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It's tuxedo, not smoking

von easylein
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P6 / Gen
27.09.2012
27.09.2012
1
1.497
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27.09.2012 1.497
 
Naa, wer weiß, was heute ist? :3333

Zugegeben, das ist nicht meine beste Arbeit, aber nachdem ich so lange nichts mehr von mir hab hören lassen, ist das hier das Mindeste, was ich tun kann v.v
Wie immer beinhaltet auch diese Fanfiction eine Moral, lernt was dabei! :D

Ich will keinen Kommentar zum Titel hören, verstanden? :D

Noch eine kleine Anmerkung, Rinoa und Squall sind nicht zusammen.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

It's tuxedo, not smoking

„Squall!“
Squall wirbelte auf dem Absatz herum und erschrak beim Anblick seiner Freundin Rinoa so sehr, dass er seine noch glühende Zigarette fallen ließ.
Fuck!, dachte er zerknirscht, und dafür hab ich jetzt meine letzten Gil ausgegeben!
Doch noch schlimmer als das verlorene Geld war der verletzte und zutiefst enttäuschte Blick Rinoas.
Er biss sich verlegen auf die Unterlippe und suchte verzweifelt nach einer guten Ausrede. Mann, fast bekam er ein schlechtes Gewissen. Aber auch nur fast. Dafür kriegte er es nun mit der Angst zu tun, als Rinoa- plötzlich vor Wut rasend -auf ihn zugestapft kam und mit ihrem Zeigefinger in seine (doch recht durchtrainierte) Brust piekte; dabei stützte sie die andere Hand frivol in die Hüfte und funkelte ihn an.

„Squall Leonhart“, wiederholte sie in bedrohlicherem Ton als zuvor, was Squall eiskalte Schauer über den Rücken laufen ließ. „Hab ich dir nicht schon tausendmal gesagt, dass ich es hasse, wenn du rauchst und dass du deshalb endlich aufhören sollst?!“
Bei jedem Wort bohrte sie ihren Finger weiter in seine Brust.
Aua, dachte Squall, jetzt bloß nicht kleinbeigeben.
Würdevoll setzte er zu einer schlagfertigen Antwort an, wurde jedoch schon beim Luftholen unterbrochen. Wieder keifte Rinoa los.
„Falls du dich nicht erinnerst- was mich bei diesem galaktisch hohen Nikotingehalt in deinem Gehirn nicht wundern würde-“
„Nikotin setzt sich nicht im Gehirn ab. Es löst dort nur eine Reihe äußerst beruhi-“ „UNTERBRICH MICH NICHT!“, schrie Rinoa und trat ihm gegens Schienbein. „Jetzt rede ich!“
Sie sieht schon heiß aus, wenn sie sauer ist. Blöd, dass ich nie nach ihrer Pfeife tanze, sonst würde sie sicher mal mit mir ausgehen, sinnierte Squall und schaute verträumt auf seine Angebetete herab, die gerade zum zigsten Mal ihren Vortrag über gesunde Lebensweise hielt und ihn damit zum Nichtraucher zu konvertieren versuchte.
Irgendwann blendete er wie so üblich aus, beobachtete ihre perfekt geschwungenen Lippen und ihre glitzernden dunkelbraunen Augen, die sich hin und wieder vor Genervtheit nach oben verdrehten.
Gleich würde sie von ihm ablassen und wild gestikulierend vor seiner Nase herumwandern, die Arme in die Luft werfen und zum Himmel hinaufschreien, was für ein bescheuerter Idiot er doch war und wie unverantwortungsbewusst sein Handeln.
3- 2- 1... Sie kehrte ihm, wie er es vorausgesagt hatte, den Rücken zu und streckte ihre Handflächen gen Himmel, die Schultern ebenfalls gehoben.

„Siehst du, du hörst mir- mal wieder! -überhaupt nicht mehr zu. Versuch das bloß nicht zu verleugnen! Dein Blick wird dann nämlich immer glasig und du schaust nur noch durch mich hindurch. Ach Squall.“ Sie strich sich ein paar Strähnen, die sich während Rinoas Wutanfalls in ihr Gesicht verirrt hatten, hinter die Ohren.
„Außerdem bist du ein SeeD! Auf einer Mission kannst du nicht einfach so schlappmachen, wenn du von Monstern verfolgt wirst, nur weil du deine Lunge ständig mit Giftstoffen gequält hast! Leider wird das unweigerlich passieren, wenn du dich weiter mit diesem... Zeug vollstopfst!“ Sie warf der inzwischen erloschenen Zigarette auf dem Boden einen hasserfüllten Blick zu.
„Du könntest attackiert werden, vielleicht umgebracht! Oder noch schlimmer: Deinen Job verlieren!“ Inzwischen stand Rinoa wieder vor Squall und schaute ihn besorgt an. Mit geröteten Wangen und zittriger Stimme fuhr sie fort: „Ist dir das wirklich egal?“

Etwas verlegen fuhr sich Squall durchs Haar und wich Rinoas Blick aus. Wo sie recht hatte... Aber da er ein Mann war und sich niemals einer Frau (mit durchaus plausiblen) Argumenten unterwerfen würde (schon der Männlichkeit wegen), erwiderte er schelmisch: „Na und? Ist doch mein Leben“, wohlwissend, das Mädchen damit vollends auf die Palme zu bringen.
Einen Moment lang schwieg Rinoa, starrte ihn ungläubig an, die Lippen zu einem perfekten „O“ geformt. Binnen weniger Sekunden besann sie sich jedoch wieder, kniff den Mund zusammen und verengte ihre Augen zu Schlitzen.
„Dein Leben? Dein LEBEN?! Eben weil es dein Leben ist, solltest du ein bisschen mehr auf dich achten! Du hast nämlich nur das eine! Und wenn du weiter so machst, wird es in nicht allzu ferner Zukunft beendet sein!“
„Was interessiert dich das überhaupt?“, brüllte Squall nun und drehte den Spieß um, um Rinoas Anschuldigungen gekonnt zu umgehen. „Das kann einer wie dir doch egal sein! Ich hab Spaß am Rauchen und du eben am... Ja, woran hast du eigentlich Spaß, Rinoa? Du bist eben Papas Mädchen, das ihm alles recht machen will und nie etwas entgegen seiner Lebensauffassungen zu tun wagt. Das perfekte Töchterchen, das sich rund um die Uhr an Regeln hält und in ihrer- ganz sicher - selbsterwählten, mit Zwängen durchzogenen, Welt lebt und nicht einmal versucht, dieser zu entkommen. Du, die du nie gelernt hast, dich den hegemonischen Fängen deines Vaters zu widersetzen oder ihm gegenüber deine eigene Meinung  zu konstatieren, du willst mir vorschreiben, was ich zu tun oder zu lassen habe? Ich glaube nicht!“

Mit vor der Brust verschränkten Armen kehrte Squall Rinoa den Rücken zu und starrte zornig auf das vor ihm in der Sonne glitzernde Meer, weshalb er nicht die aufkommenden Tränen in den Augen des Mädchens schimmern sah. Erst als er nach einigen Minuten nur noch Schweigen hinter sich vernahm, ließ er die Arme langsam sinken und drehte sich um.
Gerade noch rechtzeitig erhaschte er einen Blick auf Rinoas hellblauen Ärmel, der hastig etwas aus ihrem linken Augenwinkel wischte und dann hinter ihrem Rücken versteckt wurde.
War er zu grob gewesen? Sie hatte zwar auch kein gutes Haar an ihm gelassen, doch waren Frauen nicht bekanntlich sensibler als Männer?
Die Spur eines schlechten Gewissens breitete sich in ihm aus. Nichts lag Squall ferner als dieses Mädchen zu verletzen.
Zögerlich streckte er seine Hand nach der ihren aus, doch sie trat abwehrend einen Schritt zurück, den Blick auf den Boden gerichtet.

„Du... du weißt genau, dass das nicht stimmt, was du eben gesagt hast, Squall“, begann sie mit brüchiger Stimme.
Oha, sowas war ja noch nie passiert. Für gewöhnlich beließ Rinoa es bei einem kleinen Wutanfall und beruhigte sich ein paar Stunden später wieder; geweint hatte sie noch niemals. Nicht dass sie zugeben würde, gerade überhaupt geweint zu haben, wenn man sie jemals danach fragte. Sowas tat sie nicht, denn neben ihrer nie endenden Streitlust waren Sturheit und Stolz ihre stärksten Charaktereigenschaften.
„Rinoa, es tut mir-“
„Sag nicht, dass es dir leidut! Denn das tut es nicht! Immer wieder entschuldigst du dich, aber an deinem Verhalten ändert sich nichts! Entweder lassen dich meine Vorträge völlig kalt, dich interessiert die Problematik einfach nicht oder du hast  keinen Funken Selbstdisziplin!“

Ah, sie war wieder die Alte. Da war der überhebliche Blick. War sie wirklich jemals traurig gewesen oder hatte sie alles nur vorgetäuscht, um Squall ein schlechtes Gewissen einzujagen? Oder verlor er gar den Verstand und sie hatte niemals auch nur eine Gefühlsregung gezeigt?
Resigniert schüttelte er den Kopf, verzog die Lippen aber zu einem kleinen Lächeln. Er wusste, dass er ihr unterlegen war. Er ließ sie immer gewinnen. Er konnte nicht anders, schließlich liebte er sie.

„Komm schon, Rinoa. Das war meine letzte Zigarette, für die ich außerdem meine letzten Gil ausgegeben habe.“ Squall fuhr mit den Händen in seine Hosentaschen und zog sie heraus. Bis auf ein paar Flusen schienen sie tatsächlich leer zu sein. „Siehst du?“
Misstrauisch blickte Rinoa von Squalls Unschuldsmiene auf seine Hosentaschen und wieder zurück. „Also gut“, beschloss sie ergeben, was Squall erleichtert ausatmen ließ.
Sie schritt auf ihn zu, stellte sich auf die Zehenspitzen und umarmte ihn entschuldigend. Als sie spürte, wie er seine Hände um ihre Hüften legte, seufzte sie, bettete ihren Kopf an seiner Schulter und meinte: „Warum laufen alle unsere Gespräche auf Streits hinaus?“
Dann lösten sich die beiden voneinander und Squall lachte leise.
„Ist ja nicht so als ob es mir was ausmachen würde.“

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Ein paar Meter entfernt standen Selphie und Irvine eng aneinandergeschmiegt unter einer Weide und beobachteten Squall und Rinoa, wie sie sich stritten und schließlich wieder versöhnten.
„Das wievielte Mal haben sie sich diese Woche deshalb schon in die Haare gekriegt?“, fragte Selphie und schaute zu ihrem Freund hoch, der nachdenklich die Stirn runzelte.
„Nach der neuesten Schätzung war das gerade eben das vierte Mal, und wir haben erst Dienstag!“, stöhnte Irvine genervt auf.
„Hm, schon seltsam mit den beiden“, überlegte Selphie laut, „es ist fast, als ob sie-“ „Na zum Glück haben wir solche Probleme nicht, stimmt's, Baby?“, wurde ihre Gedankengang von Irvine unterbrochen.
„Ja“, lächelte sie, verwarf die Idee schnell und küsste ihren Freund voller Leidenschaft. „Zum Glück.“

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Fin
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