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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
41.631
 
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13.01.2015 1.181
 
"Oz." Alice war stehen geblieben und hatte ihre Hand auf eine Spiegelfläche gelegt. "Ich spüre den Chain, er ist im Labyrinth..." Sie rennt los, Oz holt sie erst ein, als sie an der Kreuzung stehen bleibt, wo sie sich von ihren Freunden getrennt hatten. "Warum hast du nicht auf mich gewartet? Es ist nicht gut, wenn du allein nach ihm suchst..."
"Ich weiß nicht, welche Richtung." Alice schaut nach rechts, wohin Sarah und Rayne gegangen waren und dann auf den linken Weg, den Echo und Leo genommen hatten. "Er könnte überall sein."
"Oz! Alice!" Sarah kommt ein wenig atemlos bei ihnen an. "Wir sind von einem Chain angegriffen worden... Er ist aber wieder in einem Spiegel verschwunden - Break will sich um ihn kümmern..."
"Also ist er dahinten." Alice will wieder losstürmen, doch Rayne breitet die Arme aus und versperrt ihr den Weg. "Du darfst dich da nicht einmischen. Wir tun, was Break uns geraten hat und suchen den Ausgang aus dem Labyrinth."
"Ein vernünftiger Vorschlag." Sarah wendet sich an Oz. "Wir sind in einer Sackgasse gelandent, es gab auch keine weiteren Abzweigungen. Also bleibt euer Weg oder der von Echo und Leo."
"Wir sind bis zu einer Gabelung gekommen, als Alice den Chain erspürt hat", erklärt Oz. "Wir könnten es erst einmal dort weiter versuchen."
"Ihr seid solche Feiglinge!" Alice versucht, an Rayne vorbei zu kommen. "Geh gefälligst zur Seite, ich werde schon mit dem blöden Vieh fertig!"
"Nein, du bleibst bei uns." Rayne drängt sie zurück. "Dieser Chain kann jeden Spiegel durchqueren, und es könnte ihm gelingen, Break abzuhängen. Wir sollten ihm keine Gelegenheit geben, uns wieder anzugreifen. Oz, geh du mit Alice voraus, Sarah und ich bleiben hinter euch."

"Du bist schnell." Mit einem anerkennendem Lächeln blickt Break auf das katzenähnliche Wesen. "Es hat mich ein wenig Mühe gekostet, dich zu verfolgen. Doch nun lass uns langsam zum Ende kommen."
"Cheshire wird dich töten!", knurrt der Chain. "Dich und den anderen!"
"Den anderen?" Der  Weißhaarige legt fragend den Kopf schief. "Von wem sprichst du?"
"Du weißt es! Cheshire hat dich mit ihm gesehen!"
"Wen meint er? Die einzigen, die ich im Labyrinth getroffen habe, waren Miss Sarah und ihr Schulfreund..." Breaks Überlegungen werden unterbrochen, als Cheshire sich auf ihn stürzt. Mit einer schnellen Drehung und einem gezielten Schwerthieb durchtrennt er eine Krallenpfote - sie beginnt sich bereits aufzulösen, während sie zu Boden fällt. Grinsend dreht er sich wieder zu einem Gegner um und sieht ihn gerade noch in einen Spiegel eintauchen.
"Er will also noch nicht aufgeben? Na dann..." Erneut nimmt Break die Verfolgung auf.

"Hey, Doug." Lotti winkt ihren Kollegen zu der Bank, wo sie und Gil sitzen. "Und, warst du erfolgreicher als wir?"
"Weiß nicht", brummt er mit seiner tiefen Stimme. "Bei dem Spiegellabyrinth hab ich eine Gruppe gesehen, die offenbar einen da drin verloren haben."
"Klasse, wir können uns gleich auf den Weg machen..."
"Nein!" Gil hatte hatte unbeabsichtigt zu laut gerufen - die beiden Baskervilles schauen ihn irritiert an. Frustriert beisst er die Zähne zusammen. "Break wollte sich im Labyrinth um den Chain kümmern - und es ist noch nicht so viel Zeit vergangen, seit ich ihn getroffen habe. Was soll ich machen, wenn er noch in der Spiegelwelt ist und wir ihm begegnen?"
"Was ist?" Lotti beugt sich zu ihm. "Es ist dir doch nicht egal, dass sich hier ein Chain herumtreibt, oder? Aber, hmm... stört es dich vielleicht, im Labyrinth nach ihm suchen zu müssen? Hast du etwa Angst, du könntest dich da drin verirren?" Sie zwinkert ihm amüsiert zu. "Keine Angst, die große Schwester Lotti wird auf dich aufpassen."
"Rede nicht so einen Blödsinn." Innerlich noch beunruhigt, wirft Gil seine halbgerauchte Zigarette auf den Boden. "Bringen wir es einfach hinter uns."
"Ich muss darauf achten, ob ich Break irgendwo sehe und meine Begleiter dann irgendwie ablenken."

"Der Ausgang." Leo deutet auf die vor ihnen liegende Holztür. "Wir haben das Labyrinth erfolgreich durchquert."
Echo zuckt mit den Schultern. "Es war gar nicht so schwer."
"Nun ja, aber ob die anderen es auch schon geschafft haben?" Leo legt seine Hand auf den Türgriff. "Komm, wir schauen nach..."
Klirr - In einem Scherbenregen stürzt Cheshire durch eine Glasfläche und prallt gegen die gegenüberliegende Wand. Während seines Kampfes mit Break hatte er auch einen Fuß verloren und sein Schwanz war nur noch ein kurzer Stummel.
"Es scheint, du bist am Ende. Soll ich dir jetzt den letzten Schlag verpassen?"
"Cheshire wird nicht aufgeben!" Mit einem grollenden Knurren richtet das Katzenwesen sich auf. "Cheshire muss stärker werden, um wieder bei Alyss sein zu können!"
"Das ist dein Ziel, ich verstehe. Leider kann ich nicht erlauben, dass du..." Die Stimme verstummt, als sich Cheshire kräftig abstößt und durch die leere Öffnung springt. Von der anderen Seite der Spiegelwand dringen Kampfgeräusche zu Leo und Echo.
"Xerxes Break - er kämpft gegen Cheshire." Leo geht auf die Öffnung zu. "Das ist eine Gelegenheit, auf die wir schon lange gewartet haben."
"Was willst du denn machen?" Echo war ihm einige Schritte gefolgt.
"Ich werde warten, bis er sich an dem Chain ausgetobt hat." Leo steigt über den Rahmen. "Geh du nach draußen und warte auf deine Freunde."

"Rayne?" Sarah blickt zu ihrem Freund, der plötzlich stehen geblieben war. "Was ist los? Komm weiter, wir müssen den Ausgang finden."
"Ich weiß, aber..." Rayne dreht sich halb um und schaut in den Gang hinter ihnen. "Da war ein Aufschrei... es schwang unterdrückte Wut und Hass darin mit..."
"Was redest du denn da für einen Unsinn?" Alice runzelt die Stirn. "Es war doch gar nichts zu hören. Und ich will jetzt endlich hier raus - wir können doch von hier zum Ausgang durchbrechen."
"Das könnten wir tun - wenn wir wüssten, in welcher Richtung wir nach draußen kommen." Rayne schüttelt den Kopf. "Uns bleibt nichts anderes übrig, als unseren Weg auf normale Weise fortzusetzen."
"Dann lasst uns zurückkehren zu der Gabelung." Oz war bis zum Ende des Gangs gelaufen. "Dies ist wieder eine Sackgasse."
"Gut." Rayne folgt den anderen in kurzem Abstand - bis sie sich der Abzweigung nähern, wo sich seine Schritte verlangsamen. "Wartet mal."
"Wieso denn jetzt schon wieder." Alice verschränkt genervt die Arme. "Was hast du für ein Problem? Du..." Sie bricht den Satz ab, ihre Augen weiten sich. "Der Chain... ich kann ihn wieder spüren... Er ist ganz nah..."
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