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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
41.631
 
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24.09.2012 1.043
 
"Wieso kann man dich nicht anfassen?" Alice bewegt ihre Hand auf&ab und von rechts nach links, immer durch den körperlosen Wolf.
"Das hier ist nur ein Abbild von mir. Ich habe es euch geschickt, um euch zu helfen. Um Lotti davon abzubringen, Leon auf euch zu hetzen."
"Es ist also nur eine nutzlose Illusion?" Elliot hat sein Schwert wieder in die Scheide geschoben, hält es aber noch in der Hand. "Und was hättest du gemacht, wenn die Baskerville ihrem Chain doch befohlen hätte, uns anzugreifen?"
"Ich habe einfach gehofft, dass dieser Schatten von mir ausreicht, damit Lotti sich zurückzieht. Wie sie es ja auch getan hat. Und ich muss jetzt auch wieder verschwinden."
"Warte." Sarah drängt sich zwischen Oz und Elliot. "Ich will dich auch noch etwas fragen. Bist du ein ursprünglicher Chain? Aus der Zeit, als der Abyss noch nicht in eine düstere und verzerrte Welt verwandelt wurde?"
"Ein ...ursprünglicher Chain?" Der Wolf legt seinen Kopf ein wenig schief. "Diese Bezeichnung kenne ich nicht. Aber du hast Recht - ich bin, was du vermutest."
"Woher weißt du denn das?" Oz schaut sie fragend an.
"Ich habe in der Bibliothek der Uni einige alte Schriften gefunden, als ich mit Break dort war", erklärt Sarah.
"Zeig sie mir", fordert Elliot sie auf. "Ich möchte diese Berichte sehen."
"Tut mir leid, ich hab sie nicht. Break hat sie mitgenommen, er wollte mit seinem Freund versuchen, noch mehr herauszufinden."
"Das könnte ihm aber schwerfallen. Dieses Wissen über uns war schon sehr lang keinem Menschen mehr bekannt. Ich bin ehrlich überrascht, dass du überhaupt etwas erfahren konntest."
"Und wie stark bist du eigentlich?" Alice´s Augen leuchten begierig auf. "Ob du wohl ein würdiger Gegner wärst?"
"Tut mir leid, ich kann jetzt wirklich nicht länger bleiben." Die Gestalt des Wolfes beginnt zu verblassen und wird immer durchsichtiger, bis sie völlig verschwunden ist.
"Wir sollten auch gehen." Echo wirft ihren Rucksack über die Schulter. "Bevor jemand kommt und uns unangenehme Fragen stellt."
"Ok. Schauen wir, wie es Rayne geht und dann verschwinden wir."
"Mit mir ist soweit alles in Ordnung, Oz." Rayne erhebt sich hinter einem Tisch, über den er von Leon geschleudert wurde. "Ich habe mir nur den Kopf angeschlagen und war wohl eine Weile weggetreten."

"Reim? Reim."
Die Rufe locken Reim aus der Küche, wo er gerade eine Lauch-Suppe zubereitet. Als er das Schlafzimmer betritt, sieht er Break auf dem Bettrand sitzen. "Was machst du denn da? Du sollst doch nicht aufstehen."
"Ich hab Hunger."
"Du bekommst gleich Suppe." Reim schiebt seine Beine zurück unter die Decke. "Und ich habe auch Tee für dich aufgegossen."
"Aber ich will was süßes. Du wirst mir doch bestimmt gern Pudding oder Eis bringen, nicht wahr?"
"Erst wirst du etwas vernünftiges essen. Du willst doch schnell wieder gesund werden?"
"Aber ja doch, Doktor Reim. Nun geh schon und hol sie."
Kopfschüttelnd blickt Reim auf Break hinunter, dessen Gesicht hat einen schmollenden Ausdruck. "Selbst wenn er krank ist, bleibt sein Verhalten das gleiche."
Rasch kehrt er in die Küche zurück und nimmt den Topf vom Herd. Nachdem er eine Suppenschale gefüllt hat, stellt er sie mit der Teekanne, einer Tasse und dem Zuckertöpfchen auf das Tablett und geht wieder ins Schlafzimmer.

"Mit diesem Regal bin ich jetzt fertig." Fang stellt den letzten Ordner zurück in die Reihe. "Aber es ist wirklich absolut nichts zu finden, was auf diesen Wolf hinweist, den wir gesehen haben. Vielleicht vergeuden wir hier einfach unsere Zeit."
"Na gut, machen wir mal eine Pause." Vincent kommt aus dem nächsten Gang, mit seinem Handy in der Hand. "Ich will auch noch kurz einen Anruf machen, um herauszufinden, ob Mad Hatter inzwischen bei Mr. Reims Wohnung aufgetaucht ist."
Schon nach dem dritten Klingeln meldet sich eine Stimme.
"Ja."
"Hallo, Lily. Kannst du mir etwas gutes berichten?"
"Nein, gar nichts. Der Typ mit der Brille ist nur einmal weggefahren und kam eine Weile später mit einer weißen Papiertüte zurück."
"Eine weiße Papiertüte?", wiederholt Vincent. "Er war also in einer Apotheke. Aber er hat überhaupt nicht den Eindruck gemacht, als bräuchte er Medizin."
"Keine Ahnung. Muss ich noch länger hier herumsitzen? Es ist furchtbar langweilig und viel zu warm."
"In Ordnung, du kannst gehen. Ich schätze, diese Information von dir hilft uns weiter." Vincent beendet das Gespräch und steckt sein Handy in die Tasche. "Fang, eine kleine Änderung hat sich ergeben. Wir fahren jetzt noch einmal zu Mr. Reim. Ich habe da so eine Ahnung..."

"Wisst ihr was?" Oz stößt sich ausgelassen mit einer Reifenschaukel ab. Er und die anderen waren einige Straßen vom Eiscafe auf einen Spielplatz gegangen.
"Morgen ist Samstag, da müssen wir nicht in die Schule."
"Ja, das wissen wir auch." Elliot hatte sich auf eine der Bänke gesetzt, mit Echo neben sich. "Und?"
"Naja, ich dachte, wir könnten doch alle wieder ins Wonderland gehen. Was haltet ihr davon?"
"Auf jeden Fall!" Alice sitzt oben auf der Rutsche, mit übergeschlagenen Beinen. "Da gibt es so leckeres Essen!"
"Ich würde gern, aber Rufus lässt mich vielleicht nicht aus dem Haus."
"Gilbert könnte dir helfen, Sarah", schlägt Rayne vor. "Er ist doch ein guter Freund."
"Das stimmt. Ok, ich werd ihn fragen."
"Und ihr beide?", wendet Oz sich wieder an Elliot und Echo.
"Ich glaube, das könnte Spass machen", meint das weißhaarige Mädchen. "Ich möchte auch mitkommen."
"Na schön, einverstanden", stimmt der Schulsprecher schließlich auch zu.
"Großartig." Oz hüpft von seiner Schaukel und läuft zu ihm. "Dann können wir doch auch richtige Freunde werden. Ich halte dich nämlich für einen netten Kerl."
"Was?"
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