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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
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24.09.2012 1.209
 
"Wer ist er?" Sarah rutscht zögernd auf den Stuhl neben Leo. "Wieso wird er hier als besonderer Gast bezeichnet? Bei unserem kurzen Gespräch an der Schule hat er jedenfalls nicht erwähnt, dass er mit Rufus bekannt ist."
"Sarah." Rufus´s Stimme dringt in ihre Gedanken. "Wenn du fertig bist zu träumen, lass dir von Gilbert Auflauf geben. Dann kann er sich auch setzen und essen."
"J-ja." Rasch nimmt Sarah ihren Teller hoch und dreht sich halb herum. Gil füllt ihr eine reichliche Portion der Gyros-Lasagne auf. "Danke."
"Du trinkst Cola, nicht wahr?" Leo öffnet die Flasche und gießt in ihr Glas ein. "Ein Schulmädchen wie du darf ja noch keinen Alkohol."
Äh...nein..."
"Nun, wollen wir jetzt darüber reden, weshalb sie hierher gekommen sind?" Rufus schaut Leo über den Rand seines Weinglases an. "Oder besprechen wir das später in meinem Arbeitszimmer?"
"Sie können mir ruhig hier erklären, warum Xerxes Break noch nicht eingesperrt ist." Leo erwidert seinen Blick. "Schließlich habe ich ihnen meine Leute zur Verfügung gestellt, damit sie ihn endlich wieder einfangen können."
"Was?" Die Gabel mit dem Stück Fleisch, das Sarah gerade in den Mund schieben wollte, stoppt vor ihren Lippen.
"Er ist leider sehr gerissen und versteht es, immer wieder zu entwischen." Rufus legt sein Besteck auf den Tellerrand. "Doch er muss ja auch essen und schlafen. Deshalb lasse ich jetzt die Wohnung seines Freundes Reim beobachten. Wenn er dort auftaucht, werden Fang und Lily ihn empfangen. Und dann kommt er für den Rest seines Lebens in das dunkle Loch, doch das wird ohnehin nicht mehr lang dauern."
"Das können sie nicht ernst meinen! Ich weiß nicht, was Break getan hat, dass sie ihn so sehr verachten! Aber er hat es bestimmt nicht verdient, so von ihnen behandelt zu werden!"
"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich gesagt hätte, ich will deine Meinung hören, Sarah." Rufus blickt sie mit kalten Augen an. "Worüber ich mich mit Lord Glen unterhalte, geht dich nichts an."
"Verzeiht, Sir Rufus", mischt Gil sich ein. "Aber dann hättet ihr nicht hier im Speisesaal euer Vorhaben besprechen dürfen."
"Ich habe ihn dazu aufgefordert. Allerdings hätte ich nicht erwartet, dass sich Sarah darüber aufregen würde." Leo füllt sein Glas erneut mit Wein auf. "Vielleicht sollte sie sich jetzt zurückziehen, offenbar ist das alles zu viel für sie. Vincent, bring sie nach oben."
"Selbstverständlich, Lord Glen." Vincent erhebt sich und umrundet den Tisch.
"Er kann bleiben, wo er ist." Sarah schiebt ihren Stuhl mit einem Ruck zurück. "Ich geh allein in mein Zimmer."
"Eins muss ich zugeben." Leo schaut auf die hinter ihr zufallende Tür des Speisesaals. "Sie ist ein energisches Mädchen. Und anscheinend hatten sie Recht mit ihrer Einschätzung, Rufus. Sie hat eine Verbindung zu Mad Hatter, das beweist ihre Reaktion."
"Und genau das können wir zu unserem Vorteil nutzen. Mit Sarahs unfreiwilliger Hilfe werden wir ihm eine Falle stellen. Schließlich hat er ihr schon einmal geholfen und sie vor einem Chain gerettet."

"Das war wahnsinnig lecker." Break kratzt die letzten Reiskörner mit Soße von seinem Teller. "Du kannst genauso gut kochen wie Gilbert."
"Freut mich, dass es dir geschmeckt hat." Reim räumt sein bereits gespültes Geschirr in den Schrank. "Du hast dir schließlich zwei Portionen nachgenommen. Also geht es dir schon wieder so gut, dass dein Appetit zurückgekehrt ist."
"Ein bisschen schlapp fühle ich mich noch." Break trinkt den Rest Wasser aus seinem Glas. "Ich werd mich auch gleich wieder schlafen legen. Übrigens, denkst du, die Wachhunde da unten werden die ganze Nacht im Auto sitzen bleiben? Den beiden muss doch irgendwann mal langweilig werden."
"Es sind Baskervilles und die werden bestimmt nicht aufgeben. Aber noch haben sie nicht versucht, in meine Wohnung einzudringen. Und das bleibt hoffentlich so."
"Wenn sie es tun sollten, müssen wir eben ganz schnell verschwinden. Du stehst doch in Verbindung zu Sharon, nicht wahr? Sie kann uns dann ganz einfach mit Eques zu sich holen." Break öffnet den Mund zu einem Gähnen. "Ich geh jetzt auf jeden Fall schlafen. Kommst du auch ins Bett?"
"A-aber das geht doch nicht." Reims Gesicht nimmt einen leicht rötlichen Ton an. "D-du und ich, wir können doch nicht..."
"Stell dich nicht so an. Es ist genug Platz für uns beide - und ich werde schon nicht über dich herfallen, keine Angst. Und es ist doch auch besser, wenn wir in einem Zimmer sind, oder nicht?"
"Naja, schon..." Reim zögert noch ein wenig. "Also gut, meinetwegen. Aber vorher spül ich noch dein Geschirr."
"Okay, ich geh dann schon mal rüber." Break verlässt die Küche und verschwindet noch kurz im Bad. Als Reim eine Weile später, nachdem er alle Lichter gelöscht hat, ebenfalls das Schlafzimmer betritt, liegt der Weißhaarige bereits schlafend unter der Decke.

"Vielleicht hätte ich nicht hierher kommen sollen." Rayne steht vor dem eisernen Tor des Rainsworth-Anwesen. "Aber es geht um Sarah. Ich muss mit Sheryl sprechen, ob wir sie nicht von Rufus Barma wegholen können. Nachdem bereits die Baskervilles und jetzt sogar auch Leo Glen Baskerville aufgetaucht sind, könnte es bei ihm wirklich gefährlich für sie werden." Er öffnet einen der Torflügel und folgt dem Weg bis zu den Eingangstüren, wo er den Türklopfer betätigt. Nach einigen Minuten öffnet ihm ein Dienstbote. Er führt Rayne in den ersten Stock bis zum Salon und lässt ihn eintreten.
"Eric." Sheryl schaut ihn lächelnd an. "Es ist schön, dich zu sehen. Sag, was führt dich so spät am Abend zu uns?"
"Ich möchte sie um etwas bitten." Rayne nimmt auf dem Sessel Platz. "Könnten sie dafür sorgen, dass Sarah nicht mehr bei Rufus Barma leben muss? Sie besitzen doch ein großes Haus mit genügend Zimmern, von denen sie ihr eins geben könnten."
"Es tut mir leid, aber leider geht es nicht." Sheryl schüttelt bedauernd den Kopf. "Wenn ich Sarah zu mir hole, würde Rufus sie schnell wieder zurückfordern. Aber in einem Konflikt zwischen ihm und mir, würde ich unterliegen. Und ich will nicht riskieren, dass meiner Tochter und Enkeltochter etwas zustößt."
"Das verlange ich natürlich auch nicht. Dann werde ich eine andere Möglichkeit finden, um sie da rauszuholen." Rayne erhebt sich aus dem Sessel. "Jedenfalls danke ich ihnen, dass sie mir zugehört haben."
"Warum hältst du dich nicht an Gilbert und Xerxes? Ich bin mir sicher, die beiden werden dir helfen."
"Und ich auch, Grandma." Sharon hatte den Salon betreten. "Wirst du es mir erlauben? Dann könnte ich auch wieder mehr Zeit mit Break verbringen und ihm zur Seite stehen."
"Selbstverständlich habe ich nichts dagegen, Liebes." Sheryl lächelt ihre Enkelin an. "Wenn es dir so wichtig ist."
"Vielen Dank."
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