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Mass Effect Sacrifice

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
OC (Own Character)
10.11.2012
13.11.2017
60
451.749
12
Alle Kapitel
68 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
10.11.2012 7.473
 
Dies ist meine Erste Richtige Fanficgeschichte. Ich habe bereits 12 Kapitel  an je ca. 10 Seiten auf meinem Pc und werde diese jeweils mit einigen Tagen Abstand hochladen. Wenn ich alle diese Kapitel hochgeladen habe werde ich anschliessend jede Woche ein Weiteres Kapitel schreiben und Hochladen. Ich hoffe mit dieser Geschichte vielen Menschen einige Spannende und hoffentlich auch Interessante Stunden bescheren zu können und freue Mich jeweils auf Feetback und auch Kritik (Aber bitte Konstruktiv "Mag ich nicht,ist Blöd" nützt mir wenig bei der Verbesserung) So und bevor ich jetzt zu viele Worte verliere gehe ich gleich zur Geschichte über.
Oh und bevor ich es vergesse kursiv geschriebene Textteile sind Rückblenden an vergangene Ereignisse.

Kapitel 1

Das piepen ihres Weckers riss sie aus ihrem Schlaf. Mühsam öffnete sie ihre Augen, es war früh am Morgen. Sie hatte tief und fest geschlafen als sie von ihrem Wecker mit seinem schrillen Alarm aus ihren träumen gerissen wurde. Ihre Hand tastete nach dem Wecker, die Unordnung auf ihrem Nachttisch machte es jedoch nicht einfacher ihn zu finden. Endlich trafen ihre Finger auf die bekannte kantige Form. Sie stellte ihn ab, drehte sich um und zog die weiche Decke wieder bis zu ihrem Kopf hoch. Es war gerade so gemütlich, sie kuschelte sich in ihr Kopfkissen. Gerade als sie dabei war erneut einzuschlafen hörte sie die Stimme ihres Vaters. „Jenn, du solltest doch aufstehen wen dein Wecker läutet, du kommst sonst wieder zu spät“. Die Tatsache das ihr Vater genau wusste das sie nicht aufgestanden war, ohne ihr Zimmer betreten zu haben war ihr immer noch unheimlich. Erst hatte sie geglaubt das er eine Kamera in ihrem Zimmer installiert habe und hat alles auf den Kopf gestellt, ohne etwas zu finden. Es war wohl eine Art elterlicher Instinkt. „mhm“ stöhnte sie leise und richtete sich langsam auf. Ihr Zimmer war dunkel, die Storen herunter gelassen. Auf der Bettkante sitzend rieb sich Jennifer die Augen, die Müdigkeit hatte sie noch fest im Griff. Auch wen sie sich fest vorgenommen hatte früher ins Bett zu gehen war es doch schon wieder beinahe Mitternacht gewesen als sie sich schlafen legte. Sie griff nach ihrem Universalwerkzeug, kaum hatte sie es an ihrem Handgelenk angelegt leuchtete das orange Hologramm um ihren Unterarm auf. Sie hatten alle gelernt wie man ein Universalwerkzeug benutzt. Jenni gab den Befehl die Storen zu öffnen. Als sich die Blechlamellen drehten wurde das Zimmer mit dem gleissenden Licht der aufgehenden Sonne geflutet. Da sich ihre Augen noch nicht an das helle Licht gewöhnt hatten blinzelte sie verschlafen. Ihre Hand zum Schutz vor dem Licht vor ihr Gesicht gehoben ging sie zum Kleiderschrank. „Was ziehe ich heute bloss an?“ sagt sie mit sarkastischem Unterton zu sich selbst. Vor ihr hingen fünf identische Schuluniformen im Stil der Allianz. Sie packte eine davon und begann sich anzuziehen. Vergiss nicht das ihr heute Training habt“. „Danke Dad“. Jenni griff erneut in ihren Schrank und holte ihre Sportsachen heraus die ebenfalls genormt waren. Auf der Akademie trugen alle Menschen die selben Uniformen. Die anderen Ratsvölker hatten jeweils eigene Schuluniformen. Die Reinold Akademie war ein Pilotprojekt. Sie war eine der einzigen Akademien die Klassen die aus verschiedenen Spezies bestand unterrichtete. Dies förderte den Zusammenhalt und beugt Rassistischen Vorurteilen vor. Jenn fand es super, sie hatte schon einige gute Freunde gefunden. Es war auch äusserst interessant, da man viel über die anderen Rassen erfuhr. Ihr Vater sah das anders. Er war sein ganzes leben in der Allianz gewesen und hatte den Erstkontaktkrieg erlebt. Er hatte eine starke Ablehnung gegenüber anderen Spezies. Er war auch der Grund warum sie als Kind nur mit anderen Menschen hatte spielen dürfen. Er hatte sie nicht auf den Spielplatz gelassen wenn dort Turianer, Asari oder Salarianer am spielen waren. Sie hatte sich mittlerweile fertig angezogen und ging die Treppe runter. Ihre Eltern sassen bereits am Frühstückstisch. „Morgen mein Engel“ grüsste ihre Mutter sie. „Morgen Mam“, Jenn gab ihrer Mutter beim vorbeigehen einen Kuss auf die Wange. „Hei Dad“ Ihr Vater sass gerade hinter dem Tisch und ass eine Schüssel Kornflakes. „Morgen Schatz“. Jenn setzte sich auf einen freien Stuhl und begann ebenfalls zu essen. „Läuft heute irgend etwas spezielles?“ „Dein Vater geht wieder zur Arbeit und ich muss heute einkaufen. Sie nickte und ass weiter. „Was steht denn bei dir heute an?“. Nach dem Jenni fertig gekaut hatte schluckte sie kurz und antwortete dann“ wir haben heute morgen wieder den Standart Allianz Theorie Kram und am Nachmittag dann Biotik Training. Die Reinold Akademie war keine gewöhnliche Akademie, es gab nebst allgemeinbildenden Kursen auch diverse Tech Zweige, Theoretische und praktische Vorbereitungskurse auf das Millitär sowie Biotik Training. „Dieser theoretische Allianz Kram ist ziemlich wichtig meine Liebe, der entscheidet wie weit du es im Millitär bringen wirst“ antwortete ihr Vater. „Ich werde aber als Biotikerin in der Allianz dienen, an der Front nützt mir Theorie wenig“. Sie grinste als sie die verzweifelte Mine ihres Vaters sah. Er hatte immer gehofft das sie in der Allianz Kariere machen würde, es einmal bis zum Commander oder sogar zum Admiral bringen würde. Doch Jenn war das zu langweilig. Während andere Mädchen in ihrem Alter sich die Zehennägel lackierten und Kleider einkaufen gingen war sie im Dreck und raufte mit den Jungs. Ihre Mutter hatte ihr immer gesagt das seie unmädchenhaft, wie sie den so einen Netten Mann finden wolle. Früher war es ihr egal gewesen. Heute wusste sie das viele Jungs auf böse Mädchen standen, und das gutes Aussehen ziemlich viel wett machen konnte. Sie war 17 etwa 1.80 gross, hatte eine schlanke Figur und war gut trainiert. Ihre Augen waren grün, Ihre Haare hellbraun, sie färbte sie jedoch meistens. Sie wollte schon immer etwas aufregendes machen, als Soldat an der Front zu kämpfen hat sie schon immer fasziniert. Ihre Mutter schaute sie besorgt an. Wie jedes mal wen sie über ihre Zukunftspläne sprach machte sich ihre Mutter Sorgen. Sie hatte Jenn schon hundert mal gesagt dass das Leben an der Front gefährlich sei. Jedes mal wen sie ihr die Frage stellte „was wen dir etwas zustösst?“ hatte sie ihrer Mutter gesagt das sie bereit sei diese Risiko einzugehen. Bevor ihr Vater eine Diskussion anfangen konnte welcher Weg für sie der beste sei wechselte sie das Thema. „Ach ja, ich komme heute etwas später von der Schule, wir gehen noch an den See“. Ihr Vater schaute Jenn an, sie wusste schon jetzt was er gleich fragen wird. „Was heisst wir?“ „Ich und ein paar Freunde von der Akademie“. Er nickte knapp und fügte hinzu „aber um 10 Uhr bist du Zuhause“. „Klar es wird wahrscheinlich nicht so spät“. Sie stand auf und räumte ihr Geschirr in die Spülmaschine ein. Nachdem sie ihre Zähne geputzt hatte schnappte sie sich ihren Rucksack und ging zur Tür. „Bis heute Abend“ rief sie ihren Eltern zu. „Pass auf dich auf“.

Draussen war es warm, es war Mitte August. Die Sonne war noch nicht lange aufgestanden und erhob sich langsam am Horizont. Jenn machte sich auf den Weg zur Schule, bei einem ordentlichen Marschtempo brauchte sie nur 10 Minuten um hin zu kommen. Der Akademiekomplex war schon von weitem zu sehen, er war riesig. Mehr als 7500 Studenten wurden dort unterrichtet. Sie war eine der wenigen die zu Fuss kam, die anderen kamen wen sie einen langen Weg hatten mit den öffentlichen Verkehrsmittel oder übernachteten in Unterkünften in der Nähe der Akademie. Als sie auf dem Vorhof des Hauptgebäudes ankam standen dort viele kleine Studentengruppen, oft gemischter Spezies. Jenn ging einen kleinen Weg entlang, sie hatten einen Standardplatz an dem sie sich mit ihren Freunden traf. Ein kleiner Baum in der Nähe des Eingangs diente ihnen als Treffpunkt. Warrek ein Turianer der etwa gleich alt war wie sie stand bereits da. Sie trat von hinten zu ihm heran und schlug ihm sanft auf die Schulter. „Hei Warrek, wie geht‘s dir?“ Er drehte sich zu ihr um „Jenn, gut und dir?“ Er gab ihr einen Handschlag. „Leute das ist Jenn, das ist meine Tech Klasse“. „Hi“ Jenn grüsste die anderen Anwesenden, 2 Salarianer 1 Mensch 1 Turianer und 1 Asari. Sie unterhielten sich mit Warrek über irgendwelche Unterrichtsthemen. Jenni verstand nur Bahnhof, das Technische Kauderwelsch war ihr zu hoch. Sie wusste wie man ein Universalwerkzeug benutzt, die weiteren Techkentnisse überliess sie Warrek. „Ist Kiara schon hier gewesen?“ Der Turianer zuckte mit den Schultern „Ich hab sie hier noch nicht gesehen, sie kommt wahrscheinlich gleich. Jenn sprach noch ein paar Minuten mit Warrek. „Hei Leute, tut mir leid das ich so spät bin“. Jenni drehte sich zur Seite, Kiara eine Junge Asari, war noch ein paar Meter von ihnen entfernt. „Wir haben uns schon sorgen gemacht du würdest nicht mehr kommen“ Sie nahm ihre Freundin kurz in den Arm „hei“. „Das Theater will ich nicht noch einmal“ meinte sie grinsend. „Hallo Warrek“ Er gab ihr einen Handschlag, „wie geht’s?“ „Gut aber müde“ sie gähnte, wahrscheinlich war sie auch zu lange aufgeblieben. Warrek verabschiedete sich von seinen Klassenkameraden und setzte sich dann mit den beiden in Bewegung Richtung Eingang. „Was steht bei dir heute an?“ fragte Jenn. „Ich habe den ganzen Tag Techunterricht, wir arbeiten an unserem Projekt weiter.“ Warrek programmierte schon seit 3 Wochen an einer VI. „Und bei dir?“ „Wie immer, am Morgen Theorie, heute mit einem Geschichtstest“. Sie klang leicht genervt „Und am Nachmittag haben wir Biotiktraining“

Die drei betraten die Eingangshalle, sie war fast 40 auf 40 Meter gross. Es standen viele Tische herum an denen Studenten sassen und Lernten oder diskutierten. Warrek verabschiedete sich von Jenni und Kiara, er bog in einen Gang an der Linken Seite des Raumes ein der zum Tech Sektor der Akademie führte. „Ok dann bis am Mittag“. Kiara nahm  ihre Freundin noch einmal kurz in den Arm. „Viel Glück bei deinem Test“ antwortete Jenn. Sie ging gerade aus zu einem der vielen Treppenhäuser. Kiara hatte in einem anderen Teil der Akademie Unterricht und bog nach rechts in den dortigen Seitenflügel ab. Das Biotiktraining war die einzige Zeit des Schultages wo sie zusammen in der selben Klasse waren. Es hatte Jenn damals erstaunt das sie nach der Ärztlichen Untersuchung in die am weitesten fortgeschrittene Klasse eingeteilt worden war. Sie hatte sich gefreut, so war sie wenigstens einen Teil des Tages mit ihrer Freundin zusammen. Warrek sah sie nur vor und nach der Schule und am Mittag. Jenn ging die Treppe bis zum fünften Stock hoch und bog nach links ab. Sie hatte sich am Anfang andauernd verlaufen, die Akademie hatte fast 500 Unterrichts Räume. Sie brauchte fast 5 Minuten um zu ihrem Zimmer zu kommen. Sie hatte als erstes Fachkunde. Die Klasse war bunt gemischt, es gab Salarianer Asari Turianer und Menschen. Sie setzte sich an ein Pult und öffnete die entsprechende Datei auf ihrem Universalerkzeug. Sämtliche Schulmaterialien waren in Digitaler Form darauf gespeichert, was die lästigen Schulbücher die man früher schleppen musste überflüssig machte. Der Rest des Morgens verlief wenig spektakulär. Nach einigen Zimmerwechseln war es schliesslich 11:55 Uhr geworden. Jenn machte sich auf den weg zu einer der vielen Kantinen in der Akademie. Die einzelnen Kantinen waren nach den Sternenclustern der Galaxie benannt. Jenn traf sich mit Kiara und Warrek für gewöhnlich in der Artemis Tau Kantine, doch dahin zu kommen war gar nicht so einfach, da hunderte Studenten das gleiche Ziel hatten. Das Gedränge in der Mittagszeit war eines der grössten Probleme auf der Akademie. Jenn brauchte fast 10 Minuten um in den vollen Gängen bis zur Kantine zu gelangen. „Endlich geschafft“ stöhnte sie als sie ihren Rucksack neben den Tisch stellte und sich müde auf den Stuhl fallen lies. „Ich sterbe vor Hunger!“ sagte Warrek als er mit seinem Tablett an den Tisch herantrat. Darauf war ein Teller mit Teigwaren. Diese waren aus Turianischem Getreide hergestellt, damit wegen der unterschiedlichen DNS keine Probleme mit auftraten. „Und was sollen wir sagen? Du hast wenigsten schon etwas zu essen, wir müssen uns erst noch anstellen“. Warrek grinste als er sich setzte „Wie sagt ihr Menschen doch gleich so schön? Der frühe Vogel fängt den Wurm“. „Pha“ Kiara stand auf um sich etwas zu essen zu holen, „du bist nur eher hier weil dein Zimmer gleich neben der Kantine liegt“. Sie erhielt ein breites grinsen als Antwort. Jenn holte ihren Rucksack hervor und kramte darin herum, nach einer Weile holte sie ein Sandwich und eine Flache Wasser heraus. Es waren viele Schüler anwesend, die Kantine glich einem Basar. Überall wurde Gesprochen und diskutiert, es herrschte reges Leben, der Lärmpegel war dementsprechend hoch. Nach einigen Minuten in denen Jenn und Warrek über ihr Lehrer und Mitschüler gesprochen hatten kam Kiara zurück. Sie hatte einen Teller mit Ravioli und eine kleine Schüssel Salat dabei. „So, was machst du heute Nachmittag noch?“ „Ich verbringe den Rest des Tages damit Programmalgorhythmen zu schreiben“. Sein Blick wanderte aus dem Fenster. „Und dass bei strahlendem Sonnenschein und 30°C“ seufzte er. Kiara begann heftig zu lachen, sie hätte dabei fast die Ravioli wieder ausgespuckt die sie gerade in den Mund gesteckt hatte. Nach dem sie es mit Mühe schaffte sich zu beruhigen schluckte sie ihr Essen herunter und hustete kurz. „Ach desshalb bist du so bleich Warrek“ . Warreks Haut war in der Tat bleicher als die der meisten Turianer, dies lag jedoch an einem Gendefekt. „Hei das ist jetzt aber echt gemein, erstens kann ich nichts dafür dass ich bleich bin und zweitens dürfen wir nicht draussen arbeiten“. Warreks empörter Unterton erreichte genau sein Ziel, Kiara fühlte sich schuldig. Sie wusste das Warrek nicht sehr stolz auf seine Hautfarbe war, früher war er desshalb oft gehänselt worden. Er reagierte mittlerweile meist sehr gelassen auf solche Anspielungen, er wusste jedoch auch genau wie er kontern musste. Jenn biss herzhaft in ihr Sandwich. „Und freut ihr euch auf eure Biotik Yogastunde?“ fragte Warrek schnippisch. „Vorsicht, mit unseren Yogaübungen können wir dir die Beine brechen“ meinte Jenni grinsend. Nach einer Stunde Mittag verabschiedete sich Warrek von den beiden und ging zurück in die Tech-Räume. Kiara und Jenni machten sich auf den Weg zum Biotik Trainigsareal.

Sie gingen über einen kleinen Weg zur Sporthalle. „Was steht den heute an im Training?“ „Keinen Ahnung“ Kiara zuckte mit den Schultern. Das Training lief meist in einer bestimmten Reihenfolge ab. Zuerst machten sich alle warm und dehnten sich mit normalen Sportübungen ein. Danach kam das mentale Training, dabei wurde die Konzentration geschult. Eine Übung war es einen Turm aus Kugeln mit einem Biotischen Feld zu stabilisieren, dabei galt es vorsichtig zu sein, die empfindlichen Porzellankugeln zerbrachen wen das Feld zu stark war. War das Feld zu schwach kippte der Turm um. Um die Übung zusätzlich zu erschweren wurden der Person die das Feld aufrecht hielt die Augen verbunden und der Turm dann von verschiedenen Seiten an gestupst. Danach kam das Reaktionstraining. Dabei wurden abwechselnd Tennisbälle und Porzellankugeln in die grobe Richtung der Studenten geschossen. Diese mussten dann eine Sphäre erzeugen an der die Tennisbälle abprallten. Die Porzellankugeln mussten sie vorsichtig abbremsen und absetzen. Die Schwierigkeit der Übung konnte mit Hilfe der Feuergeschwindigkeit, der Feuerrate und der Streuung reguliert werden. Wem das noch zu einfach war, der musste als besondere Herausforderung die Porzellankugeln in der Schwebe halten. Je mehr es wurden desto schwerer war es. Anschliessend wurden sie in Sachen Kraft und Ausdauer trainiert. Sie mussten schwere Gegenstände heben und verschieben oder Barrieren  so lange wie möglich aufrecht erhalten während ihre Ausbildner sie mit Biotischen Angriffen beschossen. Zum Schluss machten sie dann meistens Spiele. Diverse Mannschaftsspiele mir den Umständen angepassten Regeln. Manchmal durften sie sogar ihre Kraft im Zweikampf messen. Dies geschah jedoch ziemlich selten da die Verletzungsgefahr sehr hoch war. Sie waren alle noch weit davon entfernt ihre Kräfte vollends im griff zu haben, da konnte ein kleiner “Ausrutscher“ schnell mal einen gebrochenen Arm bedeuten. Kiara und Jenn gingen an einem kleinen Teich vor der Sporthalle vorbei. Von drinnen waren bereits Ruf und Schritte zu hören. Kiaras Garderobe war im Keller Jennifers im Erdgeschoss. Die Garderoben und die Duschen waren nicht nur Geschlechter sondern auch Spezies getrennt. Jenn    betrat die Menschenfrauen Garderobe. Ausser ihr waren etwa noch 5 andere Mädchen ihres alters in dieser Klasse. Der grösste Teil der Studenten im Biotiktraining waren Asari, da von ihnen %ual gesehen mehr als ¾ Bitotische Kräfte im nutzbaren Bereich hatten. Nebst einem halben Dutzend menschlicher Männer waren noch 10 Turianer in ihrer Klasse. Salarianer gab es keine, Jenn hätte auch noch nie einen Salarianischen Biotiker gesehen. Jenn betrat die Trainingshalle nach dem sie ihre Sportuniform angezogen hatte. Etwa die Hälfte der Klasse war bereits da, die anderen kamen im Laufe der nächsten Minuten. Es gab 10 Identische Hallen, alle 30 auf 40 Meter die kreisförmig um eine Arena in der Mitte angeordnet waren. In der Arena in der Mitte wurden Wettkämpfe ausgetragen. Wobei kämpfe im eigentlichen Sinne unter Studenten verboten waren. Es war einfach zu gefährlich. Mittlerweile waren Kiara und die restlichen Schüler auch eingetroffen. Nach einer kurzen Aufwärmphase begann das Training.

„Stellt euch in 2er Gruppen mit 3 Metern Absand hintereinander auf“. Jenn stellte sich vor Kiara und schaute sie über ihre Schulter an. Kiara lächelte ihr zu, sie hatten diese Übung schon oft zusammen gemacht. „So ihr kennt die Übung ja schon“ Ihre Ausbilderin eine Asari, Jenn schätzte sie etwa 500, sie konnte aber auch schon 700 sein, sprach mit ruhiger aber ernster Stimme. Es war sehr schwer eine Asari anhand ihres äusseren einzuschätzen. Sie war eine brillante Biotikerin und hatte einmal bei der Spezialeinheit gedient. „Lasst euch einfach nach hinten fallen, eure Mitschüler werden euch auffangen. Jenn atmete einmal kurz durch und schaute noch einmal zu Kiara, diese nickte kurz, das Zeichen das es losgehen konnte. Blaue schleierhafte Schwaden begannen über Kiaras Hände zu tanzen. Jenn drehte sich nach vorne und lies sich rückwärts fallen. Sofort spürte sie wie sie eine vertraute Kraft umschloss, ihren Fall sanft abbremste und sie vorsichtig wieder auf richtete. Nach einem Rollentausch wurde die Schwierigkeit erhöht. Die vordere Person konnte sich in irgend eine Richtung fallen lassen, während die hintere sie mit einem Biotischen Feld auffangen musst. Jenn vertraute Kiara und lies sich einfach vorne über fallen. Sie hätte niemals zugelassen das Jenn auf ihr Gesicht gefallen wäre. Anfangs hatten sie sich gegenseitig geärgert, den anderen ein zweites mal fallenlassen und gleich wieder aufgefangen. Heute wussten sie das sie nichts zu befürchten hatten. Anschliessend waren die Reaktions und Geschicklichkeitsübungen dran. Die Ausbilderin stellte die Wurfmaschine bereit und lud sie mit Tennisbällen. Der Reihe nach durften alle Schüler antreten. Kiara war unglaublich gut darin, sie war flinker als alle anderen. Sie machte selbst bei höchster Schussgeschwindigkeit kaum Fehler. Anfangs hatte Jenn mit Kiara Münzenschnappen gespielt, doch sie gab es schnell auf. Bei diesem Spiel wurde eine Münze mitten auf den Tisch gelegt und beide Spieler mussten die Hände auf die Tischkante legen. Der Rest war einfach, die schnellere durfte die Münze behalten. Kiara hatte sich so das eine oder andere Mittagessen finanziert. Jenn hatte mehr Mühe mit der Übung, sie fing mehrere Tennisbälle auf anstatt sie abzublocken. Dafür konnte sie im Kraftteil Punkten. Sie war den meisten anderen in Sachen Kraft und Ausdauer überlegen. Jetzt gab es einen kleinen Wettkampf bei dem sich die beiden Kontrahenten gegenseitig aus dem Gleichgewicht bringen mussten. Es galt zu beachten dass Beide eine Sphäre um sich errichten mussten, kollabierte die  Sphären eines der Kämpfer hat derjenige verloren. Es war nur erlaubt vorwärts zu gehen, wer einen Schritt zurück machte hatte ebenfalls verloren. Jenn atmete tief durch, sie stellte sich mit einem breiten Schritt hin. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich, ein Blauer Schleier umschloss ihren Körper. Sie öffnete ihre Augen und hob ihren Kopf langsam. Kiara war ebenfalls in Stellung gegangen. Sie Standen etwa 10 Meter auseinander als Kiara ihr Hände langsam hob und sich die Sphäre um sie herum langsam materialisierte. Jenn hob ihre Hände vor ihre Brust und ballte sie zu Fäusten. Sie fixierte Kiara mit einem ernsten Blick, ein finsteres lächeln lag ihr auf den Lippen. Schlagartig streckte sie ihre Arme aus und öffnete ihre Hände. Schockwellen artig breitete sich die Sphäre um sie herum aus und blieb in 3 Metern Abstand zu ihr stehen. Die Ausbilderin stellte sich neben die beiden um im Notfall eingreifen zu können. Jenn und Kiara gingen vorsichtig auf einander zu bis ihre Sphären nur noch wenige Cm auseinander lagen. Beide stellten sich, die Füsse weit auseinander leicht in die Hocke gegangen hin. „Bereit?“ fragte die Ausbilderin die beiden. „Bereit“ antwortete Kiara, Jenn nickte kurz. Das Lächeln in ihrem Gesicht wurde zu einem Grinsen. Diesen Gesichtsausdruck, ihre Freunde beschrieben ihn als unheimlich, hatte sie immer wen sie “Kämpfte“. „Ok dann Los!“ Sofort lehnten sich die beiden Kontrahenten nach vorne, die Sphären schlugen mit grosser Wucht aufeinander auf. Jenn Lehnte sich in Kiaras Richtung, sie drehte ihren rechten Fuss etwas ab und stiess sich mit aller Kraft ab. Ihre Arme zitterten vor Anstrengung doch sie konnte sie langsam in die Richtung ihrer Freundin ausstrecken. Kiara war definitiv stärker geworden, „aber es wird dir nicht reichen, Rückzug ist keine Option“ schoss es durch ihren  Jennifers Kopf. Sie schloss ihre Augen, „Jetzt oder nie“. Mit einem Ruck machte sie einen Schritt nach vorne und öffnete ihre Augen. Kiara rutschte langsam zurück, ihr Gesicht vor Anstrengung verzogen ging sie mit einem Knie auf den Boden, ihre Arme zitterten. Alle anwesenden Schüler feuerten sie an. Ein Schweisstropfen lief über Jennis Gesicht, die Muskeln an ihren Beinen begannen zu brennen, sie biss die Zähne zusammen. Nach einem weiteren Schritt nach vorne bei dem sie fast das Gleichgewicht verloren hätte wurde der Druck auf Kiara zu stark und sie viel hinten über. Die beiden Sphären lösten sich auf und Jenn trat zu der Asari heran, die Hand helfend ausgestreckt. Der Rest der Klasse applaudierte als Kiara Jenns Hand ergriff und sich daran hochzog. „Du bist ganz schön stark geworden“ meinte Jenni lächelnd. „Nicht stark genug“ antwortete Kiara schwer atmend. Sie gingen zu Ihrer Ausbilderin die ihnen Lob und Kritik aussprach. Nach dem anschliessenden Volleyballspiel gingen sie alle unter die Dusche. Es war herrlich unter den kühlen Wasserstrahl zu treten und sich zu entspannen. Nach dem sie sich abgetrocknet und angezogen hatte verliess Jenni die Garderobe, Kiara wartete bereits auf sie. „Tut mir leid das du warten musstest, meine Haare zu trocknen dauert leider ziemlich lange“. „Das Problem habe ich nicht“ antwortete die Asari fröhlich. „Ok holen wir Warrek und gehen an den See?“ „Mhm“. Die beiden verliessen die Sporthalle und machten sich auf der selben Route auf den Weg zur Akademie wie sie gekommen waren. Der Himmel war leicht bewölkt was die Temperaturen erträglich machte. Warrek kam gerade aus dem Zimmer getreten als sie die Tür öffnen wollten. „Perfektes Timing“ sagte er verblüfft als er die beiden sah „Ihr seit früh dran“. „Wir haben etwas früher aufgehört da es bei diesen Temperaturen noch viel anstrengender ist zu trainieren. Es hätte keinen Sinn mehr gehabt, die meisten waren schon ziemlich fertig“. „Na dann ab zum See“

Es war schon fast zum Ritual geworden das sie im Sommer nach der Schule zum See gingen um zu baden und den Abend zu geniessen. Von der Akademie bis zum See waren es 4 Kilometer wobei die letzten 700 Meter Querfeldein führten. Als sie am See ankamen war es gerade fünf Uhr nachmittags gewesen. Ihr Stammplatz lag etwas abseits der bekannten Badestrände in mitten eines kleinen Waldes. Sie legten ihre Badetücher auf den Boden und setzten sich drauf. Die nächsten Stunden sie mit Kartenspielen, Reden und in der Sonne liegen verbrachten vergingen wie im Flug. Plötzlich stand Warrek auf holte seinen Rucksack und setzte sich wieder zu den beiden in der Sonne liegenden jungen Frauen. „Ratet mal was ich hier habe“. Nach einem gezielten Griff kam seine Hand mir 3 Flaschen Bier wieder zum Vorschein. „Tadaa“ Jenn und Kiara grinsten als sie Warreks strahlenden Gesichtsausdruck sahen. Sie stiessen auf ihre Freundschaft an und redeten noch eine Weile miteinander. Die Sonne stand mittlerweile ziemlich tief am Horizont, man konnte die Grillen zirpen hören und eine sanfte Brise strich über die Wiesen. Warrek war vor kurzem aufgestanden und stand jetzt am Seeufer und lies ein paar Steine hüpfen. Jenni drehte sich zu Kiara, sie sah hübsch aus. Der Hellgrüne Bikini stand in Schönem Kontrast zu ihrer relativ dunkelblauen Haut. Die Asari hob die Hand vor ihr Gesicht damit die Sonne sie nicht blendete und lächelte sie an. „Ich habe gerade an unseren Ausflug auf den Hügel gedacht“ sagte sie leise. Jenni erinnerte sich immer wieder gerne an diesen Tag. Es war mittlerweile fast drei Monate her. Damals kannten sie sich bereits etwas mehr als ein halbes Jahr. Nach der Schule waren sie unterwegs auf den Hügel am Rande der Kolonie, es war ein schöner Frühlingstag. Sie liefen durch eine Wiese, das hohe Gras hatte sie an den Beinen gekitzelt. Sie waren noch ein paar duzend Meter von den Bäumen auf der Spitze des Hügels entfernt als Kiara sich zu Jenni umdrehte. „Na was habe ich dir gesagt?“ Kiara deutete auf die Kolonie, „ist die Aussicht nicht herrlich?“ Jenni drehte sich um, die Sonne versank gerade am Horizont und tauchte die Kolonie in ein oranges Licht. Die letzten Sonnenstrahlen liessen den See golden funkeln. Der Ausblick war atemberaubend. „Wow, du hattest recht, hier ist es wunderschön“. Jenni legte sich neben die Wurzeln eines grossen Baumes in das Gras. Kiara zögerte einen Moment und legte sich dann neben sie. Sie schauten an den Himmel, zwischen den Wolken deren Ränder orange leuchteten waren bereits die ersten Sterne zu sehen. Jenni war aufgefallen das ihre Freundin sich merkwürdig verhielt, schon seit sie aufgebrochen waren, sie wirkte angespannt und nervös. „Vielleicht macht sie ich Sorgen wegen der Schule?“ dachte Jenni sich. „ich werde sie etwas ablenken“. Sie richtete sich auf. „Hei Kiara, wie sieht es eigentlich bei dir aus? Hast du dich in der Schule Jungstechnisch schon mal einmal umgesehen?“ Kiara sah sie mit grossen Augen an, schüttelte den Kopf und richtete sich ebenfalls auf. „Ne wieso fragst du?“ meinte sie unsicher. „Ach mein Dad denkt ich sei mit Devon hier, er denkt ich seie mit ihm zusammen, nur weil wir einmal mit ihm zusammen von der Schule nach hause gegangen bin. Er war alleine und wir hatten fast den selben Heimweg“. Sie fuchtelte wild mit den Händen herum „Es war bloss ein Zufall, mein Vater an uns vorbeigefahren und denkt seither das wir zusammen sind. Natürlich weiss er nicht das ich dass weiss, er hält sich für undurchschaubar“. Jenni lachte als sie die letzten Worte aussprach. „Hast du den schon ein Auge auf einen speziellen Jungen geworfen?“ Kiara war nervös, sie spielte die ganze zeit an einem Zweig herum. „Nun ich habe tatsächlich jemanden ins Auge gefasst, aber....“ sie stoppte. „Aber wass?“ harkte Jenni nach „ist er vergeben?“ Kiara stand auf und ging ein paar Meter von Jenni weg. „Es ist schwer zu erklären...“ sie biss sich auf die Lippe. Jenni stand auf und ging zu ihr hin, „wie meinst du dass?“ fragte sie vorsichtig. Kiaras Stimme hatte gezittert, Jenni wusste nicht ob sie traurig war. Sie legte ihrer Freundin die Hand auf die Schulter. Kiara drehte sich um, packte Jennis Hände und sah sie an, noch bevor sie reagieren konnte küsste Kiara sie auf den Mund. Jennifer war erstaunt, überrumpelt, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie stand einfach nur da. Nach ein paar Sekunden löste sich Kiara von ihr und trat einen Schritt zurück, sie war wohl von ihrer eigenen Reaktion überrascht. Sie riss ihre Augen weit auf, starrte Jenni an und legte ihre Hände entsetzt vor ihren Mund. Sie musste sich unglaublich schämen für ihre Aktion. Sie drehte sich um, von ihrer Freundin weg, sie konnte ihr nicht mehr in die Augen sehen. Jenni konnte hören wie ein Atemstoss durch Kiaras Mund entwich, war aber immer noch nicht im stande sich zu bewegen. „ich sollte jetzt besser gehen“ Kiaras Stimme klang zittrig und total aufgewühlt. Sie ging steif und ohne sich umzudrehen los. Erst jetzt hatte Jenn die Kontrolle über ihren Körper zurück erlangt. Sie rannte Kiara hinterher und holte sie nach ein paar Metern wieder ein. „Kiara warte!“ sie packte die Asari an der Schulter, sie hörte das Kiara schluchzte „hei“ Jenni drehte ihre Freundin zu sich um, ihre Augen waren voller Tränen. Kiara wusste nicht was sie tun sollte, „es tut mir leid, ich hätte dich nicht einfach so küssen dürfen es ist nur.....“ weiter kam sie nicht, drückte Jenni bereits ihre Lippen gegen Kiaras. Diese hatte versucht sich von Jennis griff los zu reissen doch jetzt hatte ihre Gegenwehr abrupt aufgehört. „Was zur Hölle tust du da?!“ hallte es durch Jennis Kopf. Kiara war ihre Freundin, aber war es nicht falsch eine andere Frau so zu küssen? In ihr tobte ein innerer Konflikt, sie wusste nicht ob sie sich jetzt gut oder schlecht fühlen soll, ihre Gedanken überschlugen sich. Nach etwa fünf Sekunden löste sie sich von der Asari. Diese starrt sie mit grossen Augen und offenem Mund an. Sie hatten beide noch nicht ganz verarbeitet was gerade passiert war.

„Ich habe mich damals als ich dich geküsst habe so unglaublich geschämt, ich wäre am liebsten im Boden versunken. Ich dachte du würdest weglaufen und nie wieder mit mir reden“. Kiaras lächelte verlegen. „Wieso hätte ich weglaufen sollen?“ Jenni war näher zu Kiara gerutscht damit sie nicht so laut reden musste, auch wen Warrek die Geschichte bereits kannte wollte sie nicht das er mithörte. „Ich weiss nicht, ich hatte damals einfach angst gehabt, was wen du es allen erzählt hättest?“ „Dass hätte ich niemals getan, du warst meine Freundin!“ „ich weiss, aber ich war damals so durcheinander“. Sie schaute Jenn an „Wieso hast du mich damals eigentlich geküsst?“ „Das weiss ich bis heute nicht genau, vielleicht habe ich darin die einzige Chance gesehen dich zu beruhigen, vielleicht habe ich mich einfach von meinen Gefühlen lenken lassen“. Sie zuckte mit den Schultern „Wahrscheinlich wusste mein Herz damals schon was mein Verstand noch nicht geschnallt hatte. Hattest du das ganze eigentlich geplant gehabt?“ „Ich habe mir fest vorgenommen es dir an diesem Abend zu gestehen aber es war anders geplant gewesen, nicht ganz so direkt“ meinte sie unschuldig. „Gut das du es so gemacht hast, ich weiss nicht wie ich reagiert hätte wen du bloss gefragt hättest“

Sie hatten sich eine ganze Weile angestarrt bis Kiara sie gefragt hatte ob sie gehen wollen. Den ganzen Weg über hatten sie nicht mehr gesprochen, die Stille war unerträglich gewesen. Jenni hatte gehofft das ihre Freundin etwas sagen würde doch jedes mal wen sie dazu ansetzte lies sie es doch wieder sein. Sie schaute immer zu ihr rüber wendete sich aber sofort ab wen Jenni ihre Blicke erwiderte, es war ihr immer noch peinlich ihr in die Augen zu sehen. Als sie bei Kiaras Haus ankamen verabschiedeten sie sich knapp voneinander. Zuhause angekommen sagte Jenni ihren Eltern hallo und verzog sich dann sofort in ihr Zimmer, sie musste nachdenken. Nach fast einer Stunde in der sie sich den Kopf zerbrochen hatte wusste sie noch immer keine Antwort auf die Frage die sie quälte. Jenni stand auf und schlich sich nach unten in die Küche. Sie setzte sich ins Esszimmer und wartete. Ihr Vater ging um diese Zeit immer nach draussen und Rauchte eine Zigarette. Drinnen durfte er nicht rauchen weil Jennis Mutter ihm das nicht erlaubte. Sie horchte, seine Schritte gingen in Richtung Haustür. Kaum hatte sie gehört wie die Tür zu fiel ging sie zu ihrer Mutter. Diese sass auf der Couch und sah fern. „Ich dachte du seist oben in deinem Zimmer?“ Jenni setzte sich neben ihre Mutter die sie besorgt ansah „Mam kann ich dich etwas fragen?“ Es war nicht das erste mal das sie ihre Mutter um Rat fragte aber diesmal fühlte sie sich komisch dabei. „Aber klar Schatz, was liegt dir auf dem Herzen?“ „Ich“ sie atmete tief durch und ordnete die Worte in ihrem Kopf noch einmal neu. “Wenn mir gesagt wird das etwas falsch ist aber es sich für mich richtig anfühlt, was soll ich dann machen?“ Sie erntete einen fragenden Blick von ihrer Mutter „In welchem Zusammenhang?“ „Wen ich mich entscheiden muss und meine Freunde mir sagen das Ja zu sagen falsch wäre aber es sich für mich richtig anfühlt.“ „Jenni, wen du vor solchen Entscheidungen stehst, solltest du stets auf dein Herz hören.“ Jenni nickte kurz und stand auf. „Danke Mam“ antwortete sie und gab ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. Sie ging wieder nach oben, kaum war sie in ihrem Zimmer angekommen hörte sie wie ihr Vater wieder rein kam. Sie hatte sich fest vorgenommen am nächsten Tag zu Kiara zu gehen und mit ihr zu reden. Sie Lag noch einen ganze Weile in ihrem Bett und dachte nach bevor sie der Schlaf überkam.
Jenni war am nächsten Tag früh aufgewacht, normalerweise schlief sie Sonntags bis am Mittag. Als sie nicht wieder einschlafen konnte stand sie auf, es fiel ihr schwer die Gedanken an das Gespräch mit Kiara zu verdrängen. Die Zeit verging schleppend, jedes mal wen sie auf die Uhr sah wurde sie ungeduldiger. In ihrem Kopf spielte Jenni das Gespräch mit Ihrer Freundin immer und immer wieder durch. „Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten“ seufze sie leise. Nach endlosen Stunden und einem Mittagessen bei dem sie nur mit der Gabel in ihrem Teller herumgestochert hatte war es endlich Nachmittag geworden. Sie sagte ihren Eltern das sie zu gehe und verliess das Haus. Jetzt überkam die Nervosität Jenni wieder, sie begann sich Fragen zu stellen. Was wen sie nicht reden wollte, was würde sie tun wen Kiara sie wieder küssen würde? Ihre Finger zitterten ein wenig als sie die Klingel drückte. Nach einem Moment der Stille öffnete Kiaras Mutter die Tür „Ah, hallo Jenniver“. „Hallo miss Nesharis“ sie versuchte so ruhig wie möglich zu klingen „Ist Kiara da?“ „Ja sie ist in ihrem Zimmer, ich sage ihr das du da bist.“ „Könnten sie mir einen Gefallen tun? Würden sie ihr bitte nicht sagen wer hier ist, ich möchte sie überraschen.“ Kiaras sah ihrer Mutter ähnlich, Sie hatten beide eine dunkle blaufärbung und Grüne Augen. Sie lächelte Jenni an „Ok“ Als sie im Haus verschwand atmete Jenni tief durch, sie war jetzt sehr nervös. Sie versuchte ihre Hände ruhig zu halten . Die Haustür stand halb offen. Sie hörte tapsende Schritte die auf sie zu kamen. Kiara war Zuhause oft barfuss, Jenni erkannte ihre Schritte. Kiara öffnete die Türe sie sah ihre Freundin mit einer Mischung aus Neugier und Erstaunen an. „Jenn, was machst du den hier?“ Sie lächelte freundlich „ich besuche eine Freundin. Ich wollte mit dir darüber reden was gestern passiert ist.“ Kiara schaute sie besorgt an „Klar komm doch rein“, Jenni trat ein und folgte ihrer Freundin in ihr Zimmer. Kiara schloss die Tür hinter Jenni und stellte sich vor sie „worum geht es?“ fragte die Asari. „Dein Kuss.... War das dein Ernst“ Jenni merkte das dieser Satz nicht richtig klang und korrigierte sich schnell „Ich meine deine Gefühle hinter dem Kuss.... fühlst du wirklich so für...für mich?“ Kiara setzte sich den Bürostuhl an ihrem Tisch und schaute verlegen aus dem Fenster. „Ich“ sie rang mit sich selbst. Ein Teil von ihr wollte Jenn die Wahrheit sagen aber ein anderer fürchtete sich davor. „Ja, das tue ich“ brach es schliesslich aus ihr heraus. „Wir sind schon so lange befreundet,  wir haben zusammen geredet, Geheimnisse geteilt und Zeit zusammen verbracht. Anfangs warst du bloss eine Freundin für mich, aber mit der Zeit kamen da auch andere Interessen an dir. Hattest du den nie daran gedacht das da einmal mehr als bloss Freundschaft zwischen uns sein könnte? Du siehst mich wahrscheinlich als “Frau“ aber eigentlich wäre unsere Beziehung nicht anders als jede andere, Asari sind monogeschlechtlich, es gibt für uns kein weiblich und männlich.“ Kiara war wieder völlig aufgebracht. Sie wollte sich vor ihrer Freundin zu rechtfertigen. „Ganz ruhig Kiara, du brauchst keine Erklärung für deine Gefühle, es liegt nicht an dir in wen du dich verliebst“ „Aber es liegt an mir es dieser Person zu sagen.“ Sie trat neben Jenn und setzte sich neben sie auf die Bettkante. „Ich weiss es gibt kein Gesetz das Menschen eine gleichgeschlechtliche Beziehung verbietet aber die Gesellschaft akzeptiert es nicht wirklich.“ Ihre stimme klang jetzt traurig „Ich kann verstehen wen du dich gegen mich entscheidest“.
Jenni schaute Kiara in die Augen, diese sah sie mit einem niedergeschlagenen Blick an, sie schien fest mit einer Absage zu rechnen. „Ich habe einen Rat bekommen, wen ich vor einer Entscheidung stehe bei der ich nicht weiter weiss soll ich auf mein Herz hören.“ Jenni legte ihre Hand auf Kiaras, „Und das hat sich längst entschieden“ Die Asari schaute sie überrascht an, es dauerte einen Moment bis sie verstand. Die Trauer in ihrem Gesicht wich einem lächeln, ihre Augen fixierten Jenni‘s. diese bewegte sich auf Kiara zu, ihr Gesicht war nur noch wenig von dem der Asari entfernt, sie spürte die zarte Berührung von Kiaras Hand an ihrem Oberarm. Sie schlossen ihre Augen. In diesem Moment klopfte Kiaras Mutter an die Tür „Schatz wir kriegen heute Abend noch Besuch kannst du mir nachher noch  in der Küche helfen?“ Sie war zurückgeschreckt als ihr Mutter an die Tür geklopft hatte „Ja kein Problem“ antwortete sie leicht enttäuscht. Die beiden sprachen noch kurz zusammen und gingen dann nach unten zur Haustür. Nach dem sich Jenni verabschiedet hatte trat sie noch einmal zu ihrer Freundin, legte ihr die Hände auf die Hüften und Küsste sie zärtlich auf den Mund und hielt den Kuss. „Oh“ Kiaras Mutter war gerade um die Ecke getreten und sah die beiden an. Jenni sprang sofort zurück und schaute sie entsetzt mit offenem Mund an, sie wurde Rot im Gesicht. Sofort suchte sie nach einer Möglichkeit dieser peinlichen Situation zu entkommen, doch das einzige was dabei herauskam war ein unschuldiges Lächeln. „Bis bald Jennifer“ antwortete Kiaras Mutter „Bis Bald Miss Nesharis“ sagt sie verlegen. Kaum waren die beiden wieder alleine begann Kiara zu grinsen und zu kichern, Jenn legte beschämt ihre Hände vor ihr Gesicht und trat aus dem Haus. Sie drehte sich zu ihrer Freundin die auf der Türschwelle stand um und senkte ihre Hände wieder. „Bis morgen“ „bis morgen.... hei Jenn ich wusste gar nicht das ihr Menschen eure Farbe wechseln könnt?“


„Oh mann war mir das peinlich gewesen, ich glaube ich wäre nächstens in Ohnmacht gefallen“ Kiara grinste „Ich dachte deine Mutter würde anders reagieren, ich glaub meine wäre entweder ohnmächtig geworden oder ausgerastet.“ „Na sie wusste es schon.“ „WAS?!“
Warrek drehte sich zu den beiden um als er Jennis Ausruf hörte. „Sie hat die ganze Zeit gewusst weshalb ich zu dir gekommen bin?“ „Ja.. ich habe ihr erzählt was passiert war“
Jenni starrte sie wortlos an „was hätte ich den machen sollen, sie wusste das etwas nicht stimmte mit mir und ich kann nun mal nicht gut lügen.“ „Ich habe sie noch gebeten dir nicht zu sagen das ich es bin die vor der Tür steht und sie hat genau gewusst wieso? Musst du mir das erzählen, jetzt werde ich erst recht jedes mal rot wen ich sie sehe“. Die Asari musste lachen als ihre Freundin das sagte. „Hei das ist nicht lusitg“, sie richtete sich auf. Kiara hielt sich den Mund zu musste aber immer noch lachen. Grinsen begann Jenni sie an den Seiten zu kitzeln, Kiara stiess einen kurzen Schrei aus und zuckte zusammen. „Lass das, das ist nicht fair“, sie fuchtelte mit den Armen herum, Jenn lies von ihr ab. Sofort sprang die Asari auf und begann erneut zu kichern, ich hätte zu gern zugesehen als du versucht hast meiner Mam etwas vorzumachen, sie fand es bestimmt total niedlich.“ Jenn machte einen schnellen Schritt nach vorne und packte sie mit der einen Hand an den Kniekehlen und legte die andere an ihren Rücken. Sie hob Kiara hoch und ging mit ihr in Richtung des Sees, diese hielt sich reflexartig an Jennis Hals fest und strampelte mit den Beinen, „Lass mich runter“ rief sie empört. Ihr Atem stockte als sie über den flachen Strand ins Wasser ging, Jenni war durch die Sonne total aufgeheizt, „Oh Gott ist das kalt“ schoss es durch ihren Kopf, es fühlte sich an als ob sie einen Kessel voller Eiswürfel getreten wäre. Sie musste sich mit aller Kraft konzentrieren um sich nichts anmerken zu lassen. Nach 3 weiteren Schritten stand sie fast bis zur Hüfte im Wasser. Kiara klammerte sich an ihr fest und starrte sie mit grossen Augen und einem entsetzten Blick an. Plötzlich begann ihr Freundin grinsend langsam in die Hocke zu gehen. Die Asari zog sich an ihr hoch, sie wollte gerade etwas sagen als ihr Rücken die Wasseroberfläche berührte. Jenni lies sie langsam in das kalte Wasser sinken. Kiara atmete tief ein und kreischte „Lass das!“ Sofort richtete Jenn wieder auf, so das Kiara wieder in der Luft war, „na warte!“ Jenni küsste Kiara kurz auf den Mund „tief Luft holen“ sagte sie grinsend. „Nein, du kannst nicht.. nein bitte“ weiter kam sie nicht mehr lies sich ihre Freundin nach hinten über ins Wasser fallen. Sie holte tief Luft und spannte sich an, die Kälte war wie ein Schock für ihren aufgeheizten Körper. Warrek hatte die ganze Szene vom Ufer aus lachend beobachtet. Kiaras Kopf tauchte wieder aus dem Wasser auf. Jenni war unter ihr weggetaucht und kletterte bereits aus dem Wasser. Ihre Freundin fluchte etwas in einem Asaridialekt den sie nicht verstand. „Wenn ich dich in die Finger kriege!“  Jenni hatte sich gerade auf ihr Badetuch gelegt als die Asari aus dem Wasser kam, Wasserperlen rannen über ihre glatte blaue Haut. Sie warf ihrer Freundin einen bösen Blick zu, doch diese kannte sie schon lange genug um zu erkennen das sie ihr nicht wirklich böse war. Warreks Blick folgte Kiaras geschmeidigen Bewegungen unauffällig, er hatte den beiden schon öfters auf den Hintern oder in den Ausschnitt gesehen. Als sie bei Jenni ankam schnappte sie sich ihr Badetuch und warf es sich über die Schultern. Sie drehte sich und schüttelte die letzten Wassertropfen von ihren Armen in die Richtung ihrer Freundin die grinsend in der Sonne lag. „Wegen dir erfriere ich noch.“ Die angesprochenen rutschte etwas zur Seite, so das noch Platz auf ihrem Badetuch war „Ich kann dich ja aufwärmen“ antwortete sie grinsen. Lächelnd kniete sich Kiara über Jennis Schoss und schaute sie mit eine lüsternen Blick an. Sie beugte sich über ihr Gesicht „Tut mir leid aber die Chance hast du verspielt“ sie richtete sich wieder auf „Und zudem wollen wir ja nicht das dem guten Warrek die Augen aus dem Kopf fallen.“ Sie sprach die Worte absichtlich laut genug aus damit er sie hören konnte. Er hatte die ganze Zeit zu ihnen gesehen, jetzt hatte sich der Turianer sofort von ihnen abgewendet und tat so als ob er nichts gehört hätte. Die Asari stand wieder auf  und legte sich neben Jenn in die Sonne. Nach einer weile kam Warrek zu ihnen „So...ich lasse euch zwei mal alleine.... auftauen. Man sieht sich am Montag“ „Ok bis dann“ „bis dann“ Jenni war sich sicher das ihr Freund nur gewartet hat weil er noch nervös war weil Kiara ihn dabei erwischt hat wie er sie angestarrt hat.

Ein Leises Surren lies Jenn erwachen, sie war an der schön warmen Sonne eingeschlafen. Mit einem Griff in ihre Tasche holte sie ein kleine Datenpad hervor das blinkte. „Was ist?“ fragte Kiara. „Ach nichts, nur meine Eltern die wissen wollen ob ich zum Abendessen nach hause komme.“ Nach einem kurzen Moment der Stille richtete sich Kiara auf „Hast du es ihnen eigentlich mittlerweile erzählt?“ Jenni drehte sich zu ihrer Freundin„Was den?.“ „Na das mit uns“ Sie blickte verlegen zur Seite „noch nicht.“ „Jenni, wir sind jetzt schon 3 Monate zusammen und du hast es ihnen noch immer nicht erzählt?“ Sie legte ihre Hand auf Jennis Bein, ihre Blicke trafen sich. „Schämst du dich etwa für mich?“ „Nein!“ sie schaute die Asari entsetzt an „nein, wieso sollte ich mich für dich schämen?“ Sie griff nach der Hand ihrer Freundin „es ist nur....“ sie zögerte einen Moment „meine Eltern sind nur sehr....Konservativ.“ Wach so schlimm kann das nicht sein.“ Jenni hob die Augenbrauen und schaute ihre Freundin an. Kiara dachte einen Moment nach „ich habe eine Idee, ich komme heute abend mit dir und wir essen mit deinen Eltern zu abend.“ „Ähm...“ „keine Ausreden, wie soll ich mich den da fühlen? Ich habe bereits am ersten Tag meiner Mutter gesagt das wir zusammen sind, das heisst DU hast es ihr gezeigt“ meinte Kiara grinsend „Und du schämst dich nach 3 Monaten immer noch mich deinen Eltern vorzustellen.“ Der enttäuschte Tonfall von Kiara zeigte Wirkung. „Ich schäme mich nicht für dich!“ „Na dann ist das ja kein Problem, los gehen wir, ich sollte mich wahrscheinlich noch umziehen, sag du deinen Eltern das du jemanden mitbringst. Kiara stand lächeln auf und streckte Jenni helfend die Hand entgegen.
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