Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Common Law - Ein Leben ohne den Anderen?

von Duana
GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
04.10.2012
04.10.2012
1
464
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
 
04.10.2012 464
 
Hi! Ich hoffe es gefällt!
Reviews wären echt lieb!
LG CrimeFan44

Ein Leben ohne den Anderen?

„Travis, ich muss mit dir reden!“, rief Wes, als er eilig an seinem Partner vorbeilief.
„Zehn Minuten!“, gab Travis als Antwort und wandte sich wieder seiner weiblichen Begleiterin zu. „Also, Ihr Auto wurde gestohlen? Dann schrieben Sie mir hier einmal Ihre Nummer und Adresse auf. Nur damit ich Sie informieren…“
„hör auf zu flirten und komm mit!“, unterbrach Wes Travis, packte seinen Kollegen am Arm und zog ihn vom Schreibtisch weg.
Schnell rief Travis der Dame zu: „Legen Sie einfach alles auf den Tisch. Ich rufe Sie dann an!“ Dann wandte er sich Wes zu. „Verdammt, was soll das? Wenn du reden willst, dann kannst du auch zehn Minuten warten!“
Es kam ein kurzes „Nein“ als Antwort und einige Sekunden später zog er Travis durch die Tür zum Dach.
Die Frage, ob Wes vorhatte, Travis vom Dach zu schupfen, blieb unbeantwortet.
Am Dach angekommen ließ der Ex-Anwalt seinen langjährigen Partner los und ging zu der Steinmauer am Dachrand. Leise folgte Travis ihm.
„Du warst bis jetzt nur mit mir hier oben, um zu streiten. Aber jetzt… Du bist so… so… ruhig, Wes.“
Wes atmete tief durch. Er wusste nicht, wie er anfangen sollte. „Ich habe unseren Chief belauscht. Wie er mit der Staatsanwältin geredet hat.“
„Das tut er ständig. Er beschwert sich doch rund um die Uhr über uns. Und die Staatsanwältin doch auch.“
„Der Chief hat sich nicht beschwert. Sie hat es. Das wäre doch nicht weiter schlimm, aber das was der Chief gesagt hat… Es hat mich nachdenklich gestimmt.“
Kurz blickte er dem Dunkelhaarigen in die Augen und als dieser unwissend zurückblickte, fuhr Wes fort: „Er sagte, dass ich ohne dich keine einzige Festnahme durchführen könnte. Und ohne mir wärst du schon längst tot.“
Eine Zeit lang war es still, bis Travis sich räusperte. „Irgendwie hat er recht“, sagte er, während er sich gleich wie sein Kollege gegen die Mauer lehnte.
„Ich weiß. Und das macht mir Angst.“
Verwundert blickte der dunkelhäutige Detective seinen Partner an. So eine Direktheit hatte er in Gefühlssachen nicht erwartet. Weitere Minuten vergingen schweigend, bis Wes erklärte: „Es macht einen einfach nachdenklich. Wenn ich aufhöre, oder du, dann ist die Kariere des anderen auch vorbei. Und ich möchte nicht schuld sein, wenn du drauf gehst.
„Schön! Jetzt weiß ich wenigstens, dass du mich nicht mehr erschießen wirst!“
Die beiden Detectives lächelten.
„Freu dich nicht zu früh!“, sagte Wes und ging wieder zu der Tür.
Freundschaftlisch klopfte Travis seinem Freund auf die Schulter. „Das hab ich auch nicht! Ich weiß ja, wie gern du auf mich schießt!“
„Willst du jetzt mit mir streiten?“
„Diskutieren, Wes, diskutieren!“
„Es war ja deine Schuld, dass ich auf dich geschossen hab!“
„Meine Schuld?“

Ende
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast