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Magic Wonderland

GeschichteMystery, Fantasy / P12
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Rufus Barma Vincent Nightray Xerxes Break
24.09.2012
26.01.2020
40
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24.09.2012 1.129
 
"Geh mir aus dem Weg. Ich werde jetzt nach Sarah suchen."
"Schon gut, kein Problem." Break hebt beschwichtigend die Hände, als Rayne ihn mit blitzenden Augen anfunkelt, und tritt einige Schritte zur Seite.
"Das sieht dir aber nicht ähnlich, Break. Du hast doch noch nie jemandem so schnell nachgegeben."
"Ach, weißt du, Oz." Break lässt sich auf den Boden nieder, lehnt sich mit dem Rücken an die Wand. "Gelegentlich kann ich auch mal ein wenig rücksichtsvoll sein", erklärt er, während er einen rotweiß-gestreiften Lolli aus seiner Tasche zieht. "Dieser junge Mann ist der beste Freund von Miss Sarah, ich kann ihm doch nicht verbieten, zu ihr zu gehen. Und vielleicht braucht sie ihn ja auch, um darüber zu reden, was dieser Hitzkopf da hinten ausgeplaudert hat."
Beide, Break und Oz, blicken gleichzeitig zu Elliot, der mit verschränkten Armen und leicht eingeschnapptem Gesichtsausdruck einige Schritte hinter ihnen steht.
"Ja ja, ich hab´s ja kapiert."
"Schön. Dann warten wir jetzt einfach, bis Miss Alice und das andere Mädchen wieder aus dem Büro kommen. Und dann können wir ja mal sehen, wo die beiden hingelaufen sind." Break knüllt das Papier von dem Lolli zusammen und wirft es zielsicher in den Mülleimer, der ein Stück weiter auf dem Gang steht. "Und du wirst auch mit uns kommen, du kleiner Streithahn, und dich bei Miss Sarah entschuldigen. Nicht wahr?"
Elliot schaut zwar noch beleidigter, gibt aber einen zustimmendes "Meinetwegen" von sich.

"Warum sitzt du ganz allein hier draußen, Sarah?" Leo schaut sie aufmerksam an. Sein intensiver Blick lässt ihr Gesicht warm werden, sie kann unmöglich ihre Augen von seinen abwenden.
"Äh...ich bin...ich habe...", bringt sie stotternd heraus, was auf seinem Gesicht ein Lächeln erscheinen lässt. "Offensichtlich mache ich dich nervös, dafür will ich mich entschuldigen." Langsam löst er seine Finger aus ihren und lehnt sich zurück. "Übrigens, ist das dein Freund dahinten? Es scheint ihm wohl nicht zu gefallen, dass ich mich hier so nett mit dir unterhalte."
"Wer?" Suchend blickt Sarah sich um und entdeckt Rayne. Er steht an dem Nebeneingang, durch den sie vorher nach draußen gegangen war und schaut eindeutig finster zu ihnen hinüber.
"Rayne."
"Ich glaube, ich gehe jetzt lieber." Leo steht auf. "Dein Freund sieht aus, als wollte er mich in Stücke reißen."
"Was? Nein, er würde nicht..." Sarah dreht sich wieder um, aber Leo entfernt sich bereits. Ein wenig verwirrt schaut sie ihm nach.

"Was hat er von dir gewollt, Sarah?" Rayne nimmt Leo´s Platz auf der Bank neben ihr ein.
"Wir haben uns nur ein wenig unterhalten, er war sehr nett. Warum fragst du? Stimmt irgendwas nicht?"
"Nein, nichts." Er lächelt. "Willst du wieder mit mir reinkommen? Gleich ist doch Mittagspause. Oder wir können auch hier draußen essen, dann werd ich uns was holen."
"Ja, lieber hier draußen", stimmt Sarah zu. "Danke, Rayne."
"Ok, bis gleich." Er läuft bereits wieder auf die Tür zu, die ins Schulgebäude führt. Aber sie ruft ihn noch einmal. "Sag Oz und Alice auch Bescheid. Und wenn Break noch da ist, bring ihn auch mit. Ich will mit ihm reden und ihm ein paar Fragen stellen."

Nachdem Leo das Schulgelände verlassen hatte, geht er zu einem am Straßenrand geparkten Wagen und steigt auf der Beifahrerseite ein.
"Das war aber ein kurzes Gespräch." Die Person auf dem Fahrersitz schaut ihn von der Seite an. "Warum hast du sie eigentlich aufsuchen wollen?"
"Ich war einfach neugierig", antwortet er. "Ich wollte wissen, was für ein Mensch sie ist."
"Hast du ihr denn die Fragen gestellt, wie du es dir vorgenommen hast?"
"Es war zu riskant." Leo angelt nach dem Gurt, um sich anzuschnallen. "Einer ihrer Schulfreunde hat uns beobachtet. Und es hätten auch Oz und Alice jederzeit dazu kommen können. Lass uns jetzt einfach fahren."
Die Person auf dem Fahrersitz startet den Motor und gibt Gas.

"Das ist nicht fair, Mrs. Rainsworth", protestiert Madison, als sie ihre Strafarbeit bekommen hat. "Warum soll ich allein denn das Unkraut in den Grünanlagen der Schule entfernen? Die dumme Kuh hat mich doch zuerst geschubst."
"Nun, meine Liebe", antwortet Cheryl mit ruhiger Stimme. "Wie ich gehört habe, hast du Alice beleidigt und ihr gedroht, weil sie eine bessere Leistung erbracht hat als du. Du hast es dir selbst zuzuschreiben."
"So ein Blödsinn! Sie sind auf ihrer Seite, weil sie mit dem Neffen unseres Sportlehrers befreundet ist! Ich bin bestens informiert, dass die Familien Rainsworth und Bezarius eine enge Beziehung zueinander haben! Aber als Rektorin sollten sie eigentlich objektiv und unparteiisch handeln!"
"Das reicht jetzt, Madison." Cheryls Tonfall hat sich verändert, ihre Stimme hat einen strengeren Klang angenommen. "Ich möchte dich bitten, derartige Unterstellungen zu unterlassen. Du darfst jetzt gehen, wenn du nicht noch eine zusätzliche Strafe erhalten möchtest."
Vor Wut schnaubend stürzt Madison auf den Flur hinaus und schlägt die Tür so heftig hinter sich zu, dass die kleine Scheibe oberhalb deutlich hörbar klirrt.
"Und jetz zu dir, Alice. Ich kann nicht ignorieren, dass auch du mit dem Streit den Unterricht gestört hast. Du wirst heute nach Unterrichtsschluss in der Cafeteria mithelfen beim Putzen und Aufräumen. Hast du verstanden?"
Das braunhaarige Mädchen verzieht schmollend das Gesicht, nickt aber.
"Dann kannst du jetzt auch gehen. Deine Freunde warten sicher draußen auf dich."

"Ah, da ist ja Miss Alice." Break schaut auf, als sie aus dem Büro kommt. "Nun, deinem Gesichtsausdruck nach scheinst du wohl auch eine Strafe aufgebrummt bekommen zu haben."
"Was musst du denn machen?", traut Oz sich zu fragen. "Doch nichts schlimmes, oder?"
"Sie ist nachher in der Cafeteria zum Putzdienst eingeteilt", antwortet Oscar an ihrer Stelle. "Also im Grunde eine einfache Arbeit, die sie schnell erledigt haben wird."
"Klingt wirklich nicht zu schwer, das sollte selbst sie bewältigen können." Mit dem noch halben Lolli im Mund steht Break auf, wobei ihn ein leichtes Schwindelgefühl schwanken lässt. "Hoppla."
"Alles in Ordnung?" Instinktiv fasst Oz ihn am Arm, um ihn zu stützen. "Geht es dir nicht gut?"
"Kein Grund zur Sorge", winkt Break ab. "Nur die stickige Luft hier drin und die hohen Temperaturen machen einem Mann in meinem Alter wohl ein wenig zu schaffen. Draußen wird es mir sicher gleich wieder besser gehen."
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