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Say Something

KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Dylan Hunt Tyr Anasazi
24.11.2012
24.11.2012
1
1.573
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Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
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24.11.2012 1.573
 
Autor: Susanne Christie
Fandom: Andromeda    
Pairing: Tyr Anasazi/Dylan Hunt
Disclaimer: Sämtliche Rechte und finanziellen Gewinne an den von mir in dieser Geschichte benutzten Charakteren liegen bei deren Erfindern und Copyrightinhabern. Die Rechte an der Storyidee beanspruche ich selbst.
A/N: In ähnlichem Ambiente und Kleidung wie in diesem romantischen One-Shot beschrieben sind Tyr und Dylan in der Folge "Die andere Seite des Tunnels" zu sehen.


Say Something


Tyr Anasazi und Dylan Hunt waren in das unheimliche, verschlungene Höhlensystem des Planeten eingedrungen, um sich umzusehen.
Die Sensoren der Andromeda Ascendant hatten eine interessante Fauna angezeigt, und auch wenn die Andromeda kein Forschungsschiff war, so hatte Dylan insbesondere auf Tyrs Empfehlung hin dennoch entschieden, mit der Eureka Maru einen Besuch auf der Planetenoberfläche zu machen.
Sie waren etwa dreißig Minuten gegangen und ein gutes Stück in die Höhlen vorgedrungen, da fasste Tyr Anasazi plötzlich nach Dylans Arm und zog ihn zu sich hin.
Der Nietzscheaner schaute dem Menschen in die Augen, dann näherte er sein Gesicht und drückte seine breiten, warmen Lippen sanft auf Dylans Mund.
Tyrs Hand wanderte währenddessen über das eng am Körper liegende Leder des schwarzen Sicherheitsoveralls, wie er für Außeneinsätze vorgesehen war und von dem sie beide identische Exemplare angelegt hatten, über Dylans Hüfte in seine Lendengegend, wo sie verweilte und einen sachten Druck ausübte, damit Dylan ihm näher war.
In den Höhlen war es dunkel, lediglich die beiden tragbaren Lampen mit den starken Lichtquellen, die sie mitgebracht und auf dem Boden abgelegt hatten, um kurz zu verweilen, erhellten die Umgebung.
Dylan gab sich der liebevollen Berührung hin, erwiderte Tyrs Kuss und ließ seine schlanke Gestalt willig an den kraftstrotzenden Körper des attraktiven Nietzscheaners sinken.
Vor drei Wochen hatte Tyr ihn zum ersten Mal auf eine Weise berührt, wie es unter bloßen Freunden nicht üblich war, als sie einander in einem Korridor auf der Andromeda begegneten.
Tyr hatte Dylan bei dieser Begegnung gestanden, mehr für ihn zu empfinden und auf eine Erwiderung dieser Gefühle zu hoffen, und Dylan hatte ihn nicht zu enttäuschen brauchen. Auch er war von der gepflegten Erscheinung seines Gegenübers mehr als angetan.
Daraufhin war es innerhalb kurzer Zeit zu mehreren leidenschaftlichen, intimen Begegnungen zwischen ihnen gekommen. Eine jede dieser Begegnungen hatte ihren Hunger aufeinander weiter angefacht und Sehnsucht nach der Nächsten geweckt, deshalb zögerte Dylan nicht, als Tyr ihn jetzt küsste. Er umfasste mit der Hand Tyrs Intimzone und begann ganz selbstverständlich mit einer hingebungsvollen Massage.
Und während er sich auf die erotische Begegnung einstellte, überlegte Dylan, dass Tyr Anasazi den Vorschlag, die interessanten Höhlen des Planeten persönlich zu erkunden, wohl nicht ohne Hintergedanken gemacht hatte.
In den dunklen, einsamen, unerforschten Höhlen eines ihm unbekannten Planeten verführt zu werden hatte etwas ungemein Erregendes, und Dylan fand Tyrs Idee mehr als liebenswert.
Schon fühlte Dylan sein Herz schneller schlagen vor Erwartung, wie es sich wohl anfühlen würde, von Tyr hier geliebt zu werden, fern der Andromeda mit all den verantwortungsvollen Aufgaben, die sein Dienst als Offizier auf dem Raumschiff mit sich brachte.
Tyr beendete den Kuss. Seine Finger umfassten sachte Dylans Handgelenk und zogen die ihn massierende Hand zur Seite.
"Nein", sagte Tyr leise.
Dylan schaute den Nietzscheaner aus großen, blauen Augen erschrocken an. Was hatte er falsch gemacht?
Tyr erwiderte den Blick, hob beide Hände und umfasste zärtlich Dylans Gesicht.
Ein paar Herzschläge lang standen sie so, schauten einander an, und Tyr behielt seine warmen Hände auf Dylans Wangen.
"Du sollst nicht denken, ich erwarte immer nur das Eine", erklärte Tyr schließlich ernst. "Und eine jede meiner Berührungen diene nur dazu, Dich zum Sex zu bewegen."
Er schwieg einen Augenblick und fuhr dann leise fort: "Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als mit Dir zu schlafen. Aber das allein ist es nicht, was mich wünschen lässt, für immer mit Dir zusammen zu sein. Da ist so viel mehr, Dylan."
Tyr lächelte Dylan an, während seine Daumen über Dylans Wangen streichelten. "So viel mehr, wie ich Dir überhaupt nicht sagen kann. Ich kann Dir nur eines sagen: Ich habe noch nie jemanden so sehr geliebt wie Dich."
Dylan fühlte sein Herz heftig schlagen, während er äußerlich ruhig blieb. Mit einem solchen Geständnis des Nietzscheaners hatte er zu diesem frühen Zeitpunkt wirklich nicht gerechnet.
Dylan hatte zwar gehofft, dass körperliches Begehren nicht alles war, was den rassigen Mann zu ihm trieb, doch dass der Nietzscheaner so früh bereit sein würde, über seine intimsten Gefühle zu sprechen, erfüllte Dylan mit Ehrfurcht. Tyr hatte lange Zeit unnahbar auf ihn gewirkt, und nun entdeckte er, was für eine sensible und empathische Persönlichkeit im Innern der rauen Schale verborgen war.
"Ich weiß, wir sind noch nicht lange auf diese Weise zusammen", sprach Tyr leise weiter, "und vielleicht kommen Dir meine Worte deswegen unglaubwürdig oder gar kitschig vor. Doch es ist die Wahrheit. Ironischerweise klingt die Wahrheit manchmal unglaubwürdiger als eine Lüge."
Tyr löste eine Hand und strich mit den Fingern durch die Haare, die dem Menschen in die Stirn fielen. Mit einer Geste, die erotischer war als die Berührung nackter Haut, strich Tyr die blonden Strähnen zur Seite, und jede seiner zärtlichen Berührungen sprach Bände über das, was er für Dylan empfand. Das war kein oberflächliches Begehren. Das waren tiefe Gefühle.
Nach einer Weile, die beiden ewig und doch viel zu kurz erschien, blickte sich Tyr in der Höhle um. Feiner weißer Sand bedeckte den Boden der Höhle. Sand, der im Licht glitzerte, als sei er mit winzigen Edelsteinen durchsetzt. Sand, der fein war und zum Niedersetzen einlud.
"Komm!" Tyrs Hand umfasste Dylans Unterarm, und er zog ihn mit sich hinunter, bis sie nebeneinander auf dem Sand kauerten, der so weich war wie samtiges Moos.
Tyr umfasste Dylans Oberkörper und drückte ihn fest gegen seinen.
"So ist es gut, Sweetheart", flüsterte Tyr, und seine Stimme sowie die tranquile Umgebung luden Dylan regelrecht ein, sich zu entspannen. Er legte sein Gesicht an Tyrs Schulter und schlang die Arme um ihn, und ein wunderbares Wohlgefühl überkam ihn. Er spürte, wie Tyrs Zuneigung ihn umfing wie ein Mantel der Geborgenheit.
"Ich kann Dir nicht erklären, wie tief meine Liebe für Dich ist", flüsterte Tyr. "Ich werde Dir das niemals mit Worten erklären können. Das macht mich traurig, aber ich hoffe, ich kann es Dir durch mein Verhalten und meine Taten stets angemessen zeigen."
Tyrs Hände streichelten über Dylans Arm. "Du bist alles für mich, Dylan. Alles, was dieses Universum mir je an Wunderbarem schenken kann. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine solche Liebe jemals erleben würde. Dagegen verblassen die Gefühle, die ich für frühere Liebschaften hatte, Frauen wie Männer, zu bloßer Nichtigkeit. Bevor ich Dich traf, wusste ich gar nicht wirklich, was es bedeutet, zu lieben. Wie es ist, wenn diese Flamme im Herzen brennt, diese Flamme, die nicht allein vom Begehren geschürt ist, sondern von dem Wunsch, dem Geliebten in jeder Sekunde nahe zu sein, um über sein Wohlergehen zu wachen und sein Leben um jeden Preis zu schützen, sogar mit dem eigenen."
Tyrs Arme umfassten Dylan fester. Dylan gab dem Druck nach und presste sich an ihn. "Seit ich Dich getroffen habe, weiß ich es."
Tyrs Hand streichelte weiter über das Leder des Overalls auf Dylans Oberam. "Ich will Dich für immer lieben dürfen, Dylan. Mehr ist es nicht, was ich vom Schicksal verlange. Dich lieben zu dürfen und für Dich da zu sein."

+++++++

Mehrere Minuten verstrichen. Das Licht der Lampen umgab die beiden Lebewesen wie einen Schleier des Schutzes inmitten einer kühlen Dunkelheit, die noch nie zuvor von Licht erhellt worden war.
"Du bist so still, Dylan."
Tyr legte die Finger unter Dylans Kinn und hob das Gesicht des Menschen sanft an.
"Sag’ etwas", verlangte Tyr leise.
Dylan glaubte, in Tyrs sanften, braunen Augen zu ertrinken. "Es geht mir wie Dir, Tyr. Es gibt keine Worte, um mich zu erklären. Um zu erklären, wie glücklich ich bin."
Tyr lächelte, und er drückte Dylan noch fester. "Das muss mir genügen. Zu wissen, dass Du glücklich bist."

+++++++

Stumm genossen die beiden Männer den Moment, Dylan in Tyrs Armen.
"Tyr?"
"Hm?"
"Können wir für immer hier bleiben? Nur wir beide?"
Tyr streichelte Dylan selbstvergessen. "Ja, Geliebter. Das können wir. Dieser Augenblick, er wird unvergeßlich bleiben. Wir können jederzeit hierher zurückkommen. Egal, wie alt ich irgendwann sein werde. Ich werde nie vergessen, wie ich Dich hier in dieser geheimnisvollen Höhle in den Armen gehalten und Dir meine Liebe erklärt habe."
Tyr küsste Dylan auf die Haare und hielt ihn.

+++++++

Einige Zeit später schob sich Dylans schlanke Hand schüchtern auf Tyrs Schoß.
Begann, langsam über die dortige, bei den gut ausgestatteten Nietzscheanern immer vorhandene, eindrucksvolle Wölbung zu streichen, bis diese sich merklich verhärtete.
Dylans Stimme, ein vorsichtiges Flüstern. "Und dazu hast Du jetzt wirklich keine Lust?"
Tyr umfasste Dylans Schultern und drehte ihn zu sich hin, so dass sie einander anschauen konnten.
Der Nietzscheaner näherte seinen lächelnden Mund, küsste ihn und schob ihn dann sanft nach hinten, bis Dylan unter ihm im weichen Sand zu liegen kam.
Er beugte sein Gesicht, das von seinen gepflegten Rastalocken umrahmt war, über Dylan, und während er seine Lippen erneut auf ihn hinabsenkte, hauchte Tyr verführerisch: "Wer behauptet denn sowas?"


THE END
by Susanne Christie 2012
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