Zweites Ende (Jim geht ins Licht)

GeschichteMystery, Romanze / P12
Jim Clancy Melinda Gordon Rick Payne
27.11.2012
08.02.2013
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Heute bin ich schon wieder von alleine wach geworden, mitten in der Nacht. Er steht neben mir und sieht mich an. Ich will ihn jedes Mal fragen was er da macht und warum er nicht neben mir im Bett liegt und schläft. Aber jedes Mal tut es weh und ich bin aber jedes verdammte Mal zu müde um weiter darüber nachzudenken.
"Kannst du nicht einschlafen ?", fragt er mich mit seiner warmen Stimme, mir geht es immer ein Stückchen besser wenn ich sie höre.
"Doch aber, ich glaube mich hat irgendetwas geweckt. Was machst du hier ?"
Meine Stimme klingt so als hätte ich einen Schnupfen, ich würde am liebsten jetzt etwas trinken, aber ich möchte nicht einfach aufstehen und weggehen.
"Ich sehe dir beim Schlafen zu. Es beruhigt mich wenn du da so friedlich liegst. Ich würde mich ja dazulegen, aber du würdest wahrscheinlich nur einen kalten Luftzug spüren."
Er redet mit mir so als wäre alles normal, als wäre es ein Gespräch, wie viele andere die wir schon geführt hatten,... als wäre er nicht gestorben...
"Nein. Das meinte ich nicht Jim."
Er sieht mich an, er scheint zu überlegen. Er ist bestimmt immer noch davon überzeugt, dass er bi mir bleiben kann.
"Mel, ich möchte noch nicht gehen. Warum willst du mich unbedingt loswerden ?"
Er klingt auf einmal traurig, als würde er denken ich liebe ihn nicht mehr.
"Ich will dich nicht loswerden, aber es wäre für dich das Beste, wenn du ins Licht gehst."
Warum sieht er mir nicht in die Augen, warum will er unbedingt hier bleiben ? Es ist doch schwer genug für mich. Ich habe ihn doch auch verloren, ich habe ihn doch auch über alles geliebt und muss mich jetzt von ihm verabschieden...
"Ich liebe dich Melinda, und ich kann dich noch nicht verlassen. Außerdem kann ich doch trotzdem mit dir reden, wir könnten uns unterhalten, wie früher..."
"Ich liebe dich auch, aber es tut mir einfach zu sehr weh, dich jedesmal zu sehen, wenn ich z.B. aufwache. Ich sehe dich und ich vergesse, dass du tot bist."
Ich glaube er ist wütend, ich weiß aber nicht was ich sonst noch machen soll.
"Aber das ist doch gut, wenn ich bei dir bleibe dann kann ich dafür sorgen, dass es dir besser geht !"
Was soll ich noch tun, wie kann ich ihn davon überzeugen, dass er in das Licht gehen soll ?"