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Legenden leben ewig

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Familie / P18 / Gen
Eustass 'Captain" Kid Lorenor Zorro Monkey D. Dragon Monkey D. Ruffy OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace
20.10.2012
06.10.2015
69
243.298
26
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Dieses Kapitel
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20.10.2012 1.869
 
Na, wen haben wir denn da?
Den letzten Schokoladen Krümel aus der Schokoladentafelverpackung?
Ja, genau den! ^^

Hallo und Herzlich Willkommen zu meiner neuen Story! Zwei Wochen hat´s gedauert, dann hat es mich doch wieder auf die Grandline gezogen.

Was hab ich euch mitgebracht?
Ein neues Abenteuer, in dem sich aber noch ein paar mehr Genres versteckt haben. Familie und Freundschaft, etwas Humor und Drama darf es auch ruhig geben. Und ohne eine Romanze geht natürlich gar nix.
Ich sag´s ganz gerne so:
Etwas zum Lachen und etwas zum Weinen. Etwas zum Fürchten und etwas zum Träumen.

Ein großer Teil der Geschichte wird in der Zukunft spielen, also über die berüchtigten „Zwei Jahre später“ hinausgehen. Kommt, und werft mit mir einen Blick in die Zukunft einiger One Piece Charaktere.
Ansonsten wird das Ganze hier ein kleiner Tribut an Ace.
Vor bösen Spoilern wird gewarnt, Rechtschreib- und Tippfehler dürft ihr natürlich behalten, aber geb mir doch Bescheid, wo ihr sie gefunden habt. ^-^
Ach ja, noch was. P18 gilt im Grunde genommen erst ab dem dritten Teil, also ab Kapitel 40. Das nur nebenbei.

Mann, Mann, Mann… Ich kann vielleicht quatschen, was? XD
Fangen wir doch einfach mal an…

Viel Spaß!

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~ Erster Teil: Die Insel der weißen Erde ~

Und denke darüber nach
Was du mir bedeutest
Was du bist und warst
Bist du meine Heimat?
Bist du mein zu Haus?
Würde ich dir folgen?
Schaue ich zu dir auf?
Dein Horizont trägt Trauer
Mein ganzes Leben lang
Dein Herz lag unter Feuer
Bis es dann zerbrach
Schuld ist eine Krone
Die du ewig trägst
Und auch für alle Zeit
An mich weitergibst.

(Unheilig; Heimatstern)


Kapitel 1: Die Jugend von Heute

Weite Dünen bedeckten das Land. Sie lagen da wie ein Meer aus rot und gelb in der untergehenden Sonne. Nur einige Felsen, vom Wind geschliffen ragten aus dem Sand, um lange graue Schatten zu werfen, die wie warnende Finger auf die Festung zeigten, die sich in den Himmel erhob. Seichte Wolkenschleier zogen in die Nacht, die sich im Osten ankündigte und dunkle Augen folgten ihnen.
Wie so oft in den letzten Jahren schweifte sein Blick dem östlichen Horizont entgegen, über diese Insel hinaus, der Grandline, ja sogar der Redline bis in seine Heimat. Den Eastblue. Dort hatte er sein ein und alles zurückgelassen für das Leben, das er nun führte.
Der Wind wehte ihm das schwarze Haar um die Schultern und bauschte seinen dunkel grünen Mantel etwas auf. Da lag eine Stimme in der Luft, die er nur zu gut kannte und sie keifte gerade empört vor sich hin.

Dragon wandte den Blick wieder Richtung Westen, wo an der Küste ein kleines Schiff vor Anker gegangen war. Zwei Gestalten hatten es verlassen, beide in weiße Mäntel gehüllt, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Eine der beiden kannte er, ihr gehörte die Stimme, die sich grad wieder beruhigt hatte. Vier seiner Männer begleiteten die zwei und er hatte schon geahnt, dass ihr das nicht gefallen würde. Sie wedelte mit einer Hand nach dem Mann, der ihr am nächsten war, versuchte offensichtlich ihn zu verscheuchen wie eine Fliege.
„Oh, Merlia…“
Er schüttelte den Kopf und sah noch einmal argwöhnisch auf die zweite weitaus kleinere Gestalt, die Merlia begleitete. Scheinbar ein Kind. Dann verließ er den Felsvorsprung und verschwand in der Festung aus Sandstein und weißem Granit, um seine Gäste zu empfangen.

Er öffnete wortlos die Tür und ging beiseite.
„Dragon. Du solltest deinen Männern endlich mal etwas Benehmen beibringen.“ wurde er begrüßt.
„Du weißt doch, sie sind keine Freunde unangekündigter Gesellschaft.“ antwortete er, nickte seinen Männern beschwichtigend zu und schloss die Tür wieder.
„So unangekündigt kommen wir doch gar nicht.“
„Nein, natürlich nicht. Deinen Brief habe ich erhalten… vor etwa 10 Minuten!“
Der Vorwurf kam zurecht. Seufzend warf sie die Kapuze nach hinten und gab den Blick auf ihr hübsches Gesicht frei. Mit der Bewegung fiel auch ihr dunkelbraunes Haar in leichten Wellen über ihren Rücken.
„Tut mir wirklich leid.“ sagte die junge Frau. „Ich war auf dem Sprunge und musste deshalb so kurzfristig vorbei kommen.“
„Jaja, schon gut.“ Dragon winkte ab. „Du hast geschrieben, es ist wichtig.“
„Das ist es.“

Der Gastgeber nickte und brachte die Neuankömmlinge in sein Arbeitszimmer.
„Kaffee?“ fragte er Merlia. Er deutete vage zum Tisch. „Da sind Kekse, die Ivankov gebacken hat… Keine Angst, sie sind harmlos.“
Dragon stellte zwei Tassen und eine Keramik Karaffe auf den Tisch. Glück gehabt, der Kaffee von vorhin war noch warm. „Also, was gibt es denn so dringendes?“
Merlia lächelte. „Ist vielleicht besser, wenn du dich hinsetzt.“ warnte sie.

Damit weckte sie seine Skepsis an der ganzen Situation nur noch mehr, aber er kam ihrer Aufforderung nach.
„Ich würde dir gerne meine Tochter vorstellen.“ Mit den Worten ging sie in die Hocke und strahlte dem jungen Mädchen ins Gesicht, welches sich die ganze Zeit über hinter seiner Mutter versteckt hatte. Die Kleine schob langsam ihre Kapuze vom Kopf und drückte mit dem anderen Arm den karamellfarbenen Teddybären an sich, den sie bei sich trug. „Das ist Fayna. Fay, der finster drein schauende Onkel ist Dragon.“ stellte Merlia vor und ließ letzteren nicht einen Moment aus ihren wachsamen grünen Augen.
Dragon hatte ja nun schon so einiges miterlebt, aber das hatte er überhaupt nicht auf dem Plan gehabt.
Rabenschwarzes Haar rahmte das Gesicht des Mädchens ein, Sommersprossen zierten ihre rosigen Wangen und große braune Augen sahen mit einer Mischung aus scheuem Misstrauen und aufmerksamer Neugier zu ihm auf.
Aus Dragons Schweigen bastelte Merlia seine Gedanken zusammen.
„Sie sieht jemandem aber ganz schön ähnlich, hm?“ meinte sie, während sich Fay unschlüssig, was sie von dem gruseligen tätowierten Mann halten sollte an sie lehnte.
„Ähm…?“ hob Dragon an, ließ es aber wieder.
Die junge Frau stand auf und setzte sich an den Tisch. Fay rückte nicht von ihrer Seite.
„Steckt da noch eine Frage dahinter?“ fragte sie Dragon und reichte dem Mädchen die Keksschale, das sofort seinen Unmut vergaß und sich mit funkelnden Augen bediente.
„Nein… Ich denke, da steckt eine interessante Geschichte dahinter.“ Er sah dem Kind hinterher, wie es den Teddybären auf den Teppich setzte und es ihm gleichtat, bevor sie anfing an einem Keks zu knabbern.

Merlia seufzte. „Sag es, Dragon. Na los, sag es.“
Seine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf Fays Mutter.
Sie verstellte ihre Stimme. „Was habt ihr euch dabei gedacht? Jungend von Heute!“
Also wirklich. „Rede ich tatsächlich so?“ fragte er mit säuerlichem Unterton und begann Kaffee einzuschenken. Merlia schmunzelte lediglich.
„Außerdem kann ich mir ausmalen, was ihr euch dabei gedacht habt.“
Das überraschte sie jetzt wirklich.
„Gar nichts! Gar nichts habt ihr euch dabei gedacht.“ Er hob den Finger. „Das passt zu Ace, aber nicht zu dir.“
„Du weißt doch überhaupt nicht, was passiert ist.“ warf sie ihm vor und verzog den Mund.
„Das nicht, aber ich seh das quicklebendige Ergebnis dessen vor mir.“
Merlia war schon drauf und dran etwas darauf zu erwidern, aber Dragon schüttelte den Kopf und unterbrach sie. „Schon in Ordnung, das tut ja hier auch nichts zur Sache.“ Er sah ihr fest in die Augen. „Warum bist du hier, Merlia? Sicherlich nicht nur um mir deine Tochter vorzustellen.“ Damit hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen. Erahnen konnte er, was sie wollte, aber er betete zum Himmel, dass er sich irrte.

„Ich möchte, dass sie bei dir bleibt.“ sprach Merlia einfach aus, was ihr das Herz schwer machte.
Dragons Hoffnungen zerstreuten sich im Wind. Das hatte er befürchtet.
„Kommt überhaupt nicht in Frage.“ entschied er resolut.

„Das ist kein Ort für ein Kind!“
„Ich muss zum Marine Hauptquartier, da kann ich sie nicht mitnehmen. Ich will sie auch nicht in die Hände irgendeines Kindermädchens geben. Bei dir weiß ich wenigstens, dass sie in Sicherheit ist.“
„In Sicherheit? Bei mir? Kannst du dir vorstellen, wie viele Leute nach meinem Leben trachten? Mit dir sitzt der meistgesuchteste Mann der Grandline im Raum.“
„Mag sein, aber ich vertraue dir.“ Sie lehnte sich etwas nach vorne und sah ihn flehend an. „Dragon… Ich bitte dich…“ Er schüttelte abermals den Kopf. Merlia ließ die Schultern fallen. „Sieh sie dir an… Sie sieht Ace so ähnlich, jetzt schon.“
In selben Moment rümpfte Fay die Nase, als müsse sie nießen, was jedoch nicht geschah, stattdessen fielen ihr die Augen zu und sie kippte langsam mit einem Lächeln auf den Lippen um. Sie kugelte sich unbewusst zusammen, in der einen Hand den Keks, in der anderen das Ohr des Teddybären.
„Da. Und sie hat mehr als nur eine seiner charmanten Eigenheiten…“ sagte ihre Mutter liebevoll.
„Merlia, hör zu. Ich kann sie zu Dadan bringen, in den Eastblue. Dahin, wo auch Ace aufgewachsen ist.“
Die Angesprochene verneinte. „Das ist zu weit weg. Nenn es meinetwegen unvernünftig, aber ich will sie in meiner Nähe haben.“
„Dennoch ist das hier kein Spielplatz. Die jüngsten, denen ich es erlaube sich den Revolutionären anzuschließen, sind 16, 17. Keiner von ihnen würde sich was aus Fay machen. Wir glauben, dass die Weltregierung ziemlich bald diese Insel findet, dann ist es hier in etwa genauso sicher wie auf einem Schlachtfeld. Außerdem bin ich immer öfters unterwegs, öfter als mir lieb ist, seit diesem unsäglichen Krieg. Seit zwei Jahren fällt alles auseinander, was 20 Jahre lang mühsam aufgebaut wurde. Sie stürzen die Welt ins Chaos und merken´s nicht einmal!“

Merlia hatte zugehört, einsichtig genickt und zog nun ihren letzten Joker.
„Iva würde es dir nie verzeihen, wenn du ihm die Möglichkeit unterschlägst, ein kleines Mädchen bemuttern zu dürfen.“
Dragon stöhnte. „Allerdings. Der flippt total aus…“
Das würde Ivankov tun. Wenn sich jemand fabelhaft um ein Kind kümmern konnte, dann er.
„Wenn die Weltregierung von ihr erfährt, werden sie sie suchen.“ flüsterte Merlia sorgenvoll.
„Sie werden sie nicht nur suchen… Sie werden sie gnadenlos jagen! Sie sind ja schon immer hinter Gold Rogers Blut her…“

Merlia schlug die Lider nieder und sein Blick wanderte von ihr zu dem kleinen Mädchen, das selig auf dem Teppich schlummerte.
Er konnte Roger beinah aus seinem Grab heraus lachen hören. `Legenden leben ewig!´ hatte er ihm mal gesagt. Vielleicht hatte er recht. Ace hatte weitergegeben, was keiner erwartet hatte, nicht die Weltregierung, die Marine oder sonst wer, wahrscheinlich nicht mal er selbst. Schon drehte sich das Rad des Schicksals weiter…

Was Dragons Gedanken wieder zu Merlia brachte. Wie waren die zwei eigentlich aneinander geraten?
Immerhin war sie Marine Kapitänin. Er war Pirat. Fay musste, wenn überhaupt 4 Jahre alt sein, so schätzte er. Damals war Merlia noch ein äußerst engagierter Leutnant gewesen, kaum 18 Jahre alt. Zu der Zeit müsste Ace seines Wissens nach gerade beim guten alten Whitebeard untergekommen sein. Wie kam es also, dass beide, von Grund auf verschieden wie sie waren, zusammen gefunden hatten? Na ja, da war es natürlich viel wahrscheinlicher, dass sie sich schon lange vorher kannten. In einer guten Freundschaft interessieren Stand oder Status nicht und in der Liebe erst recht nicht. Das hatte er selbst erlebt. Wenn übermütige Verwegenheit und jugendliche Leidenschaft aufeinander trafen, dann brachen Regeln, Vorsätze und moralische Gepflogenheiten von ganz alleine.
Dragon griff nach seiner Tasse. Und ehe man sich versieht wird aus Freundschaft Liebe…

„Wie lange habt ihr euch gekannt?“ fragte er und trank einen Schluck.
„Drei Tage.“
Hustend verschluckte er sich am Kaffee.
„Drei Tage?!“
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