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Mein bester Freund

von Votis
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Het
Daniel "Dan" Kuso Jake Vallory Marucho Marukuro OC (Own Character)
19.10.2012
19.10.2012
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19.10.2012 2.841
 
„Ha sieht so aus, als hätte ich gewonnen!“ Mein Bakugan kehrt nach unserem gewonnenen Kampf gerade in meine Hand zurück.
„Unfair, lass uns noch mal spielen!“, beschwert mein Gegner sich frustriert.
„Würde ich gern, aber ich hab keine Zeit mehr. Das nächste Mal, ok? Das heißt, falls du noch mal verlieren willst.“ Mit diesen Worten lasse ich meinen besiegten Gegner stehen und verlasse die Kampf-Arena.
„Du solltest wirklich öfter spielen, beinahe hätten wir verloren“ meldet sich mein Bakugan-Partner da zu Wort.
„Ach was gewonnen ist gewonnen. Außerdem weisst du doch ganz genau, dass ich leider nicht mehr Zeit habe.“
Ich beeile mich, schnell den Bakugan-Interspace zu verlassen und zum Trainingsplatz meiner Schule zu kommen. Schließlich macht es keinen guten Eindruck, wenn ich gleich zu deinem ersten Training als Cheerleader - Kapitän zu spät komme.

„He da bist du ja endlich“ ruft Julie mir entgegen, als ich den Trainingsplatz Minuten später erreiche und es mit Ach und Krach noch geschafft habe, meine Cheerleaderuniform  anzuziehen.
„Und bin ich noch pünktlich?“ frage ich völlig abgehetzt.
„Ja auf die Minute genau“, lacht die Grauhaarige.  
„Sehr gut. Dann können wir ja jetzt mit dem Training beginnen“, rufe ich den übrigen Mädchen zu.
„Hast du wieder den Jungs im Bakugan-Interspace mal wieder gezeigt, wo´s lang geht?“ fragt Julie mich grinsend.
„Ja so war´s“, erkläre ich mein beinahe-Zuspätkommen gut gelaunt.
Mein großes Ziel ist es nämlich, allen männlichen Bakugan-Spielern zu zeigen, dass auch Mädchen spielen können, auch wenn mir das (noch) nicht immer so ganz gelingt. Ich hasse diese Jungs, die sich für die allerbesten Spieler halten und uns Mädchen nicht ernst nehmen!
Doch jetzt sollte ich mich besser auf das Cheerleader-Training konzentrieren, ich wurde erst vor wenigen Tagen zur neuen Kapitänin ernannt.
Das Ziel unserer Truppe ist auch ganz klar definiert: wir wollen die Jungs vom Football-Team dieses Jahr zur Meisterschaft anfeuern!

Das Training ist zu Ende.
Wir sind alle zufrieden mit den Ergebnissen.
Hastig laufe ich zu den Umkleidekabinen und ziehe mich um.
„Sag mal, gehst du jetzt noch arbeiten?“ fragt Julie.
„Ja natürlich, wieso nicht? Du hast doch auch einen Job“ antworte ich.
„Ja, aber im Gegensatz zu mir arbeitest du doch fast jeden Tag bis oft spät in die Nacht“, gibt meine beste Freundin zu bedenken.  
„Ach ich komm klar! Du weisst doch, ich brauch das Geld.“
Das ist wohl war, immerhin ist meine Familie nicht besonders reich, shoppen gehe ich auch ganz gern und außerdem will ich ja irgendwann auch mal studieren. Da kann ich echt jeden Groschen gut gebrauchen.
Das ist ebenfalls der Grund, weshalb ich immer seltener zum Bakugan Spielen komme, zwischen Schule, Cheerleader-Training und Jobben bleibt leider nicht viel Zeit dafür übrig.
„Wie du meinst. Wir sehen uns dann morgen“ verabschiedet Julie sich.

‚Mann um diese Zeit ist echt nicht viel los’ seufze ich, als plötzlich die Ladentür des Dinners auffliegt, im dem ich arbeite.
Und wer da gerade reinkommt, ist mir nur zu gut bekannt.
„Hi Jake was darf´s sein? Das Übliche?“, frage ich ihn.
„Klar gern“ antwortet er mir und setzt sich an den Tresen.
Jake ist der beste Footballspieler an meiner Schule, außerdem sind wir so zu sagen Sandkastenfreunde.
Ich freue mich immer, wenn er vorbeikommt, denn mit seiner guten Laune bringt er mich oft zum Lachen.
Nur heute sieht er irgendwie traurig und deprimiert aus.
Ich stelle ihm ein Glas zu Trinken und einen kleinen Snack hin, setze mich ihm gegenüber und frage: „Was ist los? Ist das Training schlecht gelaufen?“
„Nein das ist es nicht. Weisst du, ich spiele doch seit einigen Wochen Bakugan, aber ich verliere andauernd“, meint er zerknirscht.
‚Hm das ist es also, was ihm zu schaffen macht. Das erinnert mich an meine Anfängerzeit’, überlege ich.
Aller Anfang ist eben schwer und auch ich habe eine Weile gebraucht, bis ich den Dreh raushatte.
Um genau zu sein, änderte sich das an jenem Tag, an dem ich wie aus heiterem Himmel plötzlich einem sprechenden Bakugan begegnete. Seitdem sind wir ein eingespieltes Team.
Aber Jake tat mir im Moment ziemlich leid, ich würde ich so gern aufmuntern.
„He wenn du willst, können wir ja mal zusammen üben, also nur wenn du magst“, schlage ich ihm vor.
„Echt?!“ Sofort ist er begeistert und wieder hoch motiviert, so wie ich ihn kenne.
„Klar, sag mir einfach Bescheid, wann du Zeit hast“, bestätige ich.
„Du bist echt die Beste!“
Nachdem Jake einmal das ganze Café zusammen geschrien hat, beginnt er eilig das Essen zu verschlingen und verschluckt sich mehrere Male, während ich ein paar Episoden aus meiner Anfängerzeit erzähle, um ihn weiter aufzumuntern.
Als er fertig ist, fragt Jake, wann meine Schicht endet.
„In zehn Minuten“, antworte ich nach einem kurzen Blick auf die Uhr.
„Gut dann warte ich noch auf dich.“
Unwillkürlich muss ich lächeln.

So gehen Jake und ich gemeinsam nach Hause, immerhin ist er ja auch mein Nachbar.
Außerdem vermute ich mal, hat er auch ein bisschen Angst um mich, wenn ich Abends im Dunkeln allein nach Hause gehen würde, obwohl es dazu eigentlich keinen Grund gibt, denn schließlich kann ich mich ganz gut verteidigen.
Als wir vor meinem Haus angekommen sind, sagt Jake zu mir: „Also bis morgen dann und vergiss nicht, dass du morgen mit mir im Bakugan-Interspace trainieren willst!“
„Hä Augenblick mal, von morgen war doch gar keine Rede!“, versuche ich auf seine vorschnelle Aussage zu erwidern, doch Jake ist bereits in seinem Haus verschwunden.
‚Also gut, dann bis morgen’ denke ich mir still.

„Also bereit?“, rufe ich Jake hinüber.
Wir stehen uns in einer der Kampf-Arenen gegenüber, um in einem kleinen Übungsmatch gegeneinander anzutreten.
Marucho, ein Bekannter von Jake, war so freundlich, uns eine spezielle Trainingshalle zur Verfügung zu stellen, wo wir vor den Blicken neugieriger Zuschauer sicher sind.
„Klar es kann los gehen“, bekomme ich zur Antwort.
Das Feld wird geöffnet.
Da ich Jake den ersten Zug überlassen habe, setzt er nun seine Torkarte.
Dann erscheinen unsere Bakugan in der Arena.
‚Mal sehen, was er so drauf hat’ denke ich und warte darauf, dass er eine Fähigkeit aktiviert.
Ich will mir ein Bild davon machen, wie Jake so spielt.

Der Kampf ist vorbei.
Natürlich habe ich gewonnen.
Doch etwas verwundert bin ich schon.
Eigentlich hatte ich erwartet, dass Jakes spielerische Fähigkeiten weitaus schlimmer wären, so deprimiert wie er gestern war.
‚Vermutlich hatte er bei der Aussage „ich verliere andauernd“ etwas übertrieben’, schmunzle ich.
Typisch Jake!
Nun gehe zu ihm hinüber.
„He jetzt lass den Kopf nicht so hängen. Es war ein gutes Match. Du hast ´ne Menge Potential!“, sage ich ehrlich zu ihm.
„Ach echt findest du?“ Freudig überrascht blickt er mich an.
„Sicher du kannst mir ruhig vertrauen. Ich glaube, dein Problem ist ganz einfach das Timing. Du weisst nicht, wann du am besten welche Fähigkeit spielen sollst, damit sie wirklich effektiv wirkt. Aber keine Sorge, das lässt sich, denke ich, relativ schnell lösen. Und nach ein paar Wochen Training mit mir, wirst du wohl schnell in der Rangliste nach weit oben aufsteigen!“, erkläre ich.
„Eeeeecht du willst weiter mit mir trainieren?!“ sagt er mit einem Funkeln in den Augen.
„Klar ich hab´s dir doch versprochen oder etwa nicht?!“ Leicht verziehe ich meine Lippen zu einem Schmollmund.
„Wahnsinn ich danke dir vielmals!“ Jake freut sich fast schon wie ein kleines Kind.
„Aber mach dich auf was gefasst! Ich bin eine strenge Lehrmeisterin“, verkünde ich nicht mit vollem Ernst.

Und so kam es, dass wir fast jeden Tag zusammen trainieren.
Jake macht sehr schnell Fortschritte und wird bald selbst mich schlagen können.
Ich bin ziemlich stolz auf ihn, aber auch etwas traurig. Es macht nämlich unglaublich viel Spaß, so viel Zeit mit ihm zu verbringen.
Obwohl wir uns schon nahezu unser Leben lang kennen, haben wir das in den letzten Monaten und Jahren fast gar nicht mehr getan.
Zwar war das alles es neben Schule, Cheerleader-Training und Arbeiten sehr anstrengend, aber mit Jake ging das schon in Ordnung.
‚Bin ich etwa … ?!!’ dachte ich manchmal, verwarf diesen Gedanken jedoch stets ganz schnell wieder. Wir sind beste Freunde, es ist also sehr unwahrscheinlich, dass ich mehr für ihn empfinde, oder?

„Ich muss mit dir reden. Ich finde es wirklich gut, dass du deinem Freund beim Training hilfst und ich unterstütze dich wirklich gern dabei, aber du vergisst dabei auch dein eigenes Training!“, meinte mein Bakugan-Partner eine Weile später zu mir.
„Fängst du schon wieder damit an?! Glaubst du, ich weiss das nicht selbst?!“ gebe ich gereizt zurück, „aber mach dir darüber mal keine Sorgen, ich hab da schon was geplant.“
Mein Partner scheint total verwirrt nach meiner Aussage, doch ich ignoriere das, denn gerade sehe ich Jake, der vor unserer Trainings-Arena steht und mir zuwinkt.
Freudig laufe ich auf ihn zu.
„Hi“, begrüßt er mich, „was üben wir heute?“
„Nun heute dacht ich mir, trainieren wir ein paar Team-Kombis“ antworte ich.
„Was? Wofür soll das denn jetzt gut sein?“, fragt er irritiert.  
Ich lächele und krame einen Flayer hervor, halte diesen Jake direkt unter die Nase.
„Weil wir beide, du und ich, hier dran teilnehmen werden“, verkünde ich.  
„Waaaas bist du verrückt geworden!? Du willst tatsächlich mit mir an diesem Team-Wettbewerb teilnehmen?!“
Er schreit erst einmal den gesamten Bakugan-Interspace zusammen und schaut mich dann entsetzt an.
Der Team-Wettbewerb war das erste große Turnier seit der Eröffnung des Bakugan-Interspace.
Dabei treten die Spieler immer in Zweiergruppen gegeneinander an.
„Genau und ich habe uns auch schon angemeldet“, erkläre ich sachlich die Lage, während ich ihn in die Übungs-Arena schleife.
„Komm wir haben viel zu tun“, rufe ich lächelnd.

Eine Woche später ist es endlich soweit, der Wettbewerb beginnt!
Ich rechne mir und Jake gar keine so schlechten Chancen aus, zu gewinnen, wir mussten feststellen, dass wir ein unglaublich gutes Team sind.
Wir sitzen gerade in einem kleinen Warteraum, man wird uns bald zu unserem ersten Match in die Arena rufen.
Ich merke, wie Jake sichtlich nervös ist.
„He jetzt entspann dich, ok? Das kann ja nichts werden, wenn du so verkrampft bist! Geh einfach daraus und hab Spaß! Du hast unglaubliche Fortschritte gemacht. Als Spieler musst du dich nicht verstecken. Und falls doch was schief geht, bin ich ja noch da!“, versuche ich, ihm Mut zuzureden.
„Danke“ sagt Jake lächelnd zu mir, „jetzt weiss ich auch, weshalb du zum Cheerleader-Kapitän gewählt wurdest.“
Fragend blicke ich ihn an.
„Du kannst jeden wieder aufmuntern, da bin ich mir sicher!“ sagt Jake mir mit einem Grinsen im Gesicht.
Doch mir bleibt keine Zeit, um zu antworten, da wir in diesem Moment in die Arena gerufen werden.

Die Arena ist gut gefüllt, auch wenn es nur ein Vorrundenkampf ist.
Jake und ich nehmen unsere Plätze auf dem Spielfeld ein.
Ich sehe zu unseren Gegnern hinüber.
‚Besonders stark sehen die jedenfalls nicht aus’ denke ich, da beginnt auch schon der Kampf.
‚Ok welche Fähigkeit als erstes?’ überlege ich, doch Jake kommt mir zuvor.
„Fähigkeit aktivieren“ ruft er.
Ich bin etwas überrascht von seiner offensiven Strategie, doch diese hat Erfolgt: sofort ist eines der gegnerischen Bakugan außer Gefecht und die Lebensanzeige seines Spielers auf ein Drittel reduziert.
Er hat unsere Gegner vollkommen überrumpelt.
Doch ehe ich mich versehe, wird mein Bakugan von dem unseres zweiten Gegners angegriffen.
Geistesgegenwärtig spiele ich eine Fähigkeit, die ebenfalls großen Schaden an der Lebensanzeige des anderen Spielers hinterlässt.
Auch die zweite Hälfte des Matches verläuft ähnlich.
Am Ende haben wir haushoch gewonnen.
Ich bin selbst etwas überrascht darüber und Jake gibt einen lauten Jubelschrei zum Besten.
Lachend verlassen wir die Arena.
„Boah das war megagenial, unser erster Sieg! Das muss gefeiert werden, ich lad dich ein,“ freut sich Jake.
„Ok in Ordnung“ meine ich nur „aber lass jetzt nur nicht nach! Jetzt geht’s erst richtig los“ füge ich mit mahnendem Zeigefinger hinzu.
Und ich sollte Recht behalten…

Die weiteren Vorrundenkämpfe gewinnen wir, auch wenn die Gegner um einiges stärker waren.
So schaffen wir es in die Finalrunden.
Jake hat inzwischen einiges an Selbstvertrauen gewonnen und hat sich zu einem ziemlich guten Spieler entwickelt.
Doch die Gegner, mit denen wir es jetzt zu tun kriegen, sind noch mal ein ganzes Stück stärker.
Wir müssen alles geben, um zu gewinnen und es kommt sogar vor, dass Jake mich mit seiner Fähigkeit vor einer Niederlage bewahrt.
Irgendwie haben wir es jedoch mit Eins-A-Teamwork doch ins Finale geschafft.
Unsere Gegner hier sind keinen Geringen als Dan und Marucho!
Wir geben alles, helfen uns immer wieder gegenseitig aus der Patsche, doch leider reicht es am Ende nicht.
Wir werden nur Zweite.
Das Publikum bejubelt die Sieger.
Ich stehe etwas verunsichert da, weiß nicht so recht, wie ich mich verhalten soll.
Zwar hatte ich von Anfang an nicht wirklich geglaubt, dass wir gewinnen würden, aber jetzt bin ich doch etwas enttäuscht.
„Alles klar bei dir?“ Jake sieht mich fragend an.
„Ja ja, natürlich, wieso auch nicht? Das war ein gutes Spiel, auch wenn wir verloren haben. Wir haben alles gegeben und darüber hinaus. Darauf sollten wir stolz sein! Auch wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat, nächstes mal klappt es, da bin ich sicher.“
Ich lächele Jake an.
Jetzt grinst er auch und wir gehen zu den Siegern hinüber, um zu gratulieren.

Am Abend gehen ihr wieder gemeinsam nach Hause.
Dabei reden wir über Gott und die Welt und als wir vor meinem Haus angekommen sind, verabschiedet Jake sich und will gehen, als ich ihm noch etwas hinterher rufe: „Ach ja, nur weil wir heute nur Zweite geworden sind, heißt das nicht, dass ich zulasse, dass ihr beim Großen Spiel nächstes Wochenende auch nur Zweite werdet!“
Ich werfe Jake ein freches Grinsen entgegen, welches er erwidert.
Mit dem „Großen Spiel“ ist das Finale der diesjährigen Footballschulmeisterschaften gemeint.
Ich habe mir fest vorgenommen, Jake so sehr anzufeuern, dass er gar nicht anders kann, als zu gewinnen!

Zeitsprung

Endlich ist es so weit!
Heute findet das Große Spiel beginnt!
Die Zuschauer nehmen ihre Plätze auf den Tribünen ein, die Spieler betreten gerade das Stadion und ich und meine Cheerleader-Mädels legen eine flotte Choreographie hin, um für die richtige Stimmung zu sorgen.
Dann beginnt auch schon das Spiel.

Die gegnerische Mannschaft ist sehr stark.
Unsere Jungs haben es nicht leicht.
Kurz vor Schluss steht es unentschieden.
Jake ist in Ballbesitz.
Wenn er jetzt einen Touchdown schafft, gewinnen wir.
„Los Jake, gib alles!“ rufe ich ihm laut zu.
Und wie beflügelt stürmt er voran, überrennt ganze fünf Gegner und landet einen Touchdown!
Genau in diesem Moment ertönt der Schlusspfiff.

Unsere Jungs haben wirklich gewonnen, nicht zuletzt, weil wir sie so toll angefeuert haben.
Zur Belohnung hat der Trainer eine riesen Siegesfeier organisiert.
Alle feiern nun ausgelassen unseren Sieg, doch ich kann Jake nirgends entdecken.
Ich mache mir etwas Sorgen um ihn und suche ihn eine ganze Weile, bis ich ihn schließlich allein etwas abseits des Trubels entdecken kann.
Leise setze ich mich neben ihn.
„He was ist los? Du solltest doch eigentlich da drüben sein und feiern“, sagst du.
„Wo kommst du so plötzlich her?!“ Er ist leicht erschrocken, anscheinend hatte er mich gar nicht bemerkt.
„Na ich wollte dir zum Sieg gratulieren! Aber du hockst hier rum und machst ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter!“, gebe ich zurück.
„Ach was ich sollte dir lieber danken. Wenn du mich nicht so toll angefeuert hättest, hätte ich das nie geschafft. Und auch für alles, was du in letzter Zeit für mich getan hast, möchte ich dir danken!“, murmelt er leise und nur so, dass ich es verstehen kann.
Ich werde leicht rot.
„Ach was das war doch gar nichts. Außerdem hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht, “ gebe ich leicht nervös zurück  und bemühe mich, nicht zu stottern.
„Dann darf ich dich um noch etwas bitten?“, fragt Jake mich nun und ist dabei fast so rot wie eine Tomate.
„Sicher schieß los.“
Eine merkwürdige Spannung liegt in der Luft und wir starren beide zu Boden.
„Also … ähm…“ stottert Jake nun, „würdest du vielleicht mit mir ausgehen?“
Vollkommen überrascht schaue ich ihn an.
Das hättest ich jetzt am aller wenigsten erwartet.
„Ja natürlich gern“, antworte ich sofort, ohne dass ich nachdenken musste.
Jake sieht vom Boden auf zu mir auf.
„Echt?!“ fragt er ungläubig.
„Ja echt. Es sei denn, du hast es dir anders überlegt.“
„Nein nein nein“ gibt er hastig zur Antwort und fügt hinzu: „Ich komm dich dann morgen abholen.“
„Ja ok“ sage ich, als ich Jake eine Umarmung gebe und gar nicht daran denke, sie so schnell wieder zu lösen.
Das Gefühl, ihm so nah zu sein, tut einfach unglaublich gut.
‚Ist das etwa Liebe? Möglich wär´s jedenfalls’ denkst ich mir lächelnd, als Jake endlich beginnt, meine Umarmung zu erwidern.
Ich kann es immer noch nicht so wirklich fassen: ich habe mich doch tatsächlich in meinen besten Freund verliebt! Meinen Sandkastenkumpel Jake, den ich schon fast mein Leben lang kenne!
Die Liebe ist eben ein unergründliches Rätsel und ihre Wege sind nicht immer offensichtlich, aber so wie alles im Moment ist, kann es ruhig noch eine Zeit länger bleiben.
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