Haare leuchteten markant aus der Menge als er sich, mehr schlecht als recht, durch die Schülermassen boxte.

Irgendwann hatte er es geschafft und ließ sie in den Gemeinschaftsraum hinein. Hermine bewunderte ihn dafür, dass er so viel Ehrgeiz für so eine kleine Sache aufbringen konnte. Wenn sie es allerdings genauer bedachte, war es wohl gar keine so kleine Sache, sich durch störrische Schülermassen zu drängeln.

Während sie den Schulsprecher beobachtete, sprach er irgendwelche einleitenden Worte, denen sie nur mit einem Ohr zuhörte. Sie kannte die Schulregeln auswendig und wusste sich zu benehmen, so dass die allgemeinen Ermahnungen des Schulsprechers keine Neuigkeiten für sie waren. Dennoch drangen seine Worte gewissermaßen bis zu ihr vor, denn sie fand seine Stimme sehr angenehm.

Percys Worte endeten und der Haufen Gryffindorschüler trennte sich. Jeder ging die Stufen zu seinen Schlafsälen hoch. Bevor Hermine allerdings die erste Stufe erklimmen konnte, fasste sie jemand an der Hand.

„Da wird doch wohl niemand anfangen für Percy zu schwärmen, oder? Wenn du schon einen aus meiner Familie willst, dann bitte nicht den einzigen Langweiler. Du bist alleine schon Streberin genug.“ Es war das Gesicht eines der Zwillinge, das sie plötzlich anfeixte. SIE und Percy?? Das sollte wohl ein Witz sein! Der hatte schließlich eine Freundin!

„Spinnst du?“, fragte sie aufgebracht, doch da war er schon in einer Gruppe Jungen verschwunden. Die Hand, die er kurz gehalten hatte, kribbelte merkwürdig und sie merkte eine leichte Enttäuschung, dass er schon wieder weg war.

Im Schlafsaal saßen Parvati und Lavender schon zusammen auf einem ihrer Betten und flüsterten aufgeregt miteinander. Sie hatten beide sehr unseriöse Nachthemden an – sie waren halb durchsichtig und der Saum reichte gerade mal bis zur Hälfte des Oberschenkels – und lackierten sich zu allem Überfluss die Nägel. Stirnrunzelnd bemerkte Hermine, dass auch die anderen beiden Betten schon benutzt aussahen. Hatten sich die Beiden etwa auf ihr Bett geworfen, um sie zu ärgern? Hermine war sich sicher, dass sie mehr als einmal erwähnt hatte, dass sie das nicht leiden konnte.

„Sagt mal, habt ihr nichts Besseres zu tun?“, seufzte sie genervt. Es reichte schon, den Namen von einem der beiden Mädchen zu nennen, um sie in einen sehr angespannten Menschen zu verwandeln. Sie zu sehen, verschlimmerte die Wirkung natürlich um einige Nuancen. Und zu sehen was sie taten, raubte ihr den letzten Nerv. Hermine verschwendete einfach ungern ihre Zeit mit typischen „Mädchensachen“. Das war mit Sicherheit auch der Grund, weshalb sie die Gesellschaft von Harry und Ron vorzog – auch wenn sie gestehen musste, dass ihr Ron manchmal gehörig auf den Keks ging, vor allem, wenn er sich an Krummbein ausließ.

„Ach Hermine! Wir reden doch gerade nur darüber, wie sexy Seamus dieses Jahr geworden ist. Hast du seine Bartstoppeln gesehen?“ Das darauf folgende Seufz- und Kicherkonzert motivierte sie, sich besonders schnell den Umhang abzustreifen, auf das Bett zu werfen und ins Badezimmer zu verschwinden. Als ob Seamus mit dreizehn schon Bartwuchs hätte! Ihre Kosmetiktasche stand schon bereit, genauso wie die Handtücher mit dem Hogwartswappen schon an ihrem Haken hingen.

Schnell fing sie an sich das T-Shirt über den Kopf zu ziehen, als ihr plötzlich wieder der Zeitumkehrer einfiel.  Obwohl die Kette kaum an ihrem Hals zu sehen war, merkte sie deutlich, wie sie auf ihrer Haut lag. Das goldene Metall war kühl und glatt, während das winzige Stundenglas eher warm war und ein leicht pulsierendes Kribbeln von sich gab. Sollte sie es wagen und die Macht dieses Anhängers ausprobieren?

Wie von selbst wanderten ihre Finger die Kette entlang und kamen auf dem Anhänger zum Stillstand. Eine Umdrehung. Nicht mehr. Nur kurz in das neue Gefilde schnuppern und herausfinden, wie es sich anfühlte.

Die Schraube, an der sie drehen musste, war so klein, dass sie ihre kaum vorhandenen Fingernägel dazu benutzten musste, sie zu bewegen. Das Stundenglas drehte sich einmal um, zweimal, dreimal. Bevor sie entsetzt reagieren konnte, fingen schon die Bilder um sie herum an, sich wie in Zeitraffer zu bewegen. Hermine sah ein paar kleine Wesen an sich vorbeilaufen, wie die Sonne im Westfenster aufging und wie es im Waschsaal immer heller wurde.

Nach dem Ende dieser schnellen Bilder schaute sie als erstes panisch auf die Uhr. Ihr Plan war gewaltig schief gelaufen. Statt ein paar Minuten in die Vergangenheit zu reisen, hatte sie drei Stunden zurückgelegt! Und das würde bedeuten, dass sie eigentlich noch mit Harry und Ron im Zugabteil saß und schweigend über den Dementor sinnieren müsste.

Nachdenklich betrachtete sie ihr Stundenglas und grübelte, weshalb es sie drei Stunden in die Vergangenheit geschickt hatte, obwohl sie nur einmal an der Schraube gedreht hatte. Mit einem schlechten Gefühl musste sie sich eingestehen, dass sie wohl etwas überlesen hatte, als sie sich über Zeitumkehrer informiert hatte. Sollte ihr das jetzt jedes Mal passieren, würde sie binnen eines Monats schon ein Jahr gealtert sein.

Was sollte sie jetzt machen? Da ihr sinnloses Herumstehen sicherlich nicht weiterhelfen würde, verließ sie das Badezimmer und schaute sich im Schlafsaal um. Sollte sie hier jetzt ihre Zeit absitzen? Einfach warten, bis die drei Stunden um waren? Ihr war nicht wohl dabei. Außerdem fröstelte es sie. Nur mit BH, Strumpfhose und Rock bekleidet zu sein, war bestimmt nicht förderlich für die Gesundheit.

Schweren Herzens entschied sie sich dazu, Professor McGonagall zu suchen. Sie musste einfach hoffen, dass sie ihre Hauslehrerin schnell fand und im besten Fall niemand anderem über den Weg lief. Sie griff nach einem Bettlaken, die in den Schränken aufbewahrt wurden, und schlang es halbelegant um ihren Oberkörper. Dann mal los!

Letztendlich war sie sehr froh, dass sie sich gut im Schloss auskannte. Harrys und Rons nächtliche Streifgänge hatten sicherlich auch dazu beigetragen, doch erst ihre Sicherheit im Umgang mit den Treppenintervallen gewährleistete ihr, in atemberaubender Geschwindigkeit die wichtigsten Punkte im Schloss abzusuchen. Wie erwartet, war Professor McGonagall nicht in ihrem Klassenzimmer. Auch in der großen Halle oder in den direkten Nebenräumen war sie nicht zu finden. Jetzt konnte sie nur noch raten, wo sich die privaten Räumlichkeiten der Lehrer befanden. Ihr fielen jede Menge Steine vom Herzen, als sie plötzlich ihre Stimme hörte – aber leider nicht nur das. Auch die Stimme des schmierigen Hausmeisters hallte im Korridor.

„Miss Granger! Was machen Sie denn hier?“, ertönte die bestürzte Professorenstimme und Hermine starrte sie beschämt an. Es war nicht nur unangenehm, offensichtlich ihre Unfähigkeit beim Gebrauch eines Zeitumkehrers zugegeben zu müssen. Sie stand außerdem in einem Laken gehüllt. Die gierigen Augen des Hausmeisters konnte sie auf ihrem Körper brennen spüren.

„Ähm…“, stammelte sie und suchte krampfhaft nach einer Erklärung. „Wissen Sie… Sie haben mir ja…“ Hermine verstummte, als ihre Lehrerin eine unwirsche Handbewegung machte.

„Filch, Sie können ja schon einmal die große Halle vorbereiten. Peeves hat irgendwo Stinksaft verteilt. Der muss weg, ehe die Schüler hier auftauchen.“

„Ja, M´am“, säuselte er und trollte sich. Hermine atmete erleichtert aus.

„Und jetzt fangen Sie noch einmal von vorne an, Miss Granger. Gibt es eigentlich einen Grund, dass ich wirklich STÄNDIG Mr. Potter, Mr. Weasley oder Sie in mysteriösen Situationen antreffen muss?“

Hermine ignorierte diese eindeutige Anspielung. Sie wollte von diesem Flur weg, ehe Professor Dumbledore – oder schlimmer – Professor Snape hier auftauchte.

„Also, sie gaben mir diesen Zeitumkehrer gegeben – nein, Sie werden ihn mir gleich geben – wie auch immer, zumindest habe ich ihn nach dem Festmahl ausprobiert. Ich wollte wirklich nicht so weit reisen, aber das Stundenglas hat sich einfach gedreht und…“ Hermine schaute sie verzweifelt an und hoffte tief in ihrem Inneren, dass die Professorin ihren Wortsalat verstand.

„Ah. Ja, ich hatte so etwas befürchtet. Kommen Sie mit, ich erkläre Ihnen das. Noch haben wir ja Zeit, bevor die anderen Schüler kommen.“

„Aber… ich habe kein T-Shirt oder so!“, protestierte Hermine und wurde dabei flammenrot. Es war ihr verdammt peinlich, so hilflos in ein Laken gewickelt zu sein. Das würde sie nicht mal Parkinson wünschen.

„Ja, das macht nichts. Ich kann Ihnen eines von mir leihen. Das ist nur in meinem Büro. Kommen Sie mit.“

Das Glück war zu Hermine zurückgekehrt, sie begegneten niemandem mehr. Nicht mal Mrs. Norris streifte ihren Weg, so dass Hermine nun vor Professor McGonagalls Schreibtisch stand, sich aber weiterhin absolut schutzlos vorkam.

„Hier, das wird Ihnen hoffentlich ausreichen“, sagte die Lehrerin, nachdem sie Hermine ein dunkelrotes Shirt gab. Es war ihr zwar ein wenig zu groß und die Aufschrift „Hippos heilen Hoppis“ war ihr nicht nur unangenehm, sie verstand sie auch nicht. Doch Hermine sagte nichts und ignorierte auch das beklemmende, peinliche Gefühl. Merlin sei Dank sah Ron sie so nicht. Der würde sie wochenlang damit aufziehen und sich auf ihre Kosten amüsieren. Schlimmer würde es kaum gehen.

Innerlich klatschte sich Hermine gegen die Stirn. Natürlich würde es schlimmer gehen. Draco Malfoy könnte sie so sehen – oder austauschbar auch jeder beliebige, andere Slytherin. Dann doch lieber Ron.

„Also Miss Granger. Ihnen ist der typische erste Fehler unterlaufen und ich bin froh, dass Sie ihn heute Abend und nicht morgen gemacht haben.“ Sie schwieg einen Moment, ehe sie fortfuhr.

„Eine Umdrehung gilt für drei Stunden. Wenn Sie also nur eine Stunde zurückreisen wollen, dürfen Sie die Schraube nur geringfügig anticken. Sie werden den Dreh nach ein paar Reisen schon raus haben.“

„Wer kommt denn auf die blöde Idee, eine Umdrehung mit drei Stunden gleichzusetzen?“, rutschte es ihr etwas ungehaltener raus, als sie es beabsichtigt hatte. Doch die ältere Lehrerin hatte nur ein nachsichtiges Lächeln für Hermine übrig. Der Schülerin war es fast unangenehm, dass sie inzwischen vollends den Lehrerlieblingsstatus erreicht hatte. Nicht einmal ein blinder Guhl hätte das mehr übersehen können.

„Zeit kann nicht anders mit der magischen Formel verbunden werden. Weshalb das so ist, werden Sie dieses Jahr schon in Arithmantik lernen. Das hat was mit der Struktur der Magie zu tun.“

Das klang schon wieder sehr interessant. Natürlich hatte Hermine sich mit ihren neuen Fächern schon letztes Jahr intensiver auseinandergesetzt. Schließlich wollte sie wissen, was sie lernen würde. Doch die Komplexität der magischen Struktur hatte sie wohl etwas unterschätzt.

„Sie erinnern sich, dass Sie niemand sehen darf, oder?“, kam es plötzlich von Professor McGonagall und der eindringliche Blick ging Hermine durch Mark und Bein.

„Was?“

„Niemand darf Sie sehen. Verstehen Sie - es würde zu Gerüchten kommen. Und Sie wären ernsthaft gefährdet. Wenn Sie in die Vergangenheit reisen, darf kein Mensch dies bemerken. Die betreffenden Lehrer sind natürlich eingeweiht, aber verschweigen Sie es Ihren Mitschülern!“

„Aber wie? Irgendwann wird es ihnen auffallen, dass ich sowohl in Muggelkunde als auch in Alte Runen bin. Sie werden fragen, wie ich das schaffe.“ Hermine wurde erst in diesem Moment bewusst, was sie eigentlich unterschrieben hatte. Merlin, das würde schwer werden!

„Machen Sie sich da mal keine Sorgen. Sie werden fragen, aber wenn ihnen keine logische Erklärung einfällt, werden sie nicht nachforschen. Natürlich hätten Sie plötzlich ein großes Geheimnis zu hüten. Aber damit kommen Sie doch sicherlich zurecht?“

Hermine nickte, war aber nicht ganz überzeugt. Sie wusste wirklich nicht, was sie davon halten sollte. Harry und Ron anlügen? Ihnen verschweigen, wie sie es schaffte, so viele Kurse zu besuchen?

„Davon einmal abgesehen, Miss Granger, weiß kaum ein Schüler, dass Sie alle Kurse belegt haben. Wenn Sie in einem gesehen werden, vermutet Sie niemand im anderen.“

Obwohl das sehr einleuchtend klang, war Hermine nicht wohl bei der Sache. So ignorant die meisten Schüler auch sein mochten – Ron und Harry verbrachten zu viel Zeit mit ihr, als dass sie das übersehen konnten, oder nicht?

„Wenn es Ihnen zu viel wird, sprechen Sie mich ruhig an. Ich werde Ihnen immer Hilfe anbieten, wenn es mir möglich ist.“

„Danke.“

„Und jetzt gehen Sie zurück in Ihren Schlafraum. Die Schüler werden bald ankommen. Und wenn Ihre Mitschülerinnen in Ihren Saal kommen, verstecken Sie sich!! Niemand darf Sie sehen.“

„Aber…“

„Sie schaffen das schon.“ Dann wurde sie aus dem Büro geschoben. Ein Blick auf ihre Armbanduhr verriet ihr, dass sie sich noch fast zwei Stunden irgendwie beschäftigen musste. Die Bibliothek war gewiss nicht geöffnet. Aber es würde sicherlich nicht schaden, noch einmal die ersten Alte Runen Vokabeln oder Zutaten und Eigenschaften von Zaubertränken zu wiederholen.

Somit ging Hermine zurück in ihren Turm, schloss die Schlafsaaltür hinter sich und warf sich auf ihr Bett. Deshalb hatte es also benutzt ausgesehen. Sie war schon hier gewesen. Vergnügt lächelte Hermine, sprang wieder auf und durchstöberte den Bücherschrank ihres Schlafsaales. Natürlich waren keine wirklich geeigneten Bücher vorzufinden, aber es gab zumindest Pergament und Tinte, so dass sie anfangen konnte, Schulstoff zu wiederholen. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug, als sie auch schon das Schülergeschrei im Gemeinschaftsraum hörte. Panisch griff Hermine nach Feder und Pergament und rannte ins Badezimmer, versteckt hinter den Duschvorhängen wartete sie.

„Er hat mir tatsächlich zugezwinkert! Ob er mich nach einem Date fragen wird?“, hörte Hermine Parvati kichern und konnte es nicht verhindern, die Augen zu rollen. Wer diesen Schminkladen nach einem Date fragte, musste einen IQ UNTER Zimmertemperatur haben.

„Bestimmt, Pat! Er steht auf lange, schwarze Haare. Warte es nur ab!“

„Ach, das wäre so schön! Ob Hermine neidisch auf mich wäre?“

„Bestimmt. Sie ist ja immer so unglaublich langweilig. Wenn sie nur mal was aus sich machen würde...“ Die beiden kicherten erneut und Hermine stiegen Tränen in die Augen. Für besonders hübsch hatte sie sich nie gehalten, aber das ging wirklich unter die Gürtellinie. Ihr rationaler Verstand versicherte ihr, dass sie sicherlich nicht hässlich war, sondern einfach nur andere Prioritäten legte.

„Sag mal, habt ihr nichts Besseres zu tun?“, hörte sie plötzlich ihre eigene Stimme. Sie hörte sich merkwürdig hell an.

„Ach Hermine! Wir reden doch gerade nur darüber, wie sexy Seamus dieses Jahr geworden ist. Hast du seine Bartstoppel gesehen?“

Zornig ballte Hermine ihre Hände zu Fäusten. Ja sicher. Über Seamus hatten sie geredet… klar! Gelästert hatten sie! Der Zorn stieg unaufhaltsam in ihr hoch. Es fiel ihr verdammt schwer ihr Temperament im Zaum zu halten und nicht hinter dem Duschvorhang hervorzuspringen und ihnen an die Gurgel zu gehen. Aber sie schaffte es – zum Glück – denn wenig später kam sie selbst ins Badezimmer.

Vorsichtig lugte sie hinter dem Duschvorhang hervor – jederzeit bereit sich zurückzuziehen, wenn ihr anderes Ich etwas merken würde. Es war ein völlig fremdes Gefühl, sich selbst zu sehen. Hermine bemerkte erstaunt die Gänsehaut auf ihren Armen und rieb sich schnell darüber. Es war ein komisches Gefühl.

Gebannt starrte sie sich an und sah, wie sie gegen die Schraube tippte. Dann war sie von einer Sekunde zur anderen verschwunden. Wie weggeblasen. Kein Übergang, kein Schatten, gar nichts hatte das Verschwinden übergeleitet.

Gedankenverloren holte sie ihre kurze Dusche nach, putzte ordentlich die Zähne – bei Zahnarzteltern lag das wahrscheinlich im Blut – und schlüpfte in Schlafanzugshose und T-Shirt.

„Oh Merlin! Hermine!!“, prustete Lavender los, als sie zurück in den Schlafsaal kam. Das blonde Mädchen konnte sich nicht halten vor Lachen, so dass Hermine sie Augenbrauen hochziehend anschaute.

„WAS?!“

„Dieses T-Shirt!“, weiteres Lachen. Dann stolperten die beiden an Hermine vorbei und gingen selbst ins Badezimmer. Sie schaute nur verdutzt an sich herunter und bemerkte beschämt, dass sie nicht ihr Schlaf-T-Shirt anhatte, sondern das von ihrer Hauslehrerin. Und so leuchtete in neongelber Farbe die Aufschrift „Hippos heilen Hoppis!“

Hermines heiße Wangen verrieten ihr, dass sie immer noch knallrot war, als sie ihre Katze unter dem Bett suchte. Seit sie den Kater hatte, konnte sie nur zwei Eigenschaften an ihm feststellen. Er jagte unheimlich gerne Krätze und er spielte gerne Verstecken – am liebsten unter dem Bett.

„Armer Krummbein. So lange eingesperrt… na komm“, lockte sie ihn auf ihren Schoß, wo er sich auch bereitwillig ausbreitete. Erneut stellte sie fest, wie schwer dieses Tier doch war. Katzengewicht hatte der bestimmt nicht. Aber sie ließ sich davon nicht ablenken. Mit Krummbein auf dem Schoß legte sie die Decke über ihre Füße und holte einen Roman aus ihrer Tasche. Abends hatte selbst sie keine Lust auf Schullektüre – zumindest nicht am ersten Abend. Den Muggelroman hatte ihre Mutter noch am Bahnhof King‘s Cross schnell in ihre Tasche geschoben.

Sie hatte schon fast dreißig Seiten gelesen, als die beiden Schnattergänse aus dem Badezimmer kamen.

„Stört es euch, wenn ich noch ein wenig Violine spiele? Ich muss dringend noch mal die Sonate üben, die mein Lehrer gestern mit mir durchgegangen ist“, fragte Parvati plötzlich, während sie ihren Kofferinhalt ordentlich in ihren Schrank legte.

Grundsätzlich gehörte Hermine auch zu den ordentlichen Menschen, aber ihr Kleiderschrank sah immer aus, als ob eine Bombe darin eingeschlagen hätte. Ihre Mutter sagte einmal, dass das daran liegen würde, weil sie sich nichts aus Klamotten und allem was dazugehörte, mache.

„Natürlich“, stimmte Hermine abwesend zu. In der ersten Klasse war es immer eine Tortur gewesen, wenn Parvati ihre Violine herausholte und ihre Tonleiter übte. Regelmäßig war Hermine geflüchtet, aber inzwischen hatte sich so etwas wie Tontreffsicherheit eingespielt und es war sogar ganz angenehm, abends vor dem Schlafengehen noch Violinenklänge zu hören.

Lavender saß hingegen schon längst wieder auf ihrem Bett. Ihre Kleidung, Kosmetika und Schulsachen waren großzügig um ihr Bett verteilt. Während man Hermines Kleiderschrank zwar durchaus chaotisch nennen konnte, war der von Lavender eine reine Katastrophe. Ordnung war nicht in ihrem Wortschatz vorhanden und es war ein regelmäßiger Grund, weshalb sich Parvati und sie, die sonst unzertrennlichen Mädchen, stritten.

„Was hast du eigentlich in den Ferien gemacht?“, fragte das Mädchen mit den großen Augen und der blonden Haarpracht plötzlich in Hermines Richtung. Genervt legte die Lesende ihr Buch beiseite und schenkte ihrer Klassenkameradin einen äußerst angespannten Blick.

„Ich war in Frankreich - mit meinen Eltern.“

„UHH!! Echt?!“ Mit einem schwappenden Geräusch landete der Block, auf dem sie eben noch ominöse Comicfiguren gekritzelt hatte, auf dem Boden und Hermine hatte plötzlich Besuch auf ihrem Bett. Krummbein dafür war von ihrem Schoß gesprungen und mit fauchenden, missgestimmten Lauten unter dem Bett verschwunden.

„Warst du auch in Paris und hast den Catwalk von den größten Muggel-Designern der Welt gesehen? Meine Tante hat deshalb ja extra Urlaub genommen, um auch keine Kollektion zu verpassen. Sie lässt sich in diesem Fall gerne von den Muggeln inspirieren…“, schwärmte Lavender, als wäre sie selbst dabei gewesen.

„Nein, wir waren in ein paar kleineren Städten. Meine Eltern mögen Paris nicht so gerne. Zu viele Touristen und definitiv zu viel Lärm.“

„Na, solange du Spaß hattest“, schüttelte Lavender noch zweifelnd den Kopf, ehe sie ihren Block wieder aufklaubte und weiter zeichnete. Nicht, dass sie ein herausragendes Talent dafür hatte, aber gelegentlich waren ihre Comics doch ganz unterhaltend. So ein Talent wie Dean Thomas hatte sie aber, wie schon gesagt, bei weitem nicht.

Hermine hielt ihren Finger auf den letzten gelesenen Satz und dachte über ihre Klassenkameraden nach. Der dunkle, angenehme Gryffindor, der der immer nur mit Seamus zusammen gesehen wurde, hatte immer einen Block unter dem Arm und zeichnete in fast jeder freien Minute. Einmal hatte Hermine das Vergnügen gehabt, einen Blick auf eines seiner Werke werfen zu dürfen, und ihr hatte es schier die Sprache verschlagen. Und er war nicht der Einzige in ihrem Jahrgang, der solche Begabungen mit sich herumtrug.

Wenn man den Gerüchten glauben durfte, schneiderte Parkinson ihre Kleider selber, während Greengrass sie für ihre Freundin entwarf. Etwas neidisch seufzte Hermine. Sie hätte auch gerne andere Talente, als sich den Schulstoff leicht merken zu können.

In Hufflepuff ragte aus ihrem Jahrgang nur Zacharias Smith aus der Masse. Neben seinem markanten, beißenden Sarkasmus, war er auch noch der ungeschlagene Läufer der Schule. Jeden Morgen stand er vor dem Frühstück auf und ging laufen.  Und Hermine wusste genau, wovon sie da sprach, denn auch sie ging ganz gerne mal joggen. Gegen das Tempo von Smith war sie aber eher eine Schnecke unter den Läufern.

In Ravenclaw saßen dagegen alle Megagehirne beisammen, wenn auch jeder von ihnen nur auf ein Fach spezialisiert war. Padma war eine der Besten in Verwandlung, Anthony schlug sogar Malfoy in Zaubertränke – auch wenn Snape das natürlich nie zugeben würde – Mandy war neben ihr selbst die Einzige, die der schläfrigen Stimme Binns widerstand und Lisa hatte mit Neville zusammen die besten Noten in Kräuterkunde.

„Hermine?... Hermine!!“ Erschrocken blickte sie auf und starrte Lavender an, die ihren Namen gerufen hatte.

„Worüber hast du denn schon wieder gegrübelt? Na ja, egal… du hast doch sicherlich die Hausaufgaben in Zaubertränke gemacht, oder?“ Lavender schaute sie aufmerksam an und Hermine fragte sich kurz, wann sie auf ihre Stirn geschrieben hatte, dass sie gerne auch besonders DUMME Fragen beantwortete.

„Ist das eine rhetorische Frage?“, warf sie ihrer Klassenkameradin zu und konnte das Knurren in ihrer Stimme nicht ganz unterdrücken.

„Natürlich hast du sie gemacht“, Lavender lachte kurz affektiert auf, „dann hast du doch auch sicherlich die Verbindung zwischen Schrumpftränken und der Wahrsagekunst des Lesens in Teeblättern erkannt, oder?“ Aufgeregt wartete Lavender auf Hermines fachkundige Meinung dazu, doch ausnahmsweise war Hermine nicht so vorbereitet, wie Lavender sich das vorgestellt hatte. Sie wirkte sogar etwas betroffen.

„Welche Verbindung?“, fragte Hermine dann doch recht nüchtern und wartete geduldig auf Lavenders Ausführungen.

„Ach, ist es wirklich mal soweit? Unsere schlaue Hermine weiß etwas nicht?“ Die Blonde schien verzückt – Hermine eher verärgert.

„Kommt drauf an, verrate mir doch erst einmal, was du damit meinst“, forderte Hermine mit verschränkten Armen und schaute sie provozierend an. Parvati hielt sich aus dem Gespräch diplomatisch heraus und spielte auf sanfte Weise ihre Sonaten.

„Im dreizehnten Jahrhundert hat Gregor der Kriecher während des Besuchs bei einer Wahrsagerin herausgefunden, dass Blutegelsaft die entscheidende Zutat für den Schrumpftrank ist.“ Stolz blickte die blonde Schülerin Hermine an, doch der Groschen fiel nicht.

„Ja, und? Was hat das miteinander zu tun?“

„Ohne den weisen Blick in die Teeblätter hätte dieser Gregor doch niemals seine Erleuchtung gehabt und die Schrumpftränke gäbe es überhaupt nicht. Also ich habe das in Snapes Aufsatz erwähnt.“

„Dann bin ich ja mal gespannt, wie er das bewerten wird“, erwiderte Hermine und wandte sich wieder ihrem Buch zu. Ein innerer Drang in ihr wollte Lavender erklären, dass Gregor der Kriecher nichts mit den Schrumpftränken zu tun hatte, sondern den Gregor-Trank erfunden hatte. Dieser war auch als „Sympathie-Trank“ bekannt und wurde oft als semi-erfolgreiche Alternative zum Amortentia genutzt. Doch Hermine wusste, dass es vergebene Mühe gewesen wäre, der Blondine das zu erläutern.

***

Als sie zwei Wochen später die Zaubertrankhausaufgaben zurückbekamen, musste Hermine sich sehr anstrengen, nicht in lautes Gelächter zu verfallen. Lavenders Pergamentrolle war fast durchgehend rot beschriftet. Snape gab ihr in seiner äußerst kühlen Stimme zu verstehen, dass er zur nächsten Stunde eine korrigierte Variante auf seinem Tisch erwartete.

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Jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt *strahl*
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