Hindenburg

GeschichteDrama, Poesie / P12
05.12.2012
05.12.2012
1
691
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
'Krieg' war die naheliegenste Kategorie, eher ''Historie''
Noch nicht meine 'Endversion' aber was soll's, es liegt schon ewig auf diesem (2ten) Pc


_____________________________________________________________________________________________________

Der Flügel schon, und Schwingen breit
Gab es bereits zu dieser Zeit

Naturgesetze nutzt man aus
Nimmt leichtes Gas in's Stahlkonstrukt

Nennt's sicher, doch ist es nicht erwiesen
Noch nicht bekannt die Einzelheiten

Ungewiss die Wirkung der Teile
Egal, fantastisch, Sie kann fliegen

Hoch die Gläser, In die Luft
Im schwarzen Frack und rotem Kleid

Auf - auf den Höhenflug
Steigen sie auf, der Boden nicht genug

Musik spielt angenehm
Als Passagier pflegt man zu tanzen

Die Damen flanieren
Die Herren treiben Schabernack

Sie präsentieren sich, ihr Geld, zeigen gern
Wie Pfaue stolzieren sie daher

Rauchen Pfeife, trinken Scotch
Lehnen sich nun leicht zurück

Entspannen sich in ihren Sitzen
Genießen diese Überfahrt

Ein blau so tief, so dunkel und fern
Unerreichbar, im Meer unter ihnen

Das Land ganz nah, schon zu sehen
Sicher sind sie, in ihrem Saal

Bei Champagner, Kaviar
Kein Grund zu sorgen, wirklich keiner da

Doch alles ist irrelevant
Niemanden war es bis jetzt bekannt

Alles sicher, alles so wunderbar
Nicht zu ahnen, was dann noch geschah

Der Traum der Menschen hoch zu fliegen
dem Himmel nah, der Hölle fern

Wie Ikarus in hohen Lüften
Zu hoch geflogen, zu fallen so tief

Der Sonne so nah, des Satans Haus
Hoch oben löscht er ihre Seelen aus

Die Menschen nun, so erregt
Entspannt gespannt der Landung hoffend

Der Abgrund ist doch immer tief,
Das Fallen aus der Senke lohnt doch nicht

Nur wenn man oben ist, gehts auch nach unten
Anders wärs doch unsittlich

Ein kleiner Funken, ein winziges Licht
Und aus der Traum vom Erdengrund

Ein Knall, ein Rauschen, hinab geht es
Die Luft entflammt, das Schiff versenkt

Räche dich, Heldin der Nacht
Zeig deine Schönheit, deine Macht
Loder nieder, dieses Pack

Martre sie, du stolzes Weib
Glühend heiß, leuchtend schwer
Wild und feurig, impulsiv

Strafe sie, Königin der Luft
Wolkenlos, beißend, bitter
Ungezügelt brenne nieder

Verspotte sie, du Meisterin
Furious und eifrig flammend
Kochend, göttisch, intensiv

Quäle sie nur, schikaniere
Leuchtend, siedend, strahlend schön
Unumgänglich deine Wut

Foltre sie, stähl'ne Herrin
vergelte, lynche, peinige
Rechne ab mit deiner Menschenlast

Damen, Herren, da fliehen sie
Doch finden nur den nahen Tod

Versuchen zu laufen, davon zu kommen
Sie wird sie fangen, sind doch alle verloren

Ob sie nun springen, schweigend da stehen
Nebensächlich dieser Punkt

Es konnte überall passieren
Doch war es in den USA

Millionen Menschen feierten sie
Doch tief war nun ihr Fall

Nahm Leben mit sich, in ihrem Suizid
Dem Leben genug, dem Sterben zu viel

Ein Feuerkranz, eine Fackel im Himmel
Ein Zeichen, so heiß, schwebt über den Köpfen

Verbrennt ihre Körper und Seelen gleich mit
Nur ganz kurz entfacht, nicht mehr zu stoppen

Oh du glanzvolle Pracht! Was passiert nur mit dir
Du gehst nun auch unter, und mit dir die Gier

Die Pracht deiner Schönheit, dein Wert und dein Stolz
Entflammt steuerst du ins Ende, in den Abgrund hinab

Was lernt man nun, was diesem Brand
Du bist verpflichtet zu allerhand

Doch eins ist sicher, wagst du viel
Wagst du es ohne nachzudenken

Musst du sehen wo du bleibst
Stürzt du? Springst du? Brennst du?

Stehst du da und siehst sie brennen
Weißt die Flammen holen auch dich

Alles einerlei, auch du wirst es bald erleben
Du bist daran gebunden auch zu sterben