Sanfte Begegnung und großer Schreck

von T-K
GeschichteHumor, Romanze / P16
Fuu Jin
16.10.2012
16.10.2012
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Trallala!
Meine erste Samurai Champloo FF, aber ich hoffe doch, dass sie gefällt. =)
Da es leider nicht so viele Samurai Champloo FF´s gibt, dachte ich mir, dass ich die kleine Familie um eine weitere Geschichte erweitern könnte.^^
Über Kommentare und Kritik freue ich mich natürlich riesig!
Und Kritik ist immer erwünscht. Ich bin keine, die gleich beleidigt ist, wenn man mal schreibt, dass die Geschichte Müll ist.^^

Genug geredet! Viel Spaß beim Lesen!. =)
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„Wir sollten uns etwas zum übernachten suchen, es wird schon dunkel.“, sagte Jin und blickte hinter sich.
„Ja, ja, wir werden sicher eine Scheune oder so finden, mach dir mal nichts ins Hemd, Alter.“, gab Mugen zurück und bohrte sich im Ohr herum.
„Wir haben kein Geld, um uns ordentliche Betten zu leisten.“, sagte Fuu und schüttelte betrübt den Kopf.

Sie hatten schon so lange nicht mehr in ordentlichen Betten geschlafen, dass es ihr so vorkam, als hätte sie nie eines besessen.
Sie betrachtete die beiden Männer vor sich und lief ihnen hinterher.

Der eine immer in kurzen Hosen und roter Jacke lief mit verschränkten Armen hinter dem Kopf vor ihr her. Sein Schwert war auf seinen Rücken gebunden und er schaute gelangweilt in die Gegend.
Mit Mugen konnte sie nicht so viel anfangen. Oft konnte Fuu ihn nicht verstehen und seine Handlungen verstehen, konnte sie schon gar nicht.

Da fand sie Jin schon viel besser.
Er war zwar nicht besonders gesprächig, aber er war sehr gesittet, gebildet und nicht so ungehobelt, wie Mugen.
Wenn Fuu ehrlich war, dann mochte sie ihn. Mehr, als man vielleicht vermuten würde.
Sie war sich aber ziemlich sicher, dass er nichts für sie empfand.
Nicht einmal so etwas, wie Sympathie.

Resigniert seufzte sie. Sie wollte nicht daran denken.
So in ihren Gedanken versunken, merkte sie gar nicht, dass die beiden Männer stehengeblieben waren.
Also rannte sie prompt in Jin rein.

„Entschuldige.“, murmelte sie, doch insgeheim zog Fuu seinen Duft ein.
Komischerweise erinnerte sein Geruch sie an Schnee.
Puren und reinen Schnee, wie man ihn nur selten im Winter zu sehen und zu riechen bekommt.

„Ich glaube, wir haben ein kleines Problem.“, sagte Jin und zog seineWaffe.
„Ach was, die paar Luschen machen wir doch mit links fertig. Los jetzt Brillenschlange, ich will nicht ewig mit denen dort zubringen müssen.“, schnaubte Mugen und rannte los.

Vor ihnen war eine kleine Gruppe von Männern, welche schon ihre Schwerter gezogen hatten und mit ihnen auf sie zeigten.
„Was wollen die denn von uns?“, kreischte Fuu hysterisch und versteckte sich hinter Jin.
„Sie sind aus dem Dorf etwas weiter nördlich von hier, wo wir vor einigen Tagen übernachtet haben. Mugen hat ihren Zorn auf sich gezogen, weswegen sie uns jetzt verfolgen.
Bleib einfach hier und sieh zu, dass sie dich nicht gefangen nehmen:“, sagte er und stürzte sich mit in den Kampf.
Hatte sie sich das nur eingebildet, oder hatte sie wirklich Sorge in seiner Stimme gehört?

Es war einfach zu gefährlich für sie in einem Kampf. Sie konnte sich ja nicht ordentlich verteidigen.
Er, Jin, hatte da einen riesigen Vorteil ihr gegenüber.
Ganz leicht glitt das Schwert durch die Feinde und schon bald waren kaum noch Gegner übrig.

Als auch der letzte besiegt war, reinigte er seine Waffe und steckte es wieder ein.
Jin wollte sich gerade wieder zu Fuu begeben, als diese aufschrie.

„Mugen!“, rief sie und rannte zu ihm.
Er lag auf dem Boden und hielt sich den Bauch.
An eben diesem klaffte eine große Bauchwunde und es floss unendlich viel Blut.

Fuu war völlig aufgelöst, sie wusste einfach nicht, was man in so einer Situation machte.
Ziellos wanderten ihre Finger über den Körper, doch sie tat nicht wirklich etwas.
Da bemerkte sie zwei weiße Hände, welche anfingen die Wunde zu versorgen.

„Wir müssen schleunigst eine Scheune oder so finden. Wir brauchen ein Feuer und einen einigermaßen sauberen Ort.
Schau nach, ob die Leute etwas brauchbares einstecken haben, ich gehe schon einmal vor und suche nach einem Übernachtungsort.“, gab Jin die Anweisungen und Fuu war froh, dass sie endlich etwas machen konnte.

Angewidert durchsuchte sie die Leichen, fand etwas Verbandszeug und ein paar Münzen.
Ansonsten waren die Sachen wertlos oder einfach nicht zu gebrauchen.
Schnell rannte sie Jin hinterher.

Sie fand ihn kurz vor einer Scheune und atmete erleichtert auf.
Eilig sammelte sie noch etwas Feuerholz und ging dann in die Scheune.

„Ich hab etwas Verbandszeug gefunden, aber ansonsten war das Zeug wertlos.“, sagte Fuu.
„Danke, ich werde mich jetzt darum kümmern. Kannst du bitte Feuer machen und schauen, ob du Wasser findest?“
„Hm.“, nickte sie und rannte nach draußen.

Die Wunde von Mugen sah übel aus. Jin wusste nicht, wie es dazu kommen konnte.
Sonst gab es niemanden, der ihm auch nur einen Kratzer zufügen konnte.
Er würde ihn noch einmal fragten, wenn er etwas mehr Kraft hatte.

Jin reinigte die Wunde so gut er konnte, legte einen Verband darum und deckte Mugen zu.
Inzwischen hatte Fuu auch Feuer gemacht und etwas Wasser gefunden.
Erschöpft lehnte er sich zurück.

„Wird er wieder gesund werden?“, fragte sie leise und blickte ihn an.
„Er wird eine ganze Weile brauchen, aber es wird ihn nicht töten.“

Er schaute in ihre braunen Augen und sah etwas Trauer darin.
Ein kleiner Schmerz durchzuckte sein Herz, aber er ignorierte es gekonnt und schaute sie einfach weiterhin an.
„Na dann wollen wir mal hoffen, dass er sich wieder erholt. Schließlich müssen wir den Samurai finden, der nach Sonnenblumen durftet!“, sagte sie und die Trauer aus ihren Augen war verfolgen.

Stattdessen loderte in ihren Augen der Ehrgeiz auf.
In Jins Bauch kribbelte es und er seufzte.
Er mochte das Gefühl und ihm war klar, was es bedeutete, aber sie wollte sicher nichts von ihm.

Er war brutal, brachte ständig Menschen um und er war etwas älter als sie selbst.
Außerdem war er gar nicht ihr Typ, oder?

Darf ich mich heute Nacht bei dir anlehnen?“, fragte sie leise und er musterte sie.
„Wenn es sein muss.“, gab Jin zurück und Fuus Herz macht einen kleinen Hüpfer.
Sie brauchte jetzt einfach etwas körperliche Nähe.
Auch wenn sie Mugen nicht so sehr leiden konnte, ging ihr seine Verletzung ganz schön an die Nieren.

Sie lief zu ihm und lehnte sich an seine Schulter, nahm eine Nase voll von seinem Geruch und schloss die Augen.
Er genoss ihre Nähe und sog ihren Geruch ein. Ihr Duft erinnerte ihn an eine voll blühende Blumenwiese.
Wenn sie nur wüssten, wie sehr sie sich ähneln.

Jin schloss seine Augen und lehnte automatisch seinen Kopf gegen ihren.
Fuu schreckte von der ungeahnten Berührung hoch und plötzlich waren sich ihre Gesichter gefährlich nahe.

Sie konnte seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren und bekam eine Gänsehaut.
Ihm ging es ähnlich und einfach, weil sein Gefühl es ihm sagte, beugte er sich vor und küsste sie.
Erschrocken fuhr sie zurück und schaute ihn aus großen Augen an.

„Entschuldige bitte. Ich weiß nicht, was mich dazu veranlasst hat, dich einfach zu küssen.“, sagte er leise und rückte von ihr ab.
„Nein.“, flüsterte sie.
„Was nein...?“, fragte er verwirrt.
„Tu es noch einmal, bitte?“, gab sie leise zurück.

Er schaute ihr in ihre Augen und näherte sich ihr wieder. Langsam, ganz sanft lies er seine Lippen auf ihre sinken und schloss die Augen.
Wohlig seufzte sie auf und beugte sich ihm entgegen.

Wie sie dieses Gefühl liebte! Es war einfach unglaublich.
Ihr Herz flatterte so schnell wie die Flügel eines Kolibris und hätte sie nicht schon gesessen, wäre sie auf den Boden gesunken.

„Wieso hab ich das nicht schon viel früher getan?“, fragte er leise sich selbst, doch er ließ keine Zeit diese Frage zu beantworten, denn wieder legte er seine Lippen auf ihren Mund.
Seine Hände gingen auf Wanderschaft und suchten den Eingang ihres Kimonos.

Als er ihn gefunden hatte, strich er sanft über ihre Brüste und entlockte ihr leise Seufzer.
Fuus Haut brannte überall, wo er sie berührte. Sie hatte das Gefühl, als würde sie in Flammen stehen.
Seine Lippen verließen nicht einmal die Ihrigen.
Sie wollte sich gerade völlig dem Gefühl hingeben, als sie rüde unterbrochen wurden.

„He, was macht ihr da?“, fragte Mugen und versuchte sich aufzurichten.
Er hielt sich den Kopf und schielte sie an.
Seine Augen waren glasig und konnten nichts richtig fixieren.

Erschrocken fuhren die beiden auseinander und Fuu richtete ihre Kleidung.

„Wir haben nichts getan.“, gab Jin die Antwort und wollte die Scheune verlassen.
Traurig blickte sie ihm nach.
Mugen war inzwischen vor Erschöpfung nach hinten geplumst, doch die Beiden interessierte es nicht.
Bevor er die Tür schloss, drehte er sich noch einmal um, sah sie an und sprach:

„Es ist noch nicht vorbei.“
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