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Das Ende vom Tag

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
02.10.2012
15.10.2012
6
10.786
 
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Dieses Kapitel
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02.10.2012 2.639
 
Erst mal danke an alle Reviewer  es ist immer wahnsinnig schön, was von euch zu lesen. Ich habe versucht, es ein bisschen positiver enden zu lassen, aber…naja. Schaut es euch an.





Ich weiß nicht, wie wir zum Krankenhaus kommen. Sams PDA weist mir den Weg, und ich fahre ihn, wie eine Maschine. Die Stadt fliegt an uns vorbei, Autos, Menschen, Ampeln, es ist alles so unwirklich. Und trotz des Verkehrslärms liegt eine Stille über allem. Totenstille. Und Totenstille auch bei uns im Wagen. Einmal schaue ich zu Sam hinüber. In seinem Gesicht steht die gleiche Fassungslosigkeit, die gleiche Trauer, die auch ich fühle. Aber da ist noch etwas anderes in seinen Augen, etwas, das ihn immer schon ein bisschen von uns getrennt hat, etwas, gegen das ich mich so lange erfolgreich gewehrt habe: Resignation. In Sams Augen gibt es keine Hoffnung mehr.

Ich schaue wieder weg, meine Hände sind so fest um das Lenkrad gekrampft, dass sie nicht zittern können. Ich glaube, dass ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halte, das tue ich immer, aber wir sind trotzdem viel zu schnell da. Ich fahre den ganzen Parkplatz ab, bevor ich anhalte, am entferntesten Rand des Areals. Als der Motor erstirbt, wird die Stille noch lauter, und die Welt scheint noch schneller an mir vorbeizufließen, so schnell, dass mir schwindlig wird, aber ich weiß, das vergeht, wenn ich aussteige. Wenn ich es akzeptiere, ein für alle Mal, wenn ich aufhöre, zu verdrängen. Verdrängen ist Teil des Jobs, den ich geliebt habe, ein Trick, den wir alle lernen müssen, damit wir nicht mitten in einer Gefahrensituation zusammenbrechen. Ich habe verdrängt. Ich habe verdrängt, dass ich Sam liebe, ich habe verdrängt, dass meine Mutter krank war, ich habe verdrängt, dass Lou gestorben ist. Das Verdrängen ist nicht das Problem an der Sache. Es ist so leicht, dass ich mir manchmal Sorgen um meinen Geisteszustand mache. Wir jagen so oft Psychopathen, wann werden wir zu ihnen? Ich erinnere mich daran, dass ich diesen Gedanken schon einmal hatte, heute Nachmittag. Bevor ich von Wordys Krankheit hörte. Und von Parkers Tod.

„Jules. Wir sollten nicht zu spät kommen.“ Sams Stimme ist sehr sanft, so sanft wie die Hand, die er auf meine Schulter legt, aber ich zucke trotzdem zusammen.

Zu spät. Das klingt, als gäbe es noch Hoffnung. Das klingt, als könnten wir noch rechtzeitig kommen, als könnten wir noch etwas tun. Das Richtige tun.

Was war das letzte, was ich zu ihm gesagt habe? Diese Frage wird das nächste sein, was ich verdrängen muss, denn sie wird mich für immer verfolgen.

Ich sage nichts, nicke nicht, ich steige einfach aus und gehe los. Meine Beine sind noch da, das weiß ich, weil ich mich bewege, aber ich spüre sie nicht. Ich spüre gar nichts, ich weiß nur, dass ich plötzlich Angst habe, Angst, zu spät zu kommen, wie Sam gesagt hat, Angst, den Sergeant nie wieder zu sehen, Angst, dass sie ihn wegbringen, bevor ich da bin, dass Wordy verschwindet, dass Spike und Ed einfach ohne mich weitermachen. Ich beginne zu laufen, immer schneller, und nach einem kurzen Moment der Überraschung holt Sam zu mir auf. Der Weg wird immer länger, wir sind immer noch nicht an der Tür, und jetzt verfluche ich mein Nichtwahrhabenwollen, mein Zeitschinden, ich verfluche alles, was heute passiert ist, jede einzelne Sekunde dieses Tages, die sich alle auf meine Schultern legen und mich langsamer machen, immer langsamer, bis ich endlich stehenbleibe – vor der Tür zum Gang im dritten Stock, wo das Team wartet.

Sergeant Parkers Team. Und der Tod.

Ich kann das nicht.

Mein Atem wird immer lauter, und jetzt würde ich ihn gerne kontrollieren, aber ich kann nicht, denn das ist die letzte Grenze, und alles in mir weigert sich, sie zu übertreten, weil es einfach so falsch ist. Ich bleibe wie erstarrt stehen. Meine Kraft kommt von den Menschen, die ich liebe – von den Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Und einer von ihnen wird gleich für immer verschwinden. Ich fühle mich leer, leer und einsam in einem überfüllten Krankenhaus.

Dann legt Sam mir wieder die Hand auf die Schulter, und mit der anderen nimmt er meine Hand, die auf dem Türgriff liegt. Ich will ihn nicht ansehen, weil ich mich vor dem fürchte, was in seinen Augen steht, also konzentriere ich mich auf unsere Hände, auf die Wärme von Sams Haut, die langsam die Kälte des Metalls niederkämpft. Mein Atem beruhigt sich, während ich dieses Wunder betrachte, das Wunder, dass Menschen einander so viel Wärme und Kraft geben können einfach durch eine kurze Berührung. Das Wunder, dass wir trotz all dem Grauen und der Dunkelheit in dieser Welt lieben können, und dass diese Liebe uns stark genug macht, um der Dunkelheit die Stirn zu bieten.

Selbst, wenn man ihr nicht entkommen kann.

Ich öffne die Tür.

Im Gang steht meine Familie.

Wordy lehnt an der Wand, der Tür am nächsten. Als er uns sieht, richtet er sich auf, und wie automatisch lächelt er, ein Begrüßungslächeln, als wäre es ein Tag wie jeder andere, wie früher.

Es wird nie wieder wie früher sein. Vor allem nicht für Wordy. Schon nach einem Schritt verschwindet das Lächeln, und ich sehe, wie mein tapferer Kollege mit den Tränen kämpft, als er mich umarmt. „Sag ihnen nichts“, flüstert er, und mir wird schlecht. Ich hatte es befürchtet, Wordy hat den anderen noch nichts von seiner Krankheit erzählt. So vorsichtig und bestimmt ich kann, schiebe ich ihn ein Stück von mir weg, so dass ich ihm in die Augen sehen kann. „Wordy! Wieso…“ Er schüttelt hastig den Kopf und lässt mich los, um Sam zu begrüßen. Sein Vertrauen zu mir, die ich heute so nah daran war, ihn und die anderen im Stich zu lassen, tut weh. Ich atme tief durch, und dann ist auch schon Spike da, und er hat den Kampf gegen die Tränen längst aufgegeben. Sie rollen frei über sein Gesicht, das den gleichen fassungslosen Ausdruck trägt wie damals, als Lou gestorben ist. Wir sehen uns lange an, und es ist ein stummer Kampf, auch wenn ich erst am Ende begreife, worum wir eigentlich kämpfen: Es geht um unsere Seelen. Es geht darum, dass wir beide heute vor lauter Wut und Verzweiflung geglaubt haben, den Sarge hassen zu müssen. Wir waren so überfordert von unseren Gefühlen,  dass wir sie alleine nicht ertragen konnten – und deshalb haben wir alles auf ihn übertragen. Ich sehe es in Spikes Augen, dass er sich die Schuld gibt, so wie ich mir die Schuld gebe. Und ich weiß, ich weiß, dass Spike es nicht so gemeint hat. Er wollte den Sarge nicht zum Sündenbock machen, er war nur hilflos. So wie ich. So wie wir alle. Ich weine nicht, als ich ihn endlich umarme. Zum ersten Mal an diesem Tag bin ich es, die Trost spenden kann, und das wiederum tröstet mich.

Ich bin zurück. Ich wäre fast gegangen, ich hätte sie fast im Stich gelassen, alle, ich hätte es getan – aber ich habe es nicht getan. Und jetzt bin ich hier. Ich bin hier, bei meinem Team, das mich braucht und das ich brauche.

Spike lässt mich los, als hinter ihm Schritte ertönen. Ed. Ich sehe auch in seinen Augen Tränen, und eine Verletzlichkeit, die ich erst sehr selten bei ihm gesehen habe. Automatisch gehen wir ihm das letzte Stück entgegen, die Augen auf ihn gerichtet, aber er schaut an uns vorbei, der Blick geht ins Leere irgendwo hinter Sams Ohr, auch, als wir im Halbkreis vor ihm stehen.

„Ed?“

Eds Blick schnappt zurück zu uns, er fixiert Wordy, dann Sam und Spike, zuletzt mich. „Gregr“, sagt er leise, und ich merke, wie Spike neben mir alle Muskeln anspannt.

Ich bin gefangen von Eds Augen, von der endlosen Weite darin, der Leere. Unser taktischer Leiter ist so hilflos wie wir. Ich öffne den Mund, ich will und muss irgendetwas sagen, irgendetwas Tröstliches, aber Ed schüttelt den Kopf.

„Greg“, flüstert er wieder, „es ist Greg.“ Jetzt wallen auch in meinen Augen wieder Tränen auf, und ich nicke. Für manche Dinge gibt es keine Worte. Für manche Trauer gibt es keinen Trost.

„Wo ist er?“, fragt Sam heiser, und Ed reißt sich zusammen. Er sagt nichts, aber er nickt und dreht sich um, und wir folgen ihm, dicht zusammengedrängt, weil wir es nur so schaffen, die letzten Schritte zu gehen.

Dann sind wir da. Ein kleines Zimmer, zum Gang hin verglast, ein Bett, ein Herz- und ein Lungenmonitor, acht Schläuche, befestigt an den Geräten…und im Gesicht des Sarge.

Es gibt kein Zurück. Er ist hier. Er ist es.

Ich schlage die Hand auf den Mund, aber es ist zu spät, Schluchzen sprengt meine Kehle, und ich lehne mich an die Glasscheibe, um nicht zusammenzubrechen. Jede Sekunde dauert eine Ewigkeit, während wir hier stehen, und ich bekomme nicht genug Luft, um so viel Zeit zu überstehen. Es tut so weh. Ich hatte Zeit, fast eine Stunde, um mich darauf vorzubereiten, aber es tut so weh.

Er wird nie wieder aufwachen. Er wird nie wieder mit uns arbeiten und mit uns lachen, er wird nie wieder die Welt einrenken – für Zielpersonen und für uns. Er wird nie wieder seine Kappe in den Nacken schieben, wenn er nachdenklich ist, er wird nie wieder wütend auf uns sein. Er wird nie wieder stolz auf uns sein, wird uns nie wieder sagen, dass wir gut waren. Dass wir unseren Job gut machen, auch, wenn der Rest der Welt das nicht mitbekommt. Er wird nie wieder einen Sonnenuntergang sehen oder Bier trinken oder mit seinem Sohn reden. Er wird mir nie wieder helfen, wenn ich an den Anforderungen dieses Jobs zu zerbrechen drohe, er wird einfach nie, nie, nie wieder da sein und ich weiß nicht, wie ich das ertragen soll! Wie soll ich weiterleben, für Jahre, Jahrzehnte, ohne ihn, wenn schon diese eine Stunde so wehtut, als würde es mich auseinanderreißen, jede Sekunde?

„Jules“, Eds Stimme klingt leise, gebrochen. „Er hat nur noch fünf Minuten, bevor sie die Geräte abstellen, und… wir haben beschlossen, dass du bei ihm sein solltest. Wenn du das willst.“ Es dauert einen Moment, bis ich verstehe, was er sagt. „Aber…ich…“ Ich forsche in den Gesichtern der anderen nach, aber in allen Augen sehe ich die gleiche traurige, grimmige Zustimmung. Spike nickt heftig, und Wordy bringt wieder ein dünnes Lächeln zustande. Sam bewegt sich nicht, aber seine blauen Augen brennen sich ihren Weg in mein Herz. Ich schlucke. „Ed, ich denke, dass du…“ „Ich war schon bei ihm.“ Auch Eds Blick hat etwas Glühendes, und die Trauer darin schnürt mir die Kehle so zu, dass ich nichts mehr sagen kann, nur nicken, und dann wische ich die letzten Tränen weg und stolpere auf die Türe zu und hinein.

Der Tod ist hier, er liegt schwer in der Luft. Ich fühle mich plötzlich so klein und hilflos, dass ich sofort zum Bett laufe und nach Parkers Hand greife, als könnte er mich beschützen.

Er sieht auch klein aus vor so viel Tod. Sein Kopf ist behelfsmäßig verbunden, sodass ich die Schnitte nicht sehe, die die Ärzte gemacht haben, um den Hirndruck zu senken. Die Hand, die ich festhalte, und die sich so falsch anfühlt, sieht fast heil aus, nur am kleinen Finger fehlt der Nagel. Ich zwinge mich, zu lächeln, als ich mich ans Bett setze, ich will an die guten Dinge denken, an die fast sieben Jahre, die ich unter Sergeant Gregory Parker gedient habe. Ein Teil von mir würde gern sein Gesicht berühren, aber das habe ich im Leben nicht getan und ich werde es auch im Sterben nicht tun. Dieser Mann, der da zerbrochen vor mir liegt, diese Hülle eigentlich, die so klein und zerbrechlich ist, hat so viel Macht über Menschen gehabt. Man kann Profiling lernen, man kann Psychologie lernen, aber das heißt noch lange nicht, dass man Menschen damit berühren, erreichen oder lenken kann.

Heute verliert die ganze Welt.

Zwei Minuten nur noch. Zwei Minuten, dann wird das alles hier vorbei sein. Ich nehme die Hand des Sarge zwischen meine Hände, schaue sie an, weil ich nicht mehr in das verstümmelte Gesicht schauen kann. „Es tut mir leid“, flüstere ich, erschreckt davon, wie sehr meine Stimme zittert, „es tut mir so leid, Sarge. Ich wollte das nicht.“ Was sagt man zum Abschied?

„Was war das letzte, was ich zu Ihnen gesagt hab, Sarge, wissen Sie das noch?“ Ich kann die Frage nicht verhindern. „Ich weiß es nicht mehr, ich weiß nur, dass ich wütend war, und das tut mir so leid, Sarge. Es tut mir alles so leid.“ Ich schließe die Augen, zwinge mich, zwei Sekunden der kostbaren Zeit, die ich noch habe, darauf zu verwenden, in mich hineinzuhorchen. „Sie waren wie ein Vater für mich“ flüstere ich, „und Väter dürfen Fehler machen, genauso wie Chefs Fehler machen dürfen. Sie haben Fehler gemacht, Sarge, wir alle haben Fehler gemacht. Aber wir haben uns gegenseitig geholfen, wie helfen uns, wir sind ein Team, eine Familie, und welche Fehler Sie auch immer gemacht haben mögen, nichts kann stärker sein als all das Gute, dass Sie in die Welt getragen haben.“ Ich sehe Gesichter vor mir, Ed, Spike, Sam, Wordy, Hayley, Dean, und plötzlich kommen mir meine Worte wieder hohl vor. „Es tut mir leid, Sarge!“ Ich kämpfe darum, meiner Stimme Festigkeit, meinen Worten Bedeutung zu geben, aber es hat keinen Zweck.

Wir werden Sie vermissen, jeden Tag bei jedem Einsatz, und davor, und danach. Sie haben Sam das Vertrauen gelehrt, Sie haben Eds Ehe mehr als einmal gerettet, Sie haben Wordy und Lou und Spike gezeigt, wie viel sie schaffen können, Sie haben sie ermutigt und bestärkt und zu Helden gemacht. Sie haben mich beschützt vor meiner eigenen Angst, vor der Resignation, die sich immer wieder einschleichen will. Sie haben an das Gute im Menschen geglaubt, aber Sie sind nie naiv gewesen. Ich glaube, der einzige Mensch, den Sie je falsch eingeschätzt haben, waren Sie selbst, als Sie dachten, Sie wären nicht genug für unser Team.

Ich höre die Tür aufgehen. Zwei Schwestern und ein Arzt kommen herein. Ich schaue kurz auf, bleibe aber sitzen, und sie hindern mich nicht.

Ich halte die Hand des Sergeant fest, und als sie den letzten Schlauch entfernt haben und die Herzmaschine zu pfeifen anfängt, küsse ich sie, wie ich Steves Hand geküsst habe, ein wortloser Abschied, weil ich nie die richtigen Worte finden werde. Und weil ich weiß, dass der Sarge, wenn Gott auch nur halbwegs gerecht ist, jetzt vom Himmel auf uns herabschaut, direkt in meine Seele, und weiß, was ich fühle.

Meine Tränen sind versiegt, als der Arzt mich sanft, aber bestimmt, vom Bett weg- und das Bett selbst hinausschiebt, wo die anderen stehen, ein letztes kurzes Spalier. Ich sehe sie an, während ich auf wackligen Beinen hinausgehe, und für einen kurzen Moment wird selbst die Trauer hinweggespült von der Liebe, die mein Herz erfüllt, Liebe zu diesen Männern, die mein Team und meine Familie sind, und so großartig.

Dann bin ich draußen, und Spike sieht mich mit großen, verzweifelten Augen an, und ich begreife es, begreife, dass meine Haltung nichts nützt, mein Ruhe, mein Starkseinwollen, denn nichts davon kann diesen Tag rückgängig machen.

Jetzt geben meine Beine nach, nur ganz kurz, aber Sam merkt es und zieht mich in seine Arme, und ich weine an seiner Brust, vor allen anderen, ich spüre ihre Blicke, aber ich habe keine Kraft mehr.

Nach einer Weile habe ich keine Tränen mehr, ich löse mich von Sam, der immer noch weint, und schaue Ed an. Er hat uns beobachtet, aber er weicht meinem Blick nicht aus, er fühlt sich nicht ertappt, und für diese Ehrlichkeit bin ich ihm dankbar.

„Ed…“ Er schüttelt den Kopf, und in der Entschiedenheit seiner Geste erkenne ich meinen Teamchef wieder.

„Scheiß aufs Protokoll, Jules“, sagt er leise, „ihr beiden gehört zusammen. Und ihr gehört hierher.“

Ich bin zuhause.
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