Traumfänger:

von GinMione
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 Slash
Fagin,Bill Skyes Nancy
14.10.2012
14.10.2012
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Big Ben schlug vier. Der Löffel klapperte als Nancy ihn in ihrem Tee rührte. Sie war verwirrt, wie jeden Morgen und von dem wenig Schlaf den sie hatte wurde sie immer blasser und dürrer. Bill war noch fort, dem Himmel sei Dank. Sie liebte ihn, jedoch manchmal konnte sie es nicht sehen, wenn er sich benahm wie...wie er eben. Nancy nahm die Tasse mit beiden Händen. Das Vorhaben, dass sie plante konnte nur gelingen, wenn sie wenigstens ein bisschen gestärkt war. Wie weit war es wohl, bis sie aus London raus war. Und würde man sie vermissen? Würde Beth weinen? Würden es die Jungs, oder Fagin, überhaupt merken, dass sie fort war? Mit einem Schluck, um die Gedanken zu vertreiben, trank sie den ganzen Tee herunter und fluchte. "Grundgütiger!" Er war heiss.
*
Umständlich schnürte die Rothaarige ihr Korsett, Luft anhaltend. In großer Eile packte sie das wenige, was sie hatte zusammen, zog sich ihre Haube auf und sah sich noch einmal um. Ihre Vorfreude auf ein Leben, ohne ständigen Schlägereien, Zoff oder Diebstahl machte sie blind und taub. Die Taschenuhr, die sie einst von einem feinen Herren geklaut hatte zeigte schon fünf. Ihr Herz schlug höher. INancys eiskalten Finger umklammerten den, ebenfalls geklauten, Koffer und sie stand auf. Sollte sie es wirklich tun? War das ihre Wahl? Sie liebte Bill doch...oder? Ihre andere Hand legte sich auf den Türknauf doch in genau diesem Moment drehte sich dieser, ohne, dass Nancy überhaupt etwas getan hatte. Sie ließ den Koffer fallen und verfiel einer Schockstarre. Nein, das konnte nicht sein, es war erst fünf! Panisch fing sie an zu zittern als die Türe aufging und sie den mürrischen Blick, und die riesigen Stiefel erkannte.
"Was tust du da?!" rief Bills Stimme und füllte roh den ganzen, armseeligen Raum. Normalerweise hätte Nancy jetzt, wie immer eine Ausrede parat gehabt, doch das was in ihrem Kopf vorging machte es ihr unmöglich überhaupt einen klaren Gedanken zu fassen.
"Ich...ich...hab nur-" Ihr Herz hämmerte gegen die Rippen und sie konnte nur hoffen, dass Bill zu betrunken war, dass er den Koffer und alles übersah.
"Ich hab dich was gefragt!!" brüllte er und knallte die Tür hinter sich zu. Nancy zitterte am ganzen Leib. "Ich wollte zu...Fagin. Ja ich wollte sehen ob...Ich wollte zu Fagin..." meinte sie und versuchte den Satz glaubwürdig zu gestalten.
"LÜGNERIN!" Nancy spürte seine grobe Hand an ihrer Wange. Es pocchte und Nacys Herz sezte für einen schlag aus. Sie wich zurück und hielt sich die Wange. "Weißt du überhaupt wer du bist und...WAS du bist?!!" schrie Bill weiter und kam auf sie zu. Gemischte Gefühle brannten in ihr. Furcht, Angst, das Bedürnis zur Flucht. Doch die Wut siegte. Sie war es satt dauernt herum kommandiert zu werden und machte einen Schritt vor. Nun konnte sie seinen Atem riechen. Ihr Blick wandte sich hoch zu seinem Gesicht. "O ja, das weiß ich nur ZU genau!" knurrte sie und bereute es bereits.
Bills Pranken packten sich in ihre Oberarme und er schmiss sie auf das sperrige Bett. Schonn schwelgte der geruch von Whisky...oder war es Gin? Auf jeden Fall irgend ein Alkohol, on der Luft. Nancy riss sich die Haube vom Kopf, da Bill sie damit schon einmal fast erwürgt hatte, und sezte sich auf.
"Dann halt jetzt dein Maul, oder ich sorge dafür, dass du es für längere Zeit halten MUSST!" meinte Bill. Leise aber dadurch viel drohender und hockte sich mit den Knien wie ein kleines Kind auf den Bettrand. Ihr Verstand schrie und flehte sie an jetzt die Klappe zu halten.
"Also, mein Mädchen, was hattest du vor?" murmelte Bill während er näher an sie heran gelrochen kam...

fortsetzung folgt.
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