Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Templerin 5.0

von Robin16
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
10.11.2012
13.01.2013
6
8.730
2
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
10.11.2012 636
 
Hier wäre dann, dass erste Kapitel im neuen Jahr.

Ich hoffe ihr hattet schöne Ferien ; )

Weil ich leider wegen der Uni (*böse Uni*) im Moment ziemlich viel zu tun habe kann es sein, dass ich in den nächsten Wochen kein Kapitel hochladen kann, aber ich werde mein Bestes geben >.<



Über Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen^^

Und wünsch ich euch viel Spaß beim Lesen!







Kapitel 6

Robin blieb allein zurück. Während sie äußerlich völlig regungslos wirkte, tobte in ihrem Inneren ein Sturm aus Gedanken. Die Vergangenheit schien sie eingeholt zu haben. Und mit einem Mal war sie nicht mehr eine erwachsene Frau – Mutter einer Tochter, sondern wieder das junge Mädchen von damals. Unerfahren. Ein einfältiges Bauermädchen, dass ungewollt in eine Welt hineingerissen wurde, die ihr so vollkommen fremd war.

 „Sie sind entkommen!“

Das Mädchen verschwand.

 „Diese verdammten Hunde haben kleinere Boote genutzt, um ungesehen an das Schiff heranzukommen“, fuhr Salim fort und deutete in Richtung der Nebelwand vor ihnen, die sich vor dem Schiff auftürmte und die Robin bisher noch gar nicht wahrgenommen hatte. „Sie scheinen nur auf den passenden Moment gewartet zu haben. Dieser vermaledeite Nebel!“, fluchte er weiter und griff nach dem Griff seines Säbels, der nun wieder ruhig an seiner Seite baumelte.

 „Meinst du, dass sie wiederkommen?“

Salim zuckte mit den Schultern. „Schwer zu sagen. Vermutlich nicht – zu mindestens vorerst. Anascheinend hatten sie mit weniger Gegenwähr gerechnet“, und riss sich mit einem Ruck vom Anblick der Nebelwand los. Stattdessen wandte er sich nun Robin zu. „Was mich zu der Frage bringt, warum mein Weib nicht in der Lage ist sich aus Männerangelegenheiten herauszuhalten!“

 „Weil dieses Weib vielleicht sehr wohl in der Lage ist mit solchen Situation alleine fertig zu werden!“, konterte Robin und legte bedeutsam die Hand auf ihren Schwertgriff.

 Salims Augenbrauen zogen sich skeptisch nach oben: „Dann muss ich wohl an der Situation gerade etwas fehlgedeutet haben. Entschuldige, dass ich dich gerettet habe, dass kommt gewiss nie wieder vor“, fügte der Sarazene wütend hinzu.

 „Du weißt wie ich das gemeint habe.“

 „Ach ja wirklich? Weißt du eigentlich wie gefährlich dein Handeln war. Was hätte passieren können!“, fuhr der Sarazene sie erneut an. Man sah ihm an wie wütend er war.

 Robin wusste um sein Temperament und das Vieles das er im Streit sagte nur halb ernst meinte. Und dennoch – auch Robin hatte ihren Stolz und die Tatsache, dass Salim sie noch immer bevormundete. Glaubte, dass sie sich nicht ihrer Haut erwehren konnte.

 „Es ist aber nichts passiert“, stellte Robin trocken fest und funkelte ihn herausfordernd an. „Und deshalb werde ich auch weiterhin, dass tun was ich für richtig halte.“

 „Es geht hier aber nicht mehr nur um dich Robin!“, erwiderte er und griff nach ihrer Schulter. „Verstehst du das denn nicht. Die Templerin ist tot – aber Leila lebt!“

 „Als ob ich das nicht wüsste“, sagte sie und streifte seine Hand ab.

 „Anscheinend nicht, wenn du dich lieber in einen Kampf stürzt und dein Leben riskiert, als bei deiner eigenen Tochter zu bleiben und sie persönlich zu beschützen?“

 Salims Worte trafen sie hart. Hatte Salim Recht mit dem was er sagte? War ihr ihr eigenes Selbstwertgefühl wichtiger als die Sicherheit ihrer Tochter? Urplötzlich erfüllte sie eine Angst, die sie zuvor so noch nie empfunden hatte. Eine Angst, die sich in dem Moment bewahrheitete als Doran schwer keuchend auf der Treppe zum Unterdeck erschien, die linke dabei an eine blutende Wunde an seiner Schläfe gepresst.

 „Sie ist weg!“

Salims Kopf ruckte in seine Richtung: „Von wem sprichst du?“

Noch bevor Doran den Mund zu einer Erwiderung öffnete, wusste Robin bereits, wie die Antwort lauten würde.

 „Leila!“ Doran suchte Robins Blick: „Verzeiht mir.“ Die Stimme des jungen Arabers brach und er senkte beschämt den Blick.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast