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~*Sound of Danger*~

von -MoniSan-
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
EXO Teen Top
01.12.2012
15.01.2013
3
4.665
1
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
01.12.2012 1.525
 
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=KG4NEC5DWBU


12. November.2010

„Wir ziehen nach Korea!“, wieder versteife sich alles mir, sogar nur wenn ich an diesen Satz dachte. Ich würde viel lieber wieder in Kasachstan sein. Dort wo meine Großeltern, meine Cousinen, Cousins, Tanten und Onkel waren. Dort wo ich mich Zuhause und geborgen fühlte. Auch wenn ich Koreanisch konnte und wurzeln davon hatte, es war mir unangenehm daran zu denken, dort hinzuziehen. Nur weil ein Onkel von mir, den ich nicht kannte, krank geworden ist und wollte das meine Eltern seine Firma für ihn weiter führen. Ich wollte da trotzdem nicht hin, ich wollte wieder zurück zum unserem kleinen Dorf, wo es so klein war, dass das ganze Dorf wie eine Familie war, sich alle kannten und liebten. Wo man jeden verstand und keinen ausgrenzte, da keiner so wirklich reich war, aber das würde sich für mich nun ändern. Wir saßen gerade im Auto, mein Vater fuhr, meine Mutter neben ihn und hinten ich und meine Schwester, meine süße kleine Schwester, die schlief und nichts von meinen Sorgen mitbekam. Wir fuhren zu unserem neuen Wohnort. Ich hoffe es war nicht zu groß bei meinem Onkel. Ich sah aus dem Fenster, Verzweiflung breitete sich in mir aus. Seoul ich mochte so etwas nicht. Hohe, sehr hohe Häuser, viele Straßen, die eng waren, viel zu viele Geschäfte und Läden, mit tausenden von leuchtenden Schildern und alles war so groß. Das war ich nicht gewohnt & an das alles hier wollte ich mich nicht gewöhnen. „Wann sind wir da?“, meine Schwester rieb sich müde das rechte Auge und sah zu meinen Eltern nach vorne. „Jetzt, hier sind wir.“, ich sah wieder aus dem Fenster und versteifte mich wieder. Eine sehr großes Haus, es sah auch sehr edel aus. So was war ich nicht gewohnt und mochte es auch nicht. Mir reichte schon ein kleiner Bauernhof mit einem kleinen Häuschen, wo meine ganzen Tanten, Onkels, Cousinen, Cousin und meine Großeltern wohnten und dort hin wollte ich zurück. Schnell stiegen wir alle aus, wobei ich meine 3-Jährige Schwester auf den Arm nahm und zusah, wie meine Eltern das Gepäck rausholten. „Klingelt schon mal.“, meinte mein Vater. Langsam und etwas nervös ging ich durch das kleine Tor und weiter bis zur Haustür. Ich sah kurz um, klingelte aber gleichzeitig. Jia, meine Schwester, legte ihre Arme um meinen Hals, drückte sich fest an mich und legte ihren Kopf auf meine Schulter. Schon wurde uns die Tür von einem alten Mann geöffnet, der kurz, aber stark hustete. Als er uns sah, lächelte er schwach. „Ihr müsst Suzy und die kleine Jia sein.“, er strich mit einem Finger Jia über die Wange und reichte ihr dann mit der Anderen einen Lolli, den sie freudig annahm. Schüchtern sah ich den Mann an, der wohl mein Onkel war. „Ich bin SoMan.“, meine Eltern kamen mit dem Gepäck. Sie begrüßten unseren Onkel und stellten sich ebenfalls noch mals kurz vor. SoMan nickte und bat uns rein. „So ihr wollt bestimmt in eure Zimmer.“, er wand sich an mich und Jia, die genüsslich ihren Lolli aß und mit neugierigen Augen zu unserem Onkel sah. „Ja, wir sind müde.“, bemerkte die Kleine. „Du redest wohl nicht gerne.“, stellte mein Onkel fest und sah mich an. Ich sah nickte nur und sah zur großen Treppe. „Geht rauf und dort ist ein heller und ein eher dunkler Gang, bei dem helleren Gang sind eure Zimmer, die findet ihr gleich da eure Namen auf den Türen stehen. Ich nickte verstehend und ging rauf, zuerst brauchte ich Jia in ihr Zimmer und zu Bett, da sie wirklich müde war. Dann verschwand ich in meines, das mir gefiel. Woher wusste mein Onkel das ich solche Farben und es so mochte? http://www.tollebetten.de/download/Joe.jpg  Ich mochte das Zimmer, aber ich ging zu der Balkonartigen Tür und zog die schwarzen Vorhänge zu, schon war es dunkel und angenehmer für mich. Ich zog meine Schuhe aus und legte mich auf mein Bett. Ab da wurde alles schlimmer….



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23.November.2011

Jia schlief, das war gut. Aber Weihnachten würde es dieses Jahr wohl nicht geben. Ein Jahr später und unsere Familie ist total kaputt gegangen durch die Firma. Meine Eltern redeten nicht mit einander, ab und zu schlug mein Vater meine Mutter, die ihn ab und zu betrog. Mit uns redeten sie auch nicht, ab und zu schlug mein Vater mich, aber wenigstens tat keiner Jia etwas an. Sie bekam davon nichts mit, mein Onkel auch, er ist leider noch letztes Jahr gestorben, obwohl ich ihn lieb gewonnen hatte. „Wo ist Mama?“, ich sah meinen Vater kalt an. Der sich eine neue Flasche Wodka aufmachte um diese zu trinken. Er zuckte mit verzerrtem Gesicht die Schultern. „Wahrscheinlich wieder bei einen ihrer Lover.“, traurig sah ich zu Boden und ging wieder zur Treppe. Wollte so schnell wie möglich in mein Zimmer verschwinden. Es war spät und ab morgen würde ich zur Uni gehen. Als ich in meinem Zimmer war und die Tür schloss, hörte ich noch gepolter von unten. Es interessierte mich nicht, Hauptsache es hatte nichts mit Jia zu tun, aber die schlief tief und fest. Wenigstens bekam sie von unserer verkorksten Familien Welt nichts mit. Ich streifte mir langsam meine Klamotten ab und wollte gerade in mein Bett steigen, als die Tür geöffnet wurde und mein Vater mich mit aggressiven Blick und Tränen in den Augen ansah. Geschockt sah ich ihn an. „Appa, ich bin…“, er schloss die Tür, schmiss die Flasche in seiner Hand weg und kam zu mir. Er strich mir mit einer Hand über die Wange, wanderte immer weiter runter, zu meinen Hüften. „Appa, lass das.“, - „Wenn deine Mutter immer ihren Spaß hat, kann ich das doch auch.“, meine Augen weiteten sich.“, ich wollte ihn weg schucken, aber er schlug mir ins Gesicht, worauf ich ungewollt ins Bett fiel. Ich kroch zurück und kniff meine Augen zu, als mein Vater sich auszuziehen begann. „Geh weg…“, er krabbelte ebenfalls auf das Bett und kam zu mir, zerrte an meiner Unterwäsche. „Geh weg, jebal.“, bittete ich und Tränen flossen meine Wangen hinab. Es wurde zu der schlimmsten Nacht in meinem Leben…

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24.November.2011

Als ich die Uni betrat und zu meinen Vorlesungssaal ging, setzte ich mich nach ganz hinten an die Wand. Ich wollte nicht dass mich Jemand ansprach, jemand mich bemerkte oder sonst was, keinen in meiner Nähe haben. Nicht nach gestern… Langsam füllte sich der Saal, ich bemerkte ein Mädchen das sich neben mich setzte, aber sie sah desinteressiert nach vorne zum Lehrer, der den Saal betrat. Sie sah kalt und gefühlkarg aus. Die Anderen sahen sie kurz ängstlich an, anscheinend hatte ich Recht. Und anscheinend wollte sich auch nicht das Jemand ihr zu nahe kam. Ich senkte meinen Blick und verkniff mir die Tränen, die aus meinen Augen treten wollten. Plötzlich spürte ich einen Blick auf mir und sah auf, interessiert sah mich das Mädchen mit den langen dunkelbraunen fast schwarzen Haaren an. „Deine Augen…“, murmelte sie. Meine Augen wurden groß, hatte ich unbewusst angefangen zu weinen? „Sie sind wie meine…“, mein Blick wurde verwirrt. „Was?“. „Was hast du nur alles durch machen müssen?“, fragte sie sich und mein Herz setzte kurz aus.

~

Es hatte zur Pause geklingelt und ich setzte mich draußen an einen Baum. Es war kühl, aber es war mir egal. Jemand stellte sich vor mich und ich sah auf. „Du.., das Mädchen setzte sich neben mich. „Du fragst dich bestimmt was ich gemeint hatte, nicht?“, fragte sie und sah seufzend nach vorne zu Lachenden Mädchen und verzog wegen ihnen angeekelt das Gesicht. Ich nickte nur. „Deine Augen sind genauso leer wie meine, es spiegelt sich keine Freude darin ab. Ich habe keinen mit solchen Augen gesehen außer mir. Was ist passiert?“, fragte sich mich. Skeptisch musterte ich sie und schluckte kurz. „Wieso sollte ich dir das erzählen, ich weiß nicht mal wie du heißt.“ Sie grinste karg. „Ich bin Mina, meine Familie ist arm und total kaputt. Meine Mutter besäuft sich immer und schlägt mich und meinen Bruder. Sie nimmt sogar Drogen. Ich wurde mal von einem alten besoffenen Sack, den sie nachts mal mitgebracht hat, angegriffen. Angegriffen in dem Sinne, dass er mich missbraucht hat.“, sie schluckte schwer. „Wieso erzählst du mir das?“, - „Weil ich weiß dass wir noch gute Freunde werden und ich dir helfen möchte.“, erklärte sie mir. „Ich bin Suzy und….“, ich stockte und eine Träne quoll aus meinem Auge. „Tssscht.“, Mina nahm mich in den Arm, schon lange hat ich so die Nähe eines Menschen gespürt, der mir helfen wollte. Ab da hatte ich jemanden der für mich da war und mich verstand…
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