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• D'aqυiℓa nσn naѕce cσℓσмba •

von Waldgeist
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Claudia Auditore da Firenze Cristina Vespucci Ezio Auditore da Firenze Leonardo da Vinci Niccolò Machiavelli Rodrigo Borgia
26.10.2012
06.01.2013
2
4.023
 
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26.10.2012 1.669
 
Hallo Signore e signori!

Mille grazie für's Reinschauen.
Ich spiele unheimlich gerne Assassins Creed und dachte mir,
es wäre angebracht unserem geliebtem Ezio eine eigene FF hier zu widmen.
Natürlich ist es nicht 1:1 wie in den Spielen, das wäre ja langweilig..
Also macht euch auf einige Überraschungen gefasst!
Ich lege natürlich viel wert auf IC'ness (IC = in character), daher hoffe ich, dass ihr "meinen" Ezio auch als Ezio erkennt. Für Verbesserungsvorschläge bin ich natürlich offen.
So, genug der vielen Worte.

Viel Spaß beim Lesen!




Prolog
- - - - - -

Es war eine Wohltat, endlich vom Schiff steigen zu können. Wochenlang war ich umher gesegelt auf einem kleinen Schiff mit einer Mannschaft, die von Hygiene wohl noch nicht allzu viel gehört hatte und wo die Nahrungsmittel nur aus ein bisschen hartem Brot und Trockenfleisch bestand. Aber das war nun einmal die schnellste Möglichkeit gewesen, um wieder zurück nach Italien zu kommen. Ich hatte in Frankreich etwas zu tun und musste Messer Georoli, einem alten Bekannten, unter die Arme greifen.

Als ich den italienischen Boden, die Heimat, wieder betrat fiel mir ein Stein vom Herzen. Endlich das Schiff verlassen und nicht mehr wie ein Betrunkener von links nach rechts taumeln. Ich war noch nie so dankbar für einen standhaften Magen.
„Grazie, Louis. Ich bin Euch zu Dank verpflichtet.“ Sagte ich mit einer angedeuteten Verbeugung und einer leichten Handgeste.
„Immer wieder gerne, Ezio Auditore le Farinze.“ Antwortete er, doch das ließ mich die Augenbraue erheben. Wir waren so lange auf dem Schiff gewesen, und dennoch konnte er noch immer meinen Namen nicht aussprechen. Ich hob meine rechte Hand und legte meinen Daumen an meinen Zeige- und Mittelfinger und bewegte das Handgelenk, wie einen Dirigentenstab, um ihn auf die Betonung hinzuweisen.
„Da Firenze. Ezio Auditore da Firenze. Da wurde ich geboren.“ Korrigierte ich höflich.
„Wie auch immer…“ grinste mein neuer italienisch wenig begabter Freund.
„Lebt wohl!“

Ich hatte noch einiges an Weg vor mir, aber nach Roma würde ich nun auch ohne Schiff kommen. Ich bevorzugte lieber das Pferd. Doch zuerst musste ich den Hafen verlassen und zu Fuß die Stadt erreichen, wo auch die Ställe waren und auf Kunden wie mich warteten.Ich hatte einige Probleme auf dem Festland geradeaus zu laufen, da ich mich an das auf und ab der Wellen auf See gewöhnt hatte. Mir wurde schwindelig und ich hatte das Gefühl der Weg würde sich vor mir bewegen. Schlängeln, wie eine.. nun, wie eine Schlange. Sich winden. Doch das war natürlich unmöglich. Ich konnte nun gut nachvollziehen, warum sich Seeleute auf der See am Wohlsten fühlten und sich nur ungern an Land aufhielten. Wer konnte es ihnen verdenken..

Auf dem Weg zur Stadt gab es glücklicherweise keine größeren Zwischenfälle, denn der Weg war ja auch nicht allzu weit. Ich war kurzzeitig am Überlegen, ob ich mir vorerst ein Wirtshaus suche, um anständig zu Essen, mich zu waschen und etwas zu ruhen, damit mein Kopf endlich aufhörte sich zu drehen, doch ich wollte so schnell wie möglich zu meiner geliebten Schwester und Mutter. Ich hatte ein schlechtes Gefühl, als ich sie im März zurückließ, um nach Frankreich aufzubrechen. Wir hatten gerade Roma bezogen.Ich hatte dort einem Bordell geholfen aus einer Krise zu entkommen, doch die Besitzerin kam dabei leider ums Leben. Meine Schwester bestand darauf das Bordell zu leiten, was ich natürlich nicht guthieß. Doch ihre Argumente waren durchschlagend. Es war zentral in der Stadt und wir würden da das neue Hauptquartier der Assassinen aufschlagen können. Unbemerkt. Denn wer würde schon ein Versteck von Attentätern in einem Freudenhaus erwarten, wo sogar die Templer und die Borgias ein- und ausgingen?

Als ich aufbrach, war alles noch ziemlich unfertig. Ich wollte erst aufbrechen, nachdem alles geregelt war, doch Claudia hatte mir versichert, dass sie das schaffen würde, da sie bei Onkel Mario sich bereits um so viele Dinge gekümmert hatte und der Auftrag in Frankreich hatte Dringlichkeit.

„Wo soll es denn hingehen, Signore?“  fragte mich der Mann, der die Pferde bewirtete, als ich nach einem Pferd fragte.
„Nach Roma.“ Antwortete ich recht knapp, da ich mich insgeheim über diese Frage wunderte. Normalerweise wurde nicht nachgehakt, wo man denn vorhatte hinzureisen. Das erschien mir gerade.. merkwürdig.
„Nach Roma… Nun, Signore, dann muss ich leider mehr Geld verlangen als üblich.“ Er trat fast schon beschämt einen kleinen Stein weg und senkte den Blick, hielt aber die Hand begierig offen in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Geld.
„Aus welchem Grund?“ Ich zog die Augenbrauen zusammen. Ich hatte noch nie davon gehört, das bestimmte Städte oder Gebiete teurer waren als andere. Selbst wenn sie weiter weg waren, wie es bei Roma nicht der Fall war, wurde nicht mehr Geld verlangt, da die Pferdewirte untereinander mit den Pferden handelten und sie stets zu ihrem Besitzer zurückkamen.
„Ich bin mir nicht so sicher, ob ich mein Pferd wiederbekomme..“ gestand er dann, was nur noch mehr Fragen aufwarf, anstatt mir Antworten zu geben.
„Es herrscht momentan viel Gewalt in Roma. Seit einigen Monaten ist alles noch viel schlimmer geworden, Signore… Die Borgias greifen erbarmungslos durch.“

Na, das hätte ich mir ja denken können. Maledetto!
„Grazie, compagno.“ Erwiderte ich schlicht auf diese Information und gab dem Stallbetreiber das gewünschte Geld, um mir das Pferd zu leihen, ließ es besatteln, verabschiedete mich und machte mich auf dem Weg zurück zu meiner mir verbliebende Familie.
"Buon viaggio!"

Ich zog mir die Kapuze tief ins Gesicht und drückte meine Haken in die Flanken des Pferdes, um es anzutreiben. Ich beeilte mich um möglichst schnell zurückzukehren, da ich ohnehin schrecklich viel Zeit verloren hatte. Die Borgias waren in meiner Abwesenheit also noch mächtiger geworden… Ich hatte einige Rekruten in Roma positioniert, nachdem ich sie eingewiesen hatte. Wie konnte das also passieren? Ich trieb das Pferd noch mehr an, da ich größter Sorge war. Wurde das junge Versteck etwa entdeckt? Wurden die Assassinen gefunden und getötet? Waren die Borgias deshalb so mächtig geworden? Oder wurden sie nur vertrieben? Und was war mit meiner Mutter und Schwester?

In Roma angekommen bereitete mir der Eintritt trotz der schrecklichen Informationen keine Schwierigkeiten. Ich gab das Pferd bei den Ställen ab, zog die Kapuze tiefer und kam ohne weiteres ins Innere Romas. Es war noch früher Abend und dennoch waren die Straßen wie leergefegt. Die Lichter in den Häusern gelöscht und dennoch sah ich Gesichter an den Fenstern, die interessiert hinausspähten. Was war hier nur vorgefallen? Bisweilen verhielt ich mich ruhig, sorgte nicht für Aufsehen, solange ich nicht genau wusste, was hier vor sich ging. Dennoch trugen mich meine Schritte eiliger als geplant. Meine Füße wurden von ganz alleine schneller, als würden sie die Tragödie wie vor 6 Jahren erwarten, als mein Vater und meine Brüder abgeholt wurden um hingerichtet zu werden. Als sie mir weggenommen wurden. Und ehe ich mich versah, rannte ich die letzten Kilometer, bis ich schließlich vor dem Bordell stand.

Ich blieb vor der Tür stehen, hörte leise berauschende Musik, aber nicht das zu erwartende Kichern. Nur gesenkte Stimmen, die sich angeregt unterhielten. Ich atmete einmal tief durch und klopfte an.

Die Tür öffnete sich langsam einen Spalt breit und ein mir vertrautes Gesicht spähte heraus.
„Aurora! Mach die Tür auf, ich bin’s. Ezio.“
„Ezio! Oh, grazie a Dio.“ Rief sie erleichtert aus, schloss wieder die Tür um den Verschluss, die kleine Kette, zu entfernen und öffnete die Tür schließlich ganz um mich hineinzulassen. Geschwind schloss sie sie wieder hinter mir.
„Ezio, es ist etwas Furchtbares geschehen!“
Das dachte ich mir bereits… Mein Herz schlug automatisch schneller. Pumpte Blut, heiß wie Lava und gleichzeitig kalt wie Eis durch meine Adern, so als würde es nicht wissen, was mir besser bekäme oder wie ich mich fühlte. Meine Muskeln spannten sich automatisch an und ich sah die zierliche Frau, die hier arbeitete, angespannt an.

„Was ist los? Wo ist Claudia? Wo ist meine Mutter?“ fragte ich ernst mit besorgtem Unterton, worauf Aurora ihr feines Gesicht schmerzlich verzog.
„Eure Mutter ist hinten… Und Claudia, sie… sie… Ich bringe Euch zu Eurer Mutter.“
Was war mit Claudia, meiner kleinen Schwester? Warum sprach sie nicht? Ich folgte ihr nach hinten, in das angrenzende ruhiger gelegene Zimmer, wo meine Mutter auf dem Bett saß und Falten in ihr Kleid knetete.

„Mutter!“ rief ich. „Was ist geschehen? Aurora wollte nicht…“
„Oh, Ezio, mein Sohn…“ unterbrach mich meine Mutter, stand auf und umarmte mich herzlich. Erleichtert. Sie legte eine Hand in meinen Nacken und streichelte mir über den Rücken, so wie sie es damals immer tat, als ich noch ein kleiner Junge war.
„Claudia ist fort… Isabella Borgia hat sie verhaften lassen, als sie auf dem Markt nach Stoffen suchte. Sie hat sie mit in die Engelsburg genommen, sie wird des Hochverrats angeklagt!“
Isabella Borgia? Warum hatte ich diesen Namen noch nie gehört?
Ich hielt meine Mutter fest in meinen Armen.
„Sei unbesorgt.. Ich werde sie da rausholen. Ich verspreche es. Ihr wird kein Leid wiederfahren.“ Sagte ich fest entschlossen, ließ sie los und wollte gerade gehen, als mir Aurora entgegenkam. Sie war zwar bloß eine Puttana, doch sie war clever.
„Es ist noch hell.. Wartet, bis die Sonne vollkommen untergegangen ist und stärkt Euch solange, Signore Ezio.“ Sie legte ihre Hände an meine Brustpanzerung und schob mich sanft in Richtung der Treppe, die mitten im Eingangsbereich stand und die hoch zu den Gemächern führte. Sie hatte natürlich Recht. Ich war lange unterwegs gewesen und nicht vollständig bei Kräften, aber dennoch… Ich wollte keine Zeit verschwenden, aber vor Morgengrauen würde Claudia nichts zustoßen.

So gab ich mich geschlagen und ging die Treppe nach oben, wo ich in „mein“ Zimmer ging, entkleidete mich und nahm ein ausgiebiges Bad. Wusch mich rein vom Schweiß und den Zeichen der letzten Tage. Ließ meine Rüstung ölen und meine Kleidung waschen und aß, als ich auf die Rückkehr meiner Habseligkeiten wartete.
Ich war dieses Warten leid…



So, das war mein erstes Assassins Creed Kapitel.
Ich hoffe euch gefällt mein Ezio und ihr begleitet ihn weiterhin durch sein kompliziertes Leben.
Wenn ihr mögt:
Bis zum nächsten Mal!
Cya~
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