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Heartbreaker

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
29.10.2012
24.11.2022
6
14.628
2
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24.11.2022 2.159
 
heavy breathing

Wir setzen uns wieder eng nebeneinander auf das Sofa und im TV kommt bereits der Abspann des Filmes. Anstatt einen neuen Film zu starten, knipst Neo allerdings einfach den Fernseher aus und automatisch ist es weitaus dunkler im Wohnzimmer als noch vorher. Fragend wende ich meinen Kopf in seine Richtung, habe dabei aber nicht damit gerechnet, dass er mir bereits so nah ist. Meine Nasenspitze trifft gegen seine und sein warmer Atem schlägt gegen meine Lippen.

Ich kann mich nicht bewegen, es geht nicht. Da ist sofort wieder dieses Kribbeln in meinem Magen, das bis in den Hals hoch reicht. Neo legt eine seiner starken Hände in meinen Nacken, streicht mit seinen Fingern kurz über meinen Haaransatz, ehe er mich noch ein Stück näher zu sich zieht.

Seine Nasenspitze trifft jetzt bereits meine Wange, unsere Lippen sind nur wenige Millimeter voneinander entfernt. Ich kann sie bereits fast spüren, obwohl wir uns nicht einmal berühren. Diese Spannung zwischen uns ist Wahnsinn, ich kann es gar nicht in Worte fassen. Und ich verstehe nicht, wie er es scheinbar so ruhig einfach aushalten kann. Sein Atem trifft meine Wange gleichmäßig, ruhig, geordnet. Mein Atem ist hingegen viel zu schnell.

Ich weiß nicht auf was er wartet, aber er bewegt sich nicht. Lediglich seine Finger streichen weiterhin über meinen Nacken.

„Auf was wartest du?“, flüstere ich leise, berühre beim Sprechen kurz seine Lippen mit meinen und habe das Gefühl bereits bei dieser kleinen Berührung innerlich kurz gestorben zu sein.

Neo reagiert ganz anders, als ich es erwartet habe. Meine Lippen kribbeln bereits, in der Hoffnung, dass er mich endlich küsst. Stattdessen lehnt er sich wieder zurück, sieht mir kurz in die Augen, eher er mit dem Daumen seiner Hand in meinem Nacken, meinen Kopf an meinem Kiefer leicht zur Seite dreht. Er senkt sein Gesicht an meinen Hals, welcher komplett für ihn frei liegt, und lässt seine Lippen sacht darauf gleiten. Ich kann es nicht unterdrücken und stöhne leise auf, strecke aus Reflex meine Hand aus und lande damit auf seinem Oberschenkel.

Seine Zungenspitze zieht kleine Kreise über meine Haut, hin und wieder folgen kleine Küsse, ich spüre kurz seine Zähne über meine Haut kratzen, danach wieder seine Zunge. Es fühlt sich unfassbar gut an, ich spüre wie das Blut langsam aus meinem Kopf und dafür immer weiter zwischen meine Beine wandert. Ich keuche erstickt auf, als er erneut leicht in meine Haut beißt, direkt auf die Stelle, an welcher er letzte Woche selbst einen Knutschfleck hatte. Zu dem guten Gefühl in meinem Körper, mischt sich auch etwas negatives. Aber ich kann es nicht benennen.

Neo scheint zu spüren, dass sich mein Körper kurz komplett versteift hat, denn er zieht sich sofort zurück und bringt sein Gesicht wieder vor meines. Das Dunkelblau seiner Augen starrt mich misstrauisch an, kurz darauf wird sein Blick fragend.

Ich habe keine Lust etwas zu sagen oder mich zu erklären, also schiebe ich meine Hand von seinem Oberschenkel in Richtung seines Schrittes, spüre seinen Penis deutlich unter meiner Handfläche. Neo schließt für ein paar Sekunden die Augen. Als ich beginne meine Hand mit etwas mehr Druck über seine Hose zu reiben, öffnet er seinen Lippen einen Spalt breit und atmet durch den Mund aus.

Meine Hand hält inne, als ich spüre, dass sich sein Penis zu verhärten beginnt und unter meiner Handfläche immer größer wird. Wir blicken uns weiter in die Augen, seine Hand liegt auch immer noch in meinem Nacken.

Neo lehnt sich mit seinem Gesicht etwas näher zu mir und zieht mich in meinem Nacken noch enger an sich heran. Ich schließe meine Augen, als seine Lippen bereits so nah sind, dass ich sie spüren kann. Gerade als ich den letzten Impuls folgen und meine Lippen fest auf seine pressen möchte, beginnt sein iPhone auf dem Wohnzimmertisch zu vibrieren und ich schrecke zurück.

Es ist fast, als wäre ich aus einer komplett anderen Welt wieder aufgewacht. Der Alkohol scheint mit einem Mal komplett vor Schreck aus meinem Körper geströmt zu sein. Ich kann mir nicht erklären, was da gerade in mich gefahren ist, eigentlich wollte ich ihm so weit es geht aus dem Weg gehen, mich nicht mehr darauf einlassen. Ich kann nur verlieren.

Entschuldigend ist er aufgestanden und hat nach seinem Telefon gegriffen. Anstatt den Anruf anzunehmen, legt er einfach auf und wendet sich dann entschuldigend wieder mir zu.

„Unpassender Zeitpunkt“, sagt er und beginnt wieder schief zu grinsen. Dieses Mal wirkt es aber tatsächlich leicht bedauernd. Dennoch nicke ich nur kurz und trinke den Rest meines Glühweins aus.

Kurz wandert mein Blick auf seine Körpermitte, genau dorthin wo meine Hand vor nicht einmal einer Minute noch gelegen hat. Er hat sich gut angefühlt, groß, breit, warm. Leicht kann man die Umrisse noch unter seiner grauen Jogginghose erkennen.

Er scheint meinen Blick zu bemerken, seine rechte Hand bewegt sich exakt auf die Stelle. Mit festem Griff umfasst er über der Hose seinen Penis und knetet ihn kurz. Ich zwinge mich dazu nach oben in seine Augen zu schauen und er schaut direkt zurück in meine. Ich schlucke schwer, spüre wie sich mein Oberkörper durch meine Atmung wieder deutlich hebt und senkt.

Als wir uns das erste Mal in der Küche geküsst hatten, war das hier exakt das was ich wollte. Wenigstens einmal. Was will ich jetzt? Und was will ich nicht? Ihm aus dem Weg gehen? Ist jetzt sowieso zu spät. Ihn spüren, wenigstens jetzt um was mal auszuprobieren? Oder nicht?

Schnell greife ich nach seiner Tasse, welche noch voll auf dem Tisch steht und leere sie mit einem Zug. Danach stehe ich auf, trete mit schnellen Schritten auf ihn zu und lege meine Hand auf seine, welche immer noch auf seiner Körpermitte liegt. Ich nehme seine Hand weg, lege sie zurück in meinen Nacken. Als ich ihm wieder in das Gesicht sehe, lächelt er. Er wartet ab was ich als Nächstes tue. Seine Hand krault sanft meinen Nacken, ansonsten bewegt er sich nicht.

Allen Mut zusammen nehmend schiebe ich meine Hände an seinen Seiten in seine Hose und drücke diese leicht nach unten. Immer und immer weiter, langsam, vorsichtig, bis sein Penis aus seiner Hose hervorspringt und ich sie bis zu seinen Kniekehlen nach unten schieben kann. Er leiser erstickter Laut dringt dabei zwischen seinen Lippen hervor. Als ich meine rechte Hand langsam in Richtung seiner Mitte schiebe, spüre ich wie er versucht meinen Kopf mit seiner Hand in meinem Nacken zu sich heran zu ziehen, doch ich drücke dagegen.

„Hey“, sagt er leise und nimmt nun auch die zweite Hand dazu, zwingt mein Gesicht gegenüber von seinem und zwingt somit meinen Blick auf sein Gesicht. Er sieht leicht fragend aus, kommt mir mit seinen Lippen langsam immer näher, doch ich drücke meinen Kopf genauso langsam immer weiter nach hinten weg. Ich möchte ihn nicht küssen. Eigentlich schon. Aber irgendwie auch nicht, weil es das für mich emotional nicht besser macht.

Gerade als er ansetzen möchte etwas zu sagen, umschließe ich seinen nackten Penis mit meiner rechten Hand und entlocke ihm somit ein Stöhnen. Seine Augenlider schließen sich kurz. Ich beginne ihn langsam mit festem Griff zu befriedigen, schiebe meine linke Hand an seine Hoden und massiere sie vorsichtig. Wieder stöhnt er leise und der Griff in meinem Nacken wird noch einmal fester, als ich nicht nachgebe gibt er seufzend auf und lehnt stattdessen seine Stirn gegen meine.

Ich pumpe ihn weiter, bis seine Hände beginnen von meinem Nacken hinunter zu meiner Hüfte zu wandern. Mittlerweile ist mein Penis auch hart, und dass, ohne dass er mich intim berührt hat.

Die Laute die er leise von sich gibt machen mich süchtig. Ich will mehr davon, lauter. Und nur für mich. Gerade als er seine Hände in meine Mitte schieben will, lasse ich mich nach unten auf die Knie gleiten. Seine Hände landen daraufhin in meinen Haaren.

Sein Penis ist schön, genauso schön wie alles an seinem Körper. Gut geformt, groß, breit, seine Adern treten deutlich hervor. Ich befeuchte noch einmal meine Lippen, bevor ich seinen Penis in meinen Mund gleiten lasse und mit der linken Hand weiter seine Eier massiere.

Das Stöhnen, welches er mir daraufhin schenkt klingt unbegreiflich und seine Finger krallen sich einmal kurz in meine Haare. Jedes Mal versuche ich sein Glied tiefer in meinen Mund aufzunehmen, und auch wenn ich ihn bereits tief in mir habe, passt dennoch noch fast meine rechte Faust um seinen unteren Schaft.

Neo stöhnt weiterhin, meine Zunge spielt um seine Eichel. Seine Hände drücken mich ganz sanft tiefer auf seinen Schwanz, lassen wieder locker, drücken mich wieder leicht tiefer, lassen wieder locker. Es macht mich an, es fühlt sich gut an, erregt mich noch weiter. Kurz spüre ich, wie er an meinen Haaren spielt und versucht mich daran zu sich nach oben zu ziehen, doch ich halte dagegen, lasse seinen Penis einmal komplett aus meinem Mund gleiten, nur um ihn tief wieder in mir aufzunehmen.

„Benjamin“, sagt er leise und zieht noch einmal leicht an meinen Haaren, „ich kann nicht mehr.“

Ich lasse mich von ihm von seinem Schwanz ziehen, pumpe ihn noch ein paar Mal und massiere seine Eier, bis er leicht krampft und sein Sperma teilweise auf dem Wohnzimmertisch landet und über meine Hand nach unten läuft.

Er keucht immer noch, als ich mich wieder erhebe und ihm gegenüber stehe. Er lächelt mich leicht an, während er sich seine Jogginghose wieder nach oben zieht. Irgendwie wirkt er fast verlegen, als ich meine befleckte Hand kurz in sein Sichtfeld hebe.

Seine Hand wandert erneut in meinen Nacken und er versucht mich zu seinem Gesicht heran zu ziehen. Mein Penis ist immer noch steinhart, aber die Erregung flaut bereits ab und lässt mich wieder anfangen nachzudenken, wenn auch nur teilweise - der Alkohol muss irgendwann begonnen haben meinen Kopf doch mehr zu betäuben, als ich es wahrgenommen habe.

Ich drücke mich aus seinem Griff, hebe erneut kurz meine Hand und bewege mich in Richtung Küche, um mich zu waschen. Diesmal ist mir doch etwas schwindlig beim Laufen, nur leicht, aber spürbar. Als ich mir die Hände unter lauwarmen Wasser abwasche, versuche ich alle Gedanken so weit es geht nach hinten zu verbannen. Was habe ich da gerade gemacht? War das richtig? Bin ich für ihn genauso leicht zu haben wie all die anderen? Wäre es anders oder schöner gewesen, wenn ich nüchtern gewesen wäre? Hätte ich mich nüchtern überhaupt getraut?

Scheiße, was ist da passiert.

Es dauert nicht lang, da spüre ich seine Präsens hinter mir, während ich mir die Hände am Küchentisch abtrockne.

„Alles okay?“, fragt er und klingt dabei unfassbar sanft, lehnt sich neben mich gegen die Anrichte der Küchenzeile. Sein Blick liegt wachsam auf mir, er sieht viel weniger betrunken aus, als ich mich fühle.

„Klar“, sage ich und versuche zu grinsen. Wahrscheinlich habe ich ihm kein gutes Gefühl gegeben, indem ich ihn sofort habe allein stehen lassen. Wobei ich andererseits nicht denke, dass er selbst es anders handhabt, wenn er sich rumtreibt.

„Sicher?“, fragt Neo erneut und zieht wieder eine seiner Augenbrauen nach oben. Aber das Grinsen bleibt aus, „küsse ich dir zu schlecht?“.

Sein Gesichtsausdruck wirkt fast etwas unsicher, auch wenn er es durch seinen typischen Ausdruck zu verstecken versucht. Habe ich ihn in seiner Ehre gekränkt? Wieder muss ich kurz daran denken, wie unangenehm mir dieses Gespräch mit Sicherheit wäre, wenn ich keinen Alkohol getrunken hätte. Wobei es sich irgendwie gut anfühlt mal nicht der kleine verunsicherte Kerl zu sein, sondern irgendwie drüber zu stehen.

„Warum?“, frage ich also nur und lehne mich neben ihn an die Anrichte.

Wieder bringt er sein Gesicht etwas näher an meines, ich bewege mich hingegen keinen Millimeter, sondern starre nur zurück in seine Augen.

„Eventuell, weil du mich nicht mehr küssen möchtest?“, fragt der Dunkelblonde und beginnt ironisch zu grinsen, während er mir noch näher kommt, sich vor mich stellt und seine Hände links und rechts neben meinem Körper auf der Arbeitsplatte abstützt.

Ich zucke nur mit den Schultern, auch wenn ich langsam doch wieder eine gewisse Nervosität in mir spüre, während er mich so durchdringend mustert. Sein Grinsen wird nur noch breiter, noch zynischer. Kurz denke ich er wird mir gleich noch näher kommen, versuchen mich zu küssen. Aber er drückt sich nur wieder zurück, nimmt die Hände von der Arbeitsplatte und verschränkt sie vor seiner Brust.

„Nicht schlimm“, spricht er, „willst du schlafen gehen oder noch was schauen?“

Normalerweise würde ich mich tierisch freuen, dass er anbietet, noch etwas mit mir zu schauen. Aber ich bin einfach nur betrunken und müde und denke, dass mir Schlaf gut tun würde.

„Ich geh ins Bett“, meine ich also und halte den Blickkontakt aufrecht.

Neo schweigt kurz, eher er „okay, dann schlaf gut“ sagt. Keine Umarmung, nichts. Also nicke ich ihm nur noch einmal zu und mache mich dann auf den Weg nach oben.

Kurz nachdem ich mich in das Bett gelegt habe, stelle ich mir unweigerlich die Frage, was ich Alice morgen erzählen soll, weswegen ich so nach Alkohol rieche.
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