Der lichten Seele Gegenstück

KurzgeschichteFamilie / P6
10.10.2012
10.10.2012
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Titel: Der lichten Seele Gegenstück
Fandom: Pet Shop of Horrors
Autorin: Enaty
Übersetzerin: Nani Namenlos
Altersfreigabe: P6
Disclaimer: Die Charaktere aus PsoH gehören Matsuri Akino.
Claimer: Diese Übersetzung gehört mir, sie ist in Absprache mit der Autorin entstanden.
Kurzbeschreibung: Sofu's Betrachtung über Leon Alcott und dessen Beziehung zu seinem Enkel


Nej, hur kan en upplyst Själ,

Bliva kär i dumhets svärta,

Och hop med ett fjålligt hjärta,

Vinna nöjsamhetens väl.



Wie kann eine lichte Seele

der Dummheit schwarzes Dunkel lieben

Glück und Zufriedenheit erstreben

Mit einem wankelmüt’gen Herz.



Es gab überhaupt keinen Zweifel an der Tatsache, dass Kommissar Alcott dumm war. Dumm, ungehobelt und ignorant in jedem Sinne des Wortes.

Und es gab ebenfalls keinen Zweifel daran, dass Sofu D überhaupt nicht verstand, warum sein Enkel den Menschen immer noch liebte. Er war … er war … nun ja, er war alles obige und mehr.

Rücksichtslos, zum Beispiel. Es kümmerte ihn nicht, dass er jetzt in Japan wohnte, er weigerte sich immer noch, eine andere Sprache als die seine zu sprechen. Auch dickköpfig. Er weigerte sich, die Tiere wie Tiere zu behandeln, verlangte auch noch, dass sein Enkel sie daran hinderte, ihr Schicksal zu erfüllen. Und das nur, weil er sie jetzt als Menschen sah.

Aber das schlimmste war, dass er gleichgültig war. Gleichgültig dem gegenüber, was sein Enkel geopfert hatte, um mit ihm zusammensein zu können. Gleichgültig gegenüber den Gefühlen des Besagten für ihn. Gleichgültig gegenüber seinen Bedürfnissen, und Gedanken, und Träumen …

Und trotzdem konnte sich Sofu des Eindrucks nicht erwehren, dass sich seit der Rückkehr des Kommissars zum Pet Shop auch das Verhalten seines Enkels verändert hatte. Sein Lachen klang leichter, glücklicher, seine Augen glänzten mehr, seine Stimme hatte ihren kalten, distanzierten Tonfall verloren. Stattdessen klang sie nun warm und sanft …

Nein, er konnte unter keinen Umständen verstehen, warum sein Enkel diesen Menschen liebte. Aber er konnte, irgendwo in seinem Herzen, an einer Stelle, in deren Nähe er sich nicht wagte, das Gefühl unbändiger Freude nachempfinden, die der Kommissar wieder in den Laden gebracht hatte. Ein Gefühl, das er aus der Tiefe seines Herzens verabscheute. Die Welt war ein solch grausamer Ort, sie nicht zu, dass man sich seinen kindlichen Glauben und Freude an ihr erhielt.

Er hatte noch nie verstanden, wie und warum manche Menschen es schafften, nie erwachsen zu werden. Niemals das zu verlieren, was in seinen Augen dazu bestimmt war, verloren zu gehen.

Er kam trotzdem nicht umhin, zu bemerken, dass sich die Last von seinen Schultern hob, wenn er Alcott mit den Tieren lachen und Witze reißen hörte, oder ihn seinen Enkel mit so viel Zuneigung necken sah.

Und er konnte die Erkenntnis nicht verdrängen, dass es manchmal – so schön ein scharfer Verstand und eine aufgeklärte Weltanschauung auch waren – es manchmal vielleicht besser war, ein närrischen, aber liebendes Herz zu haben …

- Ende -


Übersetzerinnenkommentar:
Hier der nächste OneShot der Reihe. Irgendwie schein ich mir zuerst die nachdenklichen herausgegriffen zu haben …

P.S. Das Gedicht wurde von einer schwedischen Autorin namens Hedvig Charlotta Nordenflycht verfasst, diese Übersetzung stammt nicht von mir, sondern einem befreundeten Skandinavisten. Da ich leider überhaupt kein Schwedisch verstehe.
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