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Jade und Darren

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Darren Shan Larten Crepsley Steve "Leopard" Leonard
06.10.2012
21.10.2012
4
6.853
 
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06.10.2012 2.041
 
Ich dachte nie groß darüber nach, wie ich sterben würde. Doch plötzlich wurde mir bewusst, das es mir nie näher war als in diesem Moment. Ich konnte den Tod fast spüren. Er saß mir im Nacken und ich konnte ihn spüren wie er näher kam. Mit jeder verdammten Minute kam er näher und ich wusste nicht, wie ich ihm entfliehen konnte. Doch zur selben Zeit, wusste ich, dass es für einen guten Zweck war. Es war für ein besseres Leben und eine bessere Zukunft mit dem Schicksal, was ich mir selbst gewählt hatte, am ende würde sich alles zum besseren Wenden und mein Schicksal würde eine goldene Zukunft hervorbringen. Ich sah mich noch ein letztes mal um, noch ein letztes mal in die braunen Augen meiner Liebe und die grau-grünen des Monsters hinter ihm, der mich nun töten würde. Ich hatte Angst, doch ich wollte mit meiner Angst nicht alles verderben. Deswegen sagte ich nichts und schaute nur ins Meer hinter mir. Das Meer war für Spätherbst seltsam ruhig und kleine Wellen schlugen gegen die steinige Küste. Im Sommer war es wunderschön, wenn die Sonne langsam im Meer versank und du einen wunderschönen Überblick über das Meer hatte. Doch ich merkte, dass alles seine Zeit hatte und meine Zeit war nun vorbei hier und das musste ich einsehen. Also drehte ich mich noch ein letztes Mal um, um den grau-grünäugigen Monster zuzunicken um mich dann wieder dem Meer zuzuwenden. Ich spürte kalte Hände an meinem Hals und dann spürte ich einen kurzen Schmerz. Ich schaute ein letztes Mal auf die Narben an meinen Fingerkuppen und dann ins Meer. Das letzte was ich für eine lange Zeit spüre sollte, war wie mich jemand über die Klippe warf und die Luft um mich herum an mir vorbeizog.....


Kapitel 1

Irgendwer zog mich aus dem Wasser. Ich konnte spüren, wie starke Hände unter meine Arme fassten und mich zogen und dann wie das Wasser um mich herum weniger wurde. Ich konnte zwar meine Augen nicht öffnen, hörte jedoch jedes Wort, das sie sprachen. Ich konnte einfach alles hören, wie die Männer, die mich aus dem Wasser gezogen haben, sich über meinen Zustand unterhielten und einander zuriefen, dass es schlecht um mich stand. Ich wurde bereits offiziell für Tod erklärt und meine Eltern wurden informiert. Ich merkte, wie mich jemand auf etwas weiches legte und zur selben Zeit, wie meine Eltern anfingen um mich zu weinen. Zu spät, bemerkte ich, dass die meine Trauerfeier sein sollte. Ich wollte aufspringe, ihnen sagen, dass alles gut war, das ich am Leben war und das sie sich keine Sorgen machen sollten. Aber das alles ging nicht mehr, es gab kein zurück mehr. Ich war noch nicht bereit, das wusste ich, aber ich wollte gegenüber meiner Liebe meines Lebens nicht eingestehen, dass ich Angst hatte, das ich mich zu Tode  ängstigte vor dem was vor mir lag und nicht das verlassen wollte, was ich hier hatte. Ich lebte in einem wunderschönen Häuschen in einer wunderschönen Vorstadt in einem netten Land. Meine Familie war nicht reich und auch nicht arm, wir hatten ein anständiges durchschnittliches Leben, mein soziales Umfeld war gut und ich war auf dem besten Wege an einer renommierten Universität  angenommen zu werden. Mein Leben war perfekt, meine Freunde waren es, bis ich auf den Jungen traf, der alle ändern sollte.


Wir hatten uns das erste mal getroffen, als ich mit meiner besten Freundin im Kino war. Wir hatten einen Mädchenabend und wollten uns im Kino den neusten Spiderman ansehen. Er stand mit zwei weiteren Jungen vor dem Kino, als ich ihn das erste mal sah. Ich bemerkte ihn nur weil er mich anstarrte und ich dachte, er mache wie jeder andere Sprüche über meine feuerroten Haare, die mit meinen grünen Augen konkurrierte. Er sah mich an als wäre ich ein Gespenst und hätte ihn gerade zu Tode erschreckt. Also ging ich zu ihm und fragte ihn, was falsch sei und ob er gedenke Wurzeln zu schlagen und mich weiter innerlich auszuziehen. Er wurde rot und drehte sich schnell weg um mir dann zu versichern, dass alles okay wäre und er keinen Moment daran gedacht hätte. Erst jetzt fing ich seine Freunde zu realisieren.  Der rechts neben ihn, war etwa um die 25 und hatte grüne Haare und sehr viele Narben. Zu seiner anderen Seite stand ein junge der kaum älter war als er selbst und durch seine eisblauen Augen und seine hellblonden Haare auffiel. Jetzt stellte der Junge sich als Darren vor und seine Begleiter als Vancha und Kurda. Ich lächelte beide höflich an und stellte mich selbst als Jade vor, dies war mein zweiter Name. Mit ganzem Namen hieß ich Kathrine Jade Elisabeth Semtron. Ich weiß viele werden jetzt denke, das meine Eltern ein paar Probleme hatten, aber in Wirklichkeit weiß keiner so recht, woher diese ganzen Namen kommen, sie waren halt einfach da. Nachdem ich mich vorgestellt hatte stellten sie mir ein paar Fragen, bevor ein Mann im roten Anzug und roten Mantel kam und sich zu ihnen gesellte. Er hatte leuchtende orange Haare und eine lange Narbe über die linke Gesichtshälfte. Darren sah uns beide an, um dann breit zu Grinsen. Dann stellte er lautstark fest, dass wir uns ja sehr ähnlich sähen. Wobei ich vom Gegenteil überzeugt war, er war groß und massig, ich klein und schmächtig. Das einzige was uns verband waren hellrote Haare und grüne Augen, das war aber auch schon alles. Ich wusste nicht, was dieser Darren in uns sah und um genau zu sein war es auch nicht mein anliegen es zu erfahren. Ich sah in irritiert an und drehte mich im selben Moment um, um nach meiner Freundin Helene Ausschau zu halten. Sie war bestimmt sauer, dass ich sie alleine gelassen hatte um mit älteren fremden zu reden, doch ich fand sie in einer ecke mit einem Jungen aus unserer Schule, mit dem sie anscheinend verabredet gewesen war und beschloss, dass es mich nicht interessiert und ich sie alleine ließ. Gerade als ich mich zum gehen aufmachen wollte, kam dieser Junge und fragte mich, ob er mich nach hause bringen könne. Da es ja schon dunkel war und im Moment die Stadt, wegen dem angeblichen Serienkiller ziemlich unsicher war, ich willigte ein, da ich nicht gewillt war alleine zu gehen. Zur gleichen Zeit kam Helene und ich erzählte ihr von meinem Vorhaben, nach hause zu gehen. Sie protestierte nicht, wir verabschiedeten uns, und ich ging meines Weges, den komischen Jungen an meiner Seite, der mich beschützen zu schien. Ich schaute mehrmals verstohlen zu ihm hoch um zu bemerke, dass er mich anzustarren schien, seine braunen Augen beobachteten mich, in ihnen lag ein wachsamer Ausdruck, aber auch so eine Vollkommenheit, als ob er sich in jeder Sekunde ganz sicher war, was er tat und wie er es tat. Als er merkte, das ich sah, dass er mich ansah wurde er rot und schaute weg. Ich bat ihn es nicht zu tun und er sah in meine Augen. Wir standen unter einer Straßenlaterne, die uns in dämmerigen Licht stehen ließ um uns herum waren Büsche und wir standen auf einem Waldweg mit im Park, zwanzig Meter entfernt konnte ich mit mühe noch eine Parkbank sehen, ein zusammengerollter dunkler Körper lag darauf, vermutlich ein Obdachloser, der keine andere Schlafstelle gefunden hatte. Der Wald war ruhig, und man hörte nur unser atmen und das leise rascheln der Blätter. Ich merkte wie die kalte Luft langsam um mich herum weht und konnte den leichten Wind seines Atems spüren. Ohne es zu merken, hatte ich mich vor ihn gedreht und schaute ihn an, ich musste leicht nach oben schauen, da er größer war als ich und dieses mit einem Grinsen quittierte. In jeder anderen Situation wäre ich jetzt ausgetickt, doch er schaute mich einfach nur an und ich wurde ruhiger. Er fing an mit seinen Fingern in meinen Haaren zu spielen, was ich als ein Zeichen annahm, dass er etwas sagen wollte und nicht wusste wie. Ich ließ ein paar Minuten vergehen, ein paar wunderschöne Minuten, bevor ich mich vor lehnte und mich an seiner Brust wärmte, er nahm mich daraufhin instinktive in den Arm und ließ ein paar Minuten vergehen. Dann hob er leicht mein Kinn an und ließ mich in seine Augen schauen, bevor er sich zu mir lehnte und unsere Lippen sich trafen.

Crepsleys POV

Wir standen hinter einen Baum in der Dunkelheit des Parks, wir waren Darren gefolgt, weil ich sicher gehen wollte, dass der Junge keine Dummheiten machte, und wenn er es tat, dass ich ihm schnell und ungestört helfen konnte seinen Fehler zu entfernen und den Ort zu neutralisieren. Doch er stand nur da, dass Mädchen in seinen Armen und wiegte sie langsam hin und her. Der Kuss war erst ein paar Sekunden vorher passiert und ich war mir nicht sicher, was jetzt passieren würde. Doch ich hatte gehofft, dieses Gesicht nie wieder sehen zu müssen. Ich hatte gehofft, dass dieses Mädchen nie wieder in mein Leben treten würde, das sie inzwischen gestorben wäre, als ich sie bei den Wölfen ließ. Ich hatte nie vorgehabt, sie überhaupt zu finden und mich mit ihr auseinander zu setzen, doch manche Fehler haben lange Folgen. Ich war jung und dumm gewesen, ein Halbvampir, der es nicht besser wusste und seine Fehler machte, doch dieser war schwerwiegender gewesen als alle anderen. Denn dieses Kind, war meine Tochter mit einer unbekannten jungen Frau, die leider bei der Geburt verstorben war. Es war 1908, ich war gerade mal 72 Jahre alt und lebte zu dieser Zeit mit meiner Geliebten Alicia in Paris. Es war die Nacht in der Tanish Eul mich verraten hatte und ich aus der Stadt fliehen musste. In dieser Nacht traf ich mich mit der Prinzessin der Wildnis, einer Schwester Evannas. Sie nahm mich auf und half mir, als ich mir selbst nicht mehr zu helfen wusste und wir verbrachten die Nacht miteinander. 9 Monate später hatte ich einen gezürnten Mr. Schick, der mir das Kind in die Hand drückte und mich meines Schicksals belehrte. Doch zu diesem Zeitpunkt war ich gerade auf dem Weg zum Berg der Vampire und da ich das Kind nicht gebrauchen konnte, ließ ich es bei den Wölfen zurück.
Doch nun war sie wieder da, ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte, oder ob ich Darren, davon erzählen sollte. Ich war wieder im hier und jetzt und konzentrierte mich auf Darren und das was da kommen sollte. So standen wir eine ganz Weile da und beobachteten die Jugendlichen, die nichts so recht mit sich anzufangen wussten. Wie alt mochte sie jetzt sein 20? 21? auf keinen Fall älter, aber in Wahrheit lebte sie bereits seit 104 Jahren, hatte sie etwa auch 1/10 wie ein Vampir?, plötzlich tat mir dieses Kind unheimlich leid und mir wurde klar, dass ich an diesem Leid schuld war. Plötzlich hörte ich meinen Namen und bemerkte, dass die beiden anderen aus dem Gebüsch gesprungen waren, ich sah mich nervös nach einer Bedrohung um bis ich den Vampyr entdeckte, der das Mädchen in seiner Gewalt hatte und ihr ein Messer an die Kehle hielt. Ich konnte jetzt nicht einfach als letzter herausspringe, das würde mich lächerlich erscheinen lassen, also schlich ich einmal um ihn herum bevor ich genau hinter ihm im Schatten stand und griff in meinen Mantel, zog das Messer und stach zu, bis ich spürte, dass der Griff gegen einen Knochen schlug. Der Vampyr war sofort tot, erst jetzt erkannte ich, dass es der vermeintliche Obdachlose war von dem ich angenommen hatte, dass er bereits tot wäre, so viel zum Thema „vertraue deine Intuition“, diese hätte mich heute Nacht fast meine Identität gekostet. Während ich noch vor mich hin meditierte, schickte Kurda Darren das Mädchen nach hause bringen, dieser nahm ihren Arm und führte, die verängstigt schauende nach hause. Danach zog er mich für meine mangelnde Aufmerksamkeit in Rechenschaft, er warf mir vor, dass ich alt und unvorsichtig geworden wäre und da er Obervampir und ich nur „normal“ war, musste ich ihn gewähren lassen. Irgendwann ging Vancha dazwischen und fing an mich zu verteidigen. Irgendwann gingen wir zum Hotel zurück um  zu schlafen und die nächste Nacht abzuwarten. Doch ich konnte nicht schlafen, meine Gedanken kreisten nur um dieses Mädchen und was ich ihr angetan hatte.
 
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