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Familie und andere Katastrophen

GeschichteHumor, Familie / P12 / Gen
Amerika Deutschland England Frankreich Japan Russland
01.10.2012
01.10.2013
17
27.904
 
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01.10.2012 1.522
 
...und endete im chinesischen asiatischen Chaos.

Es wäre eine Lüge, wenn man sagen würde, dass es überall so idyllisch zugehen würde, wie bei Frankreich und seinem kleinen Schützling. Das beste Beispiel waren die Bewohner eines Hauses mit großem Garten, das schon einen sehr entspannten Eindruck machte und in dem man sich gut eine nette kleine Familie vorstellen konnte. Es war im asiatischen Stil gehalten und sehr hübsch anzusehen.
Doch wie bei vielen Dingen, täuschte der äußere Schein.

"KOREA! Steh VERDAMMT noch mal auf! Jetzt!"
Die laute Stimme hallte durch das Haus und leicht genervt verweilte China noch an der Treppe, um auf ein Zeichen, dass Korea sich in Bewegung setzte, zu warten, jedoch machte sich da auch schon, noch bevor er sicher gehen konnte, dass im oberen Stockwerk etwas passierte, die Küchenuhr bemerkbar. Schnell machte sich China zurück auf den Weg in die Küche, um dort den Wasserkocher abzustellen, das Spiegelei aus der Pfanne zu nehmen, die Temperatur der Milch in der Mikrowelle zu überprüfen, Japan nicht zu überrennen, den Reis aus dem Reiskocher in ein Schälchen zu tun, und und und.

Am Ende saßen drei Kinder am Esstisch. Japan lächelte glücklich sein Frühstück an, bestehend aus Reis und anderen Köstlichkeiten, die Europäer nicht einmal ansatzweise zum Frühstück essen würden, Hong Kong freute sich über seine chinesischen Knödel und Taiwan gab sich mit einer großen Schüssel Cornflakes zufrieden. China, atmete einmal tief ein, überprüfte noch einmal den Tisch, ob auch alles vorhanden war und wollte sich gerade setzten, als ihm etwas Entscheidendes in den Blick fiel. Beherrscht schritt der kleine Mann aus der Küche, während Japan, Hong Kong und Taiwan nur einen verstehenden Blick tauschten. Dann hörten sie es laut im oberen Stockwerk poltern, doch keinen der drei schien das zu stören, sondern schien eher normal zu sein. Hong Kong, der schon seit einigen Minuten mit dem Rührei liebäugelte, konnte sich nicht mehr zurückhalten und klaute sich eine Gabel voll der Köstlichkeit, die eigentlich für Korea, der wenige Augenblicke später die Küche in Begleitung von China betrat.

China, sichtlich genervt, ließ sich auf seinen Platz fallen, ebenso wie Korea, der jedoch in die Runde lächelte und sich sofort einen großzügigen Haufen Rührei in den Mund schob. Auch die anderen begannen nun mit dem Essen, während China die seltene und sicher nicht allzu lange anhaltende Ruhe genoss. Er selbst würde das essen, was auch Japan jeden Tag zu Frühstück aß, denn er hatte etwas mehr davon gemacht. Ansonsten unterschieden sich die Essgewohnheiten zumindest beim Frühstück extrem. Nur eines durfte nie fehlen – Tee. Doch es durfte nicht irgendein Tee sein, nein. Auch die Tasse entschied darüber, ob es schon ein mittleres Chaos beim Frühstück gab oder nicht. China bevorzugte eine rote Tasse mit Schwarztee, während Japan eine weiße Tasse mit Kirschblüten und passenden Kirschblütentee wünschte. Taiwan trank meist Früchtetee aus einer Hello Kitty Tasse und Hong Kong englischen Tee aus einer Tasse mit Pandamotiv und Korea Grünen Tee aus einer Tasse mit Monstern darauf. Und wehe China verwechselte Tee, Tasse oder sogar beides. Kinder konnten so kleinlich sein…
Doch China verwarf seine Gedanken und ein kleines Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, als eine Ladung Reis von Japans Stäbchen fiel und er sah, wie verwirrt der kleine Junge darüber war.
Generell war die Zeit, wenn seine kleinen Schützlinge aßen, eine Zeit, die China besonders genoss, [vorausgesetzt sie waren mit dem Essen zufrieden], vor allem, weil sie dann beschäftigt und ruhig waren, aber auch, weil es sehr witzig war, ihnen dabei zuzusehen.

Doch leider ging auch so eine Zeit schnell vorbei, sodass alle eine halbe Stunde später vom Esstisch entschwunden waren, außer Hong Kong, der genüsslich seinen Tee schlürfte, der mittlerweile genau die richtige Temperatur für ihn erreicht hatte - eiskalt.
China währenddessen stand an der Spüle und wusch das dreckige Geschirr auf. Auch der zurückgebliebene Hong Kong folgte bald den anderen und verschwand, aber nicht ohne vorher das Zeug, das China aus dem Kühlschrank benötigt hatte, auch wieder in diesem zu verstauen, um diesem so etwas unter die Arme zu greifen.
Das brachte China auch wieder zum Lächeln und so brachte er die Küche langsam aber sicher wieder in Ordnung. Irgendwie freute er sich schon darauf, seine Kleinen irgendwann erwachsen [und hoffentlich selbstständig] zu sehen.

Schließlich wurde er bald fertig und streckte sich. Nun hatte er also ein wenig Zeit für sich selbst und beschloss zu lesen. Gerade hatte er sich auf dem Sofa im Wohnzimmer niedergelassen und sein Buch auf der richtigen Seite aufgeschlagen, da dröhnte plötzlich ein Aufschrei durch das Haus. Alarmiert schnellte Chinas Kopf nach oben zur Decke. Es folgte zwar nichts anderes, dass auf einen gefährlichen Umstand deuten ließ, doch der Schwarzhaarige beschloss trotzdem, nachzusehen, ob jemanden etwas passiert war.
Schnellen Schrittes eilte er die Treppe hinauf und öffnete die erste Tür. Doch bei Japan schien alles normal zu sein. Der kleine Junge saß an seinem Tisch und malte Bildchen. Lächelnd winkte China ab, als sein verwirrter Blick auf dem größeren lag und verließ den Raum wieder. Ein Zimmer weiter lag Taiwan auf ihrem Bett und blätterte in einem Magazin, ähnlich wie sie es bei Vietnam gesehen hatte, die sie vor kurzem besucht hatten, nur dass es sich bei Taiwans Zeitschrift um kein Modemagazin handelte, sondern um eine Hello Kitty Zeitschrift.
Nachdem China sichergestellt hatte, dass er sich die Zeitschrift auch einmal ausleihen dürfe, wenn Taiwan fertig damit war, ließ er das Mädchen wieder allein und ging zur nächsten Tür. Vorsichtig öffnete er die Tür, doch auch bei Hong Kong war nichts seltsames los, sah man davon ab, dass der kleine Junge quer auf dem Teppich lag und mit dem Kopf zu der Musik wippte, die er durch viel zu große Kopfhörer an seine Ohren drang. Er bemerkte nicht einmal, dass China den Raum betreten hatte.
Dieser schüttelte nur den Kopf und machte sich dann auf in das letzte Zimmer. Dort traf er auch auf die Quelle des Aufschreis. Korea saß an seinem Computer, spielte eines seiner Comuterspiele und diskutierte heftig mit diesem. Auch er bemerkte Chinas Anwesenheit nicht, weswegen dieser die Tür wieder schloss und zurück nach unten ging.
Doch bevor er auf dem Sofa ankam, entdeckte er den Postboten durch das Fenster. Also beschloss er, zuerst die Post ins Haus zu holen.

Entgegen seiner Hoffnung war nicht wirklich etwas Besonderes dabei, sah man dem Brief ab, den England geschickt hatte. China warf die Post in sein Arbeitszimmer und ignorierte dabei die hohen Stapel an Dokumenten, die sich darauf türmten, als ihm plötzlich etwas Buntes im Stapel auffiel - seine Lieblingszeitschrift 'Familie leicht gemacht'.
Ein Magazin, das sehr interessant war, und auch wenn es eigentlich für junge Mütter bestimmt war, las China den Ratgeber, als jemand, der vier Kinder großzog, auch gern. Zufrieden machte er es sich wieder auf dem Sofa bequem und begann zu lesen.

Nach einer halben Stunde jedoch, war er gerade fertig damit, einen sehr schockierenden Artikel zu lesen, in dem es darum ging, dass die Jugend von heute, zu viel Zeit mit Computerspielen und anderen Dingen, die gar nicht gut für die Jugendlichen seien.
Schockiert dachte er an Hong Kong, der den ganzen Tag nur Musik hörte und damit sicher seine Ohren schädigte, an Korea, der viel zu lange Computerspiele spielte und Taiwan, die gern Zeitschriften las und sich so die Augen verdarb. Und Japan... der hatte zu wenige soziale Kontakte! Und wenn er dann auch noch daran dachte, dass seine Schützlinge alle noch Kinder waren, war es doppelt so schlimm, wie für Jugendliche.

Erneut eilte China nach oben, und sagte allen Bescheid, dass sie wegen eines Notfalls alle nach unten kommen sollten, denn andernfalls hätte niemand auf ihn gehört. Keine zwei Minuten später standen alle vier verwirrt im Hausflur und bekamen von China Schuhe, Jacke und Mütze in die Hand gedrückt.
Sobald sie fertig waren, drängte China sie nach draußen, wo er verkündete, dass sie den restlichen Tag draußen an der guten frischen Luft, wo er selbst im Übrigen seine halbe Kindheit verbracht hatte, bleiben würden.
Keines der Kinder hatte ein offensichtliches Problem mit diesem Plan, auch wenn Korea nicht gerade glücklich damit aussah. Nur Hong Kong war den Tränen nahe, da er seinen Panda vergessen hatte, doch auch dieses Problem war schnell behoben, als China noch einmal ins Haus geschlüpft war und neben Hong Kongs Kuschelpanda auch noch ein paar Kekse eingepackt hatte.
Dann begann ein sehr langer Spaziergang, bei dem die Familie mindestens fünf Spielplätze abklapperte und sich China Selbstwertgefühl steigerte, da er von sich behaupten konnte, den Kindern etwas Gutes zu tun. Irgendwie war er schon glücklich mit seiner kleinen Familie.

Diese Einstellung änderte sich jedoch ein wenig, als er eine Kastanie an den Hinterkopf bekam. Aber immerhin hatte er noch einen kleinen Trost. Andere Länder hatten es sicher auch nicht einfacher, als er... oder?



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Lilys Kapitel =D

Erst mal: Vielen vielen Dank für die tollen Reviews, die wir bekommen haben und die Favoeinträge^^ Wir haben uns echt total gefreut^^
Es ist toll, dass euch unsere FF gefällt^^

Zweitens: Ich hoffe, euch gefällt auch mein Kapitel^^ Ist irgendwie doch länger als erwartet geworden... [sry~ Lila xD Ich wollte mich doch zurückhalten! xD ]

Liebe Grüße Lila und Lily =D
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