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Eisenhaltiges Abführmittel

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Knuckle Joe Silicia
17.10.2012
17.10.2012
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17.10.2012 922
 
„Verdammt Silica was ist denn los?!“ Knuckle Joe verstand die Welt nicht mehr. Er und Silica hatten gerade ihre Mission erledigt. Sie waren von jemandem angeheuert worden, ein Monster zu besiegen. Es war auch alles gut verlaufen, bis zu diesem einen Moment. Die Frau des Auftraggebers hatte ihn nach dem besiegen des Monsters gefragt, wie er zu seiner Partnerin stehe. Er hatte geantwortet, dass sie eine starke Kriegerin sei und er stolz darauf sei, mit ihr gemeinsam kämpfen zu können. Daran hatte er nichts Falsches gesehen… Silica anscheinend aber umso mehr. Seit er das gesagt hatte, fauchte sie ihn nur noch an.

`Was für ein Idiot! Merkt er denn gar nichts?´ dachte die weißhaarige Kriegerin und trottete frustriert und finster dreinblickend neben ihrem „Freund“ her. Eben hatte er sie wieder gefragt, was los sei. `Was los ist?! Ich liebe dich, du Mistkerl!´ hätte sie am liebsten gesagt, brachte dies aber nicht fertig. Nicht jetzt und nicht so. Empfand der Kämpfer wirklich nicht mehr für sie? Oder verschleierte er seine Gefühle nur? Dann, ganz plötzlich stahl sich ein sanftes und gleichzeitig hinterhältiges Lächeln auf Silicas Gesicht. Ihr war ein Weg eingefallen, wie sie definitiv herausfinden konnte, was er von ihr hielt…

Bei ihrem derzeitigen Lager angekommen bemerkte Knuckle Joe das Lächeln der Weißhaarigen. `Was ist jetzt wieder los?!´ Spätestens jetzt war er gänzlich verwirrt und als sie sich dann auch noch ohne ein weiteres Wort ins Zelt zurückzog, stand der ach so starke Kämpfer da, wie bestellt und nicht abgeholt. „Versteh einer die Frauen…“ murmelte er und machte es sich gerade auf einen Baumstumpf bequem, als Silica plötzlich wieder aus dem Zelt kam. Sie hatte die Hände hinter dem Rücken versteckt und schritt langsam und mit einem zuckersüßen Lächeln auf ihn zu. Irgendwie machte ihm dieser Anblick schon fast Angst. Was hatte sie denn jetzt wieder vor? „Duuhuu Joe? Sag mal, weißt du, was ein eisenhaltiges Abführmittel ist?“ fragte sie sanft. „Ein was? Ähh keine Ah…“ doch weiter kam er nicht, denn im nächsten Moment schloss sich etwas um jedes seiner Handgelenke. Erschrocken und verwirrt schaute er erst auf seine Hände und dann in die leuchtenden Augen der Kriegerin. „Handschellen.“ flüsterte sie und zog ihn an den Selbigen auf die Beine. „S-Silica?! Was-was hast du vor?!“ fragte Knuckle Joe vorsichtig, obgleich er die Antwort doch irgendwie nicht wissen wollte. „Das wirst du gleich sehen…“ lächelte Silica und zog ihn weiter mit, auf das Zelt zu.

Drinnen gab sie ihm einen kräftigen Schubs, sodass er der Länge nach auf den Rücken viel. So wirklich abfangen konnte er sich wegen der Handschellen nicht, weswegen der Sturz schon fast ein bisschen weh tat. Nun konnte er sich aber an sich nicht bewegen, weil Silica sich im nächsten Augenblick auch auf seine Beine gesetzt hatte und ihn mit seltsam funkelnden Augen anschaute. „Silica, was…“ Was wird das, hatte er eigentlich fragen wollen, stockte aber wieder, als die Kriegerin sich plötzlich nach vorn beugte und ihm nun ganz direkt und verdammt tief in die Augen schaute. Knuckle Joe wusste nicht so recht, wie er jetzt damit umgehen sollte. Einerseits war diese Position, in der er sich gerade befand, recht unangenehm, doch andererseits hatte er nicht mal das Bedürfnis zu versuchen, sich zu befreien. Nur war ihm irgendwie noch nicht ganz klar, warum. Schließlich hätte er die Handschellen wahrscheinlich leicht zerstören können, doch schon alleine das Funkeln in den Augen der Weißhaarigen und die Tatsache, dass sie ihn gerade mächtig dominierte hinderten ihn daran, sich überhaupt irgendwie zu bewegen. „Du hast gesagt, dass du froh wärst, dass ich an deiner Seite kämpfe, aber glaubst du ernsthaft, dass ich nur das kann…?“ fragte sie leise und war ihm jetzt so nahe, dass sich ihre Lippen schon fast berührten. Nun dämmerte dem Kämpfer langsam, was Sache war. „Ähm ich… also…“ doch wieder unterbrach sie ihn, indem sie einfach auch noch den letzten Millimeter zu seinen Lippen überbrückte. Während des Kusses strich sie ihm, soweit es ihr möglich war, sanft über den Körper. Erfreut stellte sie fest, dass ihn das zum zittern brachte. Sie löste den Kuss wieder und blickte Knuckle Joe erneut an. Dem Blonden war während des Kusses ein angenehmer Schauer durch den gesamten Körper gejagt und jetzt blickte er mit verträumten Augen zurück. Ein triumphierendes Lächeln legte sich auf Silicas Züge. „S-Silica ich… glaube ich… liebe dich…“ sagte der Kämpfer leise. Ihm war gerade so einiges klar geworden und er wusste jetzt, was er fühlte. „Glaubst dus, oder weißt dus?“ fragte sie. „Ich…“ Silica packte ihm an der Kleidung und zog ihn ein wenig hoch. „Denk jetzt genau darüber nach, was du sagst.“ zischte sie. Wieder war Knuckle Joe verwirrt. War sie eben noch so sanft gewesen, fror sie ihn jetzt wieder fast ein mit ihrem Blick. Aber er spürte, dass sie eigentlich nur unsicher war. Also blinzelte er ihr sanft entgegen und flüsterte: „Ich liebe dich, Silica. Auch, wenn ich das bis jetzt nicht gezeigt habe. Ich wusste nur nie wie.“ Sie lächelte. Ein sanftes, warmes Lächeln mit einem Blick, der selbst kilometerdickes Eis in Sekunden verdampfen lassen würde. Langsam ließ sie den Oberkörper des Kämpfers wieder zu Boden sinken und ging dabei mit ihm mit, sodass sie letztendlich vollständig auf ihm lag. Beide schwiegen, doch dann:
„Silica?“
„Mach den Moment nicht kaputt…“
„Aber…“
„WAS?!“
„Könntest du mir vielleicht die Handschellen abnehmen?“
Die Kriegerin schaute kurz zu dem Blonden auf und fing an zu lachen. „Erst, wenn ich mit dir fertig bin.“ grinste sie und kuschelte sich wieder an ihn.
 
 
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