OH! du fröhliche, gesegnete, friedliche Weihnachtszeit...

von Enari
KurzgeschichteHumor, Familie / P12 Slash
Count D Jill Leon Alcott Ten-chan Tetsu / T-chan
02.12.2012
03.01.2013
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Titel: OH! du fröhliche, gesegnete, friedliche Weihnachtszeit …
Autorin: Enari
Fandom: Pet Shop of Horrors
Altersfreigabe: P12
Genre: Humor
Warnungen: Enthält keine Spoiler, nur Andeutungen.
Nicht meins: Alle Charaktere aus PSoH.
Meins: Die Texte.
Kommentar: Beitrag zum Projekt „Oh du fröhliche“
Kurzbeschreibung:
Advent, Advent, der Count, der rennt
meist seinen Tieren hinterher,
doch Leon, der nervt noch viel mehr
und Jill, die macht es auch nicht besser
Tetsu erst recht nicht, Allesfresser
Ten-chan, das ist der einzig Brave
- könnte man meinen. Denkste! Schafe
sollte der zählen, aber nein
er mischt sich lieber auch noch ein …
Zum Abschluss, da sei dies gesagt:
Wer diese Weihnacht überlebt,
der wünscht sich Urlaub
weit weit weg!


Charaktere

1) Count D (der Jüngere)
2) Jill Freshney
3) T-chan/Tetsu
4) Leon Alcott
5) Ten-chan



1. Advent: Nr. 1 (Count D) möchte unbedingt einen Adventskranz, aber alle Läden haben zu. Nr. 1 überredet Nr. 4 (Leon Alcott), mit ihm/ihr zusammen einen Adventskranz zu basteln. Dazu müssen sie allerdings auf dem nahegelegenen Friedhof Grünzeug klauen gehen …



„D. Das glaube ich einfach nicht!“ Zwischen Verblüffung, Unglaube und einem hysterischen Lachkrampf schwankend starrte Leon Alcott, seines Zeichens Kommissar der Mordkommission von Los Angeles, auf den jungen Chinesen, der etwas verschreckt ins Licht seiner Taschenlampe blinzelte und sein übliches, ach-so-höfliches nichtssagendes Lächeln aufgesetzt hatte. „Was zum Teufel tust du mitten in der Nacht hier auf dem Friedhof?! Du bist dir schon im Klaren darüber, dass du dafür verhaftet werden kannst, oder? Du kannst verdammt nochmal froh sein, dass der Friedhofswächter mich kennt und mich angerufen hat und nicht einfach die Polizei, sonst würdest du jetzt ins Kittchen wandern! Das ist Störung der Totenruhe!“

Nun verzogen sich die immer unnatürlich roten Lippen zu einem kleinen Schmollmund, Count D richtete sich etwas gerader auf und verschränkte seine Hände vor sich. „Aber ganz und gar nicht, Kommissar Alcott!“, erklärte er pikiert. „Nichts läge mir ferner, als hier in bitterkalter Nacht Gräber zu schänden!“

„Ah ja. Und wie erklärst du dann das hier?“ Damit deutete Leon auf den Haufen Zweige, die sich zu Ds Füßen befanden. Erneutes Lächeln und ein andeutungsweises Schulterzucken folgten. „Nun, die Geschäfte hatten bereits geschlossen und Christopher wünscht sich doch so sehr einen Adventskranz!“

„Chris wünscht sich -“, Leon blieb der Mund offenstehen.

Das nächste, was er von sich gab, war eine kunterbunte Mischung aus Flüchen, deren Ursprung man lieber gar nicht ergründen wollte, und der D daher mit missbilligend gespitzten Lippen und einem gelegentlich eingeschobenen „Also ich muss doch sehr bitten! Ausdruck!“ lauschte.

Als der junge Polizist endlich fertig war, bückte er sich und hob die bereits abgeschnittenen Tannenzweige hoch, präsentierte sie dem Mann mit einem freundlichen (und nur ganz im Hintergrund triumphierend fiesen) Lächeln. „Wie sieht es nun aus, Kommissar? Erfüllen Sie Ihrem Bruder nun seinen Wunsch, ja oder nein? Oder wollen Sie mich lieber verhaften, zur Wache schleifen und dort erklären, warum der Junge sieben Tage die Woche in meinem Laden verbringt und ich mich um seinetwillen um die Weihnachtsvorbereitungen kümmern muss?“

Der Blick, den der Count dafür erntete, war mehr als tödlich. Aber Leon riss ihm wortlos die Zweige aus der Hand, drehte sich um und stapfte mit großen Schritten in Richtung Ausgang. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wie er Johnsen morgen erklären sollte, dass er nichts gegen die Grabschänder auf dessen Friedhof hatte tun können.

„Ach, Herr Kommissar?“ Der Chinese tippelte hinter ihm her, wie immer mit so kleinen Schrittchen, dass es wirkte, als würde er gleiten statt laufen. „Sie werden mir doch sicher gleich behilflich sein, den Adventskranz zu binden, oder? Ich fürchte, mit christlichen Bräuchen bin ich nicht sonderlich vertraut, und es könnte doch sein, dass ich mich ungeschickt anstelle und Chris morgen furchtbar enttäuscht wäre, oder wir noch mal herkommen und weitere Zweige holen müssten …“

Leon weigerte sich, nach hinten zu sehen, wo er, wie er genau wusste, nur ein wissendes und äußerst triumphierendes Lächeln gesehen hätte. Diese Mistkröte! Irgendwann, eines schönen Tages, würde er D dafür kriegen …

Aber solange Chris beim Count lebte, hatte der eindeutig die schlagkräftigeren Argumente in der Hand.

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Erster Versuch, hier etwas für PSoH zu schreiben … ob es gelungen ist, überlasse ich mal der (hoffentlich) geneigten Leserschaft ;-)
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