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Games und etwas Liebe

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Gronkh Sarazar
01.10.2012
24.05.2013
30
55.520
 
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83 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
01.10.2012 2.042
 
13. Hausarbeit

„Das hast du aber schön gesagt.“ Meinte Erik und zog mich in seine Arme.

„Ich weiß.“ Er lachte leise.

„Eigenlob stinkt.“ Jetzt musste ich lachen.

„Ja! Aber meines riecht nach Lebkuchen! Es wird kalt. Wir sollten langsam gehen.“ Leicht fing ich an zu zittern. Es war zwar erst September, aber abends wurde es schon etwas kühler. Die Sonne war fast untergegangen. Erik löste sich etwas von mir. Er hatte sein übliches dreckiges grinsen im Gesicht. Etwas unbeholfen sah ich ihn an.

„Zu dir oder zu mir?“ Mein Herz fing an zu pochen und das Blut stieg mir in den Kopf. Er hatte seine Stimme noch extra rau gemacht. Sie verpasste mir eine angenehme Gänsehaut. Unschlüssig darüber, was ich sagen sollte, sah ich Ihn einfach an. Er bemerkte meinen etwas verwirrten Blick und fing an zu lachen.

„Hey, jetzt reiß dich mal wieder. So einer bin ich doch nicht. Und jetzt komm. Ich bring dich noch nach Hause.“ Verlegen lächelte ich ihn an und zusammengingen wir los. Mir war es peinlich gewesen von Erik bei solchen Gedanken erwischt worden zu sein. Aber dachte er nicht daran? Er hat aber recht. So einer ist er nicht. Vor allem jetzt sollte ich noch nicht daran denken. Das ist der erste Tag unserer hoffentlich langen Beziehung. Genau, was ist eigentlich, wenn meine Gefühle irgendwann verschwinden oder aufgebraucht sind? Wieso denkst du so etwas Jana? Ich weiß es nicht. Vielleicht denke ich einfach zu weit voraus. Du bist jetzt glücklich mit Erik. Das ist alles, was zählt. Ich bin einfach zu weit in der Zukunft.

Auf halbem Weg zu meiner Wohnung ­fing Eriks Handy an zu klingeln. Grinsend ging er ran.

„Hi Valle. Ja, ich bring noch Jana nach Hause und dann komm ich. Erkläre ich dir später. Ja bis dann!“ Er legte auf. Schweigend gingen wir weiter. Ich überlegte, wie wir es den anderen sagen sollten. Besonders den ganzen Zuschauern. Ohne es zu merken, verkrampfte sich meine Hand, die Erik hielt, ein wenig stärker. Unsere Zuschauer waren die Besten, sicher würde sie es verstehen. Immerhin gab es schon genug Fan Fiktion über mich und Erik.Immer wieder amüsant, diese zu lesen.

Vor meinem Wohnhaus blieben wir stehen. Erik lächelte leicht verträumt. Auch ich konnte es nicht glauben. Wenn mir jemand, vor einem Monat noch gesagt hätte, ich würde mit meinem besten Freund zusammenkommen. Hätte ich demjenigen wahrscheinlich kein Wort geglaubt.
Ich schlang meine Arme um seinen Hals und küsste ihn kurz, aber leidenschaftlich.

„Kommst du morgen zu mir? Ne runde Minecraft zusammen Aufnehmen? Oder was anderes.“ Meinte er grinsend und küsste mich erneut. Dieser Mann ist einfach süß. Ich zwickte ihn in die Seite, damit er aufhörte. Verwirrt streichelte er sich die Stelle und sah mich grinsend an.

„Hey! Das tat weh! Blöde Kuh!“ Sagte er wie ein kleines Kind und schaute beleidigt weg. Skeptisch grinsend sah ich ihn an. Ich stemmte meine Arme in die Hüfte.

„Jetzt hör mal zu kleiner! Entweder du hörst auf mich zu beleidigen oder du wirst mich kennenlernen! Du Grottenolm!“ Meine Stimme verstellte ich wie die von ­einer kleinen Teenager Göre. Kurz sah er mich an und fing dann an zu lachen. Ich stimmte mit ein. Er zog mich noch einmal in seine Arme.

„Bis Morgen. Komm einfach, wann du willst.“ Schweigend nickte ich und gab ihm noch einen flüchtigen Kuss. Ich verschwand im Haus und ging die Treppe zu meiner Wohnung nach oben. Ich öffnete die Tür und machte das Licht an. Erschöpft zog ich meine Schuhe aus und warf meine Tasche achtlos in die Ecke. Die Uhr zeigte 21:43 an. Langsam sollte ich duschen gehen und schlafen gehen. Ich war total müde, wer wusste warum. Die warme Dusche tat gut und entspannte meine Muskeln, es gibt einfach nichts Besseres. Müde legte ich mich danach in mein Bett. Das Licht war aus und Dunkelheit umhüllte den Raum. Versuchend zu schlafen machte ich meine Augen zu, doch meine Gedanken ließen mich einfach nicht schlafen. Sie waren zu laut.

Jetzt da ich mit Erik zusammen war, würde es schwierig werden. Als erstes müssten wir es allen sagen damit sie Bescheid wussten. Was würde wohl unsere Community dazu sagen? Wie sollten wir es Ihnen sagen? Ein schwieriges Thema. Aber, das könnte ich auch morgen noch mit Erik bereden. Ich legte mich auf die Seite und schloss meine Augen. Nach nicht all zu langer Zeit, schlief ich endlich ein.

Schön früh machte ich mich auf den Weh zu Erik. Es war gerade mal 10 Uhr. Erik hatte bestimmt wieder lange gemacht und würde noch friedlich schlafen. Nicht mit mir! Frech grinsend klingelte ich erst einmal Sturm bei Ihm. Nach gut fünf Minuten ging er endlich ran.

„Ha-Hallo?“ Fragte er müde.

„Hallo Weckdienst vom Hotel!“ Ich konnte mir ein kleines lachen nicht verkneifen. Er schien meine Stimme erkannt zu haben.

„Gehen Sie! Ich hab das nicht bestellt! Das Melde ich Ihren Vorgesetzten!“ Er klang wütend, aber dennoch belustigt.

„Nein! Bitte tun Sie das nicht! Die werden mir dann wieder den Lohn kürzen! Ich muss doch meine Kinder ernähren. Bitte! Ich tu auch alles was Sie wollen!“ Man hörte Ihn überlegen.

„Hm, alles?“

„Ja! Alles!“

„Na dann kommen Sie mal hoch!“ Er öffnete die Tür. Ich hatte ein breites grinsen auf den Lippen als ich dann endlich vor Ihm stand. Er hatte leichte Augenringe und gähnte müde.

„Du bist doch echt verrückt.“ Sagte er und ließ mich in seine Wohnung rein. Ich lachte.

„Ja! Aber eine verrückte die du ganz doll lieb hast.“ Lieb lächelte ich Ihn an und stellte mich auf Zehenspitzen um ihn zu küssen. Er legte seine Arme um mich und vertiefte den Kuss. Wir lösten uns und sahen uns grinsend an.

„Ich hab Brötchen mitgebracht. Mach du dich erst mal frisch im Schritt und dann essen wir.“ Kurz lacht er auf und verschwindet dann in seinem Bad. Ich fing an den Tisch zu decken und Kaffee zu kochen. Während der Kaffee langsam anfing in die Kanne zu tropfen ging ich auf den Balkon. Erik hatte echt eine tolle Aussicht von hier, man konnte fast über ganz Köln sehen. Am Horizont sah man ganz klein den Dom. Ich liebte Köln. Zwar lebte ich erst seit gut 3 Jahren hier, aber ich war einfach total vernarrt in diese Stadt. Zwei starke Arme schlangen sich von hinten um meine Hüfte. Etwas erschrocken zuckte ich zusammen.

„Oh Gott!“ Bringe ich es nur heraus. Erik fängt an dreckig zu grinsen und lässt mich los.

„Das höre ich öfters.“ Stöhnend verdrehe ich die Augen und fange leise an zu lachen. Ich gehe zurück in die Küche und setzte mich an den Tisch.

„Können wir jetzt endlich essen? Ich hab voll Hunger.“ Meine ich und mein Magen knurrt leise. Er lacht kurz.

„Ich will ja nicht das du mir noch Fleisch fällst. Also fangen wir an.“ Er schenkt uns Kaffee ein und wir beginnen zu Essen. Die Brötchen sind noch ganz warm und knusprig. Ich schmiere mir etwas Nutella drauf und beiße genüsslich rein. Ich liebe Schokolade einfach. In jeglicher Form. Erik hat sich etwas Salami auf sein Brötchen gemacht. Er fängt an die Zeitung zu lesen, die er anscheinend hoch geholt hat ohne das ich es bemerkt habe. Ich stemme mein Gesicht in meine rechte Hand und sah Erik zu. Nach und nach biss ich von meinem Brötchen ab und trank meinen Kaffee. Das Radio war an, ich war überrascht das Erik ein Radio besaß. So was hatten doch meist nur ältere Leute. Die Jungen Leute haben heute einen Fernseher in fast jedem Raum, sogar im Bad. Da wird jedes Erlebnis gleich besser.
Das Radio spielte gerade irgendeinen 80iger Jahre Song. Belustigt sah ich Erik an als ich merkte das er leise mit summte.

„Deine Zeit oder was?“ Ich grinste Ihn frech an und trank den letzten Schluck von meinem Kaffee. Er schenkte mir einen belustigt bösen Blick.

„Man macht sich nicht lustig über das Alter anderer Menschen! Die heutige Jugend ist doch echt schlecht erzogen. Zu meiner Zeit hätten wir das noch mit dem Rohrstock bestraft. Hose runter und ab damit auf den nackigen Hintern.“ Sagte er und stellte seine Stimme extra alt. Vor Lachen viel ich fast vom Stuhl. Erik ging es nicht anders, er verschluckte sich vor Lachen an seinem Kaffee und hustete kurz. Als er sich beruhigt hatte nahm er meinen mittlerweile leeren Teller und Tasse und stellte sie in die Spüle. Sein Geschirr folgte zu gleich.

„Soll ich dir helfen?“ Fragte ich und stand auf.

„Ja. Räume du das Zeug mal zurück in den Kühlschrank.“ Ich nickte stumm und tat wie gesagt. Ich war eher fertig als er, deshalb beschloss ich Ihm zu helfen in dem ich abtrocknete. Irgendwie fand ich es witzig Erik so bei der Hausarbeit zu sehen. Ein leichtes grinsen zierte mein Gesicht.

„Du Erik?“

„Ja liebe gute Jana? Was ist den?“ Lachend sah ich Ihn an.

„Jetzt bleib doch ein mal ernst. Wie wollen wir es den allen sagen? Also, das mit uns.“ Er fing an zu grinsen.

„Na wir sagen es einfach gerade Wegs heraus. Vielleicht heute Abend in der Minecraft Aufnahme?Oder doch besser im Livestream? Also unseren Freunden sollten wir es wirklich persönlich sagen. Valle hab ich es Gestern noch nicht gesagt. Ich wollte warten bis du dabei bist. Wenn du willst, können wir Ihn dann anrufen. Manuel können wir auch Bescheid sagen. Den Rest können wir später klären. Oder was meinst du?“ Etwas perplex sah ich Erik an. Ich war beeindruckt wie viele Gedanken er sich gemacht hatte. Das hätte ich Ihm nicht zu getraut. Stolz fing er an zu grinsen als er bemerkte das ich nicht antwortete.

„Sprachlos was? Das passiert den Frauen öfters bei mir.“ Ich löste mich aus meiner Starre und grinste Erik an. Leicht stupste ich Ihn in die Seite.

„Du kleiner Macho.“ Meinte ich lachend. Er legte seine Arme um meine Hüfte und zog mich an näher an Ihn ran. In seinem Gesicht lag ein verruchtes Grinsen

„Frauen stehen doch auf die Bad Boys. Ist das bei dir etwa anders?“ Er küsste mich. Lang und intensiv. Als er endlich aufhörte auf Grund von Luftmangel sah ich Ihn lächelnd an.

„Ja! Ich stehe nur auf Große knuddel Bären die YouTube Stars sind.“ Er zog eine Augenbraue hoch.

„Na den Kerl will ich sehen. Muss bestimmt echt gut Aussehend sein.“ Er kam mir mit seinem Gesicht wieder näher. Kurz schmunzelte ich.

„Ja das tut er.“ Brachte ich es noch leise heraus ehe er mich erneut küsste. Ich schlang meine Arme um seinen Hals und zog Ihn noch näher an mich. Das Kribbeln in meinem Bauch wurde stärker als seine Zunge anfing mit meiner einen Kampf auszutragen. Keuchend lösten wir uns voneinander. Er ließ mich los.

„Ich werde jetzt mal Valle anrufen. Oder noch nicht?“ Er zog frech eine Braue hoch und wollte mich wieder küssen.Ich schubste Ihn gespielt weg.

„Jetzt Ruf Ihn schon an. Sonst sitzen wir noch über Morgen hier.“ Er lachte.

„Also ich fände das nicht so schlimm.“ Ich verdrehte die Augen.

„War ja klar. Jetzt Ruf an!“

„Ja ja. Ich mach ja schon. Alter Mann ist ja kein D-Zug.“ Lachte er und ging ins Wohnzimmer um zu telefonieren. Ich räumte noch schnell die Teller und Tassen in den Schrank ehe ich Erik folgte.

„Ja ist gut. Also bis dann!“ Erik legte sein Handy auf den Couchtisch. Neugierig sah ich Ihn an und setzte mich neben Ihm auf die Couch. Erik schien zu verstehen und lächelte.

„Valle kommt um 3 mit Manuel hier her. “ Nervös nickte ich und zückte mein Handy. Erik sah mich verwirrt an.

„Was machst du?“ Ich wählte gerade eine Nummer.

„Ich rufe Hardi an. Der soll das doch auch erfahren...Ah ja Hallo Hardi. Ja ähm kommst du heute um 3 zu Erik? Du kannst Dennis auch mitnehmen. Frag nicht mach einfach! Ja Dennis weiß doch wo er wohnt. Bis dann.“ Sagte ich noch schnell und legte danach auf. Hardi war einfach, wie sage ich das ohne beleidigend zu werden? Anstrengend, einfach anstrengend. Ich legte mein Handy weg und kuschelte mich an Eriks Seite. Dieser legte einen Arm um mich. Er schien immer noch müde. Wir sahen etwas Fern und es dauerte nicht lange, da war Erik im tiefen Land der Träume versunken.

Verliebt lächelte ich. Zu süß!
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