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Projekt: Sag mal, WAS hat du genommen? Die Wächter Version

von Aseno
KurzgeschichteHumor / P12 / Gen
21.10.2012
21.05.2013
2
992
 
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21.10.2012 573
 
Nach einer längeren Pause Kapitel Nummer 2.
Es ist nicht Aufgabe Nummer zwei, sondern Nummer 17(oder 16?)

Geser muss in die Schule, seinen Beruf vorstellen.
Polina Wassiljewa betrat den Klassenraum, in dem die etwa 20 jungen Anderen bereits warteten. „Guten Morgen“, sagte sie. „Wir haben heute einen hohen Gast der uns etwas zu seinem Beruf erzählen wird. Also benehmt euch gefälligst!“, fügte sie mit einem strengen Blick auf die zwei Jugendlichen in der letzten Reihe hinzu. „Boris...“ sagte sie mit einem Nicken zur Seite und setzte sich dann auf einen freien Tisch in der ersten Reihe. Boris Ignatjewitsch trat vor die Tafel, nickte ihr zu und begann dann mit seinem Vortrag. „Ich bin Boris Ignatjewitsch, ein hoher Lichter, und wie sie alle wissen der Leiter der Moskauer Nachtwache und damit wahrscheinlich später einmal ihr Chef. Als Leiter der Nachtwache habe ich einen sehr vielfältigen, aber auch anstrengenden Beruf der kaum Platz für Freizeit lässt.“ Aus der Nähe der Tür kam ein unterdrücktes Lachen. Der hohe Lichte ignorierte es. Ich muss alles koordinieren. Ich muss Einsätze leiten, Positionen vergeben, mit den Dunklen verhandeln und mir jeden Tag einen Seitenlangen Bericht der Streifen durchlesen, einen nicht enden wollenden Text der Analytischen Gruppe abarbeiten und die Vorhersagen der Wahrsager einsehen. „Wir alle leiden mit dir“, kam es von der Tür. Der Chef drehte sich hin. „Olga, ich versuche gerade meinen zukünftigen Mitarbeitern meinen Beruf zu erklären. Könnte ich das bitte ohne Störung tun?“ „Natürlich. Ich werde schweigen wie ein Grab “, grinste die attraktive Frau die im Türrahmen stand. „Danke“. Boris Ignatjewitsch wandte sich wieder den Schülern zu: „Ich habe also einen sehr verantwortungsvollen Job, im Grunde muss ich sämtliche Dunkle im Großraum Moskau kontrollieren. Glücklicherweise kann ich das meiste auf meine Mitarbeiter abwälzen.“ Er grinste einmal breit in die Runde. „Dummerweise sind nicht alle so diszipliniert wie sie hier und ich muss versuchen, sämtliche Einsatzpläne um sie herumzubauen, damit sie nicht die ganze Arbeit zunichte machen.“ Er wendete sich betont Olga zu. Leises Gelächter erhob sich im Saal. Olga stemmte gespielt entrüstet die Arme in die Seiten. „Na hör mal, ich bin eine deiner wichtigsten Mitarbeiterinnen!“ Boris Ignatjewitsch wandte sich wieder dem Publikum zu. „Und dann muss ich auch noch dafür sorgen, dass sie es nicht merken.“ Dieses mal war das Gelächter schon lauter.
Olga drehte sich beleidigt um und verließ den Raum, Geser fuhr mit dem Vortrag fort. Doch einige Minuten später brachen die jungen Anderen  abermals in Gekicher aus, als Geser aus dem nichts Hasenohren wuchsen. Der bemerkte das zunächst nicht und redete das Gelächter ignorierend weiter, bis die Ohren aufgrund ihrer bereits beindruckenden Länge bis vor seine Augen herunter hingen. Die Schüler kannten kein Halten mehr, als Geser Olga sichtbar machte, die keine zwei Meter neben ihm stand und ihre Hände in komplizierten Gesten bewegte um die Hasenohren jetzt hellgrün zu verfärben. Olga erkannte erst am ohrenbetäubenden Gelächter der Auszubildenden, dass jeder im Raum sie sehen konnte. Nach einem kurzen Augenblick der Verwirrung lächelte sie strahlend und verbeugte sich vor den johlenden Schülern. Dann ging sie winkend aus dem Raum. Geser konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er wartete bis sich sein Publikum beruhigt hatte. „Wie sie sehen, drohen mir überall Gefahren. Nicht nur von den Dunklen, sondern sogar von den eigenen Leuten werde ich angegriffen. Ich fürchte ich werde ihnen nicht als Respektperson in Erinnerung bleiben. Trotzdem verabschiede ich mich jetzt, ich hab noch ein Hühnchen zu rupfen“
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