CM- Idaho

GeschichteDrama, Freundschaft / P18 Slash
Aaron "Hotch" Hotchner David Rossi Derek Morgan Dr. Spencer Reid Emily Prentiss Penelope Garcia
28.10.2012
14.03.2013
41
103.452
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Dieses Kapitel
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28.10.2012 1.585
 
Hallo Criminal Minds Leser
in diesem Genre ist es meine Erste FF. Normalerweise schreibe ich hauptsächlich Numb3rs und Drei ???. Einige von euch kennen mich schon seit einiger Zeit als Reviewer. Wie meine anderen Geschichten werde ich ca. zweimal wöchentlich hochladen, es sei denn, es kommt was anderes dazwischen.
Ich hoffe auf viele Reviews und verkriech mich jetzt erstmal im Mauseloch.
Bis dann lg. Ela
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In dem großen Verhandlungssaal  des Gerichtes in Quantico herrschte Totenstille.  Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.  Die Augen des anwesenden Publikums waren auf den Mann im Zeugenstand gerichtet.  Der junge Mann starrte in Richtung des Mannes, gegen den er heute aussagte.  Seit einer guten halben Stunde beantwortete er jede Frage des Verteidigers, der vor ihm auf und ab lief.  
„Ich habe nur noch eine abschließende Frage an Sie, Agent Reid“, begann Mr. Ballart, der Verteidiger, wurde aber von Spencer Reid energisch unterbrochen. „Es heißt Doktor, Mr. Ballart. Es war jetzt exakt das einundzwanzigste Mal, dass ich Sie korrigieren musste.“ Die hellbraunen Augen des Doktors richteten sich ruhig auf Mr. Ballart.  Unterdrücktes Gelächter zog sich durch den Saal und auch Richter Ronald Brooks presste die Lippen aufeinander.

Ohne es wirklich zu wollen, ließ der junge Doktor den kaum älteren Verteidiger absolut lächerlich wirken. Zu keinem Zeitpunkt wirkte er unsicher. Jede Frage wurde ruhig und ausführlich beantwortet. Meist dauerte es nur wenige Sekunden und er hatte dem Anwalt den Wind aus den Segeln genommen.

Trotzdem huschte sein Blick immer wieder zu dem Angeklagten.  Artjom  Koslow, nach eigenen Angaben Lebensmittelhändler aus St. Petersburg.  Auf den ersten Blick wirkte er keineswegs bedrohlich. Auf seinen Lippen lag ein freundliches und offen wirkendes Lächeln. Seine blauen Augen hingegen waren eiskalt und Spencer Reid fühlte seinen Blick wie Nadeln.

„Gut, Dr. Reid“, fuhr Mr. Ballart fort.  „Nur noch eine letzte Frage.  Wie sicher sind Sie sich, dass mein Mandant der gesuchte Familienmörder ist? Und was veranlasst Sie, das zu glauben?“ Der Richter blickte den Anwalt stirnrunzelnd an. Reid  verzog keine Miene. „ Wir haben ihn in flagranti ertappt. Er hatte bereits Mr. Jennings und dessen Sohn getötet, als wir eintrafen. Wir konnten ihn gerade noch davon abhalten auch Mrs. Jennings die Kehle durchzuschneiden.  Es hat Spezial-Agent Morgan ein wenig Überredungskunst gekostet, Mr. Koslow davon zu überzeugen, das Messer wegzulegen.“

„Überredungskunst?“, echote der Anwalt und lächelte süffisant.  „Spezial-Agent Morgen hat ihm alle Finger gebrochen.“ Spencer zuckte mit den Schultern. „Er wollte das Messer nicht loslassen. Und in diesem Moment war das Leben von Mrs. Jennings wichtiger, als die Finger Ihres Mandanten, Mr. Ballart.“

Wieder zog ein Raunen durch den Raum, aber Richter Brooks unternahm nichts dagegen.  Anwalt Ballart kniff die Lippen zusammen. Seine Augen wurden schmal. „Machen Sie sich über mich lustig, Agent Reid?“ „Dr. Reid“, verbesserte Spencer den Mann zum zweiundzwanzigsten Mal.  „Und nein, ich habe Sie lediglich über die Fakten informiert“, fuhr er, unbeeindruckt von dem finsteren Blick des Anwaltes, fort.

„Sind Sie fertig?“, wollte nun Richter Brooks  von Mr. Ballart wissen. „Ja, Euer Ehren“, knurrte der mit zusammengebissenen Zähnen. Er hatte es sich einfacher vorgestellt den jungen Mann im Zeugenstand zu verunsichern. Stattdessen hatte dieser ihn vorgeführt. Er drehte sich auf dem Absatz um und setzte sich wieder zu seinem Mandanten. Der warf ihm einen vernichtenden Blick zu.

Spencer war sich in diesem Moment sicher, dass Mr. Ballart, sollte Koslow für schuldig befunden werden, nicht mehr lange leben würde. Koslow hatte seine Leute überall.  Zu seinem eigenen Pech war er viel zu eingenommen von sich, als dass er die Drecksarbeit nur seinen Leuten überließ.

Nachdem der Anwalt sich gesetzt hatte, durfte auch Spencer den Zeugenstand verlassen. Er setzte sich wieder neben Derek Morgan, der seine Befragung reglos verfolgt hatte. Jetzt fasste er kurz nach Spencers Hand. „Gut gemacht, Kleiner“, flüsterte er ihm zu.  Wie so oft konnte Spencer nicht verhindern, dass er rot wurde. Was nicht nur mit Dereks Lob zusammenhing.  Die kurze Berührung hatte ihm gut getan, ihn aber auch wieder einmal daran erinnert, wie sehr er Morgan mochte.

Statt einer Antwort atmete er tief ein. J.J., die an seiner rechten Seite saß, lächelte ihm aufmunternd zu. Auch die anderen Agents lächelten ihm zu. Nur Hotch nicht. Er  starrte auf seine Hände. Sein Gesicht war verschlossen. Während der Befragung hatte er Reid nicht beachtet, seine Augen blieben die ganze Zeit über an Koslow hängen. Und der abgrundtiefe Hass, der aus dessen Augen sprach, war eindeutig auf Spencer Reid gerichtet. Hotch wusste genau, dass Koslow ein hochrangiges Mitglied der Russenmafia war.  Mit viel Einfluss und vielen Händen, die für ihn die Arbeit erledigten. Bis ihn selbst ab und zu der Drang überfiel ein wenig „aufzuräumen“, wie er es selbst nannte.

Er machte sich Sorgen. Große Sorgen.  Selbst wenn Koslow sein restliches Leben ihm Gefängnis verbrachte, er hatte überall Helfer. Und mit Sicherheit keine Probleme, seine Geschäfte auch aus der Zelle zu leiten. Und Reid hatte nicht nur das entscheidende Profil erstellt, er hatte auch herausgefunden, welche Familie das nächste Opfer sein würde. Die Jennings hatten die hohen Schutzgelder nicht mehr zahlen können und Mr. Jennings hatte sich in seiner Angst an die örtliche Polizei gewendet. Ein großer Fehler, wie sich herausstellte. Die halbe Ortspolizei ließ sich gerne und gut von Koslow bezahlen.  Dessen Rache war dann nur noch eine Frage der Zeit.  Und Reid war ihm dazwischengefunkt. Nichts was ein Mann wie Koslow gerne sah.

Jetzt aber schien sich Koslow Hass direkt auf Dr. Reid zu fokussieren.  Dieser saß jetzt hinter ihm, so dass er den Kopf drehen musste, um Reid zu sehen. Und er hatte keine Scheu, dies auch zu tun.  Natürlich hatten auch die anderen Koslows Blicke gesehen und richtig gedeutet.  Dereks Augenbrauen zogen sich zusammen.

„Meine Herren“, wandte sich Richter Brooks nun an Mr. Ballart und den Staatsanwalt, Dr. Rosendahl.  „Ihre Plädoyers bitte.“ Das ließ sich Ballart nicht zweimal sagen. Wie von der Tarantel gestochen schoss er hoch und begann mit ausholenden Gesten zu reden. Erst nach 45 Minuten beendete er seine Ansprache. Der Staatsanwalt brauchte hingegen nur wenige Minuten, um seinen Standpunkt nochmal deutlich zu machen.  Weitere 15 Minuten später beendete Richter Brooks die Verhandlung und bat die Geschworenen, sich zurückzuziehen.

Das BAU –Team verließ mit den anderen Zuschauern den Saal.  Hotch zog Reid und Derek zur Seite.  „Morgan, du bleibst die nächsten Wochen in Reids Nähe. Wenn du ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen lässt, kriegst du den Ärger deines Lebens. Klar?“  Morgen nickte sofort. „Glasklar Hotch.“ Spencer sah die beiden missbilligend an. „Habe ich dabei auch noch was zu sagen?“, wollte er, leicht verärgert, wissen. Hotch sah ihm in die Augen. „Das ist ein Befehl, Dr. Reid.“ Damit drehte er sich um und lief auf Section Chief Director Strauss zu, die ihm mit verschränkten Armen entgegen sah.

„Director“, begrüße Hotch seine Chefin.  Sie gab keine Antwort, nickte ihm aber zu. Ihr Gesicht war, wie meistens, ernst. Jetzt spiegelte sich aber auch Sorge darin. Sie nickte Richtung Reid. „Er ist in Gefahr.“  „Ich habe bereits Morgan zu seiner Bewachung abgestellt.  Trotzdem sollten wir alle wachsam sein.“, antwortete er ihr und sah zu den beiden Männern hinüber. Offenbar waren sie sich in irgendwas uneinig. Hotch war sich aber sicher, dass die beiden sich in wenigen Minuten wieder einkriegen würden.  Streitereien und Plänkeleien waren zwischen den beiden an der Tagesordnung. Also, nichts was Hotch beunruhigen würde. Er ließ seine Chefin stehen und folgte J.J., Rossi und  Prentiss.

Morgan hatte seine Hände auf Reids Oberarme gelegt. Der junge Doktor weigerte sich strickt,  sich von Morgan bewachen zu lassen. Da Hotch eindeutig klargestellt hatte, dass  Derek ihn keine Sekunde allein lassen sollte, hieß dies auch, sie würden die nächste Zeit zusammen wohnen müssen.  Das passte ihm überhaupt nicht in den Kram.  Nicht, dass ihm Dereks Nähe unangenehm war, eher das Gegenteil. Nicht aus den Augen lassen hieß  immer zusammen sein, leben, kochen, schlafen, eben alles. Und Reid war sich nicht sicher, ob er unter diesen Umständen seine immer stärker werden Gefühle für seinen Freund unterdrücken konnte.

Das es Morgan ebenso ging, kam ihm dabei überhaupt nicht in den Sinn. Dereks eigentlich recht deutliche Signale, die von den anderen Teammitgliedern mittlerweile auch ohne Profiling richtig gedeutet wurden, prallten an Reid glatt ab. Ihm war klar, dass Hotch seinen Befehl auf keinen Fall widerrufen würde, aber zumindest wollte er sich gegenüber Morgan nicht so einfach geschlagen geben.

Nach 10 Minuten stellte sich J.J. zwischen die beiden Streithähne. „Hey! Jungs! Es reicht. Streiten nutzt doch ohnehin nichts. Hotch hat euch einen Befehl gegeben. Also macht das Beste draus.“ Spencer presste die Lippen zusammen, nickte dann aber doch. „Schon gut.“, murrte er.  Er verschränkte die Arme vor der Brust und wippte unruhig auf den Füßen.  Zögernd sah er Derek an. „Zu dir, oder zu mir?“ J.J. lachte ihn an. „Na bitte, geht doch“, meinte sie  und strich Spencer über den Arm. „Ihr macht das schon.“

Derek grinste. „Zu mir, Pretty Boy. Sonst ist Clooney zu lange allein.“ Ein Seufzer, dann ein Nicken.  „In Ordnung Morgan. Dann lass uns ein paar Sachen bei mir holen.“  Wieder seufzte er. „Mir bleibt auch nichts erspart.“ Er drehte sich um und lief zum Auto. Morgan folgte ihm nachdenklich. Er freute sich auf die gemeinsame Zeit mit Spencer.  Eine offizielle Gelegenheit, in seiner Nähe zu sein. Andererseits aber auch viele Möglichkeiten , bei denen  er sich womöglich nicht mehr zusammennehmen konnte.  „Verdammt Kleiner, warum muss alles nur so kompliziert sein“, murmelte er leise vor sich hin.  Dann stieg auch er in den Wagen.  

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So, das war Nr 1. Tschüß und schleich davon....
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