Mittelerde war nicht groß genug (1. Teil)

von Arawell
GeschichteHumor, Romanze / P12
Aragorn Arwen Elladan Elrohir Erestor Glorfindel
26.11.2012
13.12.2012
35
58972
20
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Alle Elben, Mittelerdeorte, ja Mittelerde selbst, und und und gehören Tolkien oder der EU, worüber die Londoner nicht immer glücklich zu sein scheinen :D Ausgenommen natürlich meiner OC's, die sind mir >:) Ach, mein Gott, nein, ich verdiene damit keinen einzigen Cent *knurr* Wenn ihr allerdings aus anderen Gründen etwas von eben jenem abgeben wollt... lassen wir das an dieser Stelle :)

Dies ist meine erste Geschichte die ich wage online zu stellen. Ich hoffe ihr seid nicht zu ruppig mit mir :D Zum Kapitel folgendes: es wird leicht haarig für die Protagonistin, im Klartext sie entkommt eher knapp einer Vergewaltigung. Wem es zuwider ist etwas derartiges zu lesen sollte besser erst ab dem nächsten Kapitel damit anfangen. Aktiv passiert der guten Frau aber nichts ;)

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Noch etwas, mir besonders Wichtiges:
Solltet ihr dank des Erscheines des dritten Teils hier sein, so möchte ich euch folgendes sagen: Im Laufe der Teile hat sich mein Schreibstil enorm verändert, so seid gewarnt, dass er in diesem Teil noch recht 'plump' ist. Dies wird sich aber von Kapitel zu Kapitel ändern, schließlich lerne ja nun auch ich noch dazu. Außerdem hat sich auch der Plot erst mitten in der Geschichte entwickelt. Direkter Plotzusammenhang ist deswegen noch nicht vorhanden. Abgesehen der zwischenmenschlichen Aspekte. Ich wünsche euch dennoch viel Spaß, gerade, wo dieser Teil voller Sarkasmus und Peinlichkeiten steckt.

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,,verstehst du was das bedeutet, Claire? Der Arsch hat mich beschissen. Über Wochen. Und ich habe es nicht gemerkt.“
Es war einer dieser wenigen Sonnentage im Oktober. Ich saß mit meiner besten Freundin auf meinem Balkon. Eine Stunde zuvor rief sie mich aufgewühlt, unter Tränen an. Michael, ihr Freund hat sie wohl beschissen. Ich konnte diese Ausgeburt der Menschheit noch nie sonderlich leiden. Er verfügte über eine enorme Überheblichkeit und Arroganz.

,,schau, Sina, Michael ist dafür bekannt, dass er so mit seinen Liebschaften umgeht.“
,,LIEBSCHAFTEN?“ jetzt wurde sie sauer. Natürlich war sie eine Liebschaft, etwas Neues, wieder eine Frau, mit der er spielte, bis sie ihm langweilig wurde. ,,ich bin seine FREUNDIN!“
,,oh, wirklich?“ mir ist die Wahl ihrer Worte nicht entgangen. ,,du BIST seine Freundin?“ ich fürchtete schon, dass sie jetzt zwanghaft versuchen würde, um ihn zu ,kämpfen‘. So nannte sie es nämlich. Ich würde es eher ‚zu doof um Schluss zu machen‘ nennen. Sie ließ sich verarschen, bewusst, dass er damit nicht aufhören würde. Sie tat mir leid und ihre Verbissenheit, egal was ich ihr riet, ging mir gehörig auf die Nerven.

,,Hör zu Sina, ich muss gleich zur Probe.“ Versuchte ich sie darauf vorzubereiten, dass ich sie gleich rausschmeißen würde.
,,ja ja, schon gut.“ Sie klang genervt und enttäuscht. Sina nahm mir aber noch nie etwas krumm, sie kannte meine Art. Mich interessierten die Probleme anderer nicht die Bohne, ihr hörte ich nur zu, weil sie nun einmal diesen Platz in meinem Leben eingenommen hatte. Ihre Eltern waren es, die mich groß zogen, nachdem mein Vater und meine Mutter verstarben.

,,sehen wir uns morgen auf dem Festival?“ fragte sie mich.
,,ich weiß es nicht. Kommt drauf an, wann wir fertig sind und wie groß der Andrang ist.“ Resigniert seufzte sie ,,aber ich werde es versuchen.“ Ein Lächeln machte sich auf ihren Lippen breit.

,,super.“ Mit diesen Worten verließ sie mein Haus und ich saß wieder alleine auf meinem Balkon. Diese wenigen Sonnentage im Oktober. Bald sollte der Herbst und somit der Winter einbrechen, wie ich diese Jahreszeiten hasste. Mein Blick fiel auf meine Armbanduhr ,,fuck!“. Eilig stürmte ich in mein Schlafzimmer um meine Kleidung zu wechseln. Schlumperhose und Shirt wurden gegen Lederhose und Top getauscht. ,,die bringen mich um wenn ich schon wieder zu spät komme.“ Fluchend über die Tatsache, dass ich schon wieder Ärger bekommen würde, nur weil meine beste Freundin ihrem unnötigen Kummer frönen musste, schlüpfte ich in meine neuen High Heels, griff nach dem Schlüsselbund und hastete aus der Tür.

Die Straßen in London waren schon immer die Hölle. Trotz der Einfuhrgebühr tummelten sich zu viele Autos auf den Straßen. Geld müssen sie haben, die Briten. Wie sehr sehnte ich mich in solchen Momenten zurück nach Schottland. Natürlich gab es in Schottland auch Autos aber irgendwie waren die Schotten schon immer ein sehr traditionelles Volk. Man nahm Wege gern mit dem Pferd, sofern die Umstände es zuließen. Viel kuppelnd und hupend kutschierte ich meinen kleinen Wagen durch die Straßen. Hinterm Steuer wurde ich schon immer zum Tier, gemäß der Regel: aus dem Weg oder ich schieb dich!

Hastig kurbelte ich am Lenkrad um mein Auto auf den Parkplatz des Studios zu lenken. Nicht einmal angeschnallt hatte ich mich, so eilig war es. Noch schnell nach meiner Jacke gegriffen, welche immer auf dem Rücksitz lag und eiligen Schrittes rein.

Im Flur wurde ich auch schon, eher weniger freundlich, empfangen.
,,Claire!! Denkst du, dass wir ewig Zeit haben? Morgen ist das Festival!!“
,,Dessen bin ich mir bewusst Dean. Sina hat mich mal wieder aufgehalten.“ Ich rollte die Augen. Dean war schon seit Jahren scharf auf Sina, dumm nur, dass Sina scharf auf Michael war. Deans Glück könnte es werden, dass Michael jetzt scharf auf Sarah zu sein scheint. Meine eigenen Gedankengänge fingen an mich zu verwirren, als Dean mich auch schon am Arm packte und hinter sich her schliff. Unser Studio war klein aber ausreichend für eine fünf köpfige Band.
,,na endlich!“ entgegnete mir die Stimme von Clark. ,,können wir dann jetzt anfangen?“
,,ja doch“ erwiderte ich patzig. Clark nahm hinter dem Schlagzeug Platz während Sean nochmal prüfend die erste Saite des Basses anschlug um zu sehen ob er noch gestimmt war.
Die Probe dauerte an diesem Abend sehr lang. Danach fanden wir uns nochmals kurz zusammen, um den morgigen Tagesablauf zu besprechen.

,,Wir Jungs werden morgen die Instrumente in den Bus schleppen. Unser Auftritt ist um 20 Uhr. Ich finde wir sollten dich dann gegen 16 Uhr abholen. Denn falls irgendetwas nicht rund laufen sollte, haben wir noch genug Zeit es zu richten bis zum Auftritt.“ Weihte Dean uns in seinen Plan ein. Dean war schon immer derjenige, der alles in die Hand nahm. Er war so etwas wie unser Bandleader und diese Rolle war ihm wie auf den Leib geschnitten. Nicht eine Sekunde dachte auch nur einer von uns daran ihm diesen Platz streitig zu machen. Ganz im Gegenteil, wir waren sogar froh darum, dass er sich um alles kümmerte und den Überblick behielt.

,,ich denke das passt.“ Antwortete ich ihm sehr müde ,,ich werde dann jetzt heim fahren.“

Ich verließ den Proberaum und machte mich auf den Weg zu meinem Wagen. Diese gammelige, alte Möhre. Das Drecksteil war beinahe so alt wie ich und ich fürchtete, dass es nicht mehr lange dauerte, bis sie den Geist aufgibt. Dass dieses so schnell passieren würde, damit hatte ich nicht gerechnet.
Ich stieg in meinen Wagen, steckte den Schlüssel ins Zündschloss, drehte ihn und wurde bitterlich enttäuscht. Einige gequälte Huster kamen mir aus dem Motor entgegen. Vom Anspringen hielt die Karre in diesem Moment nicht viel. Resigniert seufzte ich, ich musste mich damit abfinden, dass ich nun Gelegenheit bekam meine neuen High Heels einzulaufen.

Es war spät und somit auch etwas frisch geworden. Nach einem kühlen Windstoß zog ich die Jacke enger an meinen Körper. In der Innenstadt war einiges los. Irgendein Markt war wohl mal wieder. In London fand ständig etwas statt damit die Menschen ihr Geld unters Volk bringen konnten. Ich durchquerte gerade den Park, als mich ein ungutes Gefühl durchfuhr. Wie beobachtet kam ich mir vor. Ständig drehte ich mich, fast schon paranoid, herum, um dann zu sehen, dass ich alleine war. Gerade als mich der Drang zu einer erneuten Drehung packte, schalte ich mich selbst zur Beherrschung. Ein Fehler, wie ich wenige Sekunden später feststellen musste. Etwas oder besser gesagt Jemand packte mich fest am Arm und zog mich nach hinten. Noch bevor ich Luft holen konnte, hatte sich eine widerlich, nach abgestandenem Bier, riechende Hand auf meinen Mund gepresst.

,,jetzt schreien wir nicht rum Mädel, sei artig und ich tu dir nicht weh.“ Lallte mich dieser abartige Typ an. Er war hässlich, sein Haar ungepflegt. Eine dicke Fahne kam mir entgegen als er den Mund öffnete. Er stank nach kaltem Schweiß und Erbrochenem. Mir kam’s beinahe hoch. Sein Griff um meinen Arm festigte sich und ehe ich mich versah hatte er mich mit einem Schwung ins Gras geschmissen. Unter Schock versuchte ich wieder auf meine Beine zu kommen und weg zu rennen. Doch, trotz seines Alkoholpegels, waren seine Reflexe nicht zu verachten. Schnell hatte er den Knöchel meines rechten Fußes in der Hand und zog mich zurück. Nach Hilfe schreiend versuchte ich mich mit Händen und Füßen gegen ihn zu wehren. Das Ekelpaket war dick und stark. Ich hatte gegen seine Kraft nicht den kleinsten Hauch einer Chance. Unwirsch fing er an am Verschluss meiner Hose zu fummeln. Lauter wurden meine Schreie um Hilfe, warum kam denn niemand? Ich trat und schlug nach ihm. Versuchte ihn an Händen und im Gesicht zu kratzen, doch es kümmerte ihn nicht im Geringsten. Unbehelligt fummelte er weiter, bis er sie offen hatte und mit einem Ruck bis zu meinen Knien herunter riss. Panisch wehrte ich mich gegen ihn, drückte die Beine zusammen, damit er die Lederhose nicht noch weiter ziehen oder gar seine Tat zu Ende bringen konnte.

,,oh Gott warum hilft mir denn niemand“ hallten meine Rufe durch den Park. Tränen rannen schon lange über mein Gesicht und fingen an eine salzige Kruste auf meinen Wangen zu hinterlassen. Gerade als mein Peiniger versuchte sich an meiner Unterhose zu schaffen zu machen, ließ er von mir ab. Ich spürte seinen schweren, stinkenden Körper nicht mehr auf meinem, seine widerlichen Wurstfinger griffen nicht mehr gierig nach meinem Körper, der Geruch der Fahne war verschwunden. Verwirrt und erleichter schaute ich mich um. Wenige Meter von mir entfernt sah ich, wie ein großer Mann meinen Peiniger am Kragen in die Luft hob und ihn dann, wie einen nassen Sack, etwas weiter von sich weg warf. Zitternd griff ich nach dem Bund meiner Hose und versuchte sie unwirsch wieder dahin zu ziehen, wo sie hingehörte. Ich stand auf, um sie über meine Pobacken zu ziehen, als ich bemerkte wie mein ‚Retter‘ mich musterte.
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