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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
41.631
 
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24.09.2012 1.041
 
"Was ist denn das?" Alice betrachtet fasziniert die verspiegelten Außenflächen des Spiegellabyrinths. Über die glatten Scheiben rinnt Wasser, welches von rasch wechselnden bunten Lampen angestrahlt wird. "Das gefällt mir, da will ich jetzt rein."
"Das Spiegellabyrinth", erklärt Oz. "Es macht wirklich Spass, den Weg hindurch zu finden, auch wenn es nicht ganz einfach ist."
"Du hast Recht." Sarah lächelt ihren Schulfreund fröhlich an.
"Dann lass uns doch gemeinsam hineingehen." Leo versucht eine neue Chance, Sarah nahe zu kommen.
"Du kannst dich uns natürlich anschließen." Rayne fasst Sarahs Hand. "Oz, Alice, kommt mit."
"Ich auch", meldet sich Echo. "Und Elliot."
Der Schulsprecher schüttelt den Kopf. "Ich finde dieses Labyrinth einfach nur albern."
"Warum bist du überhaupt in den Park mitgekommen?" Rayne wirft Elliot einen stirnrunzelnden Blick zu. "Du wartest doch immer nur und gehst nirgendwo rein."
"Und? Das ist meine Sache."
"Streitet euch nicht." Sharon streicht sich eine Haarsträhne zurück. "Ich bleibe auch hier. Amüsiert euch dort drinnen."
"Danke, bis später." Sarah geht hinter den anderen zum Eingang des Labyrinths.
"Es kann eine ganze Weile dauern, bis sie wieder herauskommen." Elliot seufzt leicht genervt. "Ich werde mir mal etwas zu trinken holen." Er entfernt sich rasch.
Sharon steuert auf eine Bank zu, zieht ein Spitzentaschentuch hervor und tupft sich den Schweiß von der Stirn.
"Ganz schön heiß, was? Du kannst sicher eine kleine Erfrischung gebrauchen."
Etwas kaltes wird ihr seitlich an den Hals gedrückt, ein erstickter Laut kommt über ihre Lippen und sie dreht rasch den Kopf zur Seite. "Bitte schleich dich nicht so an."
"Was tust du im Park?" Break steigt über die Lehne und setzt sich neben sie. "Ich habe vorhin auch Elliot Nightray gesehen - er ist ja ziemlich gutaussehend. Hast du mit ihm eine Verabredung?"
"Natürlich nicht." Sharon faltet ihr Taschentuch zusammen und schiebt es in ihre Tasche. "Ich bin wegen Miss Sarah hier. Ihr Freund Eric hat meine Großmutter gebeten, sie von Lord Rufus wegzuholen..."
"Eric? Das ist der junge Mann mit den schwarzen Haaren mit silbernen Strähnen, nicht wahr?" Break nimmt einen Schluck von seinem Slush-Eisgetränk. "Er scheint wohl ziemlich besorgt um Miss Sarah zu sein, wenn er sich sogar an die Rektorin
seiner Schule wendet." Er lehnt sich zurück und legt einen Arm auf die Rückenlehne der Bank. "Und wo sind die junge Dame und ihre Freunde jetzt?"
"Sie wollen das Labyrinth durchqueren", erklärt Sharon. "Oz und Alice und ein anderes Mädchen, Echo - und ... Lord Glen ist auch dabei, Break."
"Tatsächlich? Hmmm... dann muss ich aufpassen, dass ich ihm im Labyrinth nicht begegne." Break wirft den leeren Becher zielsicher in den Abfallkorb neben der Bank.
"Warte." Sharon läuft ihm hinterher. "Warum willst du in das Labyrinth? Geh nicht rein."
"Doch, ich muss. Es kann sein, dass dort drin ein Chain ist - er hat sich bereits einige Menschen geholt." Er blickt mit einem frechen Grinsen über die Schulter. "Keine Sorge, er wird sicher mit Leichtigkeit zu besiegen sein. Ich bin bald wieder da."
"Sei vorsichtig." Sharon bleibt vor dem Eingang stehen, durch den der Weißhaarige ins Innere verschwunden ist.

"Geht es hier wirklich nicht weiter?" Sarah drückt noch einmal gegen die hintere Glaswand. "Anscheinend nicht."
"Lass uns zurückgehen zu der Kreuzung, wo wir uns von den anderen getrennt haben. Und dann entscheiden wir uns für einen der Wege, denen sie gefolgt sind."
"Na gut." Sarah dreht sich um, dabei glaubt sie eine Bewegung neben sich zu sehen und blickt zur Seite - in ihr eigenes Gesicht. Ein nervöses Lachen kommt über ihre Lippen. "Hab ich mich jetzt erschreckt..."
"Komm da weg, Sarah." Rayne drängt sich zwischen sie und ihr Spiegelbild. "Wir müssen von hier verschwinden."
"Wieso denn? Rayne, das ist doch nur..."
"Ein Chain, er ist also tatsächlich hier. Ziemlich clever, er lauert hinter den Spiegeln und holt sich immer wieder jemanden, wenn er etwas zu fressen braucht. Aber nun ist Schluss."
"Break."
"Miss Sarah, sie und ihr Freund sollten das Labyrinth schnell verlassen." Break öffnet den Verschluss seines Schwertes. "Ich werde mich um das kleine Problem hier kümmern."
"Ihr alle werdet jetzt sterben." Die Gestalt im Spiegel nimmt sein wahres Aussehen an - mit wirr abstehenden schwarzen Haaren, aus denen ein paar Spitze Ohren herausragen. Das einzelne rote Auge blickt feindselig, statt normalen Händen besitzt er riesige Klauen mit scharfen Krallen und ein langer Schwanz peitscht hinter seinem Rücken hin und her. "Du hast es gewagt, in mein Reich einzudringen und nun werde ich dich und die anderen beiden töten." Mit einem kräftigen Satz, beide Klauen nach vorn gestreckt, springt er auf die Spiegelwand zu - sie explodiert bei dem Aufprall und überschüttet die drei Personen mit einem Scherbenregen.
"Rayne?" Sarah öffnet die Augen und hebt den Kopf, schaut zu ihrem Freund auf. Er hatte beide Arme um sie gelegt, um sie mit seinem Körper zu schützen. "Warum hast du das getan? Meinetwegen verletzt zu werden..."
"Mir ist nichts passiert." Er löst seinen Griff und tritt einen Schritt zurück. "Wahrscheinlich hatte ich einfach Glück."
"Das ist wirklich erstaunlich", stellt Break fest. "Es sieht beinahe so aus, als wären die Glassplitter irgendwie von dir abgeprallt." Er deutet auf den Boden, wo die Scherben in einem unförmigen Halbkreis um Rayne´s Füße liegen. "Hast du dafür eine Erklärung?"
"Nein." Rayne schaut den Weißhaarigen ausdruckslos an. "Du solltest dir jetzt auch mehr Gedanken um den Chain machen. Er ist verschwunden, wird aber bestimmt schon sehr bald wieder angreifen. Bist du darauf vorbereitet?"
"Es wird für mich kein Problem sein, ihn auszulöschen", erwidert Break. "Schließlich verfüge ich über die Macht eines mächtigen Chain. Bring jetzt Miss Sarah nach draußen."
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