Safe House

GeschichteDrama, Angst / P16
Detective Elliot Stabler Detective Olivia Benson
11.11.2012
02.02.2016
9
22981
4
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Hallo...hier nun endlich meine neue story....sie lagert nun schon seit sommer auf meinem laptop....ich hoffe sie gefällt euch und würde mich freuen, wenn ihr mir ein review hinterlasst .....viel spass bei safe house.




Olivia blickte immer wieder in den Rückspiegel. Der Wagen war immer noch dicht hinter ihr. Sie sah das Gesicht von Raul „Eli, es ist alles in Ordnung. Wir sind gleich bei Daddy.“ Eli sah sie mit seinen großen blauen Augen an. „Warum fährst du so schnell, Livvy?“ Sie hörte die Angst in der Stimme des 5jährigen.

Elliot hatte sie gebeten, Eli von der Kindertagesstätte abzuholen, da er noch DD5s ausfüllen musste. Sie sollte ihn zu Maureen bringen. Kathy hatte vor 2 Monaten die Stadt mit ihrem Freund verlassen. Sie hatte sich unsterblich in den Arzt verliebt und war ihm nach Chicago gefolgt. Eli war zwei Wochen mit ihr dort gewesen und totunglücklich gewesen. Schweren Herzens hatte Kathy eingewilligt, dass er bei Elliot und seinen Geschwistern blieb.

Maureen arbeitete inzwischen bei der Staatsanwaltschaft, sie wollte ADA werden. Kathleen hatte ihr Kunststudium beendet und arbeitete im Kunstmuseum der Stadt. Die Zwillinge studierten und lebten im Wohnheim.

Maureen und Kathleen halfen bei der Betreuung von Eli so gut es ging und Elliot hatte eine nette Nachbarin, die ihn als Tagesmutter betreute, wenn Elliot zu nächtlichen Einsätzen musste. Olivia hatte seit Kathy Umzug einen großen Platz im Leben des Kleinen eingenommen.

Eli liebte Olivia schon immer heiß und innig, war sie doch seine Patentante. Er konnte gar nicht genug von der Geschichte bekommen, wie sie geholfen hatte ihn auf die Welt zu bringen.

Raul fuhr wieder dichter auf, rammte den Wagen. „Livvy!“, schrie der Kleine entsetzt. „Schließ die Augen, Eli. Alles wird gut.“ Olivia griff nach ihrem Handy und versuchte Elliot anzurufen. Verdammt nur die Mailbox, sie wählte erneut. „Fin, ich brauche Hilfe...verfolgt mich und Eli. Wir sind auf der 5. Richtung Queens.“

Da zersplitterte die Windschutzscheibe auf der Beifahrerseite und Olivia spürte einen brennenden Schmerz in ihrer Schulter. Eli schrie entsetzt auf. „Lass die Augen zu Schatz, alles wird gut, Daddy ist gleich da.“

Raul war neben ihr und drängte sie ab. Sie raste in die Leitschutzplanke, dann wurde es schwarz um sie. Das letzte was sie hörte war Elis Schrei.


„Olivia?“ Langsam öffnete sie die Augen. Ihr ganzer Körper schrie vor Schmerz. Eli! Sie sah Dean Porter an ihrem Bett stehen. „Wie geht es Eli?“ Porter nahm ihre Hand, sie wollte sie wegziehen, doch sie hatte keine Kraft. „Es geht ihm gut, er hat sich einen Arm gebrochen, aber sonst geht es ihm gut.“

Erleichtert schloss Olivia die Augen. Gott sei Dank, Eli ging es gut. Sie durfte gar nicht daran denken, wenn dem Kleinen etwas passiert wäre. Elliot ist bestimmt außer sich vor Wut. „Du hattest Glück, verdammtes Glück. Raul hätte dich fast erwischt. Du hast dir zwei Rippen angebrochen, den Arm gebrochen und ein Durchschuss an der Schulter. Von den Prellungen mal gar nicht zu sprechen. Die Glassplitter haben ein paar Kratzer im Gesicht hinterlassen, doch die werden ohne Narben heilen.

Ich nehme dich jetzt mit. Raul hat einen Mordauftrag auf dich laufen. Er hat es selber nicht geschafft, doch jeder Profikiller wird auf der Suche nach dir sein. Wir fahren in ein sicheres Haus.“ Er legte ihr ihre Kleider aufs Bett. „Ich warte draußen.“
Olivia nickte und zog sich unter Schmerzen um. Sie trug nun eine graue Jogginghose, ein loses T-Shirt und eine graue Kapuzenjacke darüber. Ihren Gips versteckte sie unter den langen Ärmeln. Langsam ging sie zur Türe.

Jeder Schritt tat ihr weh. Sie versuchte ruhig zu atmen. Der dunkelhaare FBI-Agent erwartete sie vor der Tür. „Zuerst will ich Eli sehen!“ forderte sie. Porter schüttelte den Kopf. „Ich kann dich eh nicht davon abhalten. 5 Minuten.“ Er zeigte Olivia den Weg.

Elliot stand mit wütendem Gesicht vor Elis Türe. „Wie konnte das passieren?“, schrie er los. Olivia zuckte kurz zusammen, dann sagte sie mit ruhiger Stimme. „Es tut mir leid, ich hatte keine Ahnung, dass er mir folgen würde.“, versuchte sie sich zu erklären.

Doch Elliot war wütend und dann sah er nur noch rot. „Verdammt, Eli wäre fast gestorben, wegen dir! Halte dich ja fern von ihm. Ich will dich nicht mehr in der Nähe meiner Familie sehen, haben wir uns verstanden!“

Dean wollte etwas sagen, doch Olivia schüttelte den Kopf. „In Ordnung. Aber ich würde mich gerne von Eli verabschieden. Ich will nicht wortlos gehen, das hat er nicht verdient.“

Elliot blinzelte böse. „Weißt du, dass er sich den Arm gebrochen hat? Und du? Ein paar Katzer im Gesicht, das ist alles?“ Sie nickte und deutete Richtung Türe. „Darf ich?“ Elliot ließ sie eintreten. „Zwei Minuten und dann verschwindest du!“


Olivia betrat das Krankenzimmer des kleinen blondgelockten Jungen. Seine blauen Augen strahlen als er Olivia erblickte. „Livvy, bin ich froh, dass es dir gut geht. Guck mal ich habe mir meinen Arm gebrochen. Jetzt habe ich einen Gips. Er ist blau, meine Lieblingsfarbe. Du darfst als erstes unterschreiben, ja?“

Olivia setzte sich zu ihm aufs Bett. Sie nahm den Stift, den der Kleine ihr entgegen hielt. Sie schrieb Livvy auf den Gips und malte einen Smily dazu. „Cool!“ Da entdeckte er Olivias Gips. „Livvy, du hast ja auch einen.“

„Ja, mein Liebling. Ich muss dir etwas sagen, mein Kleiner. Du weißt ich habe dich sehr lieb, ja?“ Er nickte. „Manchmal musst du etwas tun, daß du gar nicht möchtest, aber es muss sein. So wie dein Zimmer aufräumen?“

Wieder nickte er. Er hatte Olivias Hand genommen und spielte mit ihren Fingern. Das tat er immer wenn er unruhig war und Angst hatte. „Ich muss für eine Weile die Stadt verlassen, Eli. Ich will nicht, aber ich habe keine andere Wahl. Ich werde mich bei dir melden sobald ich zurück komme versprochen. Ich werde dich ganz schrecklich vermissen, glaubst du mir das?“

Er nickte. „Ich will nicht, dass du gehst, bitte Livyy, bleib hier!“ Seine blauen Augen flehten sie an. „Ich würde, aber ich kann nicht. Gibst du mir zum Abschied einen Kuss?“ Der kleine Junge zog sie fest in seine dünnen Ärmchen und drückte sie fest an sich, dann gab er ihr einen feuchten Kuss auf den Mund. „Ich habe dich lieb, Livvy, bitte vergiss mich nicht!“ Da öffnete ein noch immer wütender Elliot die Türe. „Das reicht jetzt, Olivia, Eli braucht Ruhe!“ Eli sah die Wut in den Augen seines Vaters. Olivia gab Eli einen letzten Kuss und stand auf. „Nein, bitte geh nicht Livvy.“ Tränen verließen seine Augen. Elliot trat ein und zog Olivia grob am Arm raus. Zum Glück am unverletzten Arm, doch er kam gegen ihre angebrochenen Rippen und Olivia sog hart die Luft ein um nicht aufzuschreien.

„Das hast du ja toll gemacht.“ Er schloss die Türe und drückte sie gegen die weiße Wand des Krankenhausflures. „Jetzt ist er noch trauriger als zuvor. Gut gemacht, wirklich gut. Da sieht man wieder, dass du keine Ahnung hast, was es heißt eine Familie zu haben, Verantwortung zu übernehmen!“ Noch immer war er wütend. Sie nickte. „Es tut mir leid, aber ich werde dich nicht länger nerven.“ Sie griff in ihre Jackentasche und gab ihm ihre Marke und ihre Waffe. „Hier gibst du das bitte Cragen. Ich muss jetzt mit Porter gehen.“

Er lachte. „Ja, wieder einmal rennst du davon. Wie immer in deinem Leben. Geh nur, ich werde dich nicht vermissen.“ Das schmerzte Olivia wie eine Ohrfeige. Traurig nickte sie. „Gut zu wissen. Machs gut Elliot.“

Traurig folgte sie Porter, der sie schnell stützte, sah er doch im Gegensatz zu Elliot wie blass sie war und den Ausdruck von Schmerz in ihrem Gesicht. Da endlich legte sich Elliots Wut und er sah sich Olivia genauer an. Wie sie langsam und unter Schmerzen auf Porter zu ging und er sie stützte als sie zum Aufzug liefen.

„Olivia, warte!“, doch es war zu spät. Die Türen des Aufzuges schlossen sich und Elliot blieb alleine stehen mit Olivias Marke und Waffe in der Hand. Sie war weg. Porter hatte sie mitgenommen, das bedeutete Zeugenschutzprogramm.

Er kehrte zu Eli zurück und wartete auf Maureens Ankunft.


Olivia hatte Dean gebeten am Revier zu halten. Sie wollte sich von ihrer „Familie“ verabschieden. Dean half ihr in den Fahrstuhl. Sie war erschöpft und die Schmerzmittel ließen langsam nach. Dean stütze sie auf dem Weg ins Büro. Dort sah Fin sie als erste. „Liv, was ist passiert?“, rief er besorgt. Sie ließ sich auf Fins Stuhl nieder.

„Raul hat versucht mich und Eli zu töten. Es geht ihm gut.“ Dean reichte ihr eine Pille aus der Dose, die ihm der Arzt gegeben hatte. Sie nahm sie dankbar und Fin gab ihr schnell ein Flasche Wasser aus seinem Vorrat. Munch trat nun ebenfalls zu ihr.

„Was macht Porter denn hier?“, wollte der ältere Polizist wissen. „Er nimmt mich mit, Zeugenschutz, ich wollte nur nicht ohne Abschied gehen.“ Sie stand mit zitternden Beinen auf und umarmte Munch. „Ich werde euch vermissen.“ Munch verdrückte eine Träne. Er liebte Olivia aufrichtig, obwohl er ihr das nie gesagt hatte. „Pass auf dich auf, Kleines.“, bat er sie.

Dann entließ er sie aus seiner Umarmung. Fin trat zu ihr und zog sie ebenfalls vorsichtig in seine Arme. „Baby Girl, pass auf dich auf.  Ich werde dich vermissen. Wir werden dem FBI unter die Arme greifen. Keine Sorge, du bist im Handumdrehen zurück.“

Bei diesen Worten brach sie in Tränen aus. Verdammt, sie liebte diese zwei, ihre Familie, warum war Elliot nur so gemein zu ihr gewesen.

Fin entließ sich aus ihrer Umarmung. Cragen hatte nun ebenfalls Dean und Olivia bemerkt. „Porter, was geht hier vor?“ Dean nahm ihn zur Seite und erklärte ihm alles.


Eine Stunde später betrat Elliot das Großraumbüro der SVU. Er ging direkt in Cragens Büro. „Wo ist Olivia?“ Cragen sah erstaunt hoch. „Wie bitte?“ Elliot reichte ihm Olivias Marke und Waffe. „Porter hat sie mitgenommen, warum?“ Cragen setzte sich und starrte auf Olivias Marke.

„Sie wurde Zeuge eines Mordes an einem Zeugen des Cortes Kartell. Raul hat Olivia gesehen. Sie hat sofort ihre Aussage gemacht, doch Raul war untergetaucht. Vor 2 Tagen hat sie eine tote Katze vor ihrer Haustür gefunden, das Namensschild der Katze lautete Olivia. Es war eine Warnung. Gestern bekam sie mehrere Anrufe. Sie hat sofort Porter informiert. Nachdem Anschlag auf sie und Eli hat er sie mitgenommen, aber das wissen Sie ja schon.“

„ Ich muss mit ihr reden. Ich habe mich schrecklich benommen.“ Cragen sah das schlechte Gewissen in seinen Augen. „Ich weiß nicht wo sie ist und ich werde es auch nicht erfahren. Es tut mir leid, wenn Sie sich meldet, sage ich es ihr.“ Traurig verließ Elliot das Büro.

Fin funkelte ihn wütend an, das hieß er wusste Bescheid. Elliot trat zu dem Afroamerikaner. „Sie war hier?“ Munch und Fin standen auf und sahen Elliot voll Wut an. „Ja, sie war hier. Ist fast ohnmächtig geworden, so schlecht ging es ihr. Was hast du nur mit ihr gemacht?“

„Ich war mal wieder ein Idiot, wie immer eben. Ich will mich entschuldigen. Aber ich wusste doch gar nichts von all dem. Ich war so in Sorge um Eli. Ich wollte das alles nicht. Warum hat sie nichts gesagt.“, murmelte er immer wieder.

„Weil du schon genug um die Ohren hast mit den Kindern und ohne Kathy. Sie wollte dich nicht belasten. Wie immer, sie nimmt dich in Schutz und du benimmst dich wie ein Arschloch. Ich weiß gar nicht, warum sie dir immer hilft. Sie ist immer für dich, sei es Eli von der Tagesmutter abholen oder zu einem Spiel von ihm zu gehen. Immer hilft sie dir und wie dankst du es ihr?“


Elliot fühlte sich noch schlechter. Sie hatte ihn nicht belasten wollen, er hatte sie um einen Gefallen gebeten, wie so oft und sie hatte nicht abgelehnt, hatte nicht damit gerechnet, dass sie Eli in Gefahr bringen könnte.

„Ich gehe, wenn ihr etwas von Liv hört, sagt ihr es tut mir leid, wie ich mich benommen habe, ja?“ Fin zuckte mit den Achseln. „Mal sehen“


Olivia hasste es zu fliegen. Sie schloss die Augen als das Flugzeug abhob. Dean bemerkte ihre Angst und nahm ihre Hand. „Wir fliegen nur 4 Stunden.“ Olivia nickte. „Gut zu wissen.“ Dean lachte. „Ich wusste nicht dass du Flugangst hast.“ Sie öffnete die Augen. „Wo bringst du mich hin?“

„In ein sicheres Haus in Queensborrow. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe von Hartford. Ich hoffe du gewöhnst dich schnell daran, du Großstadtpflanze.“
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