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Ein neuer Gast

von Shaiya
GeschichteSci-Fi / P16
Hoban Washburne Kaywinnit Lee Frye Malcolm Reynolds River Tam Simon Tam Zoë Washburne
02.11.2012
09.12.2012
2
3.880
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
02.11.2012 1.690
 
Meine erste FanFic :D
Ich hoffe sie gefällt euch!
Ich weiß mein Stil ist nicht besonders toll, ich kann ihn manchmal selbst nicht leiden, aber ich übe schön brav xD
Reviews demnach erwünscht, ich werde mein Bestes geben besser zu werden~

Es spielt eigentlich nach der Serie und vor dem Film, allerdings kann es sein, dass ich einzelne Elemente aus dem Film unbewusst benutze.

Und ein gaaaanz großes Dankeschön an Lyn, fürs durchlesen und mir verdammt tolle Vorschläge machen und so <3

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„Siehst du die Berge dort hinten? Flieg dort hin, dann können wir die Serenity abstellen, bevor wir zum Treffpunkt gehen.“, meinte Mal und deutete auf felsige Erhöhungen auf dem Planeten, der auf der anderen Seite des Fensters in Sicht kam. Wash nickte nur und änderte den Kurs der Serenity leicht. Schneller als man es dem Schiff zutrauen würde, drehte es auf die Berge zu, die immer näher kamen. Wash ging in einen Sinkflug über und die Serenity glitt leicht über das karge Felsland unter ihnen.
Es war kein wirklich schöner Planet. Die Landschaft war nur eintönig grau in grau und vereinzelt ein bisschen braun. Niemand lebte hier, außer ein paar Einsiedler, aber die waren auf der „schöneren“ Seite des Planeten. Wenn man diese denn schön nennen konnte, fand man dort doch auch nur Felsen und Berge. Vielleicht einzelne Felder, auf denen struppiges Gras und kaum essbares Getreide wuchs, aber damit waren die besten Dinge schon genannt. Der Planet  wurde die meiste Zeit von Schmugglern genutzt, die sich hier im Schutz vor der Allianz trafen, Waren austauschten und kurz darauf wieder in den weiten fernen des Weltalls verschwanden. Jeder mit einer anderen Ware an Bord als vor seinem Besuch.
Heute wurde der Planet auch von Mal und seiner Crew genutzt. Sie sollten ein paar Kisten tauschen, die sie dann zu ihrem angeblich rechtmäßigen Besitzer bringen sollten. Etwas, dass sie früher schon öfters getan hatten. Es war nicht wirklich schwer und normalerweise auch nicht wirklich gefährlich, also sahen alle dem Ganzen neutral entgegen.
Die Serenity würden sie allerdings an einem anderen  Ort abstellen als an dem, an dem sie sich mit den Männern trafen, die ihnen die Ware übergeben sollten. Es wurde dann ja doch etwas auffällig, wenn zwei Schiffe auf diesem trostlosen Planeten nebeneinander landen würden. Die Einsiedler hier hatten auch ab und an nichts dagegen sich ein wenig Geld dazu zu verdienen wenn sie Leute an die Allianz verrieten. Mal und dem Rest der Crew war es schon mehr als einmal passiert, dass sie überstürzt wieder hatten wegfliegen müssen weil der Kapitän des anderen Schiffs nicht aufgepasst hatte.

Schritte ertönten, als Zoe die Brücke betrat. „Das Maultier steht bereit, Sir.“, teilte sie Mal mit, und nickte nebenbei Wash kurz zu, der sich zu ihr umgedreht hatte als die das Cockpit betreten hatte. Mal nickte ebenfalls „Wir sollten in zwei Stunden wieder da sein, flieg ja nicht ohne uns los!“, rief er halb ernst gemeint dem Piloten noch zu und folgte Zoe danach hinunter Richtung Laderaum. Dort stand, wie die Frau vorhin bereits angekündigt hatte, das Maultier. Auf dem Rücksitz saß Jayne mit seiner Vera, die er sehr interessiert betrachtete. Mal schüttelte nur den Kopf. Wie man eine Waffe bloß so lieben konnte?  Auch Kaylee befand sich im Laderaum. Sie lag rücklings unter dem gelben Gefährt und schraubte noch etwas herum. „Kaylee, was tust du da, ich dachte das Maultier wäre okay?“, fragte Mal leicht genervt. Die Angesprochene stand auf der anderen Seite des Raumes auf und schaute hinüber. „Es ist auch alles in Ordnung, Kapitän. Ich wollte nur etwas nachschauen.“ meinte sie unschuldig. Mal hob eine Augenbraue, erwiderte allerdings nichts mehr.
Wenig später landete die Serenity sanft auf dem rauen Gestein und mit einem lauten Zischen wurde die Laderampe geöffnet und gab den Blick auf noch mehr trostlose Landschaft preis. Mal, Zoe und Jayne stiegen wortlos in das Maultier und fuhren los.
Es dauerte nicht lange, da kam ein Schiff in Sicht, welches  Mal schon vom Cockpit aus gesehen hatte. Die Besitzer dieses Schiffes waren der Crew der Serenity bekannt, also machten sie sich nicht einmal die Mühe nicht aufzufallen und fuhren direkt auf die Gruppe von Menschen zu, die vor dem Schiff stand.
Ein stämmiger Mann mit schwarzen langen Haaren begrüßte sie. „Hey, Mal, Zoe, lange nicht mehr gesehen!“ rief er breit grinsend mit einem oft schwer verständlichen Akzent und umarmte sie überschwänglich als die beiden ausgestiegen waren. Jayne ignorierte er, wie sonst auch immer. Die beiden hatten bei ihrer ersten Begegnung eine Auseinandersetzung gehabt, die mit einem Schusswechsel geendet hatte. Sie gingen sich zu diesem Zeitpunkt nur nicht gegenseitig an die Kehle, weil das für beide eher kontraproduktiv gewesen wäre. Mal, Zoe und der Kapitän des anderen Schiffes unterhielten sich kurz über verschiedenste belanglose Dinge, während Jayne und zwei andere die Kisten, die schon bereit gestanden waren, auf das Maultier hievten.
„Ja, das ist echt lange her!“, meinte Mal und lachte laut als Ker, der Schwarzhaarige etwas Lustiges erwähnte, als sie über alte Zeiten sprachen. Jayne murrte und hob noch eine Kiste auf das Maultier. „Wäre nett wenn ihr euer Plauderstündchen ein andermal fortführen könnt, ich hab nicht ewig Zeit!“, rief er den beiden zu. „Wer bezahlt dich?“, gab Mal nur zurück, musste aber zugeben, dass die Zeit langsam knapp wurde.
„Wir sollten dann mal wieder los, sonst haben wir niemanden mehr, der die Kisten für uns schleppt.“, meinte Mal halb lachend und verabschiedete sich von Ker. Dieser nickte nur und deutete seinen Männern zurück in sein Schiff zu gehen. „Vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder einmal“, verabschiedete er sich von den beiden, die nun zum Maultier zurück gingen.
Jayne murrte Irgendetwas, aber als Mal nachfragte, was er gesagt hatte, sagte dieser nichts sondern setzte sich nur auf eine der Kisten, da keiner der Sitze mehr frei war. Zoe lächelte kurz über die beiden, bevor sie wieder den Platz hinter dem Lenkrad einnahm.

Die Fahrt zur Serenity zurück konnten sie nicht so schnell hinter sich bringen , da sie zusätzlich aufpassen mussten, die Kisten nicht zu verlieren. Also nahm Zoe eine leicht abgeänderte Route, die um einen Hügel herumführte, bevor sie zu einem kurzen Tal kommen würden, das sie zurück zur Serenity bringen würde.
„Warte, Zoe!“ rief Mal auf einmal auf und die Frau bremste das Maultier urplötzlich ab, wobei Jayne von seiner Kiste fiel. „Hwun dan! Pass gefälligst auf!“ fauchte Jayne doch Zoe hörte ihm nicht zu sondern folge Mals Blick zu einem flachen Felsen am Rand der Straße. „Gao yang jong duh goo yang.“, murmelte Jayne als sein Blick ebenfalls darauf fiel. Mal sprang aus dem Maultier und lief, gefolgt von Zoe, auf den Stein zu.

Auf ebendiesem Felsen lag ein Mädchen. Sie hatte nur ein kurzes weißes Kleid an, was die Sicht auf ihre nackten Arme und Beine nicht wirklich versperrte.  Blaue Fleckten schmückten ebendiese und auch die eine oder andere Schramme war sichtbar. Zoe streckte vorsichtig die Hand aus um das hellblonde Haar des Mädchens auf die Seite zu streichen und ihr ins Gesicht zu sehen. Ihre Augen waren geschlossen, auf den Wangenknochen befanden sich ebenfalls blaue Flecken und getrocknetes Blut. „Sie lebt noch.“, stellte die Frau leise fest. „Ihr wollt doch jetzt nicht noch jemanden mit an Bord nehmen, oder? Wir sind jetzt schon zwei zu viel!“, rief Jayne, der sich erneut zurück auf die Kiste gesetzt hatte und die beiden jetzt aus der Entfernung beobachtete.
Zoe warf Mal einen Blick zu, dieser schüttelte leicht den Kopf. „Wer auch immer sie ist, wir können sie nicht einfach hier lassen. Es wird bald Nacht und hier auf dem Felsen würde sie erfrieren. Auch wenn sie wach werden würde gäbe es hier keinen Schutz vor der Kälte, den Bewohnern, oder was hier noch so herumläuft“,  stellte er klar, machte eine ausholende Handbewegung und wandte sich wieder dem Mädchen zu. „Schlimmstenfalls können wir sie bei der nächsten Stadt wieder hinauswerfen, aber ich habe eigentlich nicht vor, für den Tod eines unschuldigen Mädchens verantwortlich sein.“ „Vielleicht ist sie nicht so unschuldig wie sie aussieht.“, erwiderte Zoe leise. Sie wusste nicht, was sie denken sollte. „Das können wir nicht wissen.“, stimmte ihr Mal zu, „Aber wenn sie es doch ist, wird sie hier sterben.“ Zoe nickte und betrachtete sie erneut. „Zumindest hat sie keine Waffen bei sich.“, meinte sie nur und wandte sich zum gehen. Mal schmunzelte und nahm das Mädchen dann vorsichtig in die Arme, woraufhin die beiden zum Maultier zurückkehrten.
Jayne verdrehte die Augen.  „Das kann doch jetzt nicht-“, begann er, wurde aber von Mal unterbrochen, „Halt die Klappe Jayne, sie wird nicht lange bei uns bleiben.“ „Ja, das hast du schon einmal gesagt.“, murmelte dieser noch wiederstrebend, war aber dann still als ihm von keiner Seite etwas erwidert wurde und die Drei still zurück zur Serenity fuhren.

Dort angekommen wurden sie schon von Kaylee erwartet, deren Blick auf das Mädchen fiel, dass Mal immer noch in seinen Armen hielt. „Wer ist das, was ist passiert?“, rief sie erschrocken, und lief auf den Kapitän zu, alle nebenbei begutachtend um festzustellen, ob niemand außer dem fremden Mädchen verletzt war. „Wir haben sie sozusagen gefunden, hol den Doc, er sollte sie sich mal anschauen“, meinte Mal nur kurz angebunden zu der Frau und stieg vorsichtig aus. Währenddessen verfrachteten Zoe und Jayne die Kisten im Laderaum und schlossen die Laderampe, damit sie den Planet verlassen konnten.
Gerade als Zoe sich auf den Weg zu ihrem Mann machte, um ihm zu sagen, dass sie losfliegen konnten, kam Kaylee mit Simon im Schlepptau zurück in den Laderaum. Mal stand auf und deutete auf das unbekannte Mädchen, die er neben dem Maultier auf den Boden gelegt hatte, da sie ihm langsam zu schwer geworden war. „Doc, wir haben sie gefunden, vielleicht sollten Sie sie sich einmal ansehen, sie scheint-“, begann er und stoppte dann kurz, bevor er leise seinen Satz mit ‘verletzt zu sein‘ beendete. Etwas auf dem Gesicht des Doktors hatte ihn stutzig werden lassen. Der Gesichtsausdruck. Leicht erschrocken, und doch liebevoll. Wie wenn sie keine Unbekannte für ihn war, als würde er sie kennen.

„Wer ist sie?“, fragte Mal leise.
„Ihr Name ist Nainia.“, antwortet Simon abwesend, ohne den Blick von dem Mädchen auf dem Boden  abzuwenden.
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