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Filmreihen: Man sollte wissen wann Schluss ist

von Bala619
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
14.11.2012
22.07.2018
4
2.263
3
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5 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
24.12.2017 893
 
Jetzt wo Weihnachten ist wird es Zeit sich mit  einem der Klassiker zum Fest auseinander zu setzen-nein ich meine nicht Ist das Leben nicht schön-außerdem ist da nur nervig, dass diese Ich wäre besser nie Geboren worden Leier in fast jeder US-Sitcom irgendwie verwendet wurde.
Mir geht es um denjenigen, der für das Vorurteil Arschlöcher heißen bevorzugt Kevin verantwortlich ist: Kevin Allein zu Haus. Macaulay Culkin wurde zu einem typisch amerikanischem Kinderstar: Ab der Pubertät der Absturz mit Drogen, Strafverfahren-das übliche eben. Komisch, die deutschen Kinderstars stürzen nie wirklich ab, muss daran liegen dass in Good Old USA das Thema Jugendschutz ein Fremdwort ist.
Aber zurück zum Thema: Der Kleine Junge Kevin ist jüngstes Mitglied einer Großfamilie, das Schwarze Schaf. Vor der Fahrt nach Paris kommt es beim Pizza-Essen zu einem typischen Familien-Mobbing Vorfall von denen Kevin anscheinend das ganze Jahr viele erleben muss.
Kevin wird zur Strafe nach ganz oben geschickt und weil Strom und Wecker über Nacht ausfallen, kommt es in Folge der folgenden Hektik dazu, dass man ihn vergisst. (Mal ehrlich-warum benutzen die nicht zur Sicherheit noch einen Wecker mit Batterien?) Kevin, erst mal glücklich über die sturmfreie Bude, genießt seine Zeit alleine und macht, was er bisher nie gemacht hat.
Dummerweise planen die Einbrecher Harry und Marv, die "Feuchten Banditen", das Haus wie alle anderen
in der Straße auszurauben. Erst kann er sie noch ne Weile rein legen, als sie dann erkennen, er ist allein, verteidigt  er das Haus mit allerlei Cartoon Fallen, auf welche Wile E. Coyote neidisch werden könnte, denn Kevins Fallen funktionieren-und würden im Normalfall Todesopfer fordern. Zum Schluss wird Kevin, als er geschnappt wird, von einem Außenseiter mit Schneeschaufel gerettet, mit dem er sich vorher angefreundet hat.
Jugendpsychologen interessierte dieser Film in doppelter Hinsicht: Erstens in der Sorge dass Kinder durch den Film glauben, dass man es überlebt wenn man eins mit der Brechstange über kriegt, deswegen ist der film ja auch ab zwölf, obwohl es mir nicht geschadet hat ihn mit acht zu gucken, und in der Hinsicht, dass hier eine tödliche Familientragödie bevorsteht. Also wenn Kevin das alles dauern ertragen muss wie er behandelt-ich wäre spätestens mit sechs entweder freiwillig in ein Kinderheim gegangen oder hätte was schlimmeres angestellt.
Klar, das Publikum liebte den kleinen Jungen der dumme Verbrecher rein legt. Dass der zweite Film: Allein in New York, auch ein Erfolg wurde, liegt daran: Es war genau der gleiche Film, nur alles etwas länger. Der Selbe Mobbing-Vorfall, die selbe Hektik wegen der Wecker-Blödheit,  die Trennung, diesmal weil Kevin ins falsche Flugzeug nach New York steigt, die selbe Freude wegen des Alleinseins, der selbe Trick mit einem Schwarz-Weiß-Film, ebenso ungesetzliches Verhalten von Kevin, wieder die Feuchten-halt, die Klebrigen Banditen wegen des Klebe-Handschuhs, der Außenseiter mit dem sich Kevin anfreundet, eine Taubenfrau, die selben Cartoon-Fallen die eigentlich tödlich sind, die selbe Rettung durch den Außenseiter-der selbe Film eben.

Dummerweise kam man dann auf den dritten Film der Home Alone Reihe. Natürlich gibt es die offizielle Erklärung, man habe auf  Culkin verzichtet da die Gage zu hoch gewesen wäre. Ich denke aber mal, da der Film Richie Rich völlig zu Recht ein totaler Flop gewesen ist, konnte sich 20th Century Fox überhaupt leisten Gagenforderungen eine Absage zu erteilen.
Ich denke mal, man hatte geplant den selben Film diesmal mit einem pubertierenden Kevin zu machen, der seine erste Liebe findet und mit dieser  sich Harry und Marv erwehrt. Vermutlich hätten die diesmal überwiegend Öl irgendwie benutzt und hätten sich jetzt die Schmierigen Banditen genannt.  
Eventuell landet er diesmal alleine in der High-School, in welcher er  nach einer Weihnachtsfeier eingeschlossen wird und man merkt das vier Tage lang nicht, würde mich bei der Familie nicht wundern.

Statt dessen gab es im Jahre 1997 Wieder allein zu haus, mit einem ganz anderem Jungen der das Bett wegen Windpocken hüten muss(Die eigentlich in den Industrienationen seit Mitte der 1950er ausgestorben sind). Er bekommt von seiner Nachbarin ein Spielzeugauto geschenkt, welches sie am Flughafen irrtümlicherweise als ihr Gepäck bekommt. In diesem Auto ist ein Militärchip versteckt, der von russischen Agenten gestohlen wurde(Im Jahr 1997 liebte man es immer noch. Anti-Russische-Propaganda zu machen obwohl mit Jelzin ein dem Westen zutraulicher Präsident an der Macht war),  und den wollen die natürlich zurück. Unser Junge findet den Chip und ruft beim Militär an, die ihm nicht glauben.
Heutzutage finden die Amis bekanntermaßen in einer normalen Packung Weizenmehl Sprengstoff, aber damals war das nicht so.
Also muss der Junge mit-ja richtig, typischen Wile E. Coyote-Fallen sein Haus verteidigen als die Russen ins Haus wollen. Am Ende wandern diese natürlich in den Knast- erkrankt an Windpocken, was für ein Gag-von Mario Barth geklaut? Ok, so schlecht ist er auch nicht.
Was ist der Film? Mal abgesehen von den letzten 15 Minuten wo man zumindest Schmunzeln kann-LANGWEILIG, würde Homer Simpson jedenfalls sagen.
Die Filme 4 und 5 habe ich nicht angesehen und das ist auch richtig so, wenn ich die Kritiken an sehe.
Eigentlich reicht eh ein Stichwort um euch vor diesen Filmen zu warnen: Direct-to-Video-noch Fragen?

Also mit den Fortsetzungen  der Home Alone Filme verdirbt man sich den 24.12. viel eher als mit einem Besuch der Schwiegermutter-das könnt ihr mir glauben.
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