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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
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24.09.2012 1.062
 
Rayne wirft die Müllbeutel in den großen Container auf dem kleinen Hinterhof. "So, erledigt." Mit Schwung lässt er den Deckel zufallen und macht sich auf den Rückweg zur Cafeteria.
"Du hast lange gebraucht", empfängt Alice ihn ungeduldig. "Können wir jetzt endlich gehen?"
"Klar, wir sind ja hier fertig." Rayne hängt sich seine Tasche über die Schulter und sie verlassen das Schulgebäude.
Etwa 20min später erreichen sie das Eiscafe.
"Wir werden auf jeden Fall reingehen", bestimmt Alice. "Es ist einfach zu heiß hier draußen."
Drinnen sind alle Plätze belegt, doch Oz entdeckt an einem Tisch ein Mädchen mit schulterlangen weißen Haaren. "Seht mal, sie trägt die Uniform unserer Schule. Vielleicht können wir uns ja zu ihr setzen? Kommt, fragen wir." Er steuert bereits in ihre Richtung und Alice folgt ihm.
"Unglaublich. Sobald er ein hübsches Mädchen sieht, ist er nicht mehr zu halten."
"Rayne." Sarah fasst ihren Freund an der Hand. "Komm jetzt." Sie zieht ihn mit zu den anderen beiden, die bereits Platz genommen haben.
"Das ist Echo", stellt Oz das Mädchen vor. "Sie hat nichts dagegen, dass wir uns zu ihr setzen."
"Es ist ja genug Platz", antwortet Echo mit merkwürdig ausdrucksloser Stimme.
"Hört auf zu quatschen und sucht euch endlich was aus", mault Alice. "Ich will den großen Erdbeerbecher."
Oz entscheidet sich für den Krokantbecher, Sarah wählt den Schwarzwälder-Kirschbecher und Rayne einen Milchshake Mokka. Ein Kellner kommt, um die Bestellung zu notieren.
"Was ist mit dir, Echo?" Oz lächelt sie an. "Ich lade dich ein."
"Warum? Wir kennen uns doch nicht..."
"Was macht ihr hier?"
"Oh." Oz blickt erstaunt auf. "Du? Ist Echo etwa deine Freundin?"
"Wir gehen in die gleiche Klasse." Elliot setzt sich auf den einzigen noch freien Stuhl am Tisch.

"Ich bin wieder da, Xerxes." Reim öffnet die Tür zum Schlafzimmer. Da er keine Tabletten in seiner Wohnung hatte, war er zu einer Apotheke gefahren, um welche zu holen.
Der Brillenträger legt die Packungen auf das Nachtschränkchen und beugt sich über seinen Freund. Break atmet keuchend durch den leicht geöffneten Mund.
"Xerxes." Behutsam rüttelt Reim an seiner Schulter. "Wach auf. Ich habe ein Mittel gegen Fieber und Erkältung. Davon wirst du dich bald wieder besser fühlen."
Stöhnend öffnet der Weißhaarige sein Auge. "Reim..."
"Ja." Reim hilft ihm, sich ein wenig aufzurichten und hält ihm eine blassgrüne Kapsel und zwei runde weiße Pillen hin. "Hier, du musst sie schlucken."
Gehorsam steckt Break sie in den Mund und greift nach dem Glas. Doch seine Hand zittert so stark, dass etwas von dem Wasser über den Rand schwappt.
"Lass mich das machen." Reim nimmt das Glas und setzt es ihm an die Lippen. Als sein Freund genug getrunken hat, stellt er es auf das Nachtschränkchen. "Und jetzt schlaf, ich werde später wieder nach dir sehen."
"Okay." Break sinkt zurück auf die Kissen und schließt sein Auge. "Tut mir leid, dass ich dir solche Sorgen mache", murmelt er mit leiser Stimme.
Mit einem wehmütigen Lächeln wäscht Reim das verschwitzte Handtuch aus und legt es ihm erneut auf die Stirn.

Oz lehnt sich zufrieden auf seinem Stuhl zurück. "Hier gibt es einfach die besten Eisbecher in der Stadt."
"Das stimmt, aber es ist auch ziemlich viel." Sarah schiebt ihren leeren Becher zur Seite. "Ich finde es erstaunlich, dass Alice die doppelte Portion von uns verdrücken kann."
"Was ist daran beeindruckend, wenn jemand ein Vielfraß ist?"
"Lass sie in Ruhe, Schulsprecher. Ist doch nicht schlimm..." Rayne verstummt, als eine Frau die Arme eng um Oz´s Schultern legt und ihre Wange in seinen blonden Haarschopf schmiegt. "Hallo, Oz-Boy. So schnell sehen wir uns wieder."
"Was fällt dir ein, blöde Baskerville-Tussi?" Alice funkelt Lotti über den Tisch an. "Oz ist mein Eigentum, also nimm gefälligst deine Hände von ihm!"
"Du bist ja ein richtiger Wildfang." Lotti lächelt amüsiert. "Vielleicht brauchst du jemanden, an dem du dich mal richtig abreagieren kannst. Und zufällig habe ich genau den Richtigen - soll ich ihn rufen?"
"Lass ihn doch herkommen!" Alice springt auf, mit wütend blitzenden Augen. In der Hand hält sie die Gabel umklammert, mit der Echo ihre Eistorte gegessen hatte. "Ich habe keine Angst vor deinem kleinen Schoßtierchen!"
"Nun gut. Leon!"
Das Erscheinen des Chain sorgt für sichtlichen Aufruhr. Als er dann noch ein lautes Brüllen ausstößt, drängen die Gäste zum Ausgang. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Cafe leer, selbst die Bedienung hat sich verkrochen.
"Geh aus dem Weg!" Elliot schiebt Alice zur Seite und hält sein schwarzschimmerndes Schwert vor sich.
"Was hast du vor?"
"Was wohl, Kleiner?" Er wirft Oz einen kurzen Blick zu. "Ich bin der einzige mit einer Waffe, also werde ich es mit dem Chain aufnehmen."
"Tu das nicht." Rayne greift nach seinem Arm. "Du kannst nicht gewinnen."
"Was weißt du denn schon?"
"Passt auf!" Sarahs Warnschrei kommt beinahe zu spät - Leon hatte zu einem Sprung angesetzt. Rayne kann Elliot noch wegstoßen, doch er wird von den Pfoten des Chain erwischt und zu Boden geworfen.
"Rayne!"
"Wie schade, der Hübsche ist schon fertig. Aber du kannst noch mit den anderen spielen, Leon."
"Nein." Aus dem Nichts steht plötzlich der Wolfchain vor Oz, Alice und Sarah und knurrt drohend. "Du erinnerst dich sicher noch an die Warnung deines Partners, dass dein Chain besser nicht gegen mich kämpfen sollte. Also nimm ihn und geh."
Lotti bläst zischend durch die Zähne, ruft Leon aber zurück. "Es wird bestimmt mal eine Situation geben, wo du im Nachteil bist."
"Darauf kannst du natürlich gern hoffen."
"Danke, du hast uns wieder geholfen." Oz geht auf den Wolf zu und streckt die Hand aus, will sie ihm auf den Rücken legen. Doch seine Finger gleiten durch ihn hindurch, als wäre er aus Luft. "Was...?"
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