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Fight for Love

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Tasha Ozera
01.10.2012
13.11.2012
16
17.225
3
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01.10.2012 1.261
 
Müde fielen wir beide ins Bett und Dimitri schlief augenblicklich ein. Ich jedoch konnte einfach kein Auge zutun. Die Zusammenarbeit von Wächtern mit Strigoi war unerhört und konnte es immer noch nicht glauben dass sie es wirklich getan hatten.
Ich hatte Dimitri und seine kleine Schwester in Schwierigkeiten gebracht und was wäre gewesen wenn es einer der beiden erwischt hätte? Vielleicht wären sie jetzt tot oder gar Strigoi!
Das einzig vernünftige war, was ich jetzt tun konnte, war, mich den Wächtern zu stellen und somit war ich keine Gefahr mehr für ihm. Es war eine grausame Tatsache, doch ich würde mich sobald wie möglich wegschleichen und den nächsten Flug nach Amerika nehmen.
Meine Augen wurden feucht und stand nahe am Rand der Tränen. Ich würde noch etwas warten, bis Dimitri tief genug schlafen würde und meine Sachen packen und abhauen. So würde ich es machen. Bei dieser Vorstellung wurde mir schlecht, denn ich konnte ihn nicht einfach so verlassen. Ich hatte ihn wirklich gern und liebte ihn über alles was mir heilig war.
Ich wand mich in seinen Armen um ihn ansehen zu können. Mit zitternder Hand fuhr ich einmal über sein Gesicht und Tränen rollten über meine Wangen. Er öffnete leicht die Augen und sah mich verwundert an. "Rose, alles in Ordnung?", fragte er besorgt und sein Griff verstärkte sich.
Ich nickte schwach. "Ja. Es könnte mir nicht besser gehen.", winkte ich ab und lächelte ihn an. Es zeriss mir das Herz ihn so anzusehen,
"Warum weinst du dann?", fragte er leise und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht.
"Weil ich einfach so unglaublich glücklich bin. Und jetzt schlaf weiter.", flüsterte ich und gab ihm einen letzten, innlichen Kuss. Er hielt mich weiterhin fest und ich drehte mich wieder um. Verdammt, warum musste er mir soviel bedeuten?!
Nach etwa einer dreiviertel Stunde war ich mir sicher dass er eingeschlafen war und löste vorsichtig seine Hände von mir. Langsam stand ich auf und hoffte, dass das Bett nicht knarrte. Ich hatte Glück und suchte meine wenigen Sachen zusammen die ich herumliegen hatte und verstaute sie sorgfältig in meinem Koffer. Ich schnappte mir einen Stift und Zettel von seinem Schreibtisch und schrieb eine letzte Nachricht an ihn.

Dimitri,

Wenn du diese Nachricht liest werde ich schon längst in einem Flugzeug nach Amerika sitzen, wo ich mich den Wächtern stellen werde.
Ich kann es einfach nicht riskieren, dich und deine Familie in Gefahr zu bringen, dafür bedeutest du und deine Familie mir zuviel.
Ich hoffe du kannst mir verzeihen.

In Liebe, Rose


Erneut rannen mir Tränen des Schmerzes übers Gesicht. Ich legte den Brief auf meinen Kopfpolster, nahm meinen Koffer und schloss leise die Tür hinter mir. Lautlos huschte ich die Treppe hinunter und hoffte, Olena würde mich jetzt nicht sehen oder sonst was.
Heute war wirklich mein Glückstag und schaffte es ohne zu gesehen werden raus und eilte davon. Ich warf einen letzten Blick auf das Haus der Belikovs, bevor ich um die Ecke bog und sie hinter mir ließ.
Ich verlangsamte mein Tempo und ging die Landstraße entlang und wartete, bis ein Wagen vorbeifuhr. Nach geschlagenen zehn Minuten hielt ein junger Mann an und öffnete die Beifahrertür. "Hey Zuckerschnecke! Soll ich dich ein Stück mitnehmen?", rief er und deutete auf den Weg vor mir.
Ich wusste dass er zu der Sorte Männer gehörte, die dafür etwas wollten, doch diesen Gefallen würde ich ihm nicht tun. "Verschwinde du sexsüchtiger Bastard! Ich habe keine Zeit für eure Spielchen!", knurrte ich ihn an und würdigte ihn keines Blickes.
Er schlug die Tür wieder zu und brauste davon, sichtlich enttäuscht, ihm nicht das zu geben was er wollte.
Ich wanderte weiter und gelang schließlich in eins der Nachbardörfer, wo ich zufälligerweise Mark - Oksanas Mann - über den Weg lief. "Rose, was tun Sie den hier?", fragte er erstaund und schloss seinen Wagen auf. "Hat Familie Belikov Sie rausgeworfen?"
Ich schüttelte den Kopf. "Nein, ich bin auf den Weg zum Flughafen.", erklärte ich ihm.
"Soll ich Sie dort hinfahren?", fragte er freundlich und deutete auf seinen Wagen.
"Gerne.", sagte ich und verstaute meinen Koffer im Kofferraum seines Wagens, bevor ich selbst einstieg.
"Könnten Sie bitte nichts der Familie Belikov oder Ihrer Frau davon erzählen? Sie wissen nämlich nichts davon dass ich weg bin.", bat ich ihn.
"Aber natürlich. Wo wollen Sie überhaupt hinfliegen?", hakte er neugierig nach und bog auf die Hauptstraße ein.
"Zurück in die USA, wo ich mich den Wächtern stellen werde.", sagte ich kurz angebunden und sah aus dem Fenster.
"Sind Sie sich sicher dass Sie das machen wollen, oder nicht?", sagte er eindringlich und sah mich fragend an.
"Ja, ich bin mir sicher. Ich möchte nicht, dass Dimitri und seine Familie wegen mir in Schwierigkeiten geraten."
Er lächelte etwas. "Ich glaube nicht, dass der junge Belikov soetwas zulassen würde, dafür kennen Sie ihn zu wenig.", sagte er lässig und fragte mich wie lange die Fahr wohl dauern würde.
Nach geschlagenen zwei Stunden erreichten wir endlich einen kleinen Flughafen und besorgte mir einen Privatjet, denn ich mit den zehntausend Dollar bezahlte.
Ich bedankte mich bei Mark und bestieg das Flugzeug. Sofort hoben wir ab in Richtung der Staaten.

Die Flugzeit verbrachte ich hauptsächlich damit, mich schlecht zu fühlen und zu weinen. Als das Flugzeug endlich landete, holte ich mein Handy heraus und sah, dass ich zehn versäumte Anrufe hatte, allesamt von Dimitri. Würde er mir folgen oder zuhause bleiben, so wie ich es für richtig hielt?
Ich rief mir ein Taxi und stieg eilig ein. Ich sagte dem Fahrer, wo er mich hinbringen sollte und er raste die Straßen entlang.
Mein Handy vibrierte und ich warf einen kurzen Blick auf den Bildschrim um zu sehen wer es war. Natürlich war es Dimitri. Sollte ich abheben oder ihn ignorieren?
Es hörte auf zu läuten und ich sah, dass er mir eine Mitteilung gesendet hatte.

Verdammt nochmal Rose! Wo steckst du? Tu bitte nichts dummes und bleib wo du bist! Ich möchte dich nicht verlieren so wie die anderen Male! Bitte warte auf mich, ich komme zu dir!

Dimitri


Wut packte mich, da er bereits nach mir suchte und öffnete das Fenster, um mein Handy aus dem Auto zu werden. Ich knallte es geradewegs gegen einen Baum, wo es in abertausende Teile zersprang.
Der Fahrer sah mich erstaund an, doch er sagte zu seinem Glück nichts und fuhr einfach weiter.
Die ganze Fahr über sagte ich nichts und der Fahrer versuchte des öfteren ein Gesprächsthema anzufangen. "Wie heißen Sie den?", fragte er mich und ich war kurz davor, durchzudrehen.
"Rose.", sagte ich mürrisch und beachtete ihn nicht weiter.
"Ah, sehr schöner Name. Er passt zu Ihnen."
Danach sagte keiner mehr etwas und die Fahrt zog sich dahin. Ich war schon nahe daran einzuschlafen, als er anhielt und mir sagte, wir wären da.
"Danke.", murmelte ich und drückte ihm das nötige Geld in die Hand.
"Behalten Sie es. Die Fahrt geht aufs Haus.", sagte er lächelnd und reichte mir meinen Koffer.
Nachdem er gefahren war, ging ich die letzen hundert Meter auf den Königshof zu, wo mich mein Tod bereits erwartete.
Als ich die Sicherheitskontrollen erreichte, kamen zwei Wächter heraus, die mich missmutig betrachteten. "Wer sind Sie und was wollen Sie hier?", fragte einer der beiden mit tiefer Stimme.
"Ich bin Rose Hathaway und möchte mich stellen."
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