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Menschen aus Metall?

von FlyStar
GeschichteKrimi, Mystery / P12 Slash
Astrid Farnsworth Dr. Walter Bishop Olivia Dunham Peter Bishop
24.09.2012
13.05.2013
5
3.726
 
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24.09.2012 814
 
„Geh aber nicht zu nah an den Gleisabgrund, Schatz.“, sagte eine ältere Dame, im dunklen Mantel, zu ihrer kleinen Enkelin. Das Mädchen war vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, ihr violetter Anorak glänzte leicht im Licht der Neonröhren. Die beiden befanden sich an einer U-Bahnstation in New York, es war schon sehr spät. Die Dame setzte sich auf eine Bank, das Mädchen rannte zu einem Süßigkeitenautomaten.
„Oma, Oma darf ich da etwas haben?“ fragte die Kleine und grinste ihre Oma bittend an.
„Aber klar doch mein Engel.“ Sie stand auf und ging zu dem Automaten, warf ein paar Münzen hinein. „Was möchtest du denn haben?“
„Ich will den da.“ meinte sie und zeigte auf einen mit Schokolade überzogenen Caramelriegel.
„Aber nur wenn du dir nachher noch ganz schön die Zähne putzt, ok?“
„Natürlich Omi.“, antwortete das Kind und sah glücklich in das Gesicht ihrer Oma.
Auf einmal hörte man ein quietschen.
„Jetzt müssen wir uns aber beeilen mein Engelchen, unsere U-Bahn kommt.“ Sie nahm das Mädchen an der Hand und ging mit ihr in Richtung des Gleises. Die U-Bahn kam angefahren und blieb stehen. Sie stiegen ein. Die Oma blickte sich um und sah keinen freien Platz.
„Vielleicht im nächsten Wagon“, flüsterte sie zu ihrer Enkelin. Sie ging langsam voraus, ihre Enkelin immer noch an der Hand. Sie öffnete die Tür in den nächsten Abteil, doch da war auch kein Platz. Sie ging weiter, gerade aus zur nächsten Tür.
Ein junger Mann mit dunkler Jacke und braunen Haaren stand auf und fragte: „Wollen sie sich nicht mit ihrer kleinen Begleitung auf meinen Platz setzen?“ Dabei lächelte er und sah ihr durch seine ovalen Brillengläser in die Augen.
„Wie nett“, sagte sie: „Heutzutage gibt es nicht viele so nette Menschen wie sie und vor allem nicht in New York. Ich bin ihnen sehr dankbar, in meinem Alter machen meine Füße bei dem Wackeln der U-Bahn schnell schlapp.“
„Ach das macht doch nichts, die nächste Station ist sowieso meine.“ Er drehte seinen Kopf und blickte zu dem kleinen Mädchen: „Und bei so einem süßen kleinen Gesicht kann ich doch wohl kaum nein sagen. Wie ist dein Name?“fragte er.
„Lisa“, sagte sie leise.
„Lisa. Das ist ein schöner Name.“ Die U-Bahn kam langsam zum stehen. „Das ist meine Station. Weißt du was? Ich hab was für dich.“ Er griff in seine Jackentasche, holte etwas heraus und drückte es dem kleinen Mädchen in die Hand. Sie hob es hoch. Es war eine Miniaturdarstellung der Freiheitsstatue auf Liberty Island.
Die Oma stupste die kleine Lisa an. „Danke“, sagte sie darauf. Der Mann stand wieder auf: „Ein schönen Abend noch.“
„Ihnen auch. Und vielen Dank.“
Der Mann drehte sich um und ging zur Tür. Sie öffnete sich und er ging raus.
Die U-Bahn fuhr weiter. Lisa stolperte durch den Wagon, blieb aber nach kurzer Zeit bei ihrer Oma stehen.
„Mir ist schlecht Omi.“
„Dann hopp, setz dich auf meinen Schoß.“ Sie nahm das Mädchen hoch und setzte sie auf ihren Schoß. Nach einiger Zeit fragte sie: „Na? Ist es jetzt besser?“
Erst nach ein paar Sekunden antwortete sie: „Nein. Oma mir ist so schlecht.“
„Kuck mich mal an, lass mich dein Gesicht sehen.“ Lisa drehte ihr sich um. „Ach Gott du bist ja total weiß.“ Die Oma guckte ihrer Enkelin in die Augen, da war ein kleiner glänzender Punkt der langsam immer größer zu werden schien.
„Oma mir ist so heiß und mein Arm juckt.“
„Los zieh deine Jacke aus.“ Die Frau stand auf und half ihrer Enkelin und setzte sie dann auf den Platz. Lisa begann ihren Arm zu kratzen. Die Oma konnte nicht glauben was sie sah. Winzige, silbern glänzende Späne schwebten zum Boden und der Fleck in ihrem Auge war jetzt mindestens 3 mal so groß wie eine Minute davor.
„Was ist hier nur los, schnell wir brauchen Hilfe!“, schrie die Frau.
Einige Menschen standen auf, kamen schnell her und stellten sich im Halbkreis um die Frau und ihre kleine Enkelin. Lisas Auge war jetzt komplett silbern und glänzend und über ihren Arm hatte sich eine metallisch glänzende Hülle gebildet die immer größer wurde. Sie breitete sich jetzt über den Hals und dann über das ganze Gesicht aus. Lisa viel zu Boden, ihre Oma saß daneben, konnte nicht glauben was sie sah und plötzlich bemerkte sie einen glänzenden Fleck auf ihrem Handrücken der sich schnell ausbreitete, aber sie war nicht die einzige. Die Leute schrien, jeder in dem Wagon hatte dieselben Anzeichen, bei jedem breitete es sich schnell aus bis letztendlich jeder, der in dem Wagon war, tot und mit einer glänzenden, dünnen Schicht überzogen auf dem Boden lag.
Der Wagon begann zu vibrieren, immer stärker. Schlagartig knickte das Dach nach innen, genauso wie die Seitenwände, die U-Bahn kam vom Gleis ab und schliff an der Wand entlang. Sie kam zum stehen, mitten in dem dunklen Tunnel.
 
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