Das Meer im Blut und die Freiheit im Herzen I - Die Reise beginnt

von --Rin--
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
25.11.2012
17.06.2013
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Sonnenaufgang, 2 Tage später

„Wir sind da. Die Hafenstadt des Landes des Tees.", meint Nozomi und streckt sich ausgiebig. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell hier ankommen würden.", erklärt die Blau-Schwarzhaarige sichtlich überrascht. „Tja Hinata ... so bald werden die Etappen unserer Reisen nicht mehr so kurz sein. Wir sind schon in der neuen Welt ... ich will aber zurück zum Rivers Mountain oder zumindest so weit wie möglich zum Anfang der Grand Line zurück. Dort treiben sich immer die meisten Rookies herum und somit die schwächsten Neulinge. Für uns also ideale Einstiegsmöglichkeiten um stärker und besser zu werden.", informiert die Brünette ihre Begleiterinnen, während sie gemeinsam hinunter in die Hafenstadt gehen. „Verstehe. Aber was genau ist diese „Neue Welt" von der du sprichst?", fragt Hinata neugierig. „So wird die zweite Hälfte der Grand Line genannt. Die ganze Welt besteht nicht nur aus dem Ninjareich, sondern aus den vier Blue´s. Dem East und dem South Blue welche an den ersten Teil der Grandline angrenzen und dem West und dem North Blue welche an den zweiten Teil angrenzen. Diese vier Ozeane werden durch die Grand Line und die Red Line, eine massive Felswand die den ganzen Planeten umrundet, getrennt. Man kommt aber von keinem der Blue´s aus direkt auf die Grand Line, den dazwischen liegt jeweils das Calm Belt, das auch das Nest der Seekönige genannt wird und in dem es weder Strömungen noch Winde gibt.", gibt Kasai ihr Wissen preis. „Außerdem müssen wir uns neben einem Boot und Proviant auch zwei Log Ports beschaffen.", überlegt Nozomi und sieht sich schon suchend auf den gerade aufbauenden Verkaufsständen um.

„Warum zwei Log Ports? Und was genau sind das oder wie sehen sie aus?", fragt Hinata und sieht sich ebenfalls um. „Naja, ein Log Port sieht aus wie ein Kompass auf einer Armbanduhr mit einer Glaskuppel drüber. Und einer für die neue Welt hat gleich drei davon auf einem Band.", erklärt Nozomi der Weißäugigen, welche einige Sekunden später fragt: „Du meinst solche da?" und auf einen kleinen Stand am Rand des Marktes zeigt auf dem zwischen viel Krimskrams tatsächlich zwei Log Ports liegen. „Bingo!", grinst die Brünette und steuert den Stand an. „Guten Tag die Damen. Womit kann ich dienen?", fragt der alte Mann hinter dem Stand und schaut die drei Freundinnen freundlich an. „Sie verkaufen einige ungewöhnliche Dinge hier, die man auf diesen Inseln nicht häufig findet oder?", fragt Nozomi freundlich und sieht sich den Verkaufsstand des Alten genauer an. „Das ist wahr, Fräulein. Ich habe diese Dinge während meiner Zeit auf hoher See zusammengetragen. Inzwischen bin ich aber zu Alt um die Grand Line noch unsicher zu machen.", lacht er jetzt herzlich und Nozomi stimmt mit ein. „ Logbücher, Karten, Log Ports ... sind das Iternal Ports?", fragt Kasai jetzt begeistert und sieht sich eines der kleinen Holzgestelle mit den Kompass-Nadeln in der Mitte genauer an. „Ihr überrascht mich, Mädchen. Ich versuche seit fast 5 Jahren diese Dinge zu verkaufen, doch ich habe noch niemanden von dieser Insel getroffen, der auch nur wusste was das für Dinge sind. ... Und dann kommen drei junge Dinger wie ihr und erkennt diese Dinge als hättet ihr nie etwas anderes benutzt." „Wer das Meer einmal im Blut hat ...", meint die Brünette jetzt und der Alte zieht überrascht eine Augenbraue hoch. „Ich hätte nie gedacht, HIER jemanden zu finden der die Gesinnung des Piratenkönigs teilt.", meint der Alte jetzt beeindruckt als auch Hinata immer begeisterter die Dinge auf seinem Verkaufstisch mustert. „Nozomi, denk dran das wir noch ein Boot und Proviant kaufen müssen ... gib also nicht das ganze Geld aus.", tadelt die Weißäugige und zieht den dreifachen und den einfachen Lock Port zur Seite.

„Wissen wir, Hinata, aber der Iternal Port würde es uns erheblich erleichtern zum Anfang der Grand Line zu kommen.", vertritt Kasai ihre Meinung und zieht die Iternal Ports zur Seite. „Und jede gute Schiffsmannschaft schreibt regelmäßig Logbuch, heißt das brauchen wir auch.", versucht auch die Brünette zu punkten und zieht zwei kleine Notizbücher in schwarzem Einband zu sich. „Ich vermute, ihr drei wollt eure Reise antreten oder?", fragt der Alte plötzlich dazwischen und überrascht sehen die Freundinnen ihn an. „Ja, ist das so auffällig?", fragt Hinata verlegen. „Wer so lange wie ich auf See war erkennt so was recht schnell.", lächelt der Alte jetzt. „Aber wir sind hier bereits in der neuen Welt. Haltet ihr es wirklich für klug, von hier aus nach Unicorn aufzubrechen?" „Nein. Deswegen wollen wir erst so weit wie möglich zum Anfang der Grandline.", erklärt Nozomi und sieht sich weiterhin die Dinge auf dem Tisch an. „Wissen Sie vielleicht jemanden, der uns ein günstiges Boot verkaufen könnte?", wendet Kasai sich an den alten Mann hinter dem Stand. „...hmm... die Boote hier sind alle nur für die Fischerei ausgelegt. Damit kommt ihr nicht mal bis zur nächsten Insel ...", überlegt er jetzt etwas lauter. „Oh...", betreten sehen die Mädels sich gegenseitig an.

„Nanana... kein Grund gleich so enttäuscht zu sein. Ich denke Eiichi könnte euch helfen. Er ist der hiesige Bootsbauer und hat mir vor einiger Zeit mal erzählt, dass er vor einigen Jahren eine Karavelle zusammengezimmert hat diese aber bisher nicht verkaufen konnte. Fragt bei ihm doch mal. Sein Laden ist das große Lagerhaus direkt am Hafen. Sagt ihm einfach, Ryo hat euch geschickt, dann wird er euch sicher einen guten Preis machen." „Danke schön. ...Wie viel bekommen sie für die Log Ports und die Logbücher?", fragt die Weißäugige den alten Mann jetzt höfflich. „Nun ... ich weiß selbst, wie schwer der Einstieg ins Piratenleben ist, aber ich denke ihr habt das Zeug dazu die Grand Line zu bestehen. Ich schlage euch einen Deal vor ... ich gebe euch alles was ich hier habe mit und ihr zahlt es mir, wenn ihr auf eurer Reise nach Unicorn wieder hier vorbei kommt, abgemacht?", fragt er lächelnd und hält den beiden die Hand hin.

Irritiert sehen Nozomi, Kasai und Hinata sich an. „Ich weiß nicht recht, Nozomi. Was wenn wir es eben nicht schaffen auf der Grand Line zu bestehen?" „Sei doch nicht so pessimistisch. Wir werden das Kind schon schaukeln, also Kopf hoch. Und der Deal klingt doch echt super, so haben wir auf jeden Fall einen Grund es wieder bis hierher zu schaffen oder?", grinst die Brünette und wendet sich gutgelaunt dem Verkäufer zu. „Stimmt auch wieder. ...Na schön, ich kann dich ja doch nicht umstimmen.", gibt Hinata sich nach einigen Minuten des Überlegens klein bei, Kasai nickt nur grinsend und zeitgleich sagen alle Drei: „Deal!" und schlagen bei dem alten Seemann ein, welcher lächelnd erklärt: „Geht ihr doch schon mal zu Eiichi und holt euch ein Schiff, ich packe euch die Sachen inzwischen zusammen, damit ihr sie dann gleich an Bord bringen könnt.", informiert er die drei Mädels. „Danke Ryo.", grinst Nozomi den Alten an und Hinata verbeugt sich förmlich mit den Worten: „Haben sie vielen Dank.", bevor die beiden sich auf den Weg in Richtung der Lagerhäuser am Hafen machen.

„Was glaubt ihr, wie viel wird uns das Schiff kosten?", fragt Hinata nach einigen Minuten des Schweigens. „Ich weiß nicht genau. Eine Karavelle ist zwar nicht das größte Schiff aber es bietet eben doch Platz für bis zu 15 Leute und genügend Frachträume für den Proviant von mehreren Wochen auf See, also schätze ich so um die 45.000 Ryo werden wir schon hinblättern müssen. Vermutlich sogar mehr, aber das werden wir gleich herausfinden.", meint die Brünette nüchtern und bleibt vor dem hölzernen Tor einer riesigen Lagerhalle stehen. Nervös beginnt die Hyuga mit den Fingern zu spielen, während Nozomi langsam und unter Aufbringung ihrer ganzen Kraft das hölzerne Tor öffnet.

„H ... Hallo? I-Ist j-jemand da?", fragt Hinata nervös in die Halle hinein. „Ryo schickt uns! Wir wollen ein Schiff kaufen und sollen uns an Eiichi wenden!", ruft Kasai jetzt in die Halle hinein und steckt die Hände lässig in die Hosentaschen. „Welche Art von Schiff sucht ihr denn?", fragt eine energische und kraftvolle Stimme plötzlich irgendwo aus der Halle heraus. „Eins mit dem man auf die Grand Line hinaus fahren kann.", antwortet Nozomi in den Raum hinein und schließt die Augen um zu hören von wo die Stimme genau kommt und gleichzeitig drehen alle Drei ihre Köpfe nach links, wo gerade ein etwa 40-jähriger muskulöser Mann auftaucht. „Soso ... auf die Grand Line wollt ihr also und der alte Ryo hat euch da zu mir geschickt. ...Dann muss der Alte sehr von euch überzeugt sein. Die meisten Boote und Schiffe hier sind nur für die Fischer und haben lediglich einen kleinen Frachtraum, damit werdet ihr nicht sehr weit kommen. Und die nächste Insel ist auch gut und gerne 2 Wochen von hier entfernt, da braucht ihr etwas Stabileres als das hier. ... Kommt mal mit.", überlegt der bärtige Mann etwas lauter für sich selbst und weißt die Mädels an ihm zu folgen während er zu den Anlegestegen hinausgeht und sie an einigen Fischerbooten vorbei führt, bis sie an einem einzelnen, etwas abseits gelegenen Steg anhalten an dem eine blaue Karavelle festgemacht ist.

„Dieses Schmuckstück dürfte eigentlich genau das richtige für euch sein. Das ist die 'Blaue Weite'.", meint Eiichi und betritt vor den beiden Mädels das Schiff. „Dort oben am Heck befindet sich die die Kombüse mit genug Platz zum Essen und als Aufenthaltsraum. Direkt darunter befinden sich drei Kajüten, davon eine als Behandlungszimmer und Krankenstation vorbereitet und ein Badezimmer, dessen Wasser durch eine Filteranlage in einem abgesonderten Raum unter Deck befindet aufbereitet wird. Die Steuerung läuft durch ein Handruder im Steuerraum am Ende des Ganges mit den Kajüten oder alternativ durch das Steuerrad auf dem Kampfdeck. In dem Raum unter dem Kampfdeck am Bug befindet sich die Ankerwinde und unter Deck selbst befinden sich insgesamt drei Parzellen. Das Schiff selbst ist mit insgesamt 4 Kanonen bestückt, davon jeweils eine in den Lagerräumen unter Bug und Heck und die übrigen zwei frei beweglich in dem großen Lagerraum. Sowohl an Steuer- als auch an Backbord befinden sich zwei Kanonenfenster.", erklärt der stolze Schiffsbauer ihnen und deutet in die jeweiligen Richtungen.

„Das hört sich ausgesprochen ...vielversprechend an. Oder was denkt ihr?", fragt die Brünette ihre besten Freundinnen und blickt zu den beiden Krähennestern hinauf, wobei sie sich die Augen mit der Hand vor der Sonne abschirmt. Auch die Weißäugige blickt sich neugierig auf dem Deck um, während Kasai schon unter Deck verschwunden ist und die anderen beiden sie nur noch über die Kanonen jubeln hören. „Ich würde mich mal weiiit aus dem Fenster lehnen und behaupten unserem Rotschopf gefällt das Schiff.", vermutet Hinata und Nozomi nickt „... es ist ziemlich groß für uns drei allein. ...Aber ich muss gestehen irgendetwas an diesem Schiff gibt mir ein vertrautes Gefühl. Es ist als ob ... ...", setzt Hinata an, doch Nozomi sieht genau, dass die Hyuga nicht wirklich weiß, wie sie den Satz beenden soll. „... ... also ob du endlich nach Hause kommst?", fragt sie ihre beste Freundin deshalb mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen, als diese rot wird und nickt. „Ich hab das selbe Gefühl Hinata.", nickt auch Nozomi und wendet sich jetzt an den Bootsbauer. „Ist ja alles schön und gut und ich vertraue meinen Gefühlen meist ... mich interessiert aber auch die Frage, was dieses Gefühl uns denn kosten soll." „Nun, sie hat eine ganze Menge Arbeit, Zeit und Material gekostet ..." „und ist dementsprechend nicht gerade billig. Also wie viel?", fragt Nozomi mit verschränkten Armen und tippt genervt mit der Fußspitze auf den Boden. „Nun, alles in allem würde ich sagen 57.500 Ryo."

Hinata, die sich inzwischen neben Nozomi gestellt hat, beginnt überrascht zu husten und Kasai, deren Kopf gerade durch die geöffnete Ladeluke auf das Deck hinaufschaut meint: „Akzeptabler Preis." „Einverstanden.", meint die Brünette gelassen und zieht einen zusammengerolltes Bündel Geldscheine aus ihrer Hosentasche, öffnet es und beginnt rasch die Scheine zu zählen. „... ... ... 56.900, 57.000, 57.100, 57.200, 57.300, 57.350, 57.400, 57.450, 57.500. Bitte schön.", damit drückt sie dem Bootsbauer einen Großteil des Bündels in die Hand. „Können wir noch heute auslaufen?", fragt die Brünette ernst. „Das ist kein Problem ... in 15 Minuten kann die „Blaue Weite" zum Ablegen bereit sein, selbst wenn ihr sie jeder allein bedient.", informiert Eiichi sie. „perfekt. Dann kümmern wir uns jetzt um unseren Proviant und eine passende Ausrüstung. ... Wenn alles glatt geht, können wir sogar noch vor dem Mittagessen ablegen.", beim letzten Teil des Satzes streckt Nozomi sich ausgiebig, grinst breit und knotet sich ihr Tuch hinter dem Kopf zusammen. „Worauf warten wir dann noch?", fragen Hinata und Kasai gleichzeitig und jetzt auch deutlich aufgeregt.

„Wow Hinata! Das ist ein echt rapider Stimmungsumschwung.", lachen die Brünette und der Rotschopf und auch Hinata lächelt sanft. „Naja ... irgendwie steckt deine gute Laune an und außerdem ist das ein komplett neues Leben, das da auf uns wartet. Eine ganz andere Welt, wenn man so will und irgendwas an diesem Blick auf´s Meer vor uns macht mich richtig ... glücklich.", versucht die Schwarzhaarige zu erklären und lehnt sich an die Reling der „blauen Weite". „Mit der Einstellung wirst du noch ne Top-Piratin.", lacht Kasai und Nozomi klopft der Weißäugigen auf die Schulter und dreht sich zum Landungssteg um über den der Bootsbauer das Schiff bereits wieder verlassen hatte und bleibt vor ihm noch einmal stehen und dreht sich zu den anderen beiden um. „Kommt ihr? Die Vorräte bringen sich nicht von selbst an Board ... und es ist ein ideales Aufwärmtraining für uns." „Na dann los. Je früher wir fertig sind, desto früher können wir ablegen oder?", lacht der Rotschopf und gemeinsam gehen sie von Bord.
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