Oh Baby I will always follow you

KurzgeschichteDrama / P16
Dr.Charlotte King Dr.Cooper Freedman
26.09.2012
26.09.2012
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26.09.2012 2.182
 
Okay mir ist gerade irgendwie so nach Drama deshalb kommt jetzt ein One Shot der Drama mit sich bringt.
Spielt bevor Mason in Charlotte und Coopers Leben getreten ist.
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Charlotte saß zu Hause und las ein Buch. Cooper war nochmal ins Krankenhaus gefahren weil er noch gebraucht wurde.

Charlotte war inzwischen eben alleine zu Hause. War auch nicht so schlimm.

Plötzlich klingelte ihr Handy. Charlotte seufzte und ging eben dran. "Ja?"

"Ich bins Addison", meldete Addison sich.

"Hei Addison. Was brauchst du?", fragte Charlotte.

"Du musst sofort her kommen Charlotte. Es gab einen schweren Autounfall. Mir haben sie nur gesagt ich soll dich anrufen. Du musst ins St. Ambrose kommen", sagte Addison.

Charlotte seufzte. "Kriegen die nichts alleine auf drei?", fragte sie genervt. Dann stand sie auf und ging sich fertig machen. Schließlich fuhr sie ins Krankenhaus.
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"Also Addison? Wo sind die Patienten?", fragte Charlotte als sie dort angekommen war. Sie war nur noch genervt. Charlotte war müde und brauchte dringend mal eine Pause die letzten drei Nächte hatte sie nämlich im Krankenhaus verbracht.

"Zwei der Opfer sind schon hier. Der andere Fahrer wurde notversorgt und wird jetzt mit dem Hubschrauber her gebracht.", erklärte Addison.

"Warum siehst du mich so deprimiert an? Weißt du wie viele schwere Unfälle in einem Jahr passieren? Genügend", sagte Charlotte.

"Naja in dem einen Auto war ein Kind. Es...es ist tot", erwiderte Addison.

Charlotte seufzte. "So etwas ist immer schlimm. Aber es ist nun eimal Schicksal."

Da hörten die beiden schon von weitem den Hubschrauber. "Unser letzter Patient kommt wohl", meinte Charlotte.

"Ja. sie haben in mehrmals reanimiert am Unfallort und es sieht wohl ziemlich schlecht aus", sagte Addison.

Charlotte seufzte. "Okay dann werden wir unser bestes tun um dieses Leben zu retten."

Der Hubschrauber landete und schon wurde die Trage eilig herein geschoben.

Als Charlotte den Patienten erblickte setzte ihr Herzschlag für einen Moment aus. Sie blieb regungslos stehen und konnte sich nicht bewegen.

Addison trat näher. "Char? Lebst du noch?", fragte sie und folgte Charlottes starrem Blick. Da realisierte sie was hier gerade geschah.

Da kamen auch schon Pete, Sam und Amelia angerannt. "Wo ist der neue Patient?", fragte Amelia.

Sie sah das Addison Charlotte beruhigend über die Schulter strich und immer wieder flüsterte alles wird gut. Alles wird wieder gut.

Doch Charlotte bewegte sich nicht. Sie sagte nichts und sah nur gerade aus. Sie reagierte gar nicht darauf.

"Oh mein Gott! Das ist Cooper!", rief Pete aus.

Amelia folgte seinem Blick. Und tatsächlich auf der Trage lag Cooper Freedman.

Ehe alle anderen auch erstarren konnte schnappte Amelia sich ihre Kollegen und kümmerte sich um Cooper.

Addison informierte Violet. Die sofort ins Krankenhaus und somit zu Charlotte kam.

Charlotte bekam von alle dem gar nichts mit. Sie stand immer noch wie erstarrt an dem selben Platz wie zuvor. Sie rührte sich nicht, sie redete nicht. Violet stürzte ins Krankenhaus. Charlotte sah sie nicht einmal. Das einzige was jetzt zählte war Cooper. Und würde Cooper sterben würde sie das auch. Sie wollte und konnte nicht ohne diesen Mann. Sie brauchte ihn wie die Luft zum atmen. Nicht ohne Cooper. Ohne ihn würde sie nicht weiter machen.

"Charlotte? Komm schon wir setzten uns hin. Du musst irgendetwas sagen, hörst du mich? Nicke wenigstens einmal", drang es von außen auf sie ein. Aber wirklich nahm Charlotte das gar nicht wahr. Sie stand weiter still da. Da spürte sie leichten Druck. Violet wollte Charlotte zu den Stühlen drängen. Charlotte wollte nicht sitzen. Nicht stehen, nicht atmen, nicht leben. Nicht wenn Cooper das nicht auch tat. Sie weinte nicht. Sie konnte nicht weinen. Sie würde nie wieder irgendwas können wenn Cooper sterben würde. Gar nichts, nie wieder. Sie würde ein letztes Mal nach Hause gehen. Sie würde sich in der großen herzförmigen Badewanne Wasser einlassen. Sie würde sich hinein legen. Und dann würde sie ihre Arme aufschneiden. Sie war Ärztin sie wusste wie sie es machen musste, das keine Hoffnung mehr für sie bestand.

Violet war am verzweifeln. Sie hatte selbst Angst. Cooper war schließlich ihr bester Freund. Tränen brannten in Violets Augen aber sie versuchte stark zu sein für Charlotte. Doch Charlotte war wie erstarrt. Sie hatten doch gerade erst vor zwei Wochen geheiratet und jetzt würde Cooper vielleicht sterben. Violet konnte verstehen was Charlotte durchmachte aber sie musste sich bewegen. Sich hinsetzten, etwas trinken, etwas essen. Ein wenig schalfen.

"Charlotte? Komm wir setzten uns jetzt hin. Ich weiß das du tief in dir drin hören kannst das ich mit dir spreche. Also komm mit. Wir setzten uns vor den OP. Sobald es etwas Neues bei Coop gibt werden sie es uns sagen", flüsterte Violet.

Mit einem Mal wachte Charlotte aus ihrer Trance auf. Sie war gefasst. Fast zu gefasst für diese Situation. "Ja gut setzten wir uns dort hin.", meinte sie nur und sah Violet an.

Violet war Psychiater. Sie wusste das hier irgendetwas sogar nicht stimmte. "Willst du was trinken?", fragte sie Charlotte.

Diese schüttelte nur den Kopf.

"Willst du darüber reden? Über dich und Cooper? Und was passiert wenn...naja...wenn...",stotterte Violet.

"Er stirbt meinst du? Nein ich will nicht reden Violet", erwiderte Charlotte immer noch total gefasst.

Charlotte hatte einen Entschluss gefasst. Deshalb konnte sie aus ihrer Trance aufwachen. Sie musste nicht länger nachdenken. Und sie war auf alles gefasst. Egal wie es kam sie würde Cooper nicht verlieren. Sie würde ihm überall hin folgen wenn es nötig war. Sie setzte sich mit Violet vor den OP.

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Unterdessen im OP:

"Leute macht etwas! Er hat keinen Herzschlag mehr", schrie Amelia.

Pete war bereits dabei Cooper zu reanimieren.

"Kommt schon. Wir dürfen ihn nicht verlieren. Alleine schon wegen Charlotte nicht", sagte Addison.

"Wegen uns nicht", erwiderte Sam.

"Charlotte ist schwanger", platzte es aus Addison.

"Was???", fragte Amelia.

"Ja. Sie war vor einer Woche bei mir. Sie ist schwanger und Cooper weiß das. Doch die beiden haben super dicht gehalten. Aber ihr könnt Cooper nicht sterben lassen. Charlotte und das Baby brauchen ihn", sagte Addison.

Da war er. Ein Puls. Eine gezackte Linie. "Wir haben ihn wieder", verkündete Pete.

"Komm schon Coop, du darfst nicht sterben. Du weißt das deine Frau da draußen auf dich wartet. Sie und euer ungeborenes Baby.", sagte Addison besorgt zu dem bewusstlosen Cooper.

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Alles war wohlig warm. Cooper genoss es. Und nichts tat weh. Er wusste noch genau was passiert war. Dieses Auto war so schnell auf ihn zugerast. Er hatte versucht auszuweichen. Doch das war in die Hose gegangen. Ein Kind war tot. Seinetwegen. Und nun würde er das wohl auch mit dem Leben bezahlen. Doch er hatte keine Schmerzen nichts tat mehr weh. Er bereitete sich schon auf den Tod vor. Er stieg auf und sah auf seinen Körper herab. Sie kämpften um sein Leben. Sie reanimierten ihn. Sein Herzschlag hat ausgesetzt. War es endlich vorbei?

Alle riefen wild durcheinander. Und mitten in dem Stimmwirrwarr, nahm er Addison war. 'Charlotte ist schwanger!'

Da wurde ihm mit einem Schlag bewusst warum er am Leben bleiben musste, warum er kämpfen musste. Für seine Frau. Für seine Frau und sein ungeborenes Kind.

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"Weißt du, ich werde Cooper nie ganz verlieren", sagte Charlotte plötzlich in die Stille.

"Wie meinst du das?", fragte Violet. Sie war froh das Charlotte endlich redete.

"Ich bin schwanger", erwiderte Charlotte stolz.

"Oh...wow...", stotterte Violet. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Wenn Cooper jetzt starb würde es um so schwerer werden Charlotte wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Aber auf der anderen Seite, vielleicht würde sie deshalb richtig kämpfen. Um ihres Babys Willen.

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Weiter kämpften alle um Coopers Leben. Plötzlich erschien erneut diese gerade Linie die Ärzte so hassten.

"Er hat einen Herzstillstand!", rief Pete.

"Er blutet im Bauchraum", rief Sam.

"Und er hat eine schwere Gehirnblutung", fügte Amelia hinzu.

"Was heißt das im Klartext?", fragte Addison.

"Wir haben keine Chance mehr, heißt das im Klartext Addison. Das ist sein 5 Herzstillstand innerhalb von zwei Stunden. Und eine massive Gehrinblutung bedeutet er ist hirntot. Selbst wenn wir die Blutungen stoppen und ihn reanimieren wird er nie wieder aufwachen. Er wird sein Kind nie kennen lernen und Charlotte wird nie darüber hin weg kommen, wenn er Wochen, Monate vielleicht sogar Jahre lang in ihrem Krankenhaus liegt und vor sich hin schwindet.", erklärte Pete.

"Also willst du einfach so aufgeben? Es geht hier um Cooper verdammt! Wir alle brauchen Cooper und seine Patienten brauchen Cooper und am aller meisten brauchen Charlotte und das Ungeborene Cooper! Denkst du Charlotte kommt je darüber hin weg?", fragte Addison.

Pete seufzte. "Addison. Ich weiß was du meinst. Aber wir haben keine CHANCE! Verdammt Addison er ist tot! Ob wir es so wollen oder nicht. Cooper ist tot", wiederholte Pete traurig.

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Charlotte sah auf als ihre Kollegen mit hängenden Köpfen aus dem OP traten. Ohne das sie nur ein Wort sagten wusste Charlotte was sie sagen würden. Und sie wusste das es nun vorbei war. Sie wusste es und trotzdem würden sie es jetzt sagen und es wäre ein Stich ins Herz.

Addison umarmte Charlotte. "Es tut mir so Leid Char! Ich hab ihm gesagt er muss für dich und das Baby kämpfen aber...aber..."

"Mein Beileid", flüsterte Pete.

Sam umarmte Charlotte als nächstes. "Es tut mir so Leid für euch beide"

Dann umarmte Amelia sie. "Char, ich bin immer für dich und das Baby da. Ich will das du das weißt ja? Und es tut mir so leid"

Charlotte sah sie an. "Es ist okay. Hört auf mir Beileid zu wünschen. Der Tod ist nicht das Ende er ist nur der Beginn eines Neuanfangs", sagte sie und alle sahen sie verdutz an.

"Charlotte? Willst du mit mir über seinen Tod reden? Ich meine vielleicht brauchst du ja Hilfe bei verarbeiten", sagte Violet der nun Tränen über die Wange liefen.

"Nein danke Violet. Ich werde alleine damit fertig. Und jetzt fahr ich erstmal nach Hause und geh ins Bett", sagte sie und ging.

"Wie hat sie das den gemeint? Denkt ihr sie tut sich etwas an?", fragte Addison besorgt.

"Nein. Charlotte nicht. Sie ist eine starke Frau und sie wird eine Nacht darüber schlafen und morgen wird sie mit Violet reden. Sie wird wieder", meinte Amelia.

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Als Charlotte zu Hause die Türe hinter sich schloss, als sie endlich alleine war, erst dann fing sie bitterlich zu weinen an. "Warum hast du das gemacht Coop? Du hast dich doch so auf unser Baby gefreut! Und du weißt das wir im Himmel keines bekommen können. Aber wir fangen gemeinsam neu an. Wir machen das schon. Ich liebe dich und ich werde dir folgen. Überall hin und das weißt du Coop.",sagte sie unter bitterem schluchzen.

Charlotte ging ins Bad und ließ das Wasser ein. Alles kam ihr heute so grau und eintönig vor, obwohl die Badewanne rot und herzförmig war. Sie kam sich vor als wäre sie in diesem Leben gefangen. Charlotte ging in die Küche und holte das schärfste Küchenmesser das sie fand.

Dann legte sie sich in die Badewanne. "Ich liebe dich Coop! Und gleich sind wir wieder vereint. Wer weiß vielleicht lässt Gott uns im Himmel ein Baby bekommen", sagte sie und schnitt der länge nach erst ihren rechten und dann ihren linken Unterarm auf. Sie legte die Hände ins Wasser und sah zu wie das rote Blut aus ihren Adern schoss. Es würde nicht mehr lange dauern dann würde es vorbei sein. Und sie könnte sich endlich Cooper anschließen.

Langsam stieg sie aus ihrem Körper. Charlotte warf noch einen kurzen Blick zurück. Es tat ihr Leid für den jenigen der sie so finden würde, es war wahrlich kein schöner Anblick. Ihr zarter Körper war fast ganz unter Wasser und das Wasser in der roten Badewanne war blutrot gefärbt.

Charlotte schüttelte sich und sah nach vorne. Es war vorbei mit zurück blicken. Nun zählte nur noch ihre Zukunft.

Sie ging in Richtung eines weißen Lichtes. Da sah sie ihn bereits. Cooper.

"Coop!", rief sie aus und lief auf ihn zu. Sie umarmte ihn.

"Charlotte! Warum hast du das getan?", fragte Cooper.

"Ich folge dir überall hin. Ich hätte ohne dich nicht weiter machen können", sagte sie.

"Aber was ist mit unserem Baby?", fragte er.

"Das kriegen wir hier im Himmel und dann werden wir eine glückliche Familie. Der Tod ist nämlich nicht das Ende nur der Beginn eines Neuanfangs", sagte sie und Cooper küsste sie.

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Und Amelia und Violet die Charlotte am selben Abend noch besuchen kamen konnten leider nur noch ihren Tod feststellen.
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