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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
41.631
 
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18.03.2016 1.217
 
"Wie sieht´s bei ihm aus?" Break hatte das Zimmer betreten, wohin Rayne gebracht worden war. "Seine Verletzungen sind doch nicht zu schlimm, oder?"
"Er hat eine Schusswunde in der Brust." Reim befestigt den Verband, den er Rayne angelegt hatte. "Und er ist noch ohne Bewusstsein."
"Ah ja, er wurde von Lord Glen Baskerville angeschossen." Break sinkt auf einen der Stühle an dem kleinen Tisch in der Ecke. "Und er wurde von Jabberwocks Angriff getroffen, aber davon scheint er keinen Schaden abbekommen zu haben..."
"Du kannst mir erzählen, was geschehen ist, während ich mir deine Wunden ansehe." Reim packt das Verbandszeug in den Beutel. "Komm mit, für dich wurde auch ein Zimmer hergerichtet."
"Ich bleibe nicht hier." Break war hinter seinem Freund auf den Flur getreten und schließt die Zimmertür. "Lord Glen weiß, dass mich der Kampf mit dem Chain Cheshire geschwächt hat. Und nachdem deine Wohnung in der letzten Nacht bereits von den Baskervilles ausspioniert wurde, wird er vermuten, dass ich mich in dieses Anwesen geflüchtet habe."
"Aber du kannst doch gar nicht sicher sein, dass man dich hier suchen wird." Reim dreht sich um und runzelt die Stirn - Break steht seitlich zu ihm und lehnt mit der Schulter an der Tür. "Xerxes..."
"Sei doch nicht so dumm - natürlich muss ich damit rechnen, dass die Baskervilles oder die Leute von Rufus Barma kommen." Break hustet und wischt sich über den Mund. "Nachdem ich ihm so knapp entwischt bin im Spiegellabyrinth, wird Lord Glen jetzt garantiert keine Ruhe geben."
"Selbst wenn das der Fall ist - Lady Sheryl wird sie hier nicht einfach eindringen lassen. Und du musst dich ausruhen." Reim fasst den Weißhaarigen am Arm und legt ihm eine Hand auf die Stirn. "Du glühst - weil du dich heute so überanstrengt hast, ist dein Fieber wieder gestiegen. Ich bringe dich jetzt zu deinem Zimmer und dann legst du dich schlafen. Und komm ja nicht auf die Idee, dich wieder in der Nacht wegzuschleichen. Wenn es sein muss, binde ich dich in deinem Bett fest und halte die ganze Nacht Wache."
"Ja, schon gut." Mit einem Seufzen folgt Break dem Brillenträger. Reim bleibt an der Tür stehen, bis Break seine Kleidung gegen einen Schlafanzug getauscht hat und und sich ins Bett gelegt hat. "Ich fahre jetzt zum Park und informiere Miss Sarah über den Aufenthaltsort ihres Freundes. Danach werde ich wieder nach dir sehen."

"Lord Glen!" Lotti und ihre Begleiter finden ihr Oberhaupt in dem zerstörten Bereich, wo Break und Rayne vor ihm und seinem Chain geflohen war. "Wo ist Hatter? Wir haben gehört, sie hätten ihn hier drin aufgespürt und verfolgt."
"Das war er, aber er ist mir entwischt." Leo wischt etwas Staub von seinem Hemd. "Mit der Hilfe des Schulfreundes von Sarah."
"Der Schulfreund - ah, das ist der hübsche junge Mann mit den schwarzen Haaren." Lotti verzieht die Lippen zu einem Lächeln. "Er hat eine interessante und ungewöhnliche Augenfarbe."
"Aber wieso hätte Rayne Break helfen sollen?" Gil geht einen Schritt vor. "Er kennt ihn doch überhaupt nicht..."
"Ich habe keine Ahnung, warum - aber er hat es getan. Wegen ihm und dem Wolfchain, der dann auch noch plötzlich auftauchte, konnte ich Xerxes Break nicht gefangennehmen." Leos Augenbrauen ziehen sich zusammen. "Auf jeden Fall werde ich noch einmal mit diesem Rayne sprechen wegen seiner Einmischung - findet heraus, wo er lebt und bringt ihn zu mir. Und was Xerxes Break angeht - er wird sich jetzt irgendwo aufhalten, wo er sich erholen kann von dem Gebrauch der Kraft seines Chain, während er mit Cheshire gekämpft hat. Dafür könnte er in die Wohnung seines Freundes zurückgekehrt sein oder er ist..." Leo wendet sich an den großgewachsenen Baskerville, der bisher kein Wort gesagt hatte. "Doug, du rufst Fang und Vincent an und triffst dich mit ihnen vor Reim´s Wohnung. Lotti und Gilbert, ihr begleitet mich zum Anwesen Rainsworth."

Zur gleichen Zeit kommt Reim vor dem Spiegellabyrinth an und entdeckt Sarah mit ihren Freunden auf der anderen Seite an der Bank. "Sie ist mit Miss Sharon zusammen - dann scheinen sie sich wohl angefreundet zu haben."
"Oh, guten Tag Reim." Sharon erhebt sich, als er auf sie zukommt. "Was machen sie im Park?"
"Ich habe eine Nachricht für Miss Sarah." Reim blickt das rotblonde Mädchen an. "Ihr Freund Rayne befindet sich nicht mehr im Labyrinth, er ist im Anwesen von Mrs. Rainsworth. Sie brauchen sich keine Sorgen mehr um ihn machen."
"Und... Break?" Sarah hebt den Kopf. "Er hat doch diese Kreatur verfolgt... den Chain, der hinter dem Spiegel erschienen ist. Und außerdem..."
"Ihm geht es auch gut, das kann ich ihnen versichern." Reim nimmt seine Brille ab und wischt sich mit seinem Taschentuch den Schweiß aus dem Gesicht. "Miss Sharon, ich werde auch gleich wieder zu ihrer Großmutter zurückkehren - wenn sie wollen, können sie mich begleiten."
"Ja, vielen Dank."
"Ah - wäre es in Ordnung, wenn ich auch mit ihnen komme?", bittet Sarah. "Ich will mich selbst davon überzeugen..."
"Miss Sarah", unterbricht sie eine Männerstimme. Einer von Rufus´s Leuten steuert auf die Gruppe zu. "Ich bin gekommen, um sie zu holen. Sir Rufus wünscht, dass sie in sein Anwesen zurückkehren."
"Was? Aber..."
"Geh heim." Sharon legt Sarah eine Hand auf den Arm. "Du hast es ja gehört, es ist alles in Ordnung. Und vielleicht kannst du uns morgen besuchen, wenn Lord Barma es erlaubt."
"Das würde ich wirklich sehr gern", lächelt Sarah.
"Und wir auch", fügt Oz hinzu.
"Aber natürlich, ihr seid uns alle willkommen. Ich werde meiner Großmutter sagen, dass ihr um drei Uhr kommt." Sharon blickt zu Reim auf. "Vielleicht könnten sie dafür sorgen, dass er dann auch noch anwesend ist?" Auf ihrem Gesicht erscheint ein furchteinflößendes Lächeln.
"Das - kann ich nicht versprechen... sie kennen ihn ja, Miss Sharon...", murmelt der Brillenträger.
"Ich verlasse mich auf sie, Reim."

"Gut, dass du wieder da bist." Rufus empfängt Sarah, als sie durch die Eingangstüren tritt. "Ich habe von dem Vorfall gehört, der im Spiegellabyrinth geschehen ist - du bist dort einem gefährlichen Chain begegnet. Aber zum Glück ist dir nichts passiert."
"Ja... meine Freunde und ich konnten unverletzt entkommen."
"Das ist erstaunlich, dass ihr ihm davonlaufen konntet. Man könnte denken, jemand hat dafür gesorgt, dass ihr von der Kreatur nicht verfolgt wurdet." Rufus geht langsam vorwärts. "Jemand, der geübt darin ist, Chains zu vernichten - wie Xerxes Break. Ich will eine ehrliche Antwort von dir hören - hast du ihn dort getroffen?"
"Nein." Sarah schüttelt den Kopf. "Ich glaube, es ist am besten, wenn ich nichts über Break sage...er ist ja in Sicherheit."
"Ich verstehe." Rufus wendet sich von ihr ab. "Du kannst auf dein Zimmer gehen, bis es Zeit wird für Abendessen."
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