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Amo a un traidor ♥ I love a betrayed

von -LuMaKi-
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
England Preussen Spanien Ungarn
28.11.2012
26.07.2013
5
7.198
 
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7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.11.2012 1.429
 
Endlich habe ich Ferien! *O* Da kann ich ja mal wieder an meiner Fanfiction schreiben, die ich so kläglich vernachlässigt habe. Es tut mir leid :-* Das Entschuldigungsangebot für euch auf Wunsch etwas zu schreiben steht immer noch ;) Dann würde meine Kreativität vielleicht auch mal Angekurbelt werden... Naja, wie dem auch sei! Viel Spaß mit dem neuen Kapitel
Lulu


Kapitel 3

Gemächlich öffnete er seine Augen und schaute in das gleißende Sonnenlicht, welches durch die großen Fenster seines Zimmers schien. Er räkelte sich etwas in seinem Bett und grinste als er auf die Uhr sah. Diese sagte ihm nämlich, dass es schon 9.00 Uhr war und er nun langsam aufstehen sollte. Das Wochenende begann gut. Sehr gut sogar! Ein wunderschöner Samstag Morgen, an dem Antonio ausschlafen konnte. Aber schon in seiner Kindheit war er immer spätestens um 9.30 Uhr wach gewesen. Länger konnte der Spanier einfach nicht schlafen. Trotzdem fühlte er sich irgendwie matt als er sich erhob. Schnell zog er sich an. Ein grünes Hemd, eine schwarze Hose, eine Jacke. Er sollte sich etwas schicker anziehen, immerhin musste er wieder zu Laura, aber dies sollte reichen. Langsam wurde es kalt und er sah wie der erste Schnee fiel. Antonio hatte sich schon dran gewöhnt morgens seine Schuluniform anzuziehen, sodass er grinsen musste. Heute würde vielleicht ausnahmsweise mal ein angenehmer Tag werden. Er hatte es im Gefühl.

Als er die übergroße Marmortreppe in die Eingangshalle hinunter schritt fühlte er sich jedoch nicht wie ein König, wie es üblich war. Heute fühlte er sich eher einsam. Dieses Haus war so groß und so überaus prunkvoll hergerichtet wie eh und je. Antonio ging durch die Eingangshalle bis in den Speisesaal. Er war genauso übergroß wie alles in diesem Haus, doch war es nur für eine Person gedeckt. Für ihn. Seine Eltern waren sowieso nie da und die Bediensteten waren so gut trainiert, dass man sie nie sah. Der Tisch war gedeckt, doch er sah niemanden. Er setzte sich an den Platz, an dem er eigentlich immer saß und begann mit seinem späten Frühstück. Nebenbei sah er aus dem Fenster. Er schaute direkt auf die Mauer, welche dieses Grundstück umzäunte. Damals war dort noch ein Loch gewesen, doch irgendwann hatte sein Vater es zumauern lassen. Warum das Loch ganz plötzlich zugemauert worden war, obwohl es vorher jahrelang dort gewesen war, hatte er jedoch ganz stumpf vergessen. Um genau zu sein hatte er auch nie versucht sich zu erinnern. Ihm war es schlichtweg egal. Schnell trank er noch seinen Kaffee und aß sein Frühstück auf. Würde er etwas zurück gehen lassen, dann würde der Koch Louis nur durchdrehen. Louis war mehr Familie als Bediensteter.

Antonio erhob sich und nahm das Geschirr. Heute würde er den Hausmädchen etwas Arbeit abnehmen. „Louis! Danke für das großartige Frühstück, mi amigo!“ sagte er, als er die Küche betrat und sofort mindestens drei Hausmädchen um ihn herumschwirrten, um ihm das Geschirr abzunehmen oder um sich zu entschuldigen. Louis lachte nur und umarmte ihn. Dieser, etwas rundliche französische Koch war mehr Vater gewesen als sein eigener Vater. „Junger Herr Antonio, wie geht es dir? Du siehst aber nett aus heute, wohin geht es?“
„Laura hatte heute etwas geplant, ich klau mir wieder die Blumen aus der Vase in der Eingangshalle, also bitte erstattet sie.“ erklärte der Spanier sein anliegen. Es war so schwer dieses Mädchen bei Laune zu halten. Er hätte alles lieber gemacht, als mit ihr auszugehen. Wirklich alles!
Aber er hatte keine Wahl. Er musste sich benehmen und das ganze Zeug. Also wartete er nur bis der Koch versprach alles wieder so herzurichten wie es gewesen war. Dann holte Antonio seine Autoschlüssel und fuhr los.

„Ich bin euch echt dankbar, weil ihr mit mir hergekommen seid!“ bemerkte Arthur, der immer noch total fertig war. Die Italienischen Zwillinge waren gute Freunde von ihm und gerade Feliciano, welcher ja auch schwul war, konnte ihn verstehen. Lovino hingegen war nicht ganz so verständnisvoll. „Ich verstehe sowieso nicht wie du mit dem gehen kannst. Du siehst doch selber was für ein Gigolo er ist..“ auch wenn Lovino nicht wirklich nett war, war er ein guter Freund. Und wenigstens half er Arthur auf seine Weise.. Indem er über Francis herzog so gut es nun einmal ging. Arthur lächelte während Feli ihn umarmte. Er hatte richtigen Streit mit dem Franzosen und war nicht bereit eine einfache Entschuldigung anzunehmen. Für ihn war es mehr als ein einfacher Streit, auch wenn er wusste, dass er total übertrieb. Aber in Wirklichkeit wollte der Engländer nur etwas Zeit zum nachdenken. Er war ja nun schon länger mit Francis zusammen, aber hatte immer noch Angst, dass dieser ihn betrügen könnte. Und diese Angst war wirklich groß. Er seufzte, da er sich auch nicht vorstellen konnte wieso jemand wie Francis sich mit ihm abgeben sollte. Es machte ihn echt fertig, sodass er sich noch nicht einmal über den ersten und so wunderbar romantischen Schnee freuen konnte. Seit November hatte sich der Engländer auf die weichen weißen Flocken gefreut.

Er schaute sich um, während der eine Italiener ihn weiter umklammerte und ihm gut zusprach und der andere weiterhin schimpfte. Unerwartet traf er den Blick eines gewissen Spaniers, welcher gerade mit einem Mädchen durch das Einkaufszentrum gingen. Als dieses Mädchen Arthurs neugierigen Blick bemerkte zog sie den Spanier gleich in seine Richtung. Der Engländer schaute schnell weg und spürte wie sich seine Wangen rot verfärbten. Wieso musste sie ihn nur sehen? Wer war dieses Mädchen eigentlich? Woher kannte sie Antonio?

Feliciano ließ den Engländer abrupt los. Als Arthur sich jedoch zu dem Italiener umschaute, schaute dieser nicht zu Antonio sondern in eine andere Richtung. Zu Francis.
„Wir halten ihn hier auf, du gehst. Dem werde ich es zeigen!!“ schnaubte Lovino gleich und stand langsam auf, während Feliciano Arthur einen Hand auf den Rücken legte und ihn beruhigend anlächelte. „Willst du mit ihm reden, oder möchtest du ihn lieber nicht sehen?“
Arthur sah nur wie sich das Gesicht des Franzosen erhellte, als er ihn entdeckte. Schnell schüttelte Arthur den Kopf. Er wollte Francis nicht sehen. Er wollte nicht mit ihm reden. Er schaute weg, nur um nicht die enttäuschten Blicke seines Freundes ertragen zu müssen.
„Arthur! Ich möchte mit dir reden!“ schrie Francis aber der Engländer tat so als würde er ihn nicht hören. Er schaute zu Feliciano und zu Lovino, welche sich schon mehr oder weniger männlich vor Francis aufbauten. Dann wandte er sich um und ging.

Antonio blieb stehen als er Francis entdeckte. „Laura, wir sollten uns da nicht einmischen..“ sagte er leise. Es war verwirrend für ihn, dass er seinen Mitschüler so sah. Seine Verlobte sah ihn lächelnd an, doch redete dann schon weiter. Antonio beobachtete weiterhin den Engländer, der nun auf ihn zukam. Auch wenn es den Spanier ja nichts anging lächelte er den Engländer aufmunternd an. Sein Lächeln wurde nicht erwidert. Der Engländer ignorierte ihn und ging an ihm vorbei. Wohlgemerkt sehr nah, sodass sich ihre Hände berührten. Antonio erstarrte und ballte seine Hand dann zu einer Faust. Die Berührung war unerwartet gewesen und Arthurs leidender Gesichtsausdruck hatte ihn zudem noch ziemlich sauer werden lassen. Doch unter Lauras unsicherem und fragenden Blick entspannte er sich. Er wollte nicht zeigen wie sehr es ihn störte Arthur nicht Lächeln zu sehen.
Er ließ seine Verlobte los und gesellte sich mit einem wirklich fiesen Grinsen zu den Italienischen Brüdern, welche immer noch mit Francis stritten.
„Die beiden haben Recht! Lass ihn in Ruhe. Er wird mit dir reden wenn er es will!“ sagte der Spanier ruhig. Überrascht drehten sich Feliciano und Lovino um, wobei letzterer grinste. Feliciano musste auch kichern. „Sogar Antonio bemerkt es! Francis, es wird sicher wieder gut werden. Aber gedulde dich etwas und lass Arthur Luft zum Atem.“
Antonio seufzte einmal kurz. Er konnte diesen Francis einfach nicht leiden. Also brummte er einfach ein: „Du versaust es sowieso. Wir sehen uns Montag in der Schule!“ dann ging er ohne ein Wort wieder zu Laura.
Zusammen gingen sie weiter durch das Einkaufszentrum, bis Antonio Lauras nervtötende Blicke nicht mehr aushielt. „WAS?“ fragte er genervt, da ihn der Gedanke an Arthur nicht mehr losließ. Und er konnte es gerade so gut auf Laura schieben.
„Hast du nicht gesagt wir sollten uns da nicht einmischen?“ gab sie schnippisch und mit einem eifersüchtigen Blick zurück. „Heute haben wir seit langem einmal wieder Zeit für uns und du kümmerst dich nur um deine neuen Freunde...“ sie ging einfach weiter und ließ den Spanier stehen. Dieser Abgang sollte wohl gekränkt und sentimental rüber kommen, doch er tat es einfach nicht. Genervt schaute Antonio ihr hinterher. „Das sind nicht meine Freunde....“
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