A cold winternight

KurzgeschichteRomanze, Angst / P6
Maria deLuca Michael Guerin
01.12.2012
01.12.2012
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Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: Alternatives Universum
Anmerkung: Lyrics von S Club 7 – Have you ever

Erstveröffentlichung: 19. Jänner 2006



A cold winter night


Roswell, war eine kleine Stadt mitten in New Mexico und eigentlich war das Klima in dieser Gegend immer sehr warm und schwül, egal zu welcher Jahreszeit.

Aber es passierte auch mal, dass ein eiskalter Winter durch das Land zog und alles in einen weißen Traum verwandelte. Etwa drei Wochen lang hatte es nur geschneit und die ganze Stadt in ein Winterwunderland verwandelt.

Der Schnee hatte aber auch seine Nachteile, die letzten vier Tage war ein Schneesturm aufgezogen und hatte alles eingeschneit. Die halbe Stadt war mit einer dicken Schneeschicht überzogen.

Die Bürger kamen nur selten aus ihren Häusern. Schulen waren schon seit kurz vor Weihnachten geschlossen, da es so dermaßen kalt war, dass niemand Lust hatte zu lernen oder zu unterrichten.

Genauso waren fast alle Cafés und Restaurants geschlossen. Die Parkers hatten ihr Crashdown Café winterdicht gemacht und waren mit Liz nach Kalifornien an den Strand gefahren.

Max und Isabel Evans waren mit ihren Eltern nach Florida zu ihren Großeltern geflogen. Alex besuchte mit seinen Eltern seine "geliebten" Verwandten in England, wo es genauso kalt war wie in Roswell.

Sehr sinnvoll, wie er sich dachte, in ein Land zu fahren, wo es genauso kalt war wie in Roswell. Aber Alex beugte sich seinem Schicksal und hoffte dass die Zeit schnell verging.

Amy DeLuca saß in Arizona fest, wo genauso ein Schneetreiben war wie in Roswell. Maria, die vor drei Wochen nicht mit wollte, war seit dem Zeitpunkt alleine zu Hause.

Das hätte ihr nichts ausgemacht, hätte sie sich nicht eine schwere Grippe eingefangen. Sie hatte Kontakt mit Amy, die sich natürlich Sorgen machte, doch Maria versicherte ihr, dass sie es alleine schaffen würde.

Aber dem war nicht so, Maria wurde von Tag zu Tag schwächer, aß immer weniger und trank kaum was. Sie war schon fast zu schwach um aufzustehen, doch sie bat keinen um Hilfe, die sie jetzt dringend nötig gehabt hätte.

Michael, der in seiner Wohnung geblieben war, statt mit Max und Isabel auf Familienglück zu machen, sah die meiste Zeit fern. Des Weiteren hatte er vor ein paar Wochen wieder einmal mit Maria Schluss gemacht.

Dieses Mal mit der Begründung, sie würden absolut nicht zu einander passen und es wäre besser, wenn er für immer alleine bleiben würde. Obwohl er Maria damit angelogen hatte, sein Herz konnte er nicht belügen.

Er vermisste sie sehr, sogar ihr nerviges Gequatschte und ihre Streitereien. Michael drehte den Fernseher ab und holte ein kleines Bild von Maria aus seiner Geldbörse.

Keiner wusste, dass er dieses Foto überhaupt besaß, nicht einmal Maria selbst und die wusste mehr als man sich dachte. Zeitweiße wusste sie mehr über ihn, als er über sich selbst.

Nachdem er das Foto fast über eine Stunde angestarrt und sich selbst verflucht hatte, da er so ein Idiot war, griff Michael zum Telefon und wählte ihre Nummer, da er schon so lange nicht mehr ihre Stimme gehört hatte.

Er vermisste ihre fröhliche Stimme, die eigentlich ständig um ihn herum war. Diese Ruhe in den letzten Tagen war schon fast unheimlich für ihn geworden.

Denn obwohl Michael öfters mit ihr Schluss gemacht hatte, rief sie immer wieder an und forderte ihn auf sie zu unterhalten oder er sollte sich ihre Sorgen anhören.

Was ihm zwar nie Spaß machte, aber er tat es nun mal, denn sie war Maria.

Nachdem sie nach mehr als zehn Mal Läuten noch immer nicht abgehoben hatte, legte Michael auf und war verwundert. Er blickte aus dem Fenster und sah, dass es Mal wieder sehr stark schneite.

Also draußen konnte sie auf gar keinen Fall sein. Michael zog sich seine dicken Wintersachen an und verließ sein kleines Appartement. Er würde zu ihr gehen und nachsehen.

Natürlich würde er nicht sagen, dass er sich Sorgen gemacht hatte, er würde einen anderen Vorwand erfinden, so, dass sie nichts bemerkte. Genau so würde er es machen!

*******

Michael hatte einige Minuten gebraucht, bis er überhaupt zur Haustür gekommen war, denn alles war so zugeschneit, das selbst er sich schwer tat, also half er ein wenig mit seinen Kräften nach.

Im Haus war es dunkel, nur im Wohnzimmer stand ein Fenster einen Spalt breit offen und die kleine Lampe in der Küche brannte. Michael holte den Ersatzschlüssel unter dem Blumentopf hervor und sperrte auf.

Alles schien ganz normal zu sein, etwas Unordnung herrschte, aber das war für Maria normal. Michael war so in Gedanken, dass er erst gar nicht bemerkte wie kalt es eigentlich im Haus war.

Erst als er sich die Jacke auszog merkte er, wie kalt es war. Erschreckend stellte er auch noch fest, dass er seinen Atem sehen konnte. Schnell schloss Michael das Fenster und drehte die Heizung voll auf.

Schließlich ging er zu Marias Zimmer, wo die Tür einen Spalt offen stand und ein wenig Licht hinaus warf. Michael klopfte leise bekam aber keine Antwort.

Er öffnete die Tür noch ein Stück und sah Maria auf dem Bett liegen. Sie war halb zugedeckt und ihr Atem ging nur sehr flach, was er an ihrem Brustkorb erkennen konnte.

"Maria!", rief Michael besorgt und stürzte zu ihr. "Kannst du mich hören, Maria, bitte sag etwas", sagte Michael leise und fühlte ihren Puls, der raste.

Er fühlte ihre Stirn und er musste kein Arzt sein um zu wissen, dass sie hohes Fieber hatte. Schnell lief er ins Badezimmer, das an ihr Zimmer grenzte und ließ warmes Wasser in die Wanne.

Schließlich eilte Michael zurück in ihr Zimmer und holte ein paar Sachen zum Anziehen aus ihrem Schrank, die er auf die kleine Anrichte im Bad legte.

Nur ein paar Minuten später hob er Maria vorsichtig hoch und trug sie ins Badezimmer. "Es kommt alles in Ordnung, du wirst wieder", flüsterte Michael und drückte sie an sich.

Ein letztes Mal kontrollierte er die Temperatur des Wassers und half dann mit seinen Kräften nach, denn es war nicht die richtige Temperatur, die Maria jetzt brauchte.

Langsam ließ er sie ins Wasser gleiten und hielt sie dabei fest, nicht, dass sie einen Schreck bekam, wild um sich schlug und sich noch verletzte, das war das Letzte, was er wollte.

Besorgt blickte er in ihr Gesicht und wartete, dass sie aufwachte. Einige Momente verstrichen, bevor sie die Augen langsam aufschlug und ihn sehr verwirrt ansah.

"Maria", sagte Michael erleichtert.

"Michael? Was machst du hier? Wieso sitze ich in meiner Badewanne?", fragte Maria noch verwirrter und rieb sich ein wenig die Augen. Michael strich über ihren Kopf und atmete erleichtert aus.

"Ich habe mir Sorgen gemacht", flüsterte Michael so leise, dass sie es fast nicht verstanden hätte. Maria sah ihn an und war zum ersten Mal seit sie ihn kannte sprachlos.

"Michael Guerin, hat sich wahrhaftig Sorgen um mich gemacht", schoss es Maria durch den Kopf. Lächelnd sah sie ihn an und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

"Danke", wisperte Maria.

Michael nickte leicht lächelnd und strich eine blonde Strähne hinter ihr Ohr. Schließlich setzte er sich auf den Boden und lehnte seitlich an die Badewanne.

"Ich weiß, dass deine Mom in Arizona ist und du ganz alleine hier warst und da du dich nicht gemeldet hast, habe ich mir Sorgen gemacht", erzählte Michael leise.

"Als ich dich da im Bett liegen sah, hast du mir einen Wahnsinns Schrecken eingejagt. Also habe ich das gemacht, was wir in Bio gelernt haben, dich in die Badewanne gesteckt."

Maria starrte ihn aus grünen Augen an und eine einzelne Träne lief über ihre rote Wange. Michael hob die Hand, wischte sie weg und blickte in ihre Augen.

Sie konnten darin sehen, was der andere gerade fühlte und dachte.

*******

Sometimes it's wrong to walk away
Though you think it's over knowing there's
So much more to say suddenly the moments gone
And all your dreams are upside down
Want to change the way the world goes round

Tell me have you ever loved
And lost somebody wished there was a chance
To say I'm sorry can't you see
That's the way I feel about you and me
Have you ever felt your heart
Was breaking looking down the road
You should be taking
I should know 'cause I loved and
Lost the day I let you go

Can't help but think that this is wrong
We should be together back in your arms
Where I belong now I finally realise
It was forever that I found
I'd give it all to change the way
The world goes round

Tell me have you ever loved
And lost somebody wished there was a chance
To say I'm sorry can't you see
That's the way I feel about you and me
Have you ever felt your heart
Was breaking looking down the road
You should be taking
I should know 'cause I loved and
Lost the day I let you go

I really want to hear you say
That you know just how it feels
To have it all and let it slip away
Can't you see I know the moments gone
I'm still holding on somehow wishing I could
Change the way the world goes round

Tell me have you ever loved
And lost somebody wished there was a chance
To say I'm sorry can't you see
That's the way I feel about you and me
Have you ever felt your heart
Was breaking looking down the road
You should be taking
I should know 'cause I loved and
Lost the day I let you go


*******

"Nicht weinen, ich bleibe bei dir, versprochen", sagte Michael leise und küsste ihre Stirn. Maria nickte dankend und sah ein winziges Lächeln auf seinen Lippen.

"Ohne dich hätte ich wohl diese Grippe nicht überstanden, danke", entgegnete Maria genauso leise und blickte noch immer in diese braunen Augen, die sie so sehr liebte.

"Ich weiß, ich habe dir sehr wehgetan, aber ich konnte nicht anders. Ich hatte Angst um dich und um mich, denn ich weiß nicht, was passiert, wenn mehr aus uns wird", flüsterte Michael.

"Ich hoffe, du kannst mir irgendwann einmal verzeihen!"

Maria hatte ihm aufmerksam zugehört und wieder liefen Tränen über ihre Wange. Sie war so gerührt von seinen Worten, dass sie gar nicht anders konnte als weinen.

Denn noch nie hatte Michael seine Gefühle ausgesprochen, schon gar nicht, seine Gefühle für sie. Sie wusste absolut nicht, was sie sagen sollte, deswegen schwieg sie und legte nur ihre kleine Hand auf seine Schulter.

*******

Zwanzig Minuten später hatte Michael Maria wieder ins Bett gebracht und sie zugedeckt. "Versuch etwas zu schlafen, ich mache uns etwas zu essen", sagte er leise und verließ ihr Zimmer.

Maria nickte stumm, schloss müde die Augen und fiel in einen leichten Schlaf. Sie war so überglücklich, dass Michael gekommen war, dass sie ein Lächeln im Gesicht hatte.

Michael stand in der Zwischenzeit in der Küche und machte einige Sandwichs. Vor lauter Sorge um Maria hatte er schon seit Stunden nichts gegessen und jetzt meldete sich sein Magen zu Wort.

Mit seinen Kräften erhitzte er zwei Häferl mit Wasser und gab Marias Lieblingstee 'Vanille-Himbeere' hinein. Schließlich stellte er alles auf ein kleines Tablett und ging zurück in ihr Zimmer.

Als er ihr Zimmer betrat, musste er schmunzeln, sie sah so süß aus, wenn sie schlief, aber am süßesten sah sie noch immer aus, wenn sie ihn aus ihren grünen Augen förmlich anstrahlte.

Michael stellte das Tablett mit dem Essen neben ihrem Nachttisch ab und setzte sich auf die Bettkante. Sanft strich er durch ihre blonden Haare und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Maria öffnete langsam die Augen und sah ihn an.

"Wie fühlst du dich?", fragte er leise. "Etwas besser, ich habe sogar Hunger", entgegnete Maria während sie sich langsam aufsetzte und stark husten musste.

Michael nahm ein Häferl vom Tablett und gab es ihr. "Du musst viel trinken, das braucht dein Körper jetzt", sagte er noch immer besorgt. Maria nickte, nahm einen Schluck und musste wieder husten.

Da es so wehtat stiegen ihr Tränen in die Augen und liefen ihre Wangen hinunter. "Was ist los?", fragte Michael sofort noch besorgter. "Soll ich nicht doch einen Arzt rufen?"

"Nein, alles in Ordnung, gib mir nur einfach meinen Hustensaft", spielte Maria es hinunter. Obwohl ihr Hals und ihre Lunge brannten, als hätte man ihr literweise Tabasco hineingeschüttet.

Michael stellte die zwei Häferl weg und sah sie ernst an. Maria sah ihn sehr verwirrt an, da sie keine Ahnung hatte, was er jetzt überhaupt vorhatte.

"Du brauchst keine Angst haben, ich werde dir nicht wehtun", sagte Michael beruhigend. Sie nickte zaghaft und sah zu, wie Michael seine rechte Hand auf ihren Brustkorb legte.

Er schloss die Augen, atmete konzentriert ein und aus und baute eine Verbindung zu Maria auf. Nur Sekunden später hatte er es auch geschafft und heilte sie.

"Wie fühlst du dich?", fragte Michael, als er die Augen wieder aufschlug. "Du hast mich geheilt, ich dachte das kann nur Max?", antwortete Maria verblüfft.

"Ich konnte nicht mit ansehen, wie du hier leidest, ich musste es versuchen", entgegnete Michael leise und senkte den Blick. "Danke", flüsterte Maria, rückte etwas näher und küsste ihn auf die Lippen.

Michael erwiderte den Kuss und schlang seine Arme um ihren zierlichen Körper. Sie schmiegte sich fest an ihn und genoss das Gefühl, ihn wieder ganz nah zu sein.

Ganz plötzlich schossen Bilder auf Maria ein, Bilder von Michael. Er ließ sie in seine Seele, in sein Herz blicken. Maria sah jede einzelne Minute seines bisherigen Lebens.

Als Michael den Kuss löste, lösten sich auch die Bilder und Gefühle auf. Maria blickte ihm tief in die Augen und wieder liefen Tränen über ihre Wangen, doch diese Mal vor lauter Glück.

Er hatte ihr wirklich gezeigt, dass sie ihm etwas bedeutete. Liebevoll sah er in ihre grünen Augen und nahm ein weiteres Mal seinen ganzen Mut zusammen um ihr etwas zu sagen.

Sehr lange dachte Michael, dass er solche Gefühle nie in Worte fassen konnte, denn er kannte diese Gefühle, bevor er Maria getroffen hatte, überhaupt nicht.

"Ich liebe dich, Maria", flüsterte Michael und ließ dabei ihre Augen nicht aus seinen. Noch mehr Tränen, vor lauter Glück, liefen über Marias Wangen und sie schluchzte leise.

"Ich liebe dich auch, Michael", entgegnete Maria leise und küsste ihn. Als die Worte, die sie für einander empfanden über ihre Lippen gingen, war es für beide als würde die Zeit stehen bleiben.

*******

Ein paar Sonnenstrahlen fielen in Marias Zimmer und sie wurde dadurch geweckt. Verschlafen öffnete sie die Augen und bemerkte, dass sie noch immer zur Hälfte auf Michael lag.

Er hatte seine Arme um sie geschlungen und schlief friedlich. Sie hob leicht den Kopf und blickte in sein zufriedenes Gesicht. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen und sie küsste seine Wange.

Michael wachte auf und sah in ihre grünen Augen.

"Morgen, Sonnenschein", sagte er leise und drückte sie etwas fester an sich. "Morgen, Spaceboy", nuschelte Maria und kuschelte sich zurück seine starke Brust.

Lächelnd strich Michael durch ihre blonden Haare und blickte aus dem Fenster, wo die Sonne schien und den Schnee zum Glitzern brachte. Maria seufzte leise und genoss die Zeit mit ihm.

*******

Die Schneestürme, die in Roswell und Umgebung gewütet hatten, waren verflogen und die Schneeräumung konnte die Straßen wieder frei schaufeln. Das hieß, dass auch Amy wieder nach Roswell zu ihrer Tochter konnte.

Als Amy Samstagfrüh die Haustür aufsperrte und ins Wohnzimmer ging, sah sie Michael auf der Couch friedlich vor sich hinschlummern. Leise stellte sie ihre Sachen ab und ging zu Marias Zimmer.

Sie betrat das Zimmer und setzte sich auf die Bettkante. Amy strich Maria über die Haare und lächelte, ihre Tochter schlief tief und fest und bekam nichts mit.

Nachdem Amy ihre Wäsche in die Waschmaschine gesteckt hatte, ging sie in die Küche und machte erst einmal Kaffee, den sie jetzt dringend nötig hatte.

Die Autofahrt war anstrengend gewesen und sie war müde, aber nicht so müde, dass sie sofort hätte schlafen können. Also trank sie erstmal Kaffee und ging die Post durch.

*******

"Hi", sagte Maria, als sie verschlafen in die Küche kam.

Amy sah von der Zeitung auf und lächelte ihre Tochter fröhlich an. "Hallo, mein Schatz, wie geht es dir?", fragte Amy und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

"Ganz gut, Michael hat mich gesund gepflegt, ich hatte die Grippe", gähnte Maria und setzte sich an den Tisch, um sich dort gleich einen Muffin hinter die Backen zu schieben.

"Schatz, wieso hast du denn nicht angerufen, ich hätte alles daran gesetzt nach Hause zu kommen", sagte Amy besorgt und stellte ihrer Tochter eine Tasse Kakao hin.

"Ich dachte, ich schaffe das alleine, aber dann kam Michael", lächelte Maria. "Morgen", gähnte Michael, der in die Küche geschlurft kam. "Wenn man vom Teufel... oh ich meine natürlich Engel spricht", sagte Maria.

Michael verzog das Gesicht und setzte sich neben sie. Sie lehnte sich zu ihm und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. "Sehr freundlich", tat Michael beleidigt, sah sie aber liebevoll an.

Maria strich über seine Wange und lächelte.

"Spaceboy", sagte Maria lächelnd. Er nahm ihre Hand und drückte ihr einen Kuss darauf. "Ich werde euch mal alleine lassen, mein Bett ruft nach mir", unterbrach Amy sie.

"Gute Nacht, Mom", sagte Maria.

"Gute Nacht, Mrs. DeLuca, schlafen Sie gut", meinte Michael und lächelte ebenfalls. "Nacht, ihr beiden, bis in ein paar Stunden", gähnte Amy und verließ die Küche.

Maria ging zur Kaffeemaschine und holte sich ein Häferl, damit sie etwas munterer wurde. Michael folgte ihr und stellte sich dicht hinter sie. Ganz unschuldig sah er über ihre Schulter und verfolgte ihre Bewegungen.

"Na, Traummännlein, was geht in deinem Kopf vor?", fragte Maria lächelnd und drehte ihren Kopf etwas zu ihm. Michael nahm sie an den Schultern und drehte sie zu sich um.

Sanft strich er über ihre Wange und durch ihre blonden Haare. Schließlich drückte er ihr einen sanften Kuss auf die Lippen und blickte in ihre funkelnden grünen Augen.

Michael schlang seine Arme um ihren zierlichen Körper und hielt sie fest. "Maria", fing Michael an. Sie nickte und blickte zu ihm auf, was wollte er ihr sagen?

"Ich liebe dich, so sehr und ich will nie wieder von dir getrennt sein", sprach er leise weiter. Maria lächelte und strich liebevoll über seine Wange.

"Ich liebe dich auch, Spaceboy!"

Michael lächelte und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. "Maria, bitte werde meine Frau", sagte Michael schließlich. Ihre Augen wurden groß und sie starrte ihn an.

Sie brauchte einige Sekunden, bis sie es wirklich und wahrhaftig realisiert hatte, was er da eben gesagt hatte. Ein Lächeln stahl sich in ihr Gesicht und sie küsste ihn sanft auf die Lippen.

"Heißt das ja?", fragte Michael nach. Maria löste sich ein Stück von ihm und hauchte ein "ja". Michael lächelte und drückte sie wieder fest an seine starke Brust.

Ihm war klar geworden, dass er ohne Maria nicht mehr leben wollte. Sie war der Sinn in seinem Leben, sie gab ihm alles, was er je brauchen würde und das machte sie so wundervoll.

Maria seufzte an seiner Brust und kuschelte sich noch näher an ihn. Noch vor ein paar Tagen hätte sie nie im Leben gedacht, dass Michael zu richtigen Gefühlen fähig war.

Dass Michael nun ihr Verlobter war, konnte sie noch gar nicht richtig begreifen, aber dennoch war sie überglücklich. Noch einmal seufzte sie zufrieden und lächelte.

*******

Maria saß abends auf ihrem Bett und zappte durch die Kanäle, als es an ihrer Tür klopfte. "Herein", sagte Maria und zappte weiter durch das Abendprogramm.

"Hey", sagte Amy und setzte sich zu ihrer Tochter aufs Bett. "Na, wie war Arizona?", fragte Maria, nachdem sie, den Ton abgedreht hatte und zu ihr sah.

"Ganz schön, nur wäre ich lieber hier bei dir gewesen, vor allem da du krank warst. Wie fühlst du dich jetzt?", fragte Amy noch immer etwas besorgt.

"Wirklich schon viel besser und das habe ich Michael zu verdanken", antwortete Maria lächelnd. "Was hat Michael denn getan, weswegen du so glücklich bist?"

"Ich dachte, er hat dich so sehr verletzt, dass du ihn nie wieder sehen wolltest?", sagte Amy leise und etwas verwirrt. "Na ja, er hat bewiesen, dass er doch kein Trottel ist", antwortete Maria knapp.

"Das möchte ich nun gerne genauer wissen", lächelte Amy und sah ihre Tochter dennoch ernst an. Maria seufzte leise, das hatte sie irgendwie geahnt, so war ihre Mom nun mal.

"Er hat sich Sorgen um mich gemacht und ist hergekommen. Er hat mich gesund gepflegt und hat mir Sandwichs gemacht mit ganz viel Tee", fing Maria an zu erzählen.

Amy hörte ihr aufmerksam zu.

"Aber das Schönste war, er hat mich in sein Herz sehen lassen. Er hat mich wirklich in sein Innerstes sehen lassen und das werde ich nie vergessen. Er liebt mich so sehr, dass er alles hinter sich gelassen hat", sagte Maria.

"Das freut mich wirklich sehr für dich, mein Schatz. Es ist schön zu wissen, dass du einen Jungen gefunden hast, der dich so sehr liebt", sagte Amy liebevoll und umarmte Maria.

"Ich muss dir noch etwas sagen, Mom", flüsterte Maria etwas ängstlich. "Bitte, sage mir jetzt nicht, dass du schwanger bist", sagte Amy leicht geschockt.

"Nein, ganz sicher nicht, soweit waren wir noch nicht!", antwortete Maria und lächelte sie an. "Was ist es dann, Schatz?", fragte Amy verwundert, da sie nicht wusste worauf Maria anspielte.

"Heute Morgen, kurz nachdem du Schlafen gegangen bist, da hat er mir eine bestimmte Frage gestellt und ich habe ja gesagt", sagte Maria etwas zögerlich.

"Welche Frage?", entgegnete Amy etwas skeptisch. "Ob ich seine Frau werden will", antwortete Maria leise. Amy sah ihre Tochter an und musste schlucken.

Minuten lang saß Amy, auf dem Bett ihrer Tochter und wusste nicht was sie sagen sollte. Das war eine Neuigkeit mit der sie absolut nicht gerechnet hatte.

"Mom?"

Amy löste sich langsam aus ihrer Starre und blinzelte ein paar Mal mit den Augen. "Hast du eben gesagt, dass du und Michael heiraten wollt?", fragte Amy noch einmal nach.

Maria nickte leicht. "Ich weiß, wir sind beide erst siebzehn, aber wir wollen für immer zusammen bleiben, es ist nicht so wie bei dir und Dad!", sagte Maria.

"Michael hat mir sein Herz gezeigt, deswegen habe ich ja gesagt. Ich bin der einzige Mensch dem er hemmungslos vertraut und den er liebt. Ich liebe ihn genauso, ich würde für ihn sterben und er für mich!", sagte Maria.

"Du wirst also heiraten, mein Schatz. Ich wünsche dir alles Gute", sagte Amy und umarmte Maria noch einmal. Zuerst war Maria verwundert, doch dann lächelte sie glücklich.

"Danke, ich habe dich lieb, Mom", flüsterte Maria an ihrer Schulter. "Ich habe dich auch sehr lieb!", entgegnete Amy leise, strich über ihren Rücken und drückte ihr einen Kuss auf den Kopf.

Plötzlich wurde das Fenster geöffnet und Michel kletterte hinein. "Hey, Sonnenschein, hast du Lust auf Horrorfilme?", fragte Michael während er zum Fernseher ging und das Video einlegte.

Als er sich umdrehte und Maria mit Amy auf dem Bett sitzen sah entschuldigte er sich. "Oh, tut mir leid, ich komme morgen wieder", sagte Michael und wollte wieder zum Fenster hinaus.

"Michael, warte, bleib da, Mom weiß es ", entgegnete Maria, die vom Bett aufgesprungen war und ihn an der Jacke wieder herein zog. Michael sah zu Amy.

"Ich lasse euch erst mal alleine", meinte Amy und verließ das Zimmer ihrer Tochter. Maria grinste ihr nach und widmete sich Michael. "Hi", sagte er verlegen und kratzte sich an seiner rechten Augenbraue.

"Ich sollte mir wirklich angewöhnen die Tür zu benützen", dachte Michael. "Du bist so süß", sagte Maria und küsste ihn sanft auf die Lippen. Michael zog sie an sich und erwiderte den Kuss.

Sie löste sich wieder von ihm und blickte in seine braunen Augen. "Mom freut sich, keine Angst", sage Maria liebevoll und strich über seine Wange, die leicht rot war.

Michael lächelte glücklich und umarmte sie fest. "Ich liebe dich", flüsterte Michael und drückte ihr einen Kuss auf den Kopf. "Dito, Spaceboy", entgegnete Maria und kuschelte sich fest an ihn.

*******

Liz, Max, Isabel und Alex waren seit ein paar Stunden ausgeruht von ihren Urlaubsorten zurück nach Roswell gekehrt und quatschten im Crashdown Café, denn jeder hatte viel zu erzählen.

Gesprächsthema Nummer eins waren Michael und Maria, von denen sie noch nichts gehört hatten. "Ich hoffe, den beiden geht es gut", sagte Liz besorgt.

"Keine Panik, sie werden sich schon nicht gegenseitig lynchen", beruhigte Alex sie. "Mein Lieber, du hast ihren letzten Streit nicht mitbekommen. Es war der reinste Horror", antwortete Liz.

"War es wirklich so schlimm?", fragte Max. "Als Michael mit ihr Schluss gemacht hat, dachte ich wirklich sie springt ihm gleich an die Kehle", meinte Liz noch immer besorgt.

"Prost, Mahlzeit", rutschte es Isabel raus und sie grinste. Ihre Freunde grinsten ebenfalls, sie hatte mit diesen beiden Worten den Nagel auf den Kopf getroffen.

Denn, wenn Michael und Maria stritten, war es gefährlich in ihrer Nähe zu sein. In diesen Moment ging man am besten in Deckung und wartete bis sich beide Fronten beruhigt hatten.

*******

Kurz darauf wurde die Eingangstür des Cafés geöffnet und Michael trat mit Maria im Arm ein. "Hey, wie geht's euch?", fragte Maria fröhlich und zog sich ihre dicken Wintersachen aus.

"Das musst du uns sagen", antwortete Liz lächelnd und sah zwischen den Beiden hin und her. Sie wirkten glücklicher als jemals zuvor, was Liz sehr freute.

Michael setzte sich auf einen der freien Sessel und zog Maria auf seinen Schoß. "Vor gut drei Wochen habt ihr noch aufs ärgste gestritten und was ist heute?", fragte Liz.

"Er hat mein Leben gerettet und Sachen getan, die man nicht von ihm erwarten würde", lächelte Maria und tätschelte Michaels Hand. Liz sah Marias leuchtende Augen und musste wieder lächeln.

"Na komm schon, was hat er gemacht", bettelte Isabel direkt, die wie auf heißen Kohlen saß. Michael grinste und schlang seine Arme fester um Maria, bevor er seinen Kopf auf ihre Schulter legte.

"Bitte", setzte Isabel noch hinterher. Maria blickte zu Michael, der ihr zu verstehen gab, dass sie es ihren Freunden sagen sollte. Sie lächelte und küsste seine Wange.

"Wir werden heiraten", gab Maria schließlich Preis, denn sie wollte ihre Freunde nicht noch länger auf die Folter spannen. Liz, Max, Isabel und Alex sahen die beiden ungläubig an und hatten offene Münder.

"Das ist doch ein Scherz", sagte Alex. "Nein, wir werden im Sommer heiraten und Amy ist damit einverstanden", entgegnete Michael und drückte Maria etwas fester an sich.

"Herzlichen Glückwunsch!", sagte Max schließlich als Erster.

Er klopfte Michael auf die Schulter und umarmte Maria. Nun begriffen auch die anderen, dass Maria und Michael es wirklich ernst meinten und gratulierten ihnen von Herzen.

*******

Gegen Mitternacht kamen Maria und Michael beim DeLuca-Haus an, wo sie feststellten, dass Amy nicht zu Hause war. "Willst du was essen?", fragte Maria und inspizierte den Eiskasten.

Michael umarmte sie von hinten und sah über ihre Schulter. "Setzt dich hin, ich mache uns Sandwichs", flüsterte Michael in ihr Ohr und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

"Danke, du bist ein Schatz, Spaceboy!", sagte Maria lächelnd und löste sich von ihm. "Ich weiß", antwortete Michael grinsend, während Maria ins Wohnzimmer ging.

Nach fünf Minuten kam Michael mit zwei Sandwichs und zwei Cherry Cola zu Maria, die auf der Couch eingeschlafen war. Er stellte das Essen auf den Tisch und kuschelte sich zu seiner Verlobten.

Maria drehte sich im Schlaf und legte ihren Kopf auf seine Brust. Michael schlang seine Arme um ihren zierlichen Körper, küsste sie auf den Kopf und war glücklich sie zu haben.

"Ich liebe dich", flüsterte Michael.

"Ich liebe dich, Spaceboy", flüsterte Maria und schlief tief und fest ein. Michael betrachtete sie noch eine ganze Weile und freute sich auf eine schöne Zukunft mit ihr.


-The End-
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