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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
41.631
 
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24.09.2012 1.187
 
"Gilbert." Rufus betritt die Küche. "Du wirst mit Lotti und Doug heute im Park patrouillieren. Wie du vielleicht auch schon gehört hast, gibt es dort wohl ein Problem mit einem Chain. Ihr fahrt dorthin und seht euch um, aber bleibt unauffällig. Es sollte möglichst vermieden werden, dass die zahlenden Besucher davon erfahren."
"Ich wollte aber gerade diesen Braten schon mal..."
"Du wirst für heute Abend einfach etwas anderes zubereiten, was nicht so viel Aufwand erfordert." Rufus geht wieder durch die Tür hinaus. "Die anderen warten bereits am Wagen."
"Na toll." Wenig begeistert trägt Gil den Fleischbrocken zurück ins Kühlhaus und macht sich dann auf den Weg zu seinem Zimmer, um seine Pistole zu holen. Mit der Waffe, gut verborgen unter seinem Hemd, steigt er neben Lotti auf den Beifahrersitz und sie gibt Gas.

"Das hat Spass gemacht." Echo geht als letzte durch den Ausgang des Tower. "Ich will das nochmal machen."
"Okay, aber es gibt ja noch andere Geräte, mit denen wir fahren können. Die noch viel mehr Spass machen. Wie den Predator oder den Konga oder ... da, Shake." Sarah deutet auf das Fahrgeschäft ein Stück vor ihnen, dessen Gondeln wild herumwirbeln.
"Das finde ich aber mutig von euch, dort hineinzugehen."
"Es ist gar nicht so schlimm..." Sarah dreht sich um und blickt in ein lächelndes Gesicht. "Du bist doch..."
"Es ist schön, dass wir uns so schnell wiedersehen." Sharon ergreift ihre Hände. "Zum Glück hat meine Großmutter dir keine Strafe gegeben, weil du gestern einfach dem Unterricht ferngeblieben bist."
"Deine Großmutter?"
"Du bist wirklich dumm, was?" Elliots Blick drückt seine Mißbilligung aus. "Das ist Sharon Rainsworth, die Enkelin unserer Rektorin. Und außerdem die Erbin einer angesehenen adligen Familie."
"Das konnte Sarah nicht wissen. Wir haben uns gestern das erste Mal getroffen, aber ich habe mich ihr nicht vorgestellt." Sharon streicht sich eine Haarsträhne zurück. "Und nun -
wer von euch traut sich, mit Echo und Sarah in den Shake zu gehen?"
"Auf keinen Fall", lehnt Elliot entschieden ab. "Mich kriegt da keiner rein."
"Für mich ist das auch nichts", gibt Oz zu.
"Und ihr beide?" Sharon wendet sich an Rayne. "Du wirst Sarah doch sicher nicht allein fahren lassen, nicht wahr? Und sie, Lord Glen, können Echo begleiten."
"Ehrlich gesagt wäre es mir lieber...", beginnt Leo.
"Einverstanden." Rayne fasst nach Sarahs Hand. "Komm, es hat gerade angehalten."

"Wo könnte sich hier ein Chain versteckt halten?" Break schaut aus den Fenstern einer Kabine des Riesenrads. "Die meisten Fahrgelegenheiten sind im Freien, es bleibt also nur "Midnight-Coaster", der "Stardust-Simulator" und "Magical Mirrors". Am besten seh ich mir mal alle drei Geräte an." Er verlässt die Gondel, kaum dass sie wieder den Boden erreicht und macht sich auf den Weg zu der Achterbahn, die in einer großen Kuppel durch völlige Dunkelheit fährt. Davor ist nur eine kurze Schlange, weshalb er schnell an die Reihe kommt und einen Waggon für sich allein hat. Doch die knapp 10minütige Fahrt bleibt ergebnislos und leicht enttäuscht schlägt er danach die Richtung zum Simulator ein. Dort angekommen, erlebt er eine Überraschung...

"Das ist eine schwachsinnige Idee! Welchen Sinn soll es machen, wenn wir in das blöde Ding einsteigen?" Sichtlich genervt deutet Gil auf das längliche Gehäuse des Simulators. "Der Chain wird sich wohl kaum genau jetz zeigen - falls er überhaupt da drin ist."
"Das werden wir nicht herausfinden, wenn wir es nicht wenigstens überprüfen." Lotti hängt sich an seinen Arm. "Nun sei nicht so ein Miesepeter, wir können doch auch ein bisschen Spass haben."
"Kommt nicht infrage, wir sind hier um einen Auftrag zu erledigen. Und nimm deine Hände weg." Mit einem Ruck befreit er sich aus ihrem Griff. "Wenn du unbedingt in das dämliche Gerät gehen willst, mach es allein. Ich bleib hier draußen und pass auf, ob sich irgendwas tut."
"Na schön, ganz wie du willst." Sichtlich schmollend geht Lotti zu den Absperrungen und schwingt sich einfach über das Metallgitter - was dutzende Protestrufe unter den wartenden Besuchern verursacht.
Gil geht zu einer Sitzbank und schraubt den Verschluss von seiner mitgebrachten Wasserflasche, um etwas zu trinken. Während die kühle Flüssigkeit seine Kehle hinabrinnt, wandert sein Blick über die vorbeigehenden und herumstehenden Leute und bleibt an einer Person hängen - mit einer Sonnenbrille und einem Schlapphut, unter dessen Rand weiße Haarsträhnen herausschauen.
"Break!" Hastig setzt er die Plastikflasche ab und steuert auf den Weißhaarigen zu. "Hast du den Verstand verloren? Weißt du nicht, was im Park gerade vorgeht? Wie kannst du so blöd sein und einfach hier herumlaufen?"
"Ich freue mich auch, dich zu sehen, Gilbert." Break schiebt seinen Schlapphut ein wenig nach hinten, um sich den Schweiß von der Stirn wischen zu können. "Und wenn du es unbedingt wissen willst, ich bin auf der Suche nach dem Chain, der sich im Park herumtreibt. Er hat bereits einige Menschen auf dem Gewissen. Doch hier scheint er nicht zu sein und auch nicht im "Midnight-Coaster", das habe ich bereits überprüft. Also werde ich jetzt zum Spiegellabyrinth gehen. Es wäre nett, wenn du Lotti von dort fernhältst."
"Glaubst du, dass er dort ist?" Gil schiebt die Schachtel Zigaretten, die er gerade hervorgeholt hatte, zurück in seine Hosentasche. "Dann werde ich dich besser begleiten..."
"Nein, du musst hier sein, wenn Lotti wieder herauskommt." Break wickelt langsam ein Kaubonbon aus und schiebt es zwischen seine Zähne. "Ich verschwinde jetzt, und du hast mich nicht gesehen, wenn du aus irgendeinem Grund danach gefragt wirst."
"Aber..."
"Hör zu, Gilbert." Break nimmt seine Sonnenrille ab. "Du darfst nichts tun, was deine Stellung bei Rufus gefährden könnte - Miss Sarah braucht einen Freund in dem Anwesen."
"Und was ist mit dir?" Gil blickt ihn besorgt an. "Du siehst nicht gut aus, du solltest die Sache heute vielleicht doch nicht allein angehen."
"Nicht nötig. Tu einfach, was ich dir geraten habe." Break setzt seine Brille wieder auf. "Und mach dir keine Sorgen, ich fühle mich nur wegen der hohen Temperaturen ein wenig unwohl. Jetzt werd ich aber wirklich gehen, das Simulationsgerät hat angehalten."
"Warte, nur eine Minute noch..."
"Gil-bert." Lotti drängt sich durch die Menge der aus dem Simulator kommenden Besucher. "Du hast wirklich etwas verpasst."
"Schon möglich." Gil schaut sich noch einmal rasch um, doch Break ist nicht mehr zu sehen. "Und was ist jetzt mit dem Chain? Lass mich raten, es gibt hier keine Spur von ihm."
"Richtig." Sie bleibt neben ihm stehen. "Ob Doug mehr Glück hatte? Wir sollten uns mit ihm treffen."
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