Chapter 194

von feuerkatz
KurzgeschichteRomanze / P12
Kyoko Mogami Ren Tsuruga
07.10.2012
07.10.2012
1
1954
 
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Da ich langsam sehr enttäuscht bin dass ich immer 1 ganzes langes Monat warten muss bis das nächste Kaiptel herausen ist und dieses Kapitel dann immer nur 30 Seiten hat in denen nichts wirklich passiert, habe ich beschlossen mir das nächste Kapitel einfach mal selbst zu schreiben. Da ich aber nicht egoistisch sein wollte, dachte ich mir ich "schenke" es euch auch :-)  Ich hoffe ihr habt eine Freude damit. Bitte reviewt ganz fleißg :-)

LG Feuerkatz

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„Niisan“ schrie sie entsetzt. „Wieso machst du das?“ „Wer ruft meine kleine Schwester um so eine Uhrzeit an? Wem hast du deine Nummer gegeben? Ist dir den Niisan nicht mehr genug?“ knurrte er sie an.  Er war wütend,in ihm kochte es. Wenn er seine Wut schon nicht als er selbst ausleben und sie monopolisieren konnte, so konnte er es doch in seiner Rolle als Cain und er würde nicht davor zurückschrecken sie wirklich einzuschließen und von diesem Kerl fernzuhalten.

Kyoko wusste nicht wie sie sich verhalten sollte. Er hatte ihr Handy genommen und es weggeworfen. Einfach so. Sie wusste er war jetzt nicht Ren sondern Cain aber würde ihr großer Bruder denn so etwas machen? Sie bekam es mit der Angst zu tun. Noch nie hatte sie einen derartig Furcht einflößenden Blick gesehen. Er war wie ein Raubtier das vor seiner Beute stand und kurz davor war sie zu zerreißen. Ihr musste schnell etwas einfallen um ihn zu beruhigen, denn sie war sich nicht sicher ob hier nicht doch auch Ren sauer war. „Pffff“ machte sie „woher soll ich wissen wer mich um diese Uhrzeit anruft? Bist du etwas eifersüchtig?“ gab sie zurück. „Meine Schwester sollte nicht von unbekannten Nummern angerufen werden. War es ein Mann? Ich bringe ihn um wenn er dir zu nahe kommt.“ „ Ich weiß nicht ob es ein Mann war du hast mich ja nicht abheben lassen. Vielleicht war es auch ein Direktor oder Produzent dem die Agentur meine Nummer gegeben hat. Du hast gut möglich gerade ein neues Jobangebot ausgeschlagen.“ „Wenn es ein neues Jobangebot war so interessiert es mich nicht.“ „Gut dann sollten wir das Ganze vergessen wenn es dir nicht wichtig ist und endlich zu Abend essen. Ich wette du hast wieder nur einen Reisball gegessen?“

Kokett schwang sie ihre Hüften beim Gehen in Richtung Küche und hinterließ einen verblüfften Schauspieler stehen. < Wie hat sie es geschafft so schnell das Thema zu wechseln? Sie hat mich komplett überrumpelt. Ich muss zu geben sie ist wirklich gut geworden. Bestimmt kommt sie bald groß raus, aber Themenwechsel oder nicht, mein Zorn ist noch nicht verflogen und ich lasse sie dieses Mal nicht mehr davon kommen. Es reicht mir endgültig dass dieser Bastard sie immer wieder versucht von mir weg zu treiben.> Die Wut glühte immer noch in ihm und er beschloss eine neue Taktik zu versuchen. Solange er Cain und sie Setsu war sollte das keine Probleme verursachen und leichter zu handhaben sein als wenn sie nicht in ihren Rollen waren. Immerhin war sie ja auch auf den kurzen Flirt eingestiegen.

Langsam setzte er seine Schritte in Richtung Sessel und begab sich wieder in die gleiche Position wie zuvor. Gelangweilt sah er ihr zu wie sie das Essen fertig machte und den Tisch anschließend deckte. Als sie ihn ansah und dazu aufforderte endlich zu essen,hob er kurz den Kopf, seufzte  und lies den Kopf dramatisch elend wieder nach hinten fallen. „Niisan willst du nicht endlich etwas essen? Du weißt ich lasse dich nicht so einfach davonkommen und wenn ich dich dazu zwingen muss zu Abend zu essen.“ Wieder drehte er nur den Kopf, aber dieses Mal weg von ihr.

Was war nur los mit ihm? Was sollte das? Sollte er als Cain nicht sofort aufspringen und etwas zu sich nehmen wenn sie es ihm befahl? Sollte er nicht alles tun um seine Schwester glücklich zu machen? Hatte sich die Definition ihrer Rollen ohne ihr Wissen geändert? Nein, das wüsste sie, das hätte ihr der Präsident sicher gesagt. Irgendetwas musste an ihrer Rolle verkehrt sein und er versuchte sie mit Sicherheit durch sein Spiel darauf hinzuweisen. Nur was war es?

„Niisan was ist los?“ sagte sie und begab sich zu ihm. Vor ihm ging sie in die Knie und legte ihre Hand auf die Seine. Wieder drehte er nur den Kopf um sie nicht anzusehen. „Was ist los? Magst du mich nicht mehr Niisan?“ lies sie weinerlich von sich hören.  „ Die Frage ist doch eher ob du mich noch magst“ sagte der Mann leise. Huch, was bedeutete das jetzt schon wieder? „ Was meinst du? Natürlich mag ich dich noch, ich liebe dich Niisan du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Kein anderer Mensch auf der Welt interessiert mich außer dir.“ sagte sie.

Sie liebte ihn, sagte sie. Das brachte sein Herz für einen kurzen Moment zum Stillstand. Diese Worte jemals von ihr zu hören war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Doch dann  rief er sich wieder ins Gedächnis, dass nicht Kyoko das zu ihm sagte sondern Setsu zu Cain. Kein Wort davon war wahr, es war alles nur Spiel. „Ich glaube dir nicht Setsu. Ich fühle wie du dich mir entfernst. Wer ist es? Ist es ein Mann? Hast du dich in jemanden verliebt? Du siehst mich nicht mehr an wie früher. Dich interessiert die Welt da draußen viel mehr als unsere kleine gemeinsame Welt. Die Welt in der nur wir sind und keiner jemals eindringen konnte gibt es nicht mehr. Ich verliere dich ich spüre es. Ich will nichts essen, ich kann nicht schlafen, auch wenn du bei mir bist so bist du es doch nicht wirklich. Keinen Menschen auf der Welt gibt der mein Interesse auch nur annähernd wecken könnte. Es sind alles lächerliche Würmer da draußen. Nicht den Atem den sie verschwenden wert.“ pfauchte er.

Kyoko überlegte fieberhaft wie sie auf einen depressiven Cain reagieren sollte. Mit einem wütenden oder müden oder gar kindischen Cain konnte sie umgehen, aber einem depressiven? Das war neu! Das war es, jetzt hatte sie eine Idee.  Schnell kletterte sie zu ihm auf den Sessel und kuschelte sich an seine Brust. Fast augenblicklich schlossen sich seine starken Arme und sie und drückten sie noch fester an ihn. „Niisan, das ist doch nicht wahr. Ich muss hin und wieder rausgehen und mit den anderen langweiligen Kreaturen in dieser Welt sprechen. Wie sollen wir denn sonst leben wenn du keine Jobs bekommst weil du mit niemandem sprechen willst? Wie sollen wir Essen bekommen wenn ich nicht hin und wieder einkaufen?“ „Du musst dich nicht um mich sorgen. Ich bin dein großer Bruder und es liegt in meiner Verantwortung mich um dich zu kümmern nicht umgekehrt.“ Sein Kinn ruhte jetzt leicht auf ihrem Kopf. Mit jedem Atemzug inhalierte sie seinen berauschenden Duft. Roch er schon immer so gut?

Kyoko musste sich stark konzentrieren um nicht aus ihrer Rolle zu fallen. Sie musste Setsu bleiben, würde sie ihre Beherrschung verlieren so würde sie sofort aus seinen Armen springen und zu zittern beginnen. < Benutze ich ihn wirklich nur um all das von ihm zu lernen?> fragte sie sich. <Wieso sage ich solche grausamen Dinge über ihn? Wieso belüge ich mich selbst? Ich will nicht wieder so dumm und naiv sein wie früher es würde zu sehr weh tun wieder verletzt zu werden. Aber jetzt im Moment fühle ich mich so sicher und geborgen und auch wenn es nur gespielt ist, möchte ich es genießen>

Anstatt sich von ihm zu entfernen kuschelte sie sich nur noch enger an ihn. Es war ihr egal was Morgen passieren würde oder in fünf Minuten. Im Augenblick wollte sie ihn nur bei sich spüren und sei es nur als Setsu und Cain. Ganz leicht,wie der Flügel eines Schmetterlings so zart, spürte sie etwas auf ihr Haar drücken. Verwundert sah sie nach oben und sah direkt in Rens, nein, Cains oder doch Rens, Augen. Sie war verwirrt. Wer sah sie da jetzt an? Diesen Ausdruck kannte sie auch noch nicht. Sie wusste nicht mit wem sie es zu tun hatte. „Versprich mir dass du niemals jemanden mehr lieben wirst als mich.“flüsterte er. Er war ihr so nahe dass sie seinen warmen Atem auf ihrem Gesicht spüren konnte. Es war ihr nicht möglich ihre Augen von den seinen zu lösen. Als einzige Antwort lächelte sie nur leicht.

„Schwörst du es?“ flüsterte er immer noch und kam ihrem Gesicht noch näher. Er hatte sie leicht hochgezogen so dass seine Stirn nun an der ihren lag. <Zu NAHHHHHH> kreischte Kyoko in Gedanken. Als Setsu dagegen war sie völlig ruhig und entspannt. Sie nickte nur. „ Schwör es mir“ sagte er wieder und rieb nun seine Nase an der ihren. < Gefahr, Gefahr, Gefahr, alle Mann auf Gefechtsstation > riefen ihre Dämonen und liefen panisch im Kreis herum. Überall blinkte rotes Licht und ihre Chibis stürzten völlig hinüber übereinander. < Selbstzerstörung in …......>  Alles was sie ihm antworten konnte war ein kratziges „mh mh“

„Beweise es mir“ sagte er fast nicht hörbar und dann lagen seine Lippen auf den ihren. Ganz zart küsste er sie, jeder Zeit bereit wieder zurück zu rudern sollte sie ihn wegstoßen. Es war himmlisch ihre volle Lippen endlich zu spüren. Er wollte sich nicht mehr zurückhalten. Sie war ihm so nahe und es war vielleicht seine einzige Chance jemals einen Kuss von ihr zu bekommen. Es war ihm egal dass sie es vielleicht für einen Teil ihrer perversen Geschwisterrolle halten würde. Er wollte nur den Moment in dem seine Lippen ihre trafen für immer in Erinnerung behalten. Sollte ihn doch der Teufel holen, er war doch ohnehin schon in der Hölle wieso also nicht aufs Ganze gehen.

Erschrocken bemerkte er wie sich plötzlich ihre Lippen zu bewegten und sie auch ihn küsste. SIE küsste IHN zurück. Sie war nicht nur passiv und erstarrt, nein,sie ging auf seinen Kuss ein. Vorsichtig wurde er etwas fordernder und legte seine große Hand auf ihren kleinen Hinterkopf und drückte sie fester an sich. Zaghaft schlangen sich ihre Arme um seinen Hals während er ihr zu verstehen gab ihre Lippen etwas zu öffnen und sich mit seiner Zunge Einlass in ihren Mund verschaffte.

< Buff, Krach, Tschingbumm> überall lagen tote kleine Dämonenchibis herum und man sah bis an die Zähne bewaffnete Engelchibis herumlaufen und hörte sie freudig schreien < Mission erfüllt juhuuuuuu> einer schnappte sich einen Schlüssel und lief schnell die Wendeltreppe Richtung Herz hinunter und sperrte das schwere Schloss auf. Mit einem Krachen fiel es zu Boden und die Truhe konnte endlich wieder geöffnet werden. Die Engelchibis waren wieder zu Hause.

Kyoko hatte absolut keine Ahnung mehr was sie da tat, aber es fühlte sich gut an. Noch nie hatte sie so einen Kuss erhalten. Gut sie wurde zwar einmal von Sho geküsst und auch der hatte ihr seine schlabberige Zunge in den Hals gesteckt aber das hier war ganz anders. Es war wie Eis esse, einen Schneemann bauen, Schokolade auf der Zunge zergehen lassen, in einem Bett aus Wolken schlafen,....es war unbeschreiblich. So fühlte sich also ein richtiger Kuss an auch wenn er nur gespielt war. Cain wusste wirklich was er tat.

Ren war glücklich er konnte nicht anders „Kyoko meine Kyoko“ entfleuchte es seinem Mund. Huch???? Hatte sie gerade wirklich ihren Namen hören können? Ihren eigenen Namen und nicht Setsu? Moment Mal gehörte dass hier etwa alles nicht zu ihrer Rolle? Sie wurde leicht panisch. „Cain?“ fragte sie vorsichtig wagte es aber nicht sich auch nur einen Millimeter von seinen Lippen wegzubewegen und murmelte es somit direkt in seinen Mund. Er nahm ihr Gesicht in beide Hände und drückte sie sacht von sich weg so dass er ihr in die Augen sehen konnte. „Nein, nicht Cain. Es bin nur ich, ich allein. Ren. Es tut mir Leid“ sagte er traurig. Er hatte ja gewusst dass es so kommen würde sie würde ihn niemals küssen wollen wenn es nicht für eine Rolle wäre.

Sein Blick war so unendlich traurig, es saß soviel Schmerz darin das Kyoko keine Kontrolle mehr über ihr eigenes Tun hatte und sie sich wieder ihm entgegen beugte und ihm einen leidenschaftlichen Kuss aufdrückte. Jetzt war es an Ren verblüfft zu sein.