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Luzide Träume

von Kolibri
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFreundschaft, Tragödie / P12 / Gen
10.12.2012
27.05.2014
2
2.806
1
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9 Reviews
 
 
10.12.2012 781
 
Hey,

Vorneweg will ich sagen, dass es diese luzide Träume wirklich gibt. Ich hatte noch keinen, weshalb ich ihn in diesem MiniOS nicht näher beschreiben konnte. Und mit diesem OS will ich keinem Angst einjagen. Mir kam nur diese Idee... Eigentlich wollte ich das Ende anders gestalten, doch bin ich momentan auf einen seltsamen sensiblen Trip.
Und tut mir leid, das ich bei meinen Storys im Moment nichts hochlade, doch komme ich nur Nachts zum Schreiben und das dauert dann immer länger...

Viel Spaß beim Lesen,
кσℓιвℛι ღ
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Luzide Träume


Mina kam noch am selben Tag zu mir gelaufen.
„Mika, ich muss dir was erzählen!“
Mina, meine beste Freundin, stand vor mir, etwas außer Atem und stützte sich mit ihren Handflächen auf ihren Kniescheiben ab.
„Warum bist du denn so gerannt? Und was musst du mir erzählen?“
„Ich dachte ich schaffe es nicht mehr rechtzeitig, dich zu sehen. Hast du schon mal etwas von luziden Träumen gehört?“
„Nein, habe ich nicht.“
Ihre Augen leuchteten auf, als sie mir davon berichtete.
„Sie werden auch Klarträume genannt und in diesen Träumen, bist du dir bewusst, das du träumst!“
Hörte sich für mich unlogisch an, aber unterbrechen tat ich sie nicht.
„Damit meine ich, das du dich selber steuern kannst. Du kannst alles machen, was du willst. Alles, was du schon mal machen wolltest!“
Meine Interesse wurde jetzt schon etwas geweckt. Alles?!
„Das kann man erlernen.“
„Und wie?“
„Es gibt bestimmte Techniken. Damit versetzt du deinen Körper in den Schlafzustand, bist aber selbst noch wach.“
Oh mein Gott, hörte sich das kompliziert an, dennoch nickte ich verständlich.
„Realitätschecks sollen dir dabei helfen, um herauszufinden, ob du dich in einer Traumwelt, oder in der Realen Welt befindest.“
„Und wie gehen die?“,  fragte ich neugierig.
„Zum Beispiel kannst du dich an eine Wand lehnen, wenn sie weich ist, träumst du und wenn sie hart ist, bist du in der realen Welt. Oder du kannst, wenn du träumst, mit geschlossener Nase Atmen. Aber es kann auch sein, dass deine Hand mit einemmal verkrüppelt ist.“
Ich erschrak ein wenig und runzelte die Stirn.
„Dann hast du zum Beispiel 7 Finger, oder andersfarbige Hände.“
„Das ist ja schon fast wieder unheimlich.“
Sie lächelte nur. Und sagte, dass sie es unbedingt erlernen und erleben möchte.
„Ich werd' mal sehen, ob ich es probieren werde, aber ich muss jetzt los.“
Sie umarmte mich.
„Pass auf dich auf“
„Du auch.“
Dann ging ich zum Bahnhof, und wartete auf meinen Zug. Ich musste nach Bayern, dort wartete meine halbe Familie auf mich.
Schon bald traf der Zug am Bahnhof ein und ich betrat ihn.
Als er losfuhr, konnte ich die wunderbare Landschaft betrachten. Ich dachte über Mina's Worte nach. Luzide Träume also...
Ich nahm meine Tasche, öffnete sie und zog mein Laptop heraus. Es dauerte nicht lange, bis ich ins Internet konnte, und schließlich alles über luzide Träume erfuhr.
Techniken, Realitätschecks, Hilfen. Je mehr ich darüber las, um so mehr interessierte ich mich dafür.

Es war eine Woche vergangen, die ich in Bayern war. Ich probierte alles aus, um einen Klartraum zu bekommen, und schließlich, hatte ich ihn!
Es fühlte sich so an, als würde ich es wirklich tun. Ich konnte mit geschlossener Nase Atmen, die Wände waren weich, alles, was Mina gesagt hatte. Es war unglaublich!
Ich lief durch die Gegend, konnte durch Wände gehen, hatte so viel Spaß! Schließlich hatte ich mir schon immer gewünscht, mit Delfinen zu schwimmen, was ich in meinen Klartraum endlich machen konnte. Als ich aufgewacht bin, fühlte ich mich etwas schlapp, jedoch noch nie so gut! Ich konnte es kaum erwarten, Mina davon zu erzählen.
In der Nacht, wo ich aufgewacht bin, musste ich auch los. Also machte ich mich fertig, packte meine Sachen und machte mich auf den Weg zum Bahnhof, wo ich noch gerade so meinen Zug bekommen hatte.

10 Stunden später war ich wieder in Schleswig Holstein und begab mich zu meiner kleinen Wohnung. Mit 17 alleine zu leben, ist selten der Fall, doch mich störte es nicht.
Ich freute mich darauf, Mina zu berichten, wie mein Klartraum war.

Es lohnte sich nicht mehr, schlafen zu gehen, also verbrachte ich die restliche Zeit mit Schreiben. Und schon bald musste ich los. Ich kam in der Klasse an, und ging sofort zu Minas Platz. Sie saß auf ihren Stuhl, den Kopf gesenkt, vor ihr lag eine Zeitung.
„Mina! Du weißt nicht, was passiert ist, ich hatte einen Klartraum!“
Sie rührte sich nicht. „Mina?“
Ich warf ein Blick auf die Zeitung.
›17-jähriges Mädchen im Schlafwandel ertrunken‹
Tränen tränkten die Zeitung. Und ich hörte meine Freundin, die für mich immer wie eine Schwester war, was murmeln.
„Es ist alles meine Schuld...“
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