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The Future is a duty to rub out the past

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Caboose Electra Greaseball Pearl Rusty
30.09.2012
30.09.2012
1
2.004
 
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30.09.2012 2.004
 
Kurzes Vorwort:
Diese kleine Fanfiktion ist ein Produkt der beiden gestörten Köpfe von Autorin Karibu, und Ischi. Wir beide haben ungefähr gleich viel hineingesteckt, was Arbeit, Ideen, und Planungen angeht, es soll ja alles fair bleiben hier xD Nuuun- wir wollen euch nicht unnötig auf die Folter spannen :'D Viiiel Spaß beim Lesen ~

Keiner würde Diese Nacht vergessen. Und das, obwohl sie schon gut zwei Monate zurück lag. Die Nacht der Nächte, die Weltmeisterschaft der internationalen Züge. Aber doch viel mehr als das- eine Liebesgeschichte war dahinter verborgen. Für die einen, die schönste Nacht der Welt. Für die anderen weniger. Aber bitte, man braucht ja nicht aufzählen, warum. Jeder wusste, was geschehen war. Mittlerweile war es auch kein Sommer mehr, selbst vom späten Spätsommer konnte man gar nicht mehr reden. Die Sonne ließ sich seltener blicken, es wurde langsam kühler, und die Bäume warfen ihr grünes Blattkleid ab, um ihr gelb- orangenes Herbstgewand zu tragen.
Das Jahrhundertrennen war jetzt Geschichte, und hatte Geschichte geschrieben, immerhin war der Gewinner jemand gewesen, von dem niemand geglaubt hätte, dass er es schaffen wurde. Er selbst vermutlich am wenigsten. Die kleine, rostübersäte Dampflok Rusty.
Und genau diese Dampflok rollte Richtung Hauptbahnhof auf dem Weg zur Arbeit, natürlich Hand in Hand mit seinem Herzwagen. Seiner wunderschönen Pearl.
Ja, die kleine Dampflok war wirklich überglücklich den rosafarbenen Waggon endlich seine Freundin nennen zu dürfen, nachdem es da ja auch ein paar Probleme gab... Mit einer gewissen E-Lok beispielsweise..
Apropos, wo wir dabei sind, die zu erwähnen, diese E-Lok, die den wunderbaren Namen 'Electra' trug, saß mit übereinandergeschlagenen Beinen auf einer Bank mitten im Hauptbahnhof und wurde von seinen treuen Components angehimmelt. Bekam  allerdings nicht nur von diesen Aufmerksamkeit. Electra ist jemand, der durch seinen Glanz und absichtlich auffälligem Design sämtliche, auch eifersüchtige Blicke auf sich zog. Und das natürlich in vollen Zügen genoss.
Doch scheinbar hatten nicht nur Volta, Krupp, Joule, Wrench und Purse Interesse an der schillernden E-Lok. Denn auch Pearl warf ihm einen flüchtigen Blick zu, darauf bedacht, dass ihr Liebster das auch nicht mitbekam. Ehe sie sich wieder Rusty zu wandte. Er war wichtiger als die E-Lok... Er war ihr Freund... genau! Er. Nicht...Electra.
Ach wo wir grad beim Thema Freund sind, da gäbe es ja noch jemanden zu erwähnen. Einen roten Bremswaggon, welcher lässig an einem Signalmasten  lehnte und das Geschehen um sich herum messerscharf beobachtete. Ein Raubtier auf der Jagd... Doch das durfte man ja von außen nicht erkennen, der Rote lächelte also freundlich, salutierte, nickte ein paar der vorbeifahrenden Züge zu und beobachtete schweigend weiter.
Jedenfalls so lange, bis sich die Aufmerksamkeit auf ein streitendes Pärchen zog, das gerade hereingerollt kam. Ein stattlich gebauter Diesel und ein kleiner zierlicher Speisewaggon. Und ob man es glaubt oder nicht. Aber diesen zierlichen Wagen nannte das rote Raubtier tatsächlich einen Freund!
„Dinah ich hab dir doch gesagt, dass ich nichts mit der hatte!!“ hörte man es zum wiederholten Male aus dem Mund des Diesels kommen. „Aber ich habe es doch gesehen! Ich kann dir das nicht glauben Greaseball! Du bist doch immer am flirten.“ jammerte der Blondschopf unter Tränen. Damit wären auch die Namen der beiden Streithähne geklärt...
„Dinah jetzt hör auf, du vertraust mir doch, oder nicht??“ wieder ein Versuch den aufgebrachten Speisewaggon davon zu überzeugen, dass er treu war... „Ja schon... Aber ich weiß doch was ich gesehen hab!“ hielt Dieser dagegen. „Du siehst doch Gespenster!“ „Soll das heißen, du denkst, ich bin verrückt?“ „...“
Und so ging das den ganzen Weg bis zu den Gleisen entlang...
Wohl jeder hoffte wohl, dass die beiden Zeternden bald aus dem Hauptbahnhof fahren würden, immerhin waren Streitereien dieser Art, gerade zwischen den beiden ja meilenweit bekannt.
Besonders die E-Lok wurmte diese Lautstärke. Mein Starlight, konnten die beiden, insbesondere dieser schmierige Diesel, woanders streiten? Ein verbitterte Blick versuchte Greaseball zu töten. Zwecklos, leider.
Und siehe da. Gebete wurden erhört. Dinah kuppelte sich an ihren Diesel an und sie fuhren aus dem Bahnhof. Ein Glück. Electra hatte ziemlich empfindliche Ohren, schließlich war er ja auch ein gebautes Model höchster Leistung. Das Beste auf den Mark, was es je geben würde.  Und brauchte nun erstmal was zum Besänftigen, daher wurde ein Cocktail bei dem treusten seiner Components, Purse, angefordert, welcher sich natürlich schleunigst auf den Weg machte um irgendwo einen Cocktail zuzubereiten. Aber nicht irgendeinen. Den Besten und Teuersten, den er in einen Umkreis von hundert Kilometer finden konnte. Das beste war doch gerade mal gut genug für die männliche Diva, die sich weiterhin von seinen „geliebten“ Comps verwöhnen ließ.  Bloß dem Boss alles recht machen und nicht verärgern... Das war das wichtigste für Purse. Und natürlich gehorchen, aber das verstand sich ja von selbst, oder?!

Ne ne ne...  Wie konnte man nur so ein, entschuldigt den Kraftausdruck, 'Arschkriecher' sein wie Purse, fragte sich der Bremswagen Die Components an sich waren ja schon schlimm, aber der Geldtransporter übertraf das ja alles. Wie er aufsprang wenn diese aufgeblasene Discokugel auch nur das kleinste Problemchen hatte... mal im ernst hatten die kein eigenes Leben?
Und so war der Geldtransporter verschwunden auf der Suche nach einem Cocktail... die sogar erfolgreich war, wie Caboose aus den Augenwinkeln feststellte. Das wäre doch eine gute Gelegenheit, ihn mal zu blamieren. Damit stahl sich ein hämischen Grinsen über die blutroten Lippen.
Und bevor weder CB noch Purse registriert hatten was passiert war, hatte sich CBs Bein in Purses Weg geschoben, sodass dieser in galantem Bogen darüberflog. Das Glas landete scheppernd auf dem Boden, zerfiel in tausend Scherben und der Inhalt landete genau auf der E-Lok.
Der Anblick war göttlich! Wirklich genial.  Der aaaarme Purse.  Und das dämliche Gesicht der E-Lok. Un-be-zahl-bar! Mit Sarkasmus versehen, war dieser Gedanke. Er hatte es verdient, so ein jämmerliches Etwas. Innerlich schüttelte sich der Rote vor Lachen, während er das außen nur durch ein verhöhnendes Grinsen zeigte. Ach komm- das war doch noch gar nichts!
Purse schien wie ihn Zeitlupe mitzubekommen, während seine  blassen, orangefarbenen Augen sich enorm weiteten. Seine Handgelenke schmerzten, weil er sich gerade so noch darauf abgefangen hatte. Aber der junge Component wusste, dass es nicht nur bei diesen Schmerzen bleiben würde. Er traute sich gar nicht, nach oben zu sehen. Nicht einmal, sich Electra's erboste und wutverzerrte Züge anzutun. Oh Starlight. Eins war klar- er konnte schon mal gedanklich sein Testament verfassen.

Wie von der Tarantel gestochen sprang Electra auf die Rollen als das Kühle klebrige Nass ihn traf und kurz darauf zerriss ein wütender Schrei die Stille am Hauptbahnhof „PURSE!!!“ es war ihm egal, dass sämtliche Blicke, nun um nicht zu sagen alle, auf ihn gerichtet waren. War dieser Trottel zu beschränkt, ihm ein Glas Öl zu holen? Electra kochte vor Wut, während erzürnten, eisblauen Augen auf den am Boden liegenden Purse gerichtet waren. „Kannst du nicht aufpassen??“ schrie er den armen jungen Transporter an. „Mein Starlight, was kannst du eigentlich du Taugenichts???!!“ Die Worte waren alles andere als freundlich. Wie denn auch? Electra war außer sich vor Wut. Wozu hatte man denn Comps, wenn sie sich so unglaublich dämlich anstellten. Damit wurde auch Joule von ihm gestoßen, die ihn eigentlich beruhigend am Rücken eine Massage verpassen wollte. „Geht mir einfach alle aus dem Augen, ihr nichtsnützigen, drittklassigen Waggons!!“ Und mit diesen Worten hatte sich die E-Lok wutentbrannt an den dämlich grinsenden Bremswagen gewandt. „Hör ja auf, so zu grinsen!“ fuhr er diesen barsch an, worauf dieser lediglich cool, vollkommen ungerührt erwiderte „Ach und wieso? Ich finde den Anblick äußerst amüsant, Stromfresser.“ letzeres wurde allerdings wesentlich abfälliger ausgesprochen. Die eisigen Augen der Lok verengten sich zu Schlitzen, während ihm das klebrige Zeug in langsamen  Bahnen das schimmernden Kostüm runterfloss. „Das Grinsen kannst du dir sparen, du wandelnder Schrotthaufen!!“ konterte Electra und besah sich diesen...Bremswagen. Von so einem einfältigen, veralteten und nutzlosen Bremser ließ er sich doch nichts sagen. CB's Zeit war abgelaufen, und das wusste auch er. „Übrigens..“ säuselte Electra, und hielt mit zwei Fingern eine Strähne des Bremser fest. „Ist das da etwa ein graues Haar?“ Caboose schlug darauf die Hand aus seinem Gesicht, während das Grinsen urplötzlich aus seinem Gesicht verschwand. „Graues Haar- mit 25? Du hast doch auch'nen Sprung in der Festplatte!“ kommentierte darauf der Rote, gab sich weiterhin recht unbeeindruckt. „Ach CB. Du bist doch nur eifersüchtig, weil ich- die Revolution der Technik bin.“ „sagte die Ölverschmierte Lok.“
Punkt an den Bremswagen. Doch das würde sich Electra nicht bieten lassen! Mit verfinstertem Blick, nicht nur an ihn, an all diese schmierigen, verrosteten Frachter. Wie konnte man sich so gehen lassen?! Dachte die eingebildete Lok, während diese erhobenen Hauptes davon rauschte- seine Comps schlichtweg verwirrt am Bahnhof stehend lassen.

Währenddessen taten die vier Waggonmädchen, Buffy, Dinah- welche vorerst Reißaus von ihrem geliebten Diesel genommen hatte, Pearl und Ashley zu ihrem üblichen Tratsch- und Klatschaustausch getroffen. Nachdem der Raucherwagen ihren Namen die Ehre gemacht hatte, und einen kräftigen Zug aus ihrer geliebten Wunderdroge genommen hat, ging das übliche Thema auch schon los. Espresso. Zwar sagte der selbstbewusste Waggon immer, er wäre ihr vollkommen gleich, wie die Asche ihrer Zigarette. Aber sie konnte es nicht lassen, über ihn zu reden...
„Er hat mich einfach sitzen lassen!! Stellt euch das mal vor! Ist einfach abgehauen und hat sich kein einziges Mal bei mir gemeldet!!“
Die drei Freundinnen versuchten ihren aufgebrachten und zugleich immer noch wütenden Raucherwaggon zu beruhigen, doch diese zeterte unbeirrt weiter. „Was fällt ihm ein? Lässt mich einfach stehen!“ ein energischer Zug aus der Zigarette, „Für Wen hält der sich bitte?! Ich meine- bin ich nicht begehrenswert?!“ „Also, wenn du mich fragst...“ fing Pearl an, doch warnende Blicke unterbrachen sie. Man sollte es vermeiden, es jetzt noch auf die Spitze zu treiben.
Doch weitere Versuche, Ashley zu beruhigen wurde ihnen Starlight sei Dank erspart, denn wie aus dem Nichts, tauchte ein kanarienvogelgelber Schnellzug auf, samt einem Dutzend roter Rosen und reuemütigen Blick auf den Gesichtszügen.
Als er in das Sichtfeld der Drei, (Ashley ausgenommen) kam, hörte man nur noch ein langgezogenes „Awwww!“ und Gequietsche. Das war aber auch niedlich! Espresso schien sich wirklich Mühe zu machen.
Stirnrunzelnd wirbelte der tabakbraune Wagen um- und ihr entgleisten die Züge förmlich, als sie auch sah, wer hinter ihr stand
„Es tute mir so leid mia bella!!“ jammerte die Lok, verlor dabei doch nicht den typischen, italienischen Akzent. „Scusi! Ich hätte dich doch nie verlassen, cara mia“ Aber eine Familienmitgliede in Italia brauchte mich!“ beteuerte er, und hielt ihr den Rosenstrauß entgegen. Samt einem leidenschaftlichen, typisch italienischen Auflodern in den dunkelbraunen Augen. „Ich hoffe nur die Rosen gefallen dir und du verzeihest mir, mia bella. .“ sprach der Italiener und sah seine Freundin bittend an, ehe sich ein seichtes, charmantes Lächeln seine Mundwinkel auseinander zog. Stellte er sich das doch ein bisschen einfach vor, den Raucherwagen zurück zu gewinnen. Das Herz der anderen Damen hatte er damit schon erweicht gehabt..
Nur die Angebetete jedoch schien die einzige zu sein, der die Aktion nicht schmeichelte, denn das einzige was sie darauf erwiderte, war eine schallende Ohrfeige, welche einen roten Abdruck hinterließ. „Steck dir deine Rosen sonst wo hin!“ rief sie erzürnt und rollte verbittern von Dannen.

Nicht weniger erbost war Electra, welcher geradewegs den Weg in sein Luxusdepot einschlug. Verärgert darüber, das etwas derart veraltetes wie Caboose auf den Bahnhof aufzufinden war!! Obwohl CB ja nicht der Einzige war, der dem Anblick der Gleise nicht wirklich schmeichelte. Diese ganzen anderen, verdreckten, verrosteten Frachter. Gut, nicht nur diese nutzlosen Güterwagen- auch dieser Rostfleck von Lok! Die dann auch noch Weltmeister war! Dies wurmte die stolze und prächtige Lok noch immer. An seiner Stärke und Schnelligkeit lag das nicht- um Starlight's Willen, wo denkt ihr bitte hin?! Einzig und allein der rote Trottel war daran schuld. Weiterer Beweis dafür, wie überflüssig diese Relikte aus der Vergangenheit doch waren! Electra war es ein Dorn im Auge, das sie sich scharenweise hier tummelten. Wie er sie verabscheute! Mehr als die Pest.
Irgendwas. Irgendwas musste man doch dagegen tun können...
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