Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Rettet die Afrikaner – aber nicht die selbstgefälligen Tiger!

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Gen
27.09.2012
03.11.2013
29
63.048
1
Alle Kapitel
47 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
27.09.2012 432
 
Meine aktuelle Geschichte, ich hoffe sie gefällt euch, denn ich habe sie etwas überarbeitet :)
Ich freu mich natürlich immer über Kommentare :)

-----------------------------------------------------------------------------------------


„Du passt gut auf sie auf, Jannis, ja?“ Mein Vater sah meinen Bruder ernst an und zog ihn dann zu sich heran, um ihn in eine feste Umarmung zu schließen. Es war das erste Mal, dass unsere Eltern ohne uns weg fuhren und ich hatte ein ganz mulmiges Gefühl. Sonst hatten sie mich immer mit nach Afrika genommen, aber diesmal hatte ich keine Ferien und musste deshalb zur Schule.                      Die sanften, braunen Augen meiner Mutter schauten mich liebevoll und traurig zugleich an. Ich widerstand dem Drang  mich an ihr festzuklammern und zu betteln, dass sie mich doch mitnahmen. Wenigstens blieb Jannis bei mir, der jetzt auf mich zu kam und mir sanft über den Rücken streichelte. Trocken schluckte ich und vergrub mich in seinen starken Armen.  „Ach, Maya" Meine Mutter umarmte uns beiden zugleich und versuchte, mich zu beruhigen. „Wir kommen ja bald wieder und wir rufen jeden Tag an."
„Eben, der Monat geht wahrscheinlich wie im Flug herum. Und wir machen uns hier eine richtig, schöne, Elternfreie Zeit", murmelte Jannis, doch ich hörte, dass seine Stimme auch ein wenig krächzend war. Sein Problem war weniger, dass wir alleine hier blieben, sondern dass er sich Sorgen um unsere Eltern machte. Das Gebiet, das sie besuchten, war ziemlich gefährlich, da dort gerade ein Bürgerkrieg tobte. Trotzdem hatte meine Eltern sich nicht davon abhalten lassen und würden in wenigen Minuten losfahren.
Meine Mutter löste sich von mir und auch ich ließ sie widerwillig los. Jannis hielt mich zum Glück weiterhin fest und ich war unglaublich froh, dass ich ihn hatte.
„Kommst du, Schatz?" Mein Vater stand bereits mit den zwei Koffern in der Tür und lächelte leicht. Ich merkte, dass es ihm auch schwerfiel, doch es brachte ja alles nichts. Wehmütig lief meine Mutter auf die Tür zu und Jannis und ich schlenderten zur Tür um sie noch ein letztes Mal zu sehen. Mein Vater wuchtete gerade den Koffer in das Taxi und hielt meiner Mutter die Tür auf. Bevor ihr Kopf in dem Auto verschwand, winkte sie noch ein letztes Mal, bevor mein Vater die Tür zuschlug. Dann stieg er selber ein und lächelte uns zu. Sofort drückte der Taxifahrer aufs Gas und wir winkten alle wie wild los.
Es war ja nur ein Monat, versuchte ich mich zu beruhigen. Vorher hätte ich auch ahnen sollen, dass ich meine Eltern nie wieder sehen würde?
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast