Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Fight for Love

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Tasha Ozera
01.10.2012
13.11.2012
16
17.225
3
Alle Kapitel
70 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
01.10.2012 1.207
 
Ich sah ihn mit großen Augen an und nickte schwach. "Ja.", flüsterte ich und er lächelte glücklich über meine Antwort. Er nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich ein letztes Mal voller Leidenschaft, als die Wächter mich wieder gefangen nahmen und mir an beiden Händen Handschellen anlegten.
Sie schleiften mich weiter, hoch zu einer Tür und die Rufe wurden immer lauter. Ich wehrte mich mit aller Kraft dagegen, doch diesesmal konnte ich nicht gewinnen. Das Ende war nahe, doch ich würde mit Würde sterben und nicht ungeachtet.
Sie stießen die Tür auf und ich stand vor einer jolenden Menge. Ich trat weiter wie wild um mich, als sie die Handschellen an zwei hohen Metallstangen befestigten. Ich gab jeden Wiederstand auf und schnaubte wütend. Schweißverklebte Haare klebten mir im Gesicht und die Schusswunde hatte erneut zu bluten begonnen.
In der Menge entdeckte ich einige bekannte Gesichter, die mich traurig ansahen, doch keiner davon war Lissa. Was war mit ihr?
Dimitri drängte sich nach vorne bis zum Rand um gleich als erster bei mir zu sein, wenn sie es wirklich durchziehen würden. Er würde mich bis in den Tod begleiten.
"Wie fühlt es sich an zur Rechenschaft gezogen zu werden?", zischte einer der Wächter mir ins Ohr und als ich ihn ansah, erkannte ich ihn wieder. Es war der, den ich gebissen hatte, damit er aufhörte michzu würgen.
"Pff. Besser als wenn mir ein Mädchen in den Hals beißt.", erwiderte ich bissig und funkelte ihn an. Er schnaubte verächtlich und sagte nichts mehr darauf.
Ich sah eine Anzeigetafel wo eine Uhr ablief, die höchstwahrscheinlich meinen Tod verkündete. Immerhin hatte ich noch drei Minuten.
Mein Blick streifte Dimitri, der von zwei Wächtern zurückgehalten wurde, nicht auf die Bühne zu stürmen und die beiden Wächter zu töten, damit ich überlebte.
Ich sah ihn traurig an und schüttelte nur den Kopf. Zwei Minuten noch und man würde mich töten, aber wie, das hat man mir nicht erzählt.
Würden sie mich anzünden, so wie sie es mit Hexen getan haben, oder foltern? Ich konnte mir keinen anderen Tod zusammenreimen, wahrscheinlich würde man mich mit meinem eigenen Pflock töten.
Das einzige was jetzt noch fehlte, war die Anwesenheit der Königin. War sie sich zu vornehm, um sich dieses Spetakel anzusehen oder wie sollte ich das denken?
Die Leute Blickten alle zur Anzeigetafel, wo die letzte halbe Minute herunterlief und begannen laut mitzuzählen. Ich hörte ein seltsam vertrautes Klicken neben mir und merkte, wie mir die beiden Wächter, den Lauf ihrer Waffe an die Schläfen hielten.
Natürlich, kurz und schmerzlos, was für Weicheier, dachte ich verächtlich und überließ mich meinem Schicksal.
Ich hörte Dimitri etwas brüllen, doch es war nicht zu verstehen, da ich meinen Blick starr nach vorne gerichtet hatte und auf nichts mehr achtete. Nicht einmal in mehr als zehn Sekunden würde ich tot sein und man würde meine Leiche achtlos liegen lassen.
Plötzlich verstummte die Menge und ein Mittelgang tat sich auf. "Stop!", brüllte jemand und mein Kopf fuhr ruckartig herum. Konnte das wirklich wahr sein?
Eine zierliche Person, gefolgt von zwei weiteren kam auf uns zugerannt und fuchtelte wie wild mit ihren Armen herum. "Stopt die ganze Sache! Das hier ist nicht rechtskräftig!"
Mit ihrer ganzen Anmut bestieg Lissa die Bühne.

"Eure Majestät, was machen Sie hier?", fragte ein Wächter hinter mir. Warte mal, eure Majestät? Was hatte ich all die Monate über verpasst?
"Einen riesengroßen Fehler verhindern! Was den sonst. Lasst sie sofort gehen, oder ihr werdet bestraft.", sagte sie mit fester Stimme und mir wurden die Handschellen abgenommen.
Dimitri stürmte auf die Bühne und nahm mich in den Arm. Zusammen drehten wir uns im Kreis und das Volk applaudierte.
"Warum auf einmal sollen wir die Jägerin gehen lassen?", fragten sie verständnisslos.
"Weil ich nicht gewusst hatte dass es sich um meine beste Freundin handelt!", knurrte Lissa und mich überraschte es, dass sie mich immer noch als ihre Freundin ansah.
"Es tut mir leid eure Majestät, wir wussten nicht, dass es sich um Ihre Freundin handelte.", entschuldigte sich einer höflich und trat den Rückzug an.
"Ich wusste du würdest nicht sterben.", flüsterte mir Dimitri ins Ohr und ließ mich wieder los. "Ich glaube, da will dich noch jemand begrüßen."
Ich drehte mich um und sah meine Eltern vor mir stehen. Meine Mum hatte sich kein bisschen verändert, nur dass ihr jetzt die Tränen über die Wangen rollten. Ich ging auf sie zu und sie schlossen mich in ihre Arme. "Was hast du uns nur für einen Kummer bereitet.", sagte meine Mutter fassungslos und drückte mich an sich.
"Es tut mir so leid, ich wollte euch keine Sorgen bereiten, aber dazumals war es besser einfach zu verschwinden.", versuchte ich zu erklären, doch mein Vater bedeutete mir, nichts mehr zu sagen.
Nachdem sie mich wieder losgelassen hatten, wandte ich mich meiner besten Freundin zu, die mich mit einem Lächeln bedachte. "Schön dich lebend zu sehen Rose.", sagte sie und kam auf mich zu.
"Ich danke dir Liss, oder soll ich jetzt eure Hoheit sagen?", meinte ich und nahm sie in den Arm.
"Wehe du sagst das einmal zu mir, sonst fühle ich mich so schrecklich alt.", murmelte sie und drückte mich an sich. "Warum bist du damals ohne irgendein Wort abgehauen?"
Ich schüttelte nur den Kopf. "Das ist eine lange Geschichte.", sagte ich und löste mich von ihr. "Aber sonst hätte ich ihn nie getroffen." Ich deutete mit dem Kopf auf Dimitri, der etwas weiter weg stand, um uns unseren Freiraum zu lassen.
"Weiß ich da was nicht?", fragte sie und wackelte mit den Augenbrauen. Augenblicklich verhielten wir uns so, wie früher und witzelten herum.
"Ich glaube, ich bin verlobt.", murmelte ich und sie sah mich erstaund an.
"Nicht wahr.", staunte sie und nahm mich nochmals in den Arm. "Ich gratuliere."

Die Leute zerstreuten sich allmählich und Dimitri und ich begleiteten Lissa zu ihrem Appartment. Es war ziemlich groß und wunderte mich, was sie wohl mit den leeren Zimmern machte.
Lächelnd führte sie mich in ein Zimmer. "Das wäre eigendlich für dich gewesen, wenn du nicht abgehauen wärst, aber ich habe es trotzdem einrichten lassen. Vielleicht willst du noch meine Mitbewohnerin werden.", sagte sie und sah mich fragend an.
"Liss, ich weiß nicht." Ich sah Dimitri an, der einen Arm um mich geschlungen hatte. "Ich habe immerhin noch einen Freund, der in Russland wohnt."
Er lachte hinter mir. "Wenn du willst können wir nach Amerika ziehen. Ich folge dir bis ans Ende der Welt, das weißt du doch.", hauchte er mir ins Ohr und ein Schauder durchfuhr mich, als sein Atem mein Ohr kitzelte.
"Und, wann findet die Hochzeit statt?", fragte Lissa provozierend und stemmte die Hände in die Seiten.
Dimitri sah sie erstaund an. "Woher weiß sie es?", fragte er mich.
"Beste Freundinnen haben eben keine Geheimnisse.", sagten Lissa und ich synchron und mussten lachen.
Er schüttelte nur den Kopf und stimmte in unser Lachen ein.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast